Fax Server CapiFax mit der T.38-CAPI von Andreas Teiß – Konfigurationsbeispiel

Die Software “T.38 CAPI” von Andreas Teiß ist eine VOIP-Anbindung für den Faxserver CapiFax, die nicht nur T.38 beherrscht, sondern auch G.711, also Standard-Faxverbindungen über den Sprachkanal.

Den Treiber gibt es in einer kostenlosen Demoversion, die ein SIP-Konto beherrscht.

Versand und Empfang mit CapiFax ist damit auch mit der Demo-Version möglich.

Je nach Lizensierung der T.38-CAPI können Sie auch mehr als 2 Kanäle und mehr als ein SIP-Konto nutzen. Kontaktieren Sie hierfür den Hersteller direkt:  info(at)t38printer.de

Hier stellen wir Ihnen eine einfache Installation anhand einer FritzBox vor. Genau so können Sie aber auch jeden anderen Router, TK-Anlage oder auch einen direkten SIP-Account verwenden. Der Treiber hat vorkonfigurierte Konfigurationen für diverse Provider.

Konfiguration der Fritz!Box

Einstellungsmenü Telefonie -> Telefoniegeräte:

Diese Anleitung wurde mit Fritz!Os 7.25 erstellt. Stellen Sie sicher, dass Ihre Fritz!Box mindestens diese Version hat, da sonst evt Leistungsmerkmale abweichen.

Legen Sie ein neues Telefoniegerät an, geben Sie ihm einen aussagekräftigen Namen wie “VoIPCapiFax”. Weisen Sie diesem Gerät die richtige abgehende und ankommende Rufnummern zu.

Unter “Anmeldedaten” geben Sie als Benutzername am besten zur besseren Übersicht erneut “VoIPCapiFax” und wählen ein passendes, gutes Kennwort.

Die Option, sich aus dem Internet an diesem Konto anmelden zu können, lassen Sie aus Sicherheitsgründen am besten deaktiviert, sie ist für die Anwendung von CapiFax auch unnötig.

Es ist kein Problem, mehrere Rufnummern für ankommende Rufe zu aktivieren, die gleichen Rufnumern können dann auch zum aktiven Wählen verwendet werden. Aktuelle Fritz!Os-Versionen unterstützen dazu die SIP-Elemente P-Called-Party-ID und P-Asserted-Identity. So kann man mit einem SIP-Account mehrere Faxnumern nutzen.

Folgende Einstellung ist auch noch wichtig:

Im Menü “Eigene Rufnummern” unter “Anschlusseinstellungen” unten das verdeckte Menü für “Verbindungseinstellungen ändern” aufklappen und die Option “Faxübertragung auch mit T.38” deaktivieren. Zumindest derzeit funktioniert T.38 meist nicht: Bei Aktivierung dieser Option würde die Fritz!Box ausgehende Faxe in T.38 wandeln und die Übertragung live übersetzen, sollte T.38 funktionieren, ist es besser, das der T.38 CAPI zu überlassen. (Empfohlen bei Verwendung von Telekom-Anschlüssen)

Konfiguration der T.38 CAPI

Nach Installation der T.38-CAPI-Treiber öffnen Sie das Konfigurationsprogramm. Unter “Netzwerk” wählen Sie die korrekte Netzwerkkarte. Dann fügen Sie mit dem ‘+’ einen neuen SIP-Account hinzu und machen die passenden Einträge genau so, wie Sie es vorher in Ihrem Router angelegt haben. 

Prüfen Sie dann noch die Erweiterten Einstellungen. Wir empfehlen die Einstellungen wie auf dem Bild, je nach Ausstattung Ihres Anschlusses und Ihres Providers können Einstellungen abweichen.

Klicken Sie nun auf die Diskette links oben um die Einstellungen zu speichern. Machen Sie dies auch immer bei Konfigurationsänderungen.

Wenn Sie dann auf den SIP-Account gehen, sollte als Status “Registrierung: Erfolgreich” stehen. Wenn dies nicht der Fall ist, prüfen Sie Ihre Einstellungen und schauen evt in das Zusatzprogramm “T.38 CAPI Log” um einen Fehler in der Konfiguration zu finden.

Konfiguration des Fax-Servers CapiFax

Erzeugen Sie nun für jede Rufnummer, die Sie in der Fritzbox Ihrem SIP-Account zugewiesen haben, eine MSN in der CapiFax-Serverkonfiguration. Je nach Provider müssen Sie fallweise die Ortsnummer ohne Vorwahl (Telekom) oder auch eine komplette Rufnummer angeben (z.B. SipGate). Verwenden Sie die Nummer so, wie sie in Ihrer Fritzbox angezeigt wird unter “Ankommende Rufe”.

Wenn Sie mehr als einen SIP-Account angelegt haben, erzeugen Sie für jeden angelegten Account im CapiFax-Startfenster einen Eintrag und weisen Sie ihm ein Konto zu. Dabei ist die Option “Bei Empfang Controller ignorieren” (ab CapiFax V5.10 vorhanden) hilfreich, bis Sie die genaue Zuordnung im CapiFax-Protokoll sehen können.

Es empfiehlt sich, bei Änderungen der SIP-Kontodaten oder Korrekturen in der CAPI-SIP-Konfiguration den CapiFax-Server neu zu starten, damit er die neuen CAPI-Einstellungen übernimmt.

Lizensierung der T.38 CAPI

Im Konfigurationsfenster der T.38 CAPI finden Sie unter “Lizenz” Ihren Systemschlüssel. Dieser ist Rechner-abhängig, kann aber später geändert werden.

Mit diesem Schlüssel können Sie (derzeit nur per Mail an info(at)t38printer.de ) eine Lizenz erwerben. Zu Preisen und Konditionen wenden Sie sich bitte an den Hersteller. Gerade für kleine Installationen mit nur einem SIP-Konto ist diese Lösung mit die günstigste Lösung für den Betrieb eines Fax-Servers.

Dank der Unterstützung sowohl von G.711 (Fax über Sprachverbindung) als auch T.38 haben Sie dann eine gut aufgestellte Lösung mit allen Möglichkeiten.