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Dateinamen vollständig anzeigen
Desktop-Verknüpfungen verschwinden
Virtual WiFi Miniport Adapter
Eigene Startmenü-Einträge anlegen
Schnellstartleiste anzeigen
"Ausführen" im Startmenü anzeigen
Thumbs.db im Netzwerk vermeiden
Telnet-Programm installieren
Automatische Anmeldung b. Neustart
Programme von Netzlaufwerk starten
Javascript im IE bei lokalen Dateien
Benutzerkontensteuerung (UAC)
Benutzer bei Anmeldung verbergen
Automatische Netzwerkanmeldung
WLAN nach Standby/Ruhezustand
Netzwerk-Cache (SMB2)
Erlaubnis zum Setzen der Uhrzeit
Virtualisierte Dateien
Dauernde Festplatten-Aktivität
CMD in best. Verzeichnis öffnen
Tastaturtreiber für DOS-Programme
Befehle der Eingabeaufforderung

Windows 7, 8, 8.1 sowie die Server-Varianten Windows 2008 und 2012 repräsentieren die derzeit verbreitetsten Betriebssystem-Versionen von Microsoft. Wir haben dafür einige Tipps und Tricks zusammengestellt, die für alle diese Versionen gelten.

Dateinamen vollständig anzeigen

In der Voreinstellung zeigt der Windows-Explorer bei den meisten Dateien keine Erweiterungen an. Man sieht dann bestenfalls am Symbol, ob es sich um eine ausführbare oder sonstige Datei handelt. Wenn es etwa eine Datei Test.ini und eine namens Test.exe gibt, sieht man zweimal nur "Test" in der Dateiliste. Das ist nicht nur unpraktisch, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Die Änderung ist zum Glück leicht: Systemsteuerung > Ordneroptionen, im Tab "Ansicht" unter "Erweiterte Optionen" die Option "Erweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden" abschalten.

Desktop-Verknüpfungen verschwinden

WindowsManchmal verschwinden Verknüpfungen auf dem Desktop, die auf ein Netzlaufwerk zeigen, scheinbar grundlos und ohne jegliche Meldung: Windows 7 löscht von Zeit zu Zeit Netzwerk-Links vom Desktop, wenn es davon mehr als vier gibt, und tut das leider selbst dann, wenn die Netzwerkverbindung ohne Probleme funktioniert - offensichtlich ein Bug.

In früheren Windows-Versionen konnte man das automatische Bereinigen von Desktop-Verknüpfungen noch per Menü abschalten. Unter Windows 7 geht das nur noch über einen Umweg: Start - Verwaltung - Aufgabenplanung; dort links im Navigationsbereich unter Aufgabenplanungsbibliothek - Microsoft - Windows - Diagnosis die regelmäßige Überprüfung per Rechtsklick deaktivieren. Alternativ kann man auch einfach die Anzahl der Netzwerk-Verknüpfungen auf dem Desktop auf maximal vier reduzieren.

Microsoft Virtual WiFi Miniport Adapter

In den Netzwerk-Eigenschaften von Windows 7 taucht manchmal unvermittelt ein neuer Netzwerk-Adapter namens "Microsoft Virtual WiFi Miniport Adapter" auf. Mit diesem kann ein Windows-PC zum Access Point gemacht werden. Nicht jeder will das allerdings. Man kann den virtuellen Adapter jedoch aus dem Betriebssytem entfernen. Erstellen Sie eine Verknüpfung mit dem Ziel CMD.EXE und wählen Sie dann per Rechtsklick darauf "Als Administrator ausführen" auf. An der Eingabeaufforderung ist dann einzugeben:
netsh wlan set hostednetwork mode=disallow
Spätestens nach einem Reboot oder einem Refresh der Netzwerk-Eigenschaften ist der virtuelle Adapter dann verschwunden. Er ist dann im Geräte-Manager mit einem Warndreieck markiert und kann auch dort deinstalliert werden.

Eigene Startmenü-Einträge anlegen

Das Anlegen eigener Ordner und Verknüpfungen im Startmenü funktioniert unter Windows 7 etwas anders als in früheren Windows-Versionen wie 98, 2000 oder XP. Klicken Sie zunächst mit der linken Maustaste auf das Startsymbol, dann mit der rechten auf "Alle Programme" und im Kontextmenü auf "Öffnen". Jetzt erscheint ein Explorer-Fenster, in dem man wie gewohnt eigene Einträge und Änderungen vornehmen kann.

Schnellstartleiste anzeigen

QuicklaunchUnter Windows 7 gibt es keine Schnellstartleiste, da man Programme auch an die Taskleiste anheften kann. Das funktioniert aber nicht mit Programmen, die sich auf einem Netzlaufwerk befinden. Aber man kann die von früheren Windows-Versionen bekannte Schnellstartleiste aktivieren. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste in die Taskleiste. Im Kontextmenü wählt man Symbolleisten - Neue Symbolleiste. Im Fenster für den Pfad ist einzugeben:
%USERPROFILE%\AppData\Roaming\Microsoft\Internet Explorer\Quick Launch
Nun hebt man noch die Fixierung der Taskleiste auf und zieht den Quick-Launch-Bereich ganz nach links. Die Optionen Titel und Text kann man ausschalten, dann sieht die Schnellstartleiste wie gewohnt aus. Zuletzt wird die Fixierung der Taskleiste wieder aktiviert.

"Ausführen" im Startmenü anzeigen

AusführenNormalerweise wird der Menüpunkt Ausführen, der zum Start eines Programms wie etwa Regedit sehr nützlich ist, nicht im Startmenü angezeigt. Das lässt sich wie folgt ändern: Rechtsklick auf einen freien Bereich Taskleiste, im Kontextmenü "Eigenschaften" auswählen, im Tab "Startmenü" auf den Anpassen-Knopf klicken und ein Häkchen bei Befehl "Ausführen" setzen.

Thumbs.db im Netzwerk vermeiden

Beim Ansehen von Bildern im Netzwerk legt Windows eine Miniaturansicht-Datenbank als versteckte Datei Thumbs.db im jeweiligen Ordner ab. Dies ist oft unerwünscht. Um das zu verhindern, kann man in der Registry unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Explorer
ein neues DWORD namens "DisableThumbsDBOnNetworkFolders" mit dem Wert 1 hinzufügen.

Telnet-Programm installieren

TelnetDas für viele Netzwerk-Diagnosezwecke nützliche Telnet-Programm wird bei Windows 7 nicht standardmäßig installiert. Die Installation erfolgt über die Systemsteuerung unter "Programme und Funktionen". Links klickt man auf "Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren" und aktiviert dann das Häkchen bei "Telnet-Client". Aufrufen lässt sich Telnet dann am einfachsten mit der Ausführen-Funktion im Startmenü (siehe oben).

Automatische Anmeldung bei Neustart

Oft ist es nützlich, wenn nach einem Rechner-Neustart eine automatische Anmeldung mit einem bestimmten Benutzerkonto erfolgt. Das ist ganz einfach erreichbar: Drücken Sie die Windows-Taste und R gleichzeitig. Es erscheint eine Eingabezeile. Geben Sie darin control userpasswords2 ein und drücken Sie die Enter-Taste. Die verfügbaren Benutzerkonten werden angezeigt. Wählen Sie das gewünschte Konto aus und deaktivieren Sie ganz oben die Option "Benutzer müssen Benutzername und Kennwort eingeben".

Programme von einem Netzlaufwerk oder UNC-Pfad starten

Falls beim Laden einer Software via Netzwerk von einem anderen PC die Warnung erscheint "Der Herausgeber konnte nicht verifiziert werden",beziehen Sie in der Systemsteuerung unter Internetoptionen - Sicherheit - Vertrauenswürdige Sites zunächst den Rechnernamen des PC hinzu, von dem das Programm geladen werden soll (z.B. file://server). Dann klicken Sie auf Stufe anpassen - Verschiedenes und aktivieren Sie die Option "Anwendungen und unsichere Dateien starten".

Javascript im IE bei lokalen Dateien

Wenn der Internet Explorer beim Öffnen eines HTML-Dokuments von der lokalen Festplatte meldet "Das Ausführen von Skripts ... wurde aus Sicherheitsgründen eingeschränkt" (z. B. wegen einer Javascript-Funktion in einer .htm-Datei), können Sie Javascript in lokalen Dateien durch Aktivieren der folgenden Option erlauben: Extras - Internetoptionen - Erweitert - Abschnitt Sicherheit: Ausführung aktiver Inhalte in Dateien auf dem lokalen Computer zulassen. Der IE muss nach Ändern dieser Einstellung beendet und neu gestartet werden.

Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC)

Unter Windows 7 und Vista mit seiner UAC-Funktion (User Account Control) ist ein Administrator in Wirklichkeit etwa das, was bei XP oder 2000 ein Standard- bzw. Hauptbenutzer war. Bei Aktionen, die darüber hinausgehende Rechte erfordern, erscheint ein nur lokal bedienbares und nicht per Software fernsteuerbares Fenster mit der Frage, ob man die Aktion wirklich durchführen will. Bestimmte Aktionen wie etwa das Kopieren von Dateien ins System32-Verzeichnis oder das Registrieren von OCX- oder DLL-Modulen sind aber auch damit nicht erlaubt; sie sind nur Programmen möglich, deren Namen die Worte Setup oder Install enthalten.

Man kann einstellen, wie "nervig" die Benutzerkontosteuerung sich verhält, und zwar in der Systemsteuerung unter Wartungscenter. Auf der linken Seite auf "Einstellungen der Benutzerkontensteuerung" klicken: Je weiter der Schieberegler nach unten verändert wird, desto seltener erscheinen die entsprechenden Sicherheitsabfragen.

Ein Problem ist manchmal, dass bei aktiver UAC (also beim Ausführen eines Programms mit Administrator-Rechten) die sonst vorhandenen Netzwerk-Verbindungen nicht zur Verfügung stehen, und wenn man versucht, sie wieder herzustellen, sind sie bei jedem Neustart wieder verloren. Das Verhalten lässt sich aber ändern, indem man im Registry-Key
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System
ein (ggf. neues) DWORD namens "EnableLinkedConnections" erzeugt, ihm den Wert 1 gibt und den PC neu startet. Netzwerk-Verbindungen bleiben dann auch im Administrator-Modus verfügbar.

Benutzer bei Anmeldung verbergen

Oft ist es nötig, zur Verwendung passwortgeschützter Netzwerk-Freigaben zusätzliche Benutzer anzulegen. Allerdings erscheinen diese Benutzer dann auch jedes Mal auf dem lokalen Anmelde-Bildschirm, was eigentlich nicht sinnvoll ist. Um das zu ändern, muss man im Registry-Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon\SpecialAccounts\UserList
jeweils ein DWORD mit dem entsprechenden Benutzernamen und dem Wert 0 anlegen. (Falls die Schlüssel SpecialAccounts und darunter UserList noch nicht existieren, muss man sie manuell anlegen.) Mit dem Wert 1 oder alternativ durch Löschen des jeweiligen Eintrags wird der Benutzer wieder sichtbar.

Automatische Netzwerkanmeldung

Im Netzwerk erscheint nach dem Booten oder auch nach einer Benutzer-Neuanmeldung auf einigen Systemen die Benachrichtigung "Es konnten nicht alle Netzlaufwerke wiederhergestellt werden", obwohl alle problemlos funktionieren. Hier scheint sich beim Laden der Netzwerktreiber etwas gegenseitig zu überholen. Die Lösung ist, Netzwerklaufwerke erst dann zu aktivieren, wenn sie von Anwendungen benötigt werden. Dazu muss man in der Registry unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\NetworkProvider
ein (meist neues) DWORD namens "RestoreConnection" mit dem Wert 0 erzeugen. Allerdings sind dann noch nicht verbundene (andere) Netzlaufwerke aus Programmen heraus nicht erreichbar, sondern müssen erst über den Windows-Arbeitsplatz (Computer) einmal angesprochen werden.

WLANWLAN nach Standby oder Ruhezustand

Bei WLAN-Adaptern kommt es häufig vor, dass ein Netzwerkzugriff nach dem Aufwachen aus dem Standby- oder Ruhezustand nicht sofort möglich ist. Oft dauert es eine halbe Minute, bis z.B. ein Netzlaufwerk ansprechbar ist. Abhilfe bringt es in den meisten Fällen, im Gerätemanager bei den Eigenschaften des WLAN-Adapters die Option "Windows erlauben, das Gerät zum Energiesparen auszuschalten" zu deaktivieren. - Manchmal tritt ein ähnlicher Effekt auch bei LAN-Adaptern auf, es hilft dieselbe Maßnahme.

Netzwerk-Cache (SMB2)

Mit dem in Windows Vista eingeführten und auch in Windows 7 und Windows Server 2008 benutzten SMB2-Protokoll für Netzwerkfreigaben wurde ein client-seitiger Cache eingeführt, der für 10 Sekunden bei erneuten Zugriffen auf Verzeichnis- und Datei-Inhalte einfach denselben Inhalt wie vorher liefert, ohne eine Anfrage an den Server zu senden. Das ist zwar gut gemeint, führt aber oft zu widersprüchlichen Ergebnissen, wenn mehrere Clients auf dieselben Dateien zugreifen, und kann laut Microsoft (Knowledge Base 2028965) sogar zu korrupten Datein führen.

In der Registry kann man das Cache-Verhalten der Workstation ändern, indem man unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Lanmanworkstation\Parameters
den drei (ggf. neu erzeugten) DWORD-Werten FileInfoCacheLifetime, FileNotFoundCacheLifetime und DirectoryCacheLifetime entweder den Wert Null gibt (Cache abgeschaltet) oder die gewünschte Cache-Gültigkeitsdauer in Sekunden einträgt, z.B. 2. Die Voreinstellung ist 10 für alle drei Parameter. Nach der Änderung ist ein Windows-Neustart erforderlich.

Wenn ein Windows-PC dagegen als File-Server betrieben wird und er genügend freien Speicher besitzt, kann man seine Leistung erhöhen, wenn ebenfalls in
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Lanmanworkstation\Parameters
den Parameter Size auf 3 statt 1 stellt und ferner unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\SessionManager\MemoryManagement
den Wert für LargeSystemCache auf 1 statt 0 setzt. Es werden dann Schreibdaten länger gepuffert und mehr Speicher dafür reserviert.

Erlaubnis zum Setzen der Uhrzeit

UhrDie Benutzerkontensteuerung verhindert es normalerweise, dass Programme (z.B. CapiDog anhand der ISDN-Zeit) die Systemuhrzeit setzen. Dies kann man jedoch (außer bei den Home- bzw. Starter-Editionen von Windows 7) in den Gruppenrichtlinien ändern: Startmenü - Systemsteuerung - Verwaltung - Lokale Sicherheitsrichtlinie, dort unter Lokale Sicherheitsrichtlinien - Zuweisen von Benutzerrechten - Ändern der Systemzeit den angemeldeten Benutzernamen hinzufügen. Standardmäßig ist das Ändern der Systemzeit nur Diensten und Administratoren erlaubt.

Virtualisierte Dateien

Das Problem, dass zahlreiche Anwendungen ein Schreibrecht ins eigene Verzeichnis unter C:\Program Files sowie auf die Datei Win.ini benötigen, was bei einem eingeschränkten Benutzer normalerweise nicht erlaubt ist, ist hier so gelöst, dass Windows 7 und Vista entsprechende Zugriffe auf ein benutzer- und programmspezifisches Verzeichnis virtualisiert und in Wirklichkeit den Pfad
C:\Users\Benutzername\AppData\Local\VirtualStore\Program Files\Anwendungsname
dafür verwendet. Das hat aber leider die unschöne Folge, dass das Programm A unter Umständen einen anderen Inhalt derselben Datei sieht als Programm B, wenn diese sich unter C:\Program Files befindet. Ähnliches gilt für den Registry-Zweig HKey_Local_Machine, der ebenfalls virtualisiert wird; Zugriffe auf ihn werden auf
HKEY_CURRENT_USER\Software\Classes\VirtualStore
umgeleitet.

Abschalten kann man die Datei- und Registry-Virtualisierung, indem man der Systemsteuerung unter Verwaltung - Lokale Richtlinien - Sicherheitsoptionen die Option "Benutzerkontensteuerung: Datei- und Registrierungsschreibfehler an Einzelbenutzerstandorte virtualisieren" deaktiviert.

Dauernde Festplatten-Aktivität

Auch wenn am PC gerade überhaupt nicht gearbeitet wird, ist oft eine scheinbar grundlose Festplatten-Aktivität zu beobachten. Typische Ursachen:

CMD in bestimmtem Verzeichnis öffnen

Durch Ausführen von CMD lässt sich eine Eingabeaufforderung ("DOS-Box") öffnen, aber es ist manchmal etwas mühsam, in ihr dann erst mit dem Befehl CD zum gewünschten Verzeichnis zu navigieren. Einfacher ist es, im Windows-Explorer bei gedrückter Umschalttaste (Shift-Taste) per Rechtsklick ein Kontextmenü zu öffnen und in diesem dann "Eingabeaufforderung hier öffnen" auszuwählen. Wenn man das in der Netzwerkumgebung mit der Netzwerk-Freigabe eines anderen PC macht, wird dem UNC-Pfad automatisch ein freies Laufwerk zugeordnet, das allerdings auch nach dem Schließen der Eingabeaufforderung erhalten bleibt.

Tastaturtreiber für DOS-Programme

Im Gegensatz zu früheren Windows-Versionen arbeiten DOS-Programme, die man in Windows Vista und 7 startet (dies ist allerdings nur in der 32-Bit-Variante überhaupt möglich), normalerweise mit amerikanischer Tastaturbelegung. Abhilfe ist einfach möglich - man ergänzt per Editor (Administrator-Rechte nötig) die Datei AUTOEXEC.NT im Verzeichnis C:\Windows\System32 um folgende Zeile:
LH KB16.COM GR
Dabei ist KB16.COM der DOS-Tastaturtreiber von Windows, "GR" stellt für ihn die deutsche Tastenbelegung ein.

Befehle der Eingabeaufforderung

In einem Eingabeaufforderungs-Fenster, das man beispielsweise durch Ausführen von CMD öffnen kann, braucht man nur help einzugeben und Enter zu drücken, um eine Liste der verfügbaren Befehle zu erhalten. Die meisten sind schon aus der guten alten DOS-Zeit bekannt. Einige neue wie z.B. openfiles benötigen Administrator-Rechte; dazu legt man am besten eine Desktop-Verknüpfung zu CMD.exe an: Mit einem Rechtsklick darauf kann man dann "Als Administrator ausführen" auswählen.

ASSOC - Zeigt Dateierweiterungszuordnungen an bzw. ändert sie.
ATTRIB - Zeigt Dateiattribute an bzw. ändert sie.

BREAK - Schaltet die erweiterte Überprüfung für STRG+C ein bzw. aus.
BOOTCFG - Legt Eigenschaften zur Steuerung des Boot-Vorganges in der Startdatenbank fest.

CACLS - Zeigt Datei-ACLs (Access Control List) an bzw. ändert sie.
CALL - Ruft eine Batchdatei von einer anderen Batchdatei aus auf.
CD - Zeigt den Namen des aktuellen Verzeichnisses an bzw. ändert diesen.
CHCP - Zeigt die aktive Codepagenummer an bzw. legt sie fest.
CHDIR - Zeigt den Namen des aktuellen Verzeichnisses an bzw. ändert es.
CHKDSK - Überprüft einen Datenträger und zeigt einen Statusbericht an.
CHKNTFS - Zeigt die Überprüfung des Datenträgers beim Start an bzw. verändert sie.
CLS - Löscht den Inhalt des Konsolenfensters.
CMD - Startet eine neue Instanz des Windows-Befehlsinterpreters.
COLOR - Legt die Hintergrund- und Vordergrundfarben für die Konsole fest.
COMP - Vergleicht den Inhalt zweier Dateien oder Sätze von Dateien.
COMPACT - Zeigt die Komprimierung von Dateien auf NTFS-Partitionen an bzw. ändert sie.
CONVERT - Konvertiert FAT-Volumes in NTFS. Das aktuelle Laufwerk kann nicht konvertiert werden.
COPY - Kopiert eine oder mehrere Dateien an eine andere Stelle.

DATE - Zeigt das Datum an bzw. legt es fest.
DEL - Löscht eine oder mehrere Dateien.
DIR - Listet die Dateien und Unterverzeichnisse eines Verzeichnisses auf.
DISKCOMP - Vergleicht den Inhalt von zwei Disketten.
DISKCOPY - Kopiert den Inhalt von einer Diskette auf eine andere Diskette.
DISKPART - Zeigt Eigenschaften von Festplattenpartitionen an bzw. konfiguriert sie.
DOSKEY - Bearbeitet Befehlseingaben, erinnert Windows-Befehle und erstellt Macros.
DRIVERQUERY - Zeigt den aktuellen Gerätetreiberstatus und die Eigenschaften an.

ECHO - Zeigt Meldungen an bzw. schaltet die Befehlsanzeige ein oder aus.
ENDLOCAL - Beendet den Gültigkeitsbereich von Umgebungsänderungen in einer Batchdatei.
ERASE Löscht eine oder mehrere Dateien.
EXIT - Beendet das Programm CMD.EXE (Befehlsinterpreter).

FC - Vergleicht zwei oder mehr Sätze von Dateien und zeigt die Unterschiede an.
FIND - Sucht eine Zeichenkette in einer oder mehreren Datei(en).
FINDSTR - Sucht Zeichenketten in Dateien.
FOR - Führt einen angegebenen Befehl für jede Datei in einem Dateiensatz aus.
FORMAT - Formatiert einen Datenträger für die Verwendung mit Windows.
FSUTIL - Zeigt die Dateisystemeigenschaften an bzw konfiguriert sie.
FTYPE - Zeigt die Zuordnungen für Dateierweiterungen an bzw. ändert sie.

GOTO - Springt in einem Batchprogramm zu einer Marke.
GPRESULT - Zeigt Gruppenrichtlinieninformationen für Computer oder Benutzer an.
GRAFTABL - Ermöglicht Windows, Sonderzeichen im Grafikmodus anzuzeigen.

HELP - Zeigt Hilfeinformationen zu Windows-Befehlen an.
ICACLS - Anzeigen, Ändern, Sichern, Wiederherstellen von ACLs (access control lists).
IF - Verarbeitet Ausdrücke in einer Batchdatei abhängig von Bedingungen.
LABEL Erstellt, ändert oder löscht die Bezeichnung eines Volumes.
MD oder MKDIR - Erstellt ein Verzeichnis.
MKLINK - Erstellt symbolische Links und feste Links.
MODE - Konfiguriert ein Systemgerät.
MORE - Zeigt Ausgabe auf dem Bildschirm seitenweise an.
MOVE - Verschiebt ein oder mehrere Dateien von einem Verzeichnis in ein anderes.

OPENFILES Zeigt Dateien an, die von Remote-Benutzern auf Dateifreigaben geöffnet wurden.

PATH - Legt den Suchpfad für ausführbare Dateien fest o. zeigt ihn an.
PAUSE - Hält die Ausführung einer Batchdatei an und zeigt e. Meldung an.
POPD - Wechselt zu dem Verzeichnis, das durch PUSHD gespeichert wurde.
PRINT - Druckt eine Textdatei.
PROMPT - Ändert die Eingabeaufforderung.
PUSHD - Speichert das aktuelle Verzeichnis, und wechselt zu einem anderen Verzeichnis.

RD oder RMDIR - Entfernt ein Verzeichnis.
RECOVER - Stellt lesbare Daten von einem beschädigten Datenträger wieder her.
REM - Leitet Kommentare in einer Batchdatei bzw. CONFIG.SYS ein.
REN - Benennt eine Datei bzw. Dateien um.
RENAME - Bennent eine Datei bzw. Dateien um.
REPLACE - Ersetzt Dateien.
ROBOCOPY - Erweitertes Dienstprogramm zum Kopieren von Dateien und Verzeichnisstrukturen.

SET - Setzt oder löscht eine Umgebungsvariable bzw. zeigt sie an.
SETLOCAL - Startet die Begrenzung des Gültigkeitsbereiches von Umgebungsänderungen in einer Batchdatei.
SC - Zeigt Dienste (=Hintergrundprozess) an bzw. konfiguriert sie.
SCHTASKS - Erstellt Zeitpläne für auf dem Computer auszuführende Befehle und Programme.
SHIFT - Verändert die Position ersetzbarer Parameter in Batchdateien.
SHUTDOWN - Ermöglicht lokales oder ferngesteuertes Herunterfahren des Computers.
SORT - Sortiert die Eingabe zeilenweise.
START - Startet ein eigenes Fenster, um ein bestimmtes Programm oder einen Befehl auszuführen.
SUBST - Ordnet einen Pfad einem Laufwerkbuchstaben zu.
SYSTEMINFO - Zeigt computerspezifische Eigenschaften und Konfigurationen an.

TASKLIST - Zeigt alle zurzeit laufenden Aufgaben inklusive der Dienste an.
TASKKILL - Bricht einen laufenden Prozess oder eine Anwendung ab oder beendet ihn bzw. sie.
TIME - Zeigt die Systemzeit an bzw. legt sie fest.
TITLE - Bestimmt den Fenstertitel des Eingabeaufforderungsfensters.
TREE - Zeigt die Ordnerstruktur eines Laufwerks oder Pfads grafisch an.
TYPE - Zeigt den Inhalt einer Textdatei an.

VER - Zeigt die Betriebssystem-Version an.
VERIFY - Legt fest, ob das ordnungsgemäße Schreiben von Dateien auf den Datenträger überprüft werden soll.
VOL - Zeigt die Volumebezeichnung und die Seriennummer des Datenträgers an.
WMIC - Zeigt WMI-Informationen in der interaktiven Befehlsshell an.
XCOPY - Kopiert Dateien und Verzeichnisstrukturen.

Eine leistungsfähige, wenn auch nicht ganz so flotte Alternative zur einfachen Eingabeaufforderung ist übrigens die Windows Powershell (powershell.exe), die ab Windows 7 standardmäßig mitinstalliert wird; für frühere Windows-Versionen ab XP kann man sie von der Microsoft-Webseite herunterladen.


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