Windows 7Zur Startseite Tipps zu Windows 7

Windows 7 und die Server-Variante Windows 2008 R2 repräsentieren die derzeit aktuellen Betriebssystem-Versionen von Microsoft. Wir haben dafür einige Tipps und Tricks zusammengestellt, die weitgehend auch für den Vorgänger Windows Vista gelten.


Eigene Startmenü-Einträge anlegen

Das Anlegen eigener Ordner und Verknüpfungen im Startmenü funktioniert unter Windows 7 etwas anders als in früheren Windows-Versionen wie 98, 2000 oder XP. Klicken Sie zunächst mit der linken Maustaste auf das Startsymbol, dann mit der rechten auf "Alle Programme" und im Kontextmenü auf "Öffnen". Jetzt erscheint ein Explorer-Fenster, in dem man wie gewohnt eigene Einträge und Änderungen vornehmen kann.

Ausführen"Ausführen" im Startmenü anzeigen

Normalerweise wird der Menüpunkt Ausführen, der zum Start eines Programms wie etwa Regedit sehr nützlich ist, nicht im Startmenü angezeigt. Das lässt sich wie folgt ändern: Rechtsklick auf einen freien Bereich Taskleiste, im Kontextmenü "Eigenschaften" auswählen, im Tab "Startmenü" auf den Anpassen-Knopf klicken und ein Häkchen bei Befehl "Ausführen" setzen.

Dateinamen vollständig anzeigen

In der Voreinstellung zeigt der Windows-Explorer bei den meisten Dateien keine Erweiterungen an. Man sieht dann bestenfalls am Symbol, ob es sich um eine ausführbare oder sonstige Datei handelt. Wenn es etwa eine Datei Test.ini und eine namens Test.exe gibt, sieht man zweimal nur "Test" in der Dateiliste. Das ist nicht nur unpraktisch, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Die Änderung ist zum Glück leicht: Systemsteuerung > Ordneroptionen, im Tab "Ansicht" unter "Erweiterte Optionen" die Option "Erweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden" abschalten.

TelnetTelnet-Programm installieren

Das für viele Netzwerk-Diagnosezwecke nützliche Telnet-Programm wird bei Windows 7 nicht standardmäßig installiert. Die Installation erfolgt über die Systemsteuerung unter "Programme und Funktionen". Links klickt man auf "Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren" und aktiviert dann das Häkchen bei "Telnet-Client". Aufrufen lässt sich Telnet dann am einfachsten mit der Ausführen-Funktion im Startmenü (siehe oben).

Netzwerkanmeldung bei Home und Starter

Normalerweise "überlebt" die Anmeldung an einem Netzwerk, das Benutzername und Passwort verlangt, bei den Home- bzw. Starter-Versionen von Windows 7/Vista/XP einen Neustart nicht, da sich das System die zur Anmeldung nötigen Angaben nicht merkt. Dadurch stehen z.B. Netzwerk-Laufwerke erst nach manueller erneuter Eingabe der Anmeldedaten zur Verfügung. Aber es gibt einen Trick: Wenn man den Benutzernamen in der Form Server\Benutzer eingibt, zum Beispiel server1\meier, funktioniert die automatische Anmeldung auch nach dem Booten noch.

TelnetSicherheitszone "Lokales Intranet"

Falls beim Laden einer Software via Netzwerk von einem anderen PC die Warnung erscheint "Der Herausgeber konnte nicht verifiziert werden", fügen Sie in der Systemsteuerung unter Internetoptionen im Tab "Sicherheit" für das lokales Intranet unter Sites - Erweitert den Rechnernamen des PC hinzu, von dem das Programm geladen werden soll. Alternativ können Sie auch die Optionen "Alle lokalen Sites (Intranet), die nicht in anderen Zonen aufgeführt sind" und "Alle Netzwerkpfade (UNC) einbeziehen" aktivieren.

Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC)

Unter Windows 7 und Vista mit seiner UAC-Funktion (User Account Control) ist ein Administrator in Wirklichkeit etwa das, was bei XP oder 2000 ein Standard- bzw. Hauptbenutzer war. Bei Aktionen, die darüber hinausgehende Rechte erfordern, erscheint ein nur lokal bedienbares und nicht per Software fernsteuerbares Fenster mit der Frage, ob man die Aktion wirklich durchführen will. Bestimmte Aktionen wie etwa das Kopieren von Dateien ins System32-Verzeichnis oder das Registrieren von OCX- oder DLL-Modulen sind aber auch damit nicht erlaubt; sie sind nur Programmen möglich, deren Namen die Worte Setup oder Install enthalten.

Man kann einstellen, wie "nervig" die Benutzerkontosteuerung sich verhält, und zwar in der Systemsteuerung unter Wartungscenter. Auf der linken Seite auf "Einstellungen der Benutzerkontensteuerung" klicken: Je weiter der Schieberegler nach unten verändert wird, desto seltener erscheinen die entsprechenden Sicherheitsabfragen.

WLAN nach Standby oder Ruhezustand

Bei WLAN-Adaptern kommt es häufig vor, dass ein Netzwerkzugriff nach dem Aufwachen aus dem Standby- oder Ruhezustand nicht sofort möglich ist. Oft dauert es eine halbe Minute oder länger, bis z.B. ein Netzlaufwerk ansprechbar ist. Abhilfe bringt es in den meisten Fällen, im Gerätemanager bei den Eigenschaften des WLAN-Adapters die Option "Windows erlauben, das Gerät zum Energiesparen auszuschalten" zu deaktivieren.

Erlaubnis zum Setzen der Uhrzeit

Die Benutzerkontensteuerung verhindert es normalerweise, dass Programme (z.B. CapiDog anhand der ISDN-Zeit) die Systemuhrzeit setzen. Dies kann man jedoch (außer bei den Home- bzw. Starter-Editionen von Windows 7) in den Gruppenrichtlinien ändern: Startmenü - Systemsteuerung - Verwaltung - Lokale Sicherheitsrichtlinie, dort unter Lokale Sicherheitsrichtlinien - Zuweisen von Benutzerrechten - Ändern der Systemzeit den angemeldeten Benutzernamen hinzufügen. Standardmäßig ist das Ändern der Systemzeit nur Diensten und Administratoren erlaubt.

Virtualisierte Dateien

Das Problem, dass zahlreiche Anwendungen ein Schreibrecht ins eigene Verzeichnis unter C:\Program Files sowie auf die Datei Win.ini benötigen, was bei einem eingeschränkten Benutzer normalerweise nicht erlaubt ist, ist hier so gelöst, dass Windows 7 und Vista entsprechende Zugriffe auf ein benutzer- und programmspezifisches Verzeichnis virtualisiert und in Wirklichkeit den Pfad
C:\Users\Benutzername\AppData\Local\VirtualStore\Program Files\Anwendungsname
dafür verwendet. Das hat aber leider die unschöne Folge, dass das Programm A unter Umständen einen anderen Inhalt derselben Datei sieht als Programm B, wenn diese sich unter C:\Program Files befindet. Ähnliches gilt für den Registry-Zweig HKey_Local_Machine, der ebenfalls virtualisiert wird; Zugriffe auf ihn werden auf
HKEY_CURRENT_USER\Software\Classes\VirtualStore
umgeleitet. Ein Ausweg ist, Software, deren Dateien von unterschiedlichen Anwendern oder Programmen benutzt werden sollen, nicht unter C:\Program Files zu installieren, sondern z.B. unter C:\Software. Die von Microsoft präferierte Lösung, Anwendungsdaten nicht in C:\Program Files, sondern unter %Appdata% zu speichern, scheidet bei Anwendungen aus, deren Dateien auch über Netzwerkfreigaben im LAN benutzt werden sollen.

Eingabeaufforderung in bestimmtem Verzeichnis öffnen

Durch Ausführen von CMD lässt sich eine Eingabeaufforderung ("DOS-Box") öffnen, aber es ist manchmal etwas mühsam, in ihr dann erst mit dem Befehl CD zum gewünschten Verzeichnis zu navigieren. Einfacher ist es, im Windows-Explorer bei gedrückter Umschalttaste (Shift-Taste) per Rechtsklick ein Kontextmenü zu öffnen und in diesem dann "Eingabeaufforderung hier öffnen" auszuwählen. Wenn man das in der Netzwerkumgebung mit der Netzwerk-Freigabe eines anderen PC macht, wird dem UNC-Pfad automatisch ein freies Laufwerk zugeordnet, das allerdings auch nach dem Schließen der Eingabeaufforderung erhalten bleibt.

Befehle der Eingabeaufforderung

In einem Eingabeaufforderungs-Fenster, das man beispielsweise durch Ausführen von CMD öffnen kann, braucht man nur help einzugeben und Enter zu drücken, um eine Liste der verfügbaren Befehle zu erhalten. Die meisten sind schon aus der guten alten DOS-Zeit bekannt. Einige neue wie z.B. openfiles benötigen Administrator-Rechte; dazu legt man am besten eine Desktop-Verknüpfung zu CMD.exe an: Mit einem Rechtsklick darauf kann man dann "Als Administrator ausführen" auswählen.

ASSOC          Zeigt Dateierweiterungszuordnungen an bzw. ändert sie.
ATTRIB         Zeigt Dateiattribute an bzw. ändert sie.
BREAK          Schaltet die erweiterte Überprüfung für STRG+C ein bzw. aus.
BOOTCFG        Legt Eigenschaften zur Steuerung des Startladenvorganges in der 
               Startdatenbank fest.
CACLS          Zeigt Datei-ACLs (Access Control List) an bzw. ändert sie.
CALL           Ruft eine Batchdatei von einer anderen Batchdatei aus auf.
CD             Zeigt den Namen des aktuellen Verzeichnisses an bzw. ändert
               diesen.
CHCP           Zeigt die aktive Codepagenummer an bzw. legt sie fest.
CHDIR          Zeigt den Namen des aktuellen Verzeichnisses an bzw. ändert
               es.
CHKDSK         Überprüft einen Datenträger und zeigt einen Statusbericht an.
CHKNTFS        Zeigt die Überprüfung des Datenträgers beim Start an bzw.
               verändert sie.
CLS            Löscht den Bildschirminhalt.
CMD            Startet eine neue Instanz des Windows-Befehlsinterpreters.
COLOR          Legt die Hintergrund- und Vordergrundfarben für die Konsole
               fest.
COMP           Vergleicht den Inhalt zweier Dateien oder Sätze von Dateien.
COMPACT        Zeigt die Komprimierung von Dateien auf NTFS-Partitionen an bzw.
               ändert sie.
CONVERT        Konvertiert FAT-Volumes in NTFS. Das aktuelle Laufwerk kann
               nicht konvertiert werden.
COPY           Kopiert eine oder mehrere Dateien an eine andere Stelle.
DATE           Zeigt das Datum an bzw. legt es fest.
DEL            Löscht eine oder mehrere Dateien.
DIR            Listet die Dateien und Unterverzeichnisse eines Verzeichnisses
               auf.
DISKCOMP       Vergleicht den Inhalt von zwei Disketten.
DISKCOPY       Kopiert den Inhalt von einer Diskette auf eine andere Diskette.
DISKPART       Zeigt Eigenschaften von Festplattenpartitionen an bzw.
               konfiguriert sie.
DOSKEY         Bearbeitet Befehlseingaben, erinnert Windows-Befehle und
               erstellt Macros.
DRIVERQUERY    Zeigt den aktuellen Gerätetreiberstatus und die 
               Eigenschaften an.
ECHO           Zeigt Meldungen an bzw. schaltet die Befehlsanzeige
               ein oder aus.
ENDLOCAL       Beendet den lokalen Gültigkeitsbereich von Umgebungsänderungen
               in einer Batchdatei.
ERASE          Löscht eine oder mehrere Dateien.
EXIT           Beendet das Programm CMD.EXE (Befehlsinterpreter).
FC             Vergleicht zwei oder mehr Sätze von Dateien und zeigt die
               Unterschiede an.
FIND           Sucht eine Zeichenkette in einer oder mehreren Datei(en).
FINDSTR        Sucht Zeichenketten in Dateien.
FOR            Führt einen angegebenen Befehl für jede Datei in einem
               Dateiensatz aus.
FORMAT         Formatiert einen Datenträger für die Verwendung mit Windows.
FSUTIL         Zeigt die Dateisystemeigenschaften an bzw konfiguriert sie.
FTYPE          Zeigt die Dateitypen an, die bei den Zuordnungen für die
               entsprechenden Dateierweiterungen verwendet werden bzw.
               ändert sie.
GOTO           Setzt den Windows-Befehlsinterpreter auf eine markierte Zeile in
               einem Batchprogramm.
GPRESULT       Zeigt Gruppenrichtlinieninformationen für Computer oder Benutzer
               an.
GRAFTABL       Ermöglicht Windows, Sonderzeichen im Grafikmodus anzuzeigen.
HELP           Zeigt Hilfeinformationen zu Windows-Befehlen an.
ICACLS         Anzeigen, Ändern, Sichern oder Wiederherstellen von ACLs für
               Dateien und Verzeichnisse.
IF             Verarbeitet Ausdrücke in einer Batchdatei abhängig von
               Bedingungen.
LABEL          Erstellt, ändert oder löscht die Bezeichnung eines Volumes.
MD             Erstellt ein Verzeichnis.
MKDIR          Erstellt ein Verzeichnis.
MKLINK         Erstellt symbolische Links und feste Links.
MODE           Konfiguriert ein Systemgerät.
MORE           Zeigt Ausgabe auf dem Bildschirm seitenweise an.
MOVE           Verschiebt ein oder mehrere Dateien von einem Verzeichnis in
               ein anderes.
OPENFILES      Zeigt Dateien, die von Remotebenutzern zur Dateifreigabe
               geöffnet wurden an.
PATH           Legt den Suchpfad für ausführbare Dateien fest o. zeigt ihn an.
PAUSE          Hält die Ausführung einer Batchdatei an und zeigt e. Meldung an.
POPD           Wechselt zu dem Verzeichnis, das durch PUSHD gespeichert wurde.
PRINT          Druckt eine Textdatei.
PROMPT         Ändert die Eingabeaufforderung.
PUSHD          Speichert das aktuelle Verzeichnis, und wechselt zu einem
               anderen Verzeichnis.
RD             Entfernt ein Verzeichnis.
RECOVER        Stellt lesbare Daten von einem beschädigten Datenträger wieder
               her.
REM            Leitet Kommentare in einer Batchdatei bzw. CONFIG.SYS ein.
REN            Benennt eine Datei bzw. Dateien um.
RENAME         Bennent eine Datei bzw. Dateien um.
REPLACE        Ersetzt Dateien.
RMDIR          Löscht ein Verzeichnis.
ROBOCOPY       Erweitertes Dienstprogramm zum Kopieren von Dateien und 
               Verzeichnisstrukturen
SET            Setzt oder löscht die Umgebungsvariablen bzw. zeigt sie an.
SETLOCAL       Startet die Begrenzung des Gültigkeitsbereiches von
               Umgebungsänderungen in einer Batchdatei.
SC             Zeigt  Dienste (=Hintergrundprozess) an bzw. konfiguriert sie.
SCHTASKS       Erstellt Zeitpläne für auf dem Computer auszuführende Befehle
               und Programme.
SHIFT          Verändert die Position ersetzbarer Parameter in Batchdateien.
SHUTDOWN       Ermöglicht lokales oder ferngesteuertes Herunterfahren des
               Computers.
SORT           Sortiert die Eingabe.
START          Startet ein eigenes Fenster, um ein bestimmtes Programm oder
               einen Befehl auszuführen.
SUBST          Ordnet einen Pfad einem Laufwerkbuchstaben zu.
SYSTEMINFO     Zeigt computerspezifische Eigenschaften und Konfigurationen an.
TASKLIST       Zeigt alle zurzeit laufenden Aufgaben inklusive der Dienste an.
TASKKILL       Bricht einen laufenden Prozess oder eine Anwendung ab oder
               beendet ihn bzw. sie.
TIME           Zeigt die Systemzeit an bzw. legt sie fest.
TITLE          Bestimmt den Fenstertitel des Eingabeaufforderungsfensters.
TREE           Zeigt die Ordnerstruktur eines Laufwerks oder Pfads grafisch an.
TYPE           Zeigt den Inhalt einer Textdatei an.
VER            Zeigt die Windows-Version an.
VERIFY         Legt fest, ob das ordnungsgemäße Schreiben von Dateien auf
               den Datenträger überprüft werden soll.
VOL            Zeigt die Volumebezeichnung und die Seriennummer des
               Datenträgers an.
XCOPY          Kopiert Dateien und Verzeichnisstrukturen.
WMIC           Zeigt WMI-Informationen in der interaktiven Befehlsshell an.

Eine leistungsfähige, wenn auch nicht ganz so flotte Alternative zur einfachen Eingabeaufforderung ist übrigens die Windows Powershell (powershell.exe), die ab Windows 7 standardmäßig mitinstalliert wird; für frühere Windows-Versionen ab XP kann man sie von der Microsoft-Webseite herunterladen.


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