Shamrock Software GmbH

CapiServ

Netzwerk-CAPI

Inhaltsverzeichnis
Nutzungsvertrag
Zweck von CapiServ
Installation auf dem Server
Installation auf den Clients
Hinweise zum Betrieb
Deinstallation
Versionsgeschichte

Nutzungsvertrag

CapiServ ist ein Freeware-Programm von Shamrock Software für alle Windows-Varianten (32 Bit). Die Weitergabe gegen Entgelt ist ausdrücklich untersagt. Shamrock bietet für Freeware keinen Hotline-Support. Bitte beachten Sie auch folgendes:

Die Idee zu CapiServ entstand aus dem Open-Source-Projekt Capi20Proxy. Der Quellcode von CapiServ ist hier ladbar. Wir bitten um Verständnis, dass wir dafür keinen Support bieten.

Zweck von CapiServ

CapiServ dient dazu, eine ISDN-Karte, die in einem Server-PC eingebaut ist, im gesamten lokalen Netzwerk als virtuelle CAPI-Schnittstelle verwendbar zu machen. Eine solche Software nennt man auch LAN-CAPI oder Netzwerk-CAPI.

CapiServ unterstützt den aktuellen CAPI-Standard 2.0 und eignet sich auch für ISDN-Karten mit mehr als einem Bus bzw. mit mehr als zwei B-Kanälen. CapiServ wurde mit den Shamrock-Anwendungen WinTel, CapiFax und CapiCall erfolgreich getestet. Im Gegensatz zu einigen anderen am Markt verfügbaren Netzwerk-CAPI-Treibern ist CapiServ langzeitstabil und hat keine Speicher-Lecks.

Installation auf dem Server

CapiServ setzt voraus, dass auf dem Server mit der ISDN-Karte das TCP/IP-Protokoll installiert ist und dass der TCP-Port 6674 zumindest für Adressen im lokalen Subnetz nicht von einer Firewall blockiert ist.

Das Programm kann entweder wie eine normale Applikation einfach durch Aufrufen von CapiServ.exe gestartet werden oder, bei Windows 2000/XP/2003, wahlweise auch als Dienst, was so erfolgt:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Administrator-Rechten angemeldet sind.
  2. Installieren Sie den Dienst durch Eingabe von CapiServ -i in einer Kommandozeile (bitte beachten Sie das -i).
  3. Sie können den Dienst jetzt entweder über Systemsteuerung/Verwaltung/Dienste manuell starten oder durch Booten des Rechners automatisch starten.

Installation auf den Clients

Auf den Workstations, die die ISDN-Karte des Servers mitbenutzen sollen, gehen Sie bitte je nach Windows-Version (32 bzw. 64 Bit) wie folgt vor:

a) 32-Bit-Windows

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Administratorrechten angemeldet sind.
  2. Falls im System32-Verzeichnis unterhalb des Windows-Verzeichnisses eine Datei CAPI2032.DLL existiert (bei 64-Bit-Windows im Verzeichnis SysWOW64), deaktivieren Sie zunächst ggf. die Systemwiederherstellung (bei Windows XP in der Systemsteuerung unter System) und benennen Sie CAPI2032.DLL in CAPI2032.BAK um.
  3. Kopieren Sie die Datei CAPI2032.DLL aus CapiServ.zip in das System32-Verzeichnis (bei 64-Bit-Windows ins Verzeichnis SysWOW64),.
  4. Entpacken Sie die Datei CLIENT.REG aus CapiServ.zip z.B. in das Verzeichnis "Eigene Dateien" und öffnen Sie sie mit einem Texteditor (z.B. Windows-Notepad). Ersetzen Sie in der Zeile
    "server"="192.168.0.35"
    die IP-Adresse 192.168.0.35 entweder durch die IP-Adresse des Servers mit der ISDN-Karte (falls er eine statische IP-Adresse verwendet) oder durch seinen DHCP-Rechnernamen.
  5. Führen Sie die so geänderte Datei CLIENT.REG z.B. durch Doppelklick im Windows-Explorer aus, um sie zu importieren. Dabei wird im Registry-Schlüssel
    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Shamrock\CapiServ
    ein String namens "server" mit dem Wert der IP-Adresse des bzw. des Rechnernamens angelegt.

b) 64-Bit-Windows

Für ein 64-Bit-Windows und dort aus der Sicht des 64-Bit-Explorers heißt das richtige Verzeichnis für CAPI2032.DLL nicht System32, sondern SysWOW64 - nur dort wird die Datei von 32-Bit-Programmen gefunden. (32-Bit-Programme "sehen" in Wirklichkeit SysWOW64, wenn sie System32 ansprechen; zugegebenermaßen ist der von Microsoft dafür benutzte Verzeichnisname mehr als unglücklich.) Allerdings unterstützt CapiServ auch in einem 64-Bit-System nur 32-Bit-Anwendungen, da es selbst ein 32-Bit-Programm ist.

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Administratorrechten angemeldet sind.
  2. Falls im SysWOW64-Verzeichnis unterhalb des Windows-Verzeichnisses eine Datei CAPI2032.DLL existiert, deaktivieren Sie zunächst ggf. die Systemwiederherstellung (bei Windows XP in der Systemsteuerung unter System) und benennen Sie CAPI2032.DLL in CAPI2032.BAK um.
  3. Kopieren Sie die Datei CAPI2032.DLL aus CapiServ.zip in das SysWOW64-Verzeichnis.
  4. Erzeugen Sie mit dem 64-Bit-Registry-Editor einen Schlüssel
    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Wow6432Node\Shamrock\CapiServ
    und legen Sie dort einen String namens "server" z.B. mit dem Wert "192.168.0.35" an, also mit der statischen IP-Adresse oder dem DHCP-Namen des Rechners, in dem sich die ISDN-Karte befindet.

Hinweise zum Betrieb

Wenn Sie beim Start von Capiserv.exe eine Fehlermeldung erhalten, dass ein Registry-Eintrag nicht gefunden wurde, beachten Sie bitte das weiter oben Geschriebene: CAPI2032.DLL aus Capiserv.zip darf nicht auf den Server kopiert werden, löschen Sie es ggf. wieder aus dem Capiserv-Verzeichnis.

Wenn Sie beim Ausführen einer ISDN-Anwendung auf einer Client-Workstation eine Fehlermeldung erhalten, dass der Registry-Eintrag zu CapiServ nicht gefunden wurde, prüfen Sie bitte, ob er existiert (siehe Client-Installation). Sie benötigen dafür Administrator-Rechte.

Falls in der Client-Registry nicht eine statische IP-Adresse, sondern der Rechnername des Servers eingetragen ist, wird die zugehörige IP-Adresse zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem die ISDN-Anwendung die Datei CAPI2032.DLL lädt. Wenn der Server z.B. durch Neustart eine andere IP-Adresse erhält, muss deshalb die ISDN-Anwendung auf dem Client beendet und neu gestartet werden.

Programme, die nicht auf der Standard-Schnittstelle CAPI2032.DLL basieren oder bestimmte herstellerspezifische Eigenschaften des Treibers abfragen, funktionieren mit CapiServ nicht, beispielsweise der u.a. für RAS-Verbindungen benutzte CapiPort-Treiber von AVM oder Fritz-Web. (Allerdings wäre die Nutzung von CapiServ als gemeinsamer Internet-Zugang für mehrere Workstations ohnehin kaum sinnvoll, da dann für jeden Rechner eine eigene B-Kanal-Verbindung aufgebaut werden müsste.)

Das Anrufmonitor-Programm CapiDog von Shamrock benutzt eine herstellerspezifische CAPI-Erweiterung, mit der allerdings die ISDN-Karte zu einer Zeit nur von einem Programm benutzt werden kann. Konsequenterweise ist es deshalb auch nicht möglich, CapiDog von mehreren Workstations auf dieselbe ISDN-Karte zugreifen zu lassen.

Die meisten ISDN-Karten erlauben es nur einer begrenzten Anzahl von Anwendungen (und damit auch nur einer begrenzten Zahl von Workstations via CapiServ), die CAPI-Schnittstelle gleichzeitig zu benutzen, um beispielsweise auf Anrufe zu warten. ISDN-Anwendungen sollte man auf den Workstations deshalb beenden, solange sie nicht gebraucht werden.

Deinstallation

Wenn CapiServ auf dem Server als Dienst läuft, führen Sie CapiServ -u aus, um das Programm aus der Dienste-Liste zu entfernen. Andernfalls beenden Sie das Programm einfach manuell. Löschen Sie dann die Datei CapiServ.exe manuell.

Auf den Client-Workstations löschen Sie zur Deinstallation einfach CAPI2032.DLL und benennen Sie dann eine eventuell vorhandene Datei CAPI2032.BAK in CAPI2032.DLL um. (Möglicherweise müssen Sie dazu vorher wieder die Systemwiederherstellung in Windows deaktivieren.)

Versionsgeschichte

27.08.08 Client-Problem unter Windows Vista behoben
22.04.08 Statt statischer IP-Adresse auch DHCP-Rechnername verwendbar
05.12.07 Memory-Leak bei Verbindungsabbrüchen behoben
30.09.05 Erstversion


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