Zur Startseite Support-Tipps zu NetMail

Gateway
Welche zusätzlichen Utilities gibt es?
Unterschiede von NetMail zu anderen Lösungen
Kann man POP3-/SMTP-Clients verwenden?
Import von Mails von Outlook in NetMail
Welche Internet-Provider sind geeignet?
Kann man Mails per SSL austauschen?
DFÜ-Netz für T-Online konfigurieren
Kann man Mails via DSL  direkt empfangen?
Funktioniert NetMail via Router oder Proxy?
Benötige ich eine eigene Domain?
Kann man Mails auf dem Server lassen?
Das Feld "Benutzername" ist zu kurz
Kann man NetMail mit GPRS/UMTS nutzen?
Was bedeutet "Blocked" im Gateway-Log?
Client
Smartphone funktioniert nicht via POP3/SMTP
Die Anwahl vom ext. NetMail-Client klappt nicht
Was bedeuten Attachments wie Part0000.doc?
Das Senden eines Mail-Formulars klappt nicht
Kann man mit NetMail HTML-Mails erstellen?
Antworten bei weitergeleiteten Mails
Outlook macht meine Zeilenumbrüche kaputt!
Allgemein
Erstellen zusätzlicher Sprachen
Weitere Tipps zur NetMail-Benutzung

Welche zusätzlichen Utilities gibt es für NetMail?

SMTP-Server zum Empfangen von Mails
Wenn Sie Mails nicht via POP3 von einem Provider abholen möchten, sondern direkt aus dem Internet empfangen wollen, installieren Sie einfach diesen SMTP-Server. Dazu wird gewöhnlich eine SelfHost- bzw. DynDNS-Domain benötigt. Er besitzt zahlreiche Anti-Spam-Funktionen wie z.B. Greylisting und Blacklists. Entpacken Sie SMTP.ZIP (60 K, 30.04.17) ins NetMail-Verzeichnis und lesen Sie die Anleitung in der Datei SMTP.HTM (Sie können sie vorab auch online lesen).

Terminalserver-Utility SlotProx
Man kann NetMail-Clients in Terminalserver-Sitzungen starten, so dass alle Instanzen auf einem einzigen PC laufen. Allerdings funktioniert dann der Mailslot-basierte Message-Austausch zwischen den Clients und dem Gateway nicht mehr ohne weiteres, der zum Aktualisieren der Mail- und Archiv-Liste, aber auch zum Anzeigen von Popup-Nachrichten dient. Das Utility SlotProx löst das Problem; es kann auf dem Server als Dienst gestartet werden. Entpacken Sie SlotProx.ZIP (27 K) ins NetMail-Verzeichnis und lesen Sie die Anleitung SlotProx.htm (auch vorab einsehbar). Voraussetzung ist eine NetMail-Client-Version 5.06 oder höher.

RSS-Reader
ARD, Heise, Spiegel und viele andere, auch Shamrock, bieten aktuelle Nachrichten als RSS-Feed an. Die bisher erhältliche Software dafür war in einem Netzwerk aber relativ ineffizient, da sie die Daten auf jeder Workstation getrennt aus dem Web lädt. Der kostenlose NetMail-Zusatz RSS.ZIP (30 K, 04.04.12) stellt RSS-Newsfeeds (nicht Atom-Feeds - das ist ein anderes Format!) als HTML-Seite im Intranet dar. Mehr darüber in der enthaltenen Hilfe-Datei RSS.HTM. Das RSS-Verzeichnis enthält eine Liste zahlreicher Newsfeeds.

RS2File liest COM-Port-Daten
Mit dem Modul RS2File können Sie Daten z.B. von einer Telefonanlage oder von Messgeräten auslesen und fortlaufend in eine Datei schreiben, die dann z.B. mit der Autosend-Funktion des NetMail-Mailer regelmäßig als E-Mail versandt wird. Laden Sie RS2FILE.ZIP (60 K) und beachten Sie die Installationsanweisung im darin enthaltenen, aber auch vorab einsehbaren Handbuch.


Wodurch unterscheidet sich Shamrock-NetMail von anderen Lösungen?

Als Netzwerk-Mail-System besitzt NetMail zahlreiche Vorzüge gegenüber herkömmlicher Mail-Software:

Gegen Würmer und Viren bietet NetMail eine höhere Sicherheit als die meisten anderen Mail-Programme:

No Spam!Das Spam-Filter in NetMail arbeitet mit einem Satz von Regeln, deren prozentualer Einfluss einstellbar ist. Gegenüber den in letzter Zeit verbreiteten Bayes-Filtern, die Worthäufigkeiten in "guten" und "schlechten" Mails bewerten, bietet das NetMail-Filter folgende Vorteile:

Bei Verwendung externer NetMail-Clients via Modem, ISDN oder TCP/IP ergeben sich zusätzlich folgende Vorteile:

^ Übersicht


OutlookKann man auch POP3-/SMTP-basierende Mail-Clients verwenden, z.B. Outlook, Thunderbird oder Smartphones?

Ja, das ist seit der NetMail-Gateway-Version 3.10 (Februar 2011) möglich. Dabei kann man den POP3-/SMTP-Client wahlweise auch parallel zum NetMail-Client betreiben. So kann man beispielsweise unterwegs mit einem Smartphone eingehende Mails lesen und beantworten; alle gelesenen und gesendeten Mails bleiben dann auf dem NetMail-Server erhalten und können soäter zu Hause zentral archiviert werden.

Es ist alternativ auch möglich, einzelne Mail-Konten allein mit POP3-/SMTP-Clients zu betreiben. Allerdings stehen dann natürlich zahlreiche Funktionen des NetMail-Clients nicht zur Verfügung, wie etwa gemeinsam nutzbare Mail-Archive, gemeinsamer Terminkalender, gemeinsam nutzbare Pinnwand, Zugriff zu einem Mail-Konto von unterschiedlichen Workstations, Konfiguration des Autoresponders, Benutzung unterschiedlicher Alias-Absenderadressen beim Senden von Mails sowie der Mail-Zugriff via Web-Interface.

^ Übersicht


Kann man Mails von Outlook in NetMail importieren?

Es gibt dafür mehrere Möglichkeiten. Die erste und wohl einfachste ist, das Programm "Thunderbird Portable" zu installieren.

  1. Im Thunderbird-Menü Extras > Importieren auswählen.
  2. Outlook bzw. Outlook Express als Import-Format auswählen.
  3. Den Import-Mail-Ordner in Thunderbird öffnen und die gewünschten Mails markieren.
  4. Im Datei-Menü von Thunderbird "Speichern als Datei" wählen und als Zielordner SPOOL.DIR unterhalb von NetMail auswählen.
  5. Benennen Sie im Verzeichnis Spool.dir die Dateien von .eml in .in um, z.B. durch Öffnen einer DOS-Box und Eingabe von:
    cd \shamrock\netmail\spool.dir
    ren *.eml *.in

Auch mit der Freeware EmailConverter ist der Import in NetMail möglich. Gehen Sie damit wie folgt vor:

  1. Erstellen Sie in der NetMail-Konfiguration unter Benutzeralias * (Stern) an Ihren NetMail-Benutzernamen, so dass auch importierte Mails an Mail-Adressen, die nicht (mehr) in NetMail existieren, nicht verloren gehen.
  2. Öffnen Sie Outlook, markieren Sie die zu exportierenden Mails und ziehen Sie sie in ein temporäres Verzeichnis, z.B. C:\Temp. Dort werden die einzelnen Mail als Dateien mit der Endung .msg abgelegt.
  3. Wählen Sie im Programm EmailConverter das temporäre Verzeichnis als Input und das Verzeichnis Spool.dir unterhalb des NetMail-Ordners als Export-Verzeichnis und starten Sie die Konvertierung. Es entstehen .eml-Dateien in Spool.dir.
  4. Benennen Sie im Verzeichnis Spool.dir die Dateien von .eml in .in um, z.B. durch Öffnen einer DOS-Box und Eingabe von:
    cd \shamrock\netmail\spool.dir
    ren *.eml *.in

Bei beiden Verfahren finden Sie nach wenigen Sekunden die importierten E-Mails in NetMail. Bei NetMail-Versionen ab dem 27.07.07 erscheint auch das Datum korrekt, selbst wenn es weiter in der Vergangenheit liegt. Allerdings sind natürlich alle Mails als "empfangen" gekennzeichnet, auch wenn Sie mit Outlook gesendet wurden - ein sicher verschmerzbarer Schönheitsfehler; immerhin bleiben auch alle Attachments erhalten.

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Welche Internet-Provider sind für NetMail geeignet?

Sie können die Gateway-Software grundsätzlich mit jedem Internet-Provider benutzen, der mit dem normalen Windows-DFÜ-Netz kompatibel ist. Bei der Einwahl über T-Online ist es nötig, falls kein Router vorhanden ist, einen DFÜ-Netz-Eintrag anzulegen.

Die folgende Übersicht zeigt Beispiele für die POP3- und SMTP-Host-Namen einiger Internet-Provider, die Sie im Konfigurations-Menü des Mailer-Programms von NetMail eintragen müssen. Benutzername und Passwort haben Sie entweder selbst vergeben, z.B. bei 1&1 oder Strato, oder erhalten Sie vom Anbieter. (Alle Angaben ohne Gewähr, bitte fragen Sie im Zweifelsfall beim Provider nach!)

Provider POP3-Host SMTP-Host
1&1
All-inkl.com
Domainfactory
Freenet
GMX
Host Europe
Strato
Web.de
pop.1und1.de
mail.Domain
pop3.Domain
pop3.freenet.de
pop.gmx.net
mail.Domain
post.strato.de
pop3.web.de
smtp.1und1.de
mail.Domain
smtp.Domain
mx.freenet.de
mail.gmx.net
mailout.Domain
post.strato.de
smtp.web.de

Wenn Sie Ihre Mails über einen Provider senden, bei dem Ihnen nicht eine ganze Domain gehört, sondern nur eine einzelne Mail-Adresse wie etwa MeineFirma(at)t-online.de oder MeinName(at)loop.de, dann tragen Sie im Mailer-Programm von NetMail als "Eigene Domain" diese vollständige Mail-Adresse ein. Wenn Ihnen dagegen eine ganze Domain wie "MeineFirma.de" gehört, tragen Sie in diesem Feld nur die Domain ein.

Einige Provider erzwingen inzwischen SSL-Verbindungen für POP3 und SMTP. Wir haben ein entsprechendes Utility-Paket (STunnel) vorbereitet, das NetMail empfangs- und sendeseitig SSL-fähig macht.

Falls Sie keine Mails senden können und im Mailer-Fenster bzw. im Mailer-Protokoll eine Meldung wie "550 Relaying denied" o.ä. auftritt, sollten Sie die folgenden möglichen Ursachen prüfen:

  1. Die eigene Absender-Adresse muss bei einigen Providern mit Ihrer dort angemeldeten Adresse bzw. Domain übereinstimmen.
  2. Wenn Sie noch mailto.t-online.de als SMTP-Host benutzen, melden Sie sich auf der Verwaltungsseite von T-Online für smtprelay.t-online.de an, damit Sie eine von (at)t-online.de abweichende Absenderadresse verwenden dürfen; allerdings sind hier max. 100 Mails pro Tag und 1000 pro Monat erlaubt.
  3. Benutzen Sie, wenn möglich, den SMTP-Server Ihres DFÜ-Einwahl-Providers, so dass Sie durch das Einwahl-Login zum Mail-Senden berechtigt sind.
  4. Benutzen Sie den SMTP-Server des POP3-Providers, falls dieser "POP3 vor SMTP" als Authentifikation erlaubt.
  5. Versuchen Sie im NetMail-Mailer die Option "SMTP-Authentifikation". Falls dann "not supported" o.ä. im Mailer-Fenster erscheint, schalten Sie die Option wieder aus.

Im NetMail-Modul "Mailer" können Sie den Anwahl-Zyklus einstellen. Wenn Sie eine DSL-Flatrate haben, ist 15 Minuten ein vernünftiger Wert, um die Verbindung aufrecht zu erhalten, da T-DSL sonst nach etwa 20 Minuten Inaktivität auflegt. Ein kleinerer Wert als 15 Minuten ist normalerweise nicht sinnvoll, da NetMail anhand des Anwahlzyklus auch feststellt, ob ein Benutzer überhaupt anwesend ist und ggf. bei der nächsten Anwahl z.B. eine Autoresponder-Mail wegen Abwesenheit erzeugt.

Ohne Flatrate-Anschluss empfehlen wir, sich über einen sekundengenau abrechnenden Internet-Provider einzuwählen, z.B. MSN. Weil insbesondere eine ISDN-Verbindung bei keinen oder wenigen kurzen Mails nur etwa drei bis fünf Sekunden dauert, wäre ein minutengenauer Provider mindestens zehnmal teurer. Bei einer Modem-Einwahl fällt der Unterschied nicht so drastisch aus, er beträgt dann "nur" etwa Faktor 4. Konkretes Beispiel: Sie wählen sich während der etwa 8stündigen Arbeitszeit montags bis freitags im 30-Minuten-Takt via ISDN ein, das sind im Monat etewa 340 Verbindungen. Bei einer durchschnittlichen Verbindungsdauer von 5 Sekunden und einem Minutenpreis von 1,5 EUR-Cent kostet Sie das bei einem sekundengenauen Provider ganze 0,42 EUR, bei minutengenauer Abrechnung aber 5,10 EUR.

Mehrere Mail-Konten bei T-Online sind nicht sinnvoll benutzbar. Die Abfrage eines Mail-Kontos bei T-Online erfordert, dass bereits die Modem-, ISDN- oder DSL-Einwahl mit den zugehörigen Benutzerdaten stattfindet. Somit müsste man eine bestehende Verbindung nach jeder Abfrage eines anderen Kontos trennen und mit den neuen Benutzerdaten neu herstellen. Das ist z.B. bei Verwendung eines DSL-Routers praktisch unmöglich. Allerdings unterstützt NetMail seit der Mailer-Version 1.53 prinzipiell die Abfrage mehrerer POP3-Konten (siehe Gateway-Handbuch, Technische Details). Dadurch können auch Mails z.B. von einen bisher genutzten T-Online-Konto zusätzlich zum normalen Domain-Konto abgeholt werden. Das Senden erfolgt jedoch immer über das primäre Konto.

Wenn man bei T-Online ein "eMail-Passwort" einrichtet, ändern sich ggf. die SMTP- und POP3-Server. Es erscheint dann im Mailer die Fehlermeldung "-ERR: Toid authentication disabled". Die Einstellungen im Netmail-Mailer müssen dann geändert werden: [Name] bleibt wie gehabt der [Name]@t-online.de, das Passwort wird dann das neu eingerichtete "eMail-Passwort". Der POP3-Server muss popmail.t-online.de und der SMTP-Server smtpmail.t-online.de lauten. Weitere Hinweise findet man im T-Online-Kundencenter nach dem Login.

^ Übersicht


Kann man Mails per SSL austauschen?

Ja, POP3S und SMTPS ist beispielsweise für Google Mail und Strato erforderlich, seit März 2014 auch für 1und1 und T-Online. Man benötigt dazu lediglich das kostenlose Tool STunnel auf dem NetMail-PC. Wir haben ein auf STunnel basiertes Paket geschnürt (ca. 1 MB, Version vom 08.04.14, ggf. Update empfohlen!), das die Umstellung ganz enfach macht und nur die wirklich nötigen Dateien von http://www.stunnel.org enthält. Entpacken Sie die ZIP-Datei einfach ins NetMail-Programmverzeichnis und lesen Sie die enthaltene Datei Stunnel.TXT.

 In der STunnel-Konfigurationsdatei (normalerweise heißt sie stunnel.conf) sind beispielsweise für 1und1 folgende Angaben erforderlich:

client=yes

[pop3s]
accept=127.0.0.1:1110
connect=pop.1und1.com:995

[smtps]
accept=127.0.0.1:1025
connect=smtp.1und1.com:465

Im NetMail-Mailer stellt man dann als POP3-Host die lokale Adresse 127.0.0.1 ein und als POP3-Port 1110. Als SMTP-Host wird wieder 127.0.0.1 und als Port 1025  eingestellt. Diese Ports sind hier natürlich nur als Beispiel gewählt. Falls ein Portkonflikt auftritt, z.B. bei 1025, muss ein anderer Port wie etwa 1024 in [smtps] sowie im Mailer konfiguriert werden.

Für T-Online ist ein etwas anderer Inhalt von stunnel.conf erforderlich:

client=yes
fips=no

[POP3S T-Online]
sslVersion=TLSv1.1
accept=127.0.0.1:1110
connect=securepop.t-online.de:995

[SMTPS T-Online]
sslVersion=all
accept=127.0.0.1:1025
connect=securesmtp.t-online.de:465

Es ist natürlich auch möglich, mehrere Provider-Zugänge in stunnel.conf zu konfigurieren. Dabei müssen hinter "accept" natürlich jeweils unterschiedliche Ports benutzt werden, die dann entsprechend auch im NetMail-Mailer eingetragen werden (ggf. für mehrere POP3-Instanzen, siehe Gateway-Handbuch).

Starten Sie dann STUNNEL.EXE am besten zunächst als normale Anwendung. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mehrere Instanzen gleichzeitig starten; beachten Sie das kleine Symbol rechts unten in der Taskleiste. Sie können bei Bedarf später STUNNEL mit der Kommandozeile
STUNNEL -install
als Dienst (Service) installieren, wie das in der enthaltenen Hilfedatei STUNNEL.HTML beschrieben ist.

Vergessen Sie nach Änderungen in der Datei stunnel.conf bitte nicht, das STunnel-Programm entweder neu zu starten oder die Konfiguration im STunnel-Kontextmenü der Taskleiste neu einzulesen.

(STunnel eignet sich grundsätzlich auch, um einen HTTPS-Webmail-Zugang bereitzustellen. Allerdings sind selbst erzeugte SSL-Zertifikate kein wirklicher Sicherheitsgewinn, deshalb raten wir hiervon ab.)

^ Übersicht


Wie wird das DFÜ-Netz für T-Online konfiguriert?

(Bei Verwendung eines Routers ist dieser Abschnitt irrelevant, es ist keine DFÜ-Netz-Einrichtung erforderlich.)

Die normale T-Online-Software installiert nicht automatisch einen für NetMail und andere Internet-Programme geeigneten DFÜ-Netz-Eintrag und ist deshalb nicht für eine automatische, programmgesteuerte Einwahl geeignet.

Wenn Sie eine ISDN-Karte benutzen, müssen Sie sie zunächst als virtuelles Modem einrichten. Bei AVM-Adaptern erfolgt das mit dem AVM-Zusatzprogramm CAPI-Port, dessen Installation ist in CapiPort.hlp beschrieben. Bei einem über eine Netzwerk-Karte angeschlossenen DSL-Adapter ist ein sogenannter RasPPPoE- oder Engel-Treiber geeignet, um DSL via DFÜ-Netzwerk anzusprechen.

Dann wird in Windows unter Programme - Zubehör - Kommunikation - DFÜ-Netzwerk mit "Neue Verbindung erstellen" eine Verbindung eingerichtet. Überschreiben Sie das Textfeld "Benutzerdefinierte Verbindung" mit "T-Online" und wählen Sie das korrekte Modem bzw. den CAPI-Port-Treiber "AVM ISDN Internet" aus. Die Modem- und ISDN-Rufnummer für T-Online ist 0191011; falls Sie zum Telefonieren nicht die Telekom, sondern einen anderen Preselection-Provider benutzen, muss 01033 davor gestellt werden. Bei DSL wird die Nummer ignoriert und kann z.B. 0 lauten. - Als Benutzername sind folgende Ziffern nötig (ohne "+" und ohne Leerräume):

  1. Modem-oder ISDN-Einwahl: Anschlusskennung + T-Online-Nummer + Mitbenutzernummer
  2. T-DSL-Einwahl: Anschlusskennung + T-Online-Nummer + Mitbenutzernummer + @t-online.de

Sollte Ihre T-Online-Nummer kürzer als 12 Stellen sein, muss ein # vor die Mitbenutzernummer (meist 0001) gestellt werden. Als Kennwort ist das persönliche Kennwort einzugeben.

Wenn diese Grundkonfiguration beendet ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen DFÜ-Eintrag und wählen Sie "Eigenschaften". Im Karteireiter "Servertypen" dürfen nur "Software-Komprimierung" und "TCP/IP" aktiviert sein, alles andere sollte ausgeschaltet werden.

Im Mailer-Programm von NetMail sollten Sie die so erstellte DFÜ-Verbindung "T-Online" zur Einwahl konfigurieren und das T-Online-Kennwort auch hier eintragen (wenn es nicht schon in Form von Sternchen dasteht). Falls Sie mit NetMail Ihre Mails vom T-Online-Account abholen möchten, ist als POP3-Host pop.t-online.de anzugeben. POP3-Benutzername und -Passwort sind unnötig, da die Authentifizierung bereits durch die Einwahl erfolgte.

Als SMTP-Host zum Mail-Senden ist mailto.t-online.de oder smtp.t-online.de möglich. Wenn Sie allerdings Mail-Adressen benutzen möchten, die nicht auf t-online.de enden (siehe Provider-Daten), ist smtprelay.t-online.de sinnvoll; Sie müssen sich für diesen "Relayserver" allerdings erst auf der T-Online-Verwaltungsseite anmelden, die Anzahl der von Ihnen darüber gesendeten Mails ist auf täglich 100 und monatlich 1000 beschränkt, und T-Online berechnet dafür zusätzliche Gebühren.

Der Mailer wird die DFÜ-Verbindung nach dem Mail-Austausch nur dann wieder trennen, wenn er sie vorher auch selbst hergestellt hat. Wenn der Mail-Austausch dagegen erfolgt, während Sie im Web surfen, bleibt die DFÜ-Verbindung für den Browser bestehen. Allerdings trennen manche Provider die Verbindung bei Inaktivität nach einiger Zeit selbständig.

^ Übersicht


Kann man Mails via DSL auch direkt empfangen, statt sie mit POP3 abzuholen?

Ja, dazu wird das kostenlose SMTP-Zusatzmodul zu NetMail benötigt. Sie benötigen eine DSL-Flatrate-Anbindung, die (fast) 24 Stunden pro Tag online ist, sowie eine Subdomain bei einem DynDNS-Provider wie SelfHost.de oder DynDNS.org. Bei dem Provider, der Ihre Domain verwaltet, muss die Möglichkeit bestehen, den DNS-MX-Eintrag (Mail eXchange) auf die DynDNS-Subdomain (z.B. meinefirma.selfhost.de) verweisen zu lassen. Um das Inaktivitäts-Timeout etwa bei T-DSL zu umgehen, kann man den NetMail-Mailer z.B. alle 15 Minuten eine POP3-Mailbox einer Zweitdomain abfragen lassen. Gegenüber der POP3-Abholung bietet der SMTP-Empfang folgende Vorteile:

Während der direkte SMTP-Empfang via DSL sinnvoll ist, sollte man Mails stets über den SMTP-Server des Providers senden, da viele Empfänger aus gutem Grund Mails von Absendern mit dynamischen IP-Adressen sperren.

^ Übersicht - Mehr zum SMTP-Empfang via DSL in Englisch


RouterFunktioniert NetMail mit einem Router oder Proxy?

Sie können NetMail problemlos z.B. mit einem ISDN- oder DSL-Router einsetzen. Im NetMail-Mailer bleibt der Eintrag für die DFÜ-Verbindung dann leer. Wie üblich muss die Router-Adresse in der DNS-Konfiguration der TCP/IP-Einstellungen der Windows-Systemsteuerung eingetragen werden. Gegenüber der von NetMail selbst steuerbaren DFÜ-Verbindung hat ein Router allerdings u.U. den Nachteil, dass er gewöhnlich erst nach einem Timeout von z.B. ein oder zwei Minuten auflegt und so je nach Tarif unnötige Verbindungsgebühren verursacht.

Parallel zum NetMail-Gateway können Sie auf demselben PC auch einen Proxy als Web-Zugang für mehrere Netz-Workstations betreiben. Wenn kein Router vorhanden ist, wird sowohl im Proxy als auch im NetMail-Mailer eine DFÜ-Verbindung eingetragen. Wenn Sie keinen Flatrate-Tarif haben, sollte der Mailer nicht den Proxy benutzen, damit er ohne unnötige Wartezeit auflegen kann. Sie können aber auch per Browser den Mailer ferngesteuert veranlassen, die DFÜ-Verbindung des Proxy zu trennen, indem Sie http://Servername/sys/f=*hang eingeben.

Wenn im NetMail-Mailer der POP3-Port nicht auf 110 oder der SMTP-Port nicht auf 25 oder 587 eingestellt ist, also offensichtlich ein Proxy benutzt wird, benutzt der Mailer ggf. auch eine bereits bestehende DFÜ-Verbindung und trennt eine Verbindung nach dem Mail-Austausch nur dann, wenn er sie vorher auch selber aufgebaut hat. Indem man auch die Mailer-Daten durch den Proxy durchschleust, kann man verhindern, dass der Proxy während des Mail-Austauches eine Verbindung trennt. In der Proxy-Software müssen Sie dazu gewöhnlich zwei zusätzliche TCP-Gateways für POP3 und SMTP erstellen, die vom Mailer z.B. über die Ports 8110 und 8025 auf der lokalen IP-Adresse 127.0.0.1 angesprochen werden können und vom Proxy auf die Ports 110 und 25 beim Mail-Provider umgesetzt werden.

^ Übersicht


Benötige ich eine eigene Domain wie meinefirma.de?

Nicht unbedingt, aber NetMail ist primär dafür ausgelegt. Einige Provider bieten eigene Domains schon für etwa einen Euro pro Monat an! - Zur Begriffsklärung zunächst: In einer Mail-Adresse wie meier(at)schoko.de ist der Teil vor dem Zeichen @ der lokale Benutzername, der in der Benutzerverwaltung des NetMail-Gateway eingetragen wird. Der Teil dahinter ist die "Domain". Es sind nun mehrere Fälle denkbar:

  1. Eigene Domain (z.B. meinefirma.de): Das ist der einfachste und sinnvollste Fall für NetMail. Ihre lokalen Mail-Adressen haben alle das Schema benutzername(at)meinefirma.de. Wenn Sie im Mailer-Modul des NetMail-Gateway beispielsweise schoko.de als eigene Domain eintragen, werden alle Adressen, die auf schoko.de enden, als hausintern betrachtet, und nur Mails, bei denen das nicht zutrifft, werden zum Internet-Provider gesendet. Beim Provider müssen Sie lediglich dafür sorgen, dass alle Mails an Sie in ein einziges POP3-Postfach gelegt werden, z.B. durch eine Umleitung von *(at)schoko.de an info(at)schoko.de. Das Mailer-Modul von NetMail fragt dann das POP3-Postfach info ab, und das NetMail-Gateway verteilt die Mails je nach ursprünglicher Zieladresse an die entsprechenden Benutzer in Ihrem Netzwerk.
  2. Mehrere eigene Domains: Wenn Sie zwei oder mehr eigene Domains haben, z.B. schoko.de und kakao.de, tragen Sie schoko.de als Haupt- und kakao.de als zusätzliche Domain in der Gateway-Konfiguration ein. Lassen Sie beim Provider von kakao.de alle Mails zu schoko.de umleiten. Der NetMail-Mailer kann dann alle Mails über den Provider von schoko.de austauschen. (Bei T-Online ist eine Umleitung leider nicht möglich!) Achten Sie darauf, dass Sie für netzinterne, lokale Mails stets Ihre Haupt-Domain (hier schoko.de) benutzen, die auch im Mailer eingetragen ist, damit sie nicht über das Internet laufen.
  3. Keine eigene Domain: Sie haben eine Mail-Adresse bei einem Provider, wie z.B. Name(at)t-online.de. In der Mailer-Konfiguration müssen Sie dann die Option "Lokale Mails" abschalten, da sonst fremde T-Online-Adressen als intern betrachtet würden, und ferner einen Stern-Alias einrichten (siehe Gateway-Handbuch unter "Alias"), damit keine Return-Mails "User unknown" erzeugt werden, wenn eine ankommende mehrfach adressierte Mail auch fremde T-Online-Zieladressen enthält. Die Benutzung mehrerer Netzwerk-Workstations mit unterschiedlichen Mail-Adressen oder die Nutzung von Verteilerlisten in NetMail (z.B. news.list(at)firma.de) ist so allerdings nicht möglich. NetMail ist auch nicht dafür gedacht, unterschiedliche, nur getrennt abfragbare Einzel-Accounts wie Name1(at)t-online.de und Name2(at)t-online.de oder gar Accounts bei unterschiedlichen Providern zu verwenden.
  4. Nur interne Mails: Wenn Sie NetMail ohne Internet-Zugang und ausschließlich als firmeninternes Mail-System mit Intranet-Clients einsetzen möchten, vielleicht auch mit externen Clients via GSM, Modem oder ISDN, dann konfigurieren Sie als Domain einen frei erfundenen Namen, z.B. firma.de. Stellen Sie im Mailer-Programm den Anwahlzyklus auf 0=nie (trotzdem müssen Gateway- und Mailer-Programm laufen, um Mails intern umzuleiten!). Alle Mail-Adressen haben das Schema name(at)firma.de. Versehentlich falsch adressierte Mails mit fremden, externen Domains im Unterverzeichnis Spool.dir sollten Sie ab und zu löschen, wenn kein Mail-Austausch mit dem Internet gewünscht wird.
  5. Zweit-Mailserver: Wenn Sie bereits einen firmeninternen POP3/SMTP-Mailserver haben, z.B. Microsoft Exchange, an den Sie zusätzlich NetMail anbinden möchten, sollten Sie wie bei (c) vorgehen, da NetMail dann nicht allein über Ihre Domain verfügt. Das Mailer-Modul des NetMail-Gateway kann Mails mit dem Exchange-Server via TCP/IP-Netzwerk z.B. alle fünf Minuten automatisch austauschen. Bitte beachten Sie, dass für NetMail stets vollständige Mail-Adressen inklusive @ und Domain nötig sind.

Umlaut-Domains (auch Punycode- oder IDN-Domains genannt) werden von NetMail wie auch von den meisten anderen Mail-Programmen nicht unterstützt, weil sie im Mail-Verkehr nicht sinnvoll einsetzbar sind. Benutzer in England, Frankreich oder Italien können so etwas wie "müller.de" gar nicht eingeben, da dort deutsche Umlaute auf der Tastatur fehlen. Es wäre ohnehin nur eine halbe Lösung, Umlaute nur nach dem @, aber nicht davor zu erlauben - aber genau dafür gibt es nach wie vor keinen Standard. Generell sollte eine Umlaut-Domain, wenn überhaupt, höchstens als Zweit-Domain zum Schutz des eigenen Namens angemeldet werden; als primäre Domain für die tägliche Kommunikation ist sie leider völlig ungeeignet. Wenn sie dennoch benutzt werden muss, ist das unter Verwendung der Punycode-Domain möglich, wie etwa xn--mller-kva.de für müller.de.

Hier ist noch ein Tip für den Fall, dass Sie ein "altes" Mail-Konto wie etwa name(at)t-online.de haben und nun aber über eine eigene Domain wie meinefirma.de z.B. bei 1&1 verfügen: Sie können in NetMail ab Version 1.53 zusätzliche POP3-Konten einrichten, indem das Mailer-Programm mit passenden Kommandozeilen-Parametern gestartet wird. Mehr dazu im Gateway-Handbuch unter Technische Details - Mehrere POP3-Accounts abfragen.

^ Übersicht


Kann man Mails beim Abholen auf dem Server des Providers lassen?

NetMail löscht absichtlich alle Mails, die es erfolgreich und vollständig von Ihrem Internet-Provider abgeholt hat, auf dessen Server, und zwar aus den folgenden drei Gründen:

  1. NetMail ist ein Netzwerk-Mailsystem. Die Mails werden zentral aus einem Sammelpostfach abgeholt anhand der Adressierungsdaten an die Benutzer verteilt. Das spätere Abholen bestimmter Mails durch einzelne Benutzer macht deshalb keinen Sinn.
  2. Bei vielen Providern gibt es ein Speicherplatz-Limit für Mails, oft zwischen 2 und 20 Megabyte. Dieses Limit würde es unmöglich machen, Mails über längere Zeit auf dem Server zu belassen, z.B. für Backup-Zwecke. Die Absender neuer Mails würden eine Return-Mail mit einer Fehlermeldung wie "Mailbox full" von Ihrem Provider zurückerhalten, sobald das Limit erreicht wird.
  3. NetMail müsste eine umfangreiche Datenbank führen, damit Mails, die zuvor schon einmal vom Provider geholt wurden, nicht erneut abgeholt werden. Wenn Sie den im NetMail-Mailer ablaufenden POP3-Dialog beim Abholen von Mails mitverfolgen, werden Sie feststellen, dass der Mailer der Nachrichtenliste des Servers (nach der "list"-Zeile) nicht ansehen kann, welche Mails vorher bereits einmal geholt wurden. Selbst die Numerierung der Mail-Liste kann bei der nächsten Einwahl anders lauten. NetMail müsste deshalb von jeder einzelnen Mail immer wieder die ersten z.B. 50 Zeilen vom Server laden, um zu erkennen, ob es sich um eine bereits heruntergeladene handelt. Wenn Sie z.B. 100 Mails auf dem Server belassen, bedeutet das, dass NetMail 5000 Zeilen (etwa 200...400 KByte) vom Server laden müsste, nur um festzustellen, dass alle diese Mails vorher schon geholt wurden und keine neuen vorliegen. Dies wäre auf Dauer völlig unpraktikabel; es kostet Zeit und Gebühren.

Falls Sie Mails allerdings generell mit NetMail nur senden und nicht abholen möchten (z.B. bei Benutzung ausschließlich als SMTP-Interface zur Fax-Weiterleitung), können Sie das Programm Mailer.exe mit dem nachgestellten Kommandozeilen-Parameter holnix starten. Dann findet zwar ggf. ein POP3-Login zur Authentifizierung statt, aber anliegende Mails werden nicht ausgelesen.

^ Übersicht


NetMailDas Namensfeld in der Benutzerverwaltung ist zu kurz für "Vorname.Nachname"!

In das Feld "Benutzername", das Bestandteil der E-Mail-Adresse vor dem Zeichen @ wird, passen tatsächlich nur 16 Zeichen. In den meisten Fällen sollte das ausreichen; bedenken Sie, dass bei der Eingabe sehr langer Mail-Adressen auch Tippfehler beim Absender wahrscheinlicher werden.

Wenn Sie dennoch unter einem längeren Namen erreichbar sein möchten, z.B. "Christian.Neumann(at)MeineFirma.de", dann können Sie das aber ganz leicht mit einem Alias-Eintrag realisieren.

Tragen Sie in der Benutzerverwaltung zunächst als Name nur die Kurzform "Neumann" ein. Richten Sie dann in der Gateway-Konfiguration ein Benutzer-Alias ein, indem Sie "Christian.Neumann" an "Neumann" umleiten (alle Eingaben erfolgen hier ohne Domain!). Herr Neumann ist dann sowohl unter "Neumann(at)MeineFirma.de" als auch unter "Christian.Neumann(at)MeineFirma.de" erreichbar. Groß- oder Kleinschreibung spielt hierbei keine Rolle, ankommende Mails mit abweichender Schreibweise werden trotzdem korrekt zugestellt.

Beim Senden von Mails kann man dann im Feld "Von:" einen der Alias-Namen auswählen. Beim Beantworten einer Mail ist sogar automatisch derjenige Benutzername als Absender voreingestellt, an den die empfangene Mail adressiert war. Dasselbe gilt auch für den Fall, dass Sie unterschiedliche Domain-Namen nutzen, die im NetMail-Router als zusätzliche Domains eingetragen sind.

^ Übersicht


GPRS via GSM/UMTSKann man NetMail mit GPRS, UMTS oder LTE nutzen?

Es gibt drei Möglichkeiten. Für alle gilt: Zu Hause bzw. im Büro sollte ein DSL-Zugang als Flatrate zur Verfügung stehen. Mit Hilfe eines kostenlosen Dienstes wie DynDNS oder Selfhost kann der NetMail-PC dann rund um die Uhr erreichbar sein, obwohl er eine dynamische IP-Adresse hat, z.B. unter einem Namen wie MeineFirma.dyndns.org. Damit T-DSL nicht wegen Inaktivität auflegt, sollte man im NetMail-Mailer einen Anwahltakt von 15 Minuten einstellen.

Ein Smartphone (z.B. iPhone, Android, Symbian) kann über das in NetMail seit Februar 2011 vorhandene SMTP-/POP3-Client-Interface angebunden werden. In der NetMail-Benutzerverwaltung kann man einstellen, dass das jeweilige Konto nicht allein via POP3 benutzt wird, sondern gemischt bzw. abwechselnd mit dem NetMail-Client, so dass vom Smartphone abgeholte und von ihm aus gesendete Mails weiterhin in NetMail zur Verfügung stehen und damit auch zentral archiviert werden können.

Ein mobiler NetMail-Client (Installation mit SETUPM) kann die Verbindungsarten TCP/IP, Modem oder ISDN nutzen, um Mails von Ihrem Server abzuholen oder über ihn zu senden. Dabei wird das hocheffiziente NetMail-Übertragungsverfahren mit automatischer Datenkompression benutzt, um Zeit und Datenvolumen zu sparen; typischerweise beträgt die Ersparnis gegenüber einem konventionellen Mail-Programm 50 % und mehr.

Das Webmail-Interface von NetMail ist ebenfalls geeignet, um mit einem Laptop oder Handheld-PC und einem GPRS-fähigen Mobiltelefon auch unterwegs seine E-Mails lesen und beantworten zu können. Das Web-Interface erlaubt auch den Mail-Zugriff aus einem Internet-Cafe oder einem beliebigen anderen PC mit Internet-Zugang. Da bei NetMail alle Mails immer auf dem Gateway-PC verbleiben, wird der abwechselnde Zugriff vom Arbeitsplatz-PC im Büro und dem Webmail-Interface unterwegs optimal unterstützt. Dank der schlanken Webmail-Seiten, deren Design sich natürlich auch eigenen Wünschen anpassen lässt, ist das GPRS-Datenvolumen wesentlich geringer als bei anderen Webmail-Diensten wie etwa T-Online oder Hotmail.

Das Webmail-Interface mit dem im NetMail-Mailer enthaltenen HTTP-Server kann optional auch per SSL/https benutzt werden, indem STunnel auf dem NetMail-PC installiert wird. Wenn STunnel auf demselben PC wie NetMail läuft, sind in der Datei stunnel.conf lediglich folgende Angaben nötig:

[https]
accept = 443
connect = 80
TIMEOUTclose = 0

Der Server wird dann von außen z.B. mit mit https://MeineFirma.dyndns.org addressiert. Allerdings zeigen die meisten Browser bei selbst erstellten SSL-Zertifikaten eine Warnung an, deshalb raten wir davon ab.

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Was bedeuten die "Blocked"-Zeilen im Gateway-Log?

Im Gateway-Router-Protokoll (gateway.txt) werden unter anderem Mails aufgezeichnet, die dem jeweiligen Empfänger absichtlich nicht zugestellt wurden. Typische Meldungen in diesem Protokoll sind zum Beispiel:

Die Liste macht deutlich, dass NetMail über zahlreiche ausgefeilte Mechanismen verfügt, um Mail-Viren und unerwünschte Werbe-Mails unschädlich zu machen. Weil NetMail dabei heuristisch vorgeht, werden im Gegensatz zu herkömmlichen musterbasierten Viren-Scannern auch neuartige, bisher noch unbekannte Mail-Würmer erkannt. Beispielsweise wurden die verbreiteten Würmer Sircam, Badtrans, Bugbear und Klez sowie alle ihre Varianten von NetMail ohne irgendwelche Maßnahmen von Anfang an gelöscht.

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HTC-TouchMein Smartphone funktioniert nicht richtig als POP3/SMTP-Client.

Stellen Sie zunächst sicher, dass in der NetMail-Gateway-Konfiguration die SMTP/POP3-Funktion aktiviert ist, siehe hierzu auch das Gateway-Handbuch unter Router-Einstellungen - SMTP/POP3. Für die ersten Versuche sollte im Telefon per WLAN/WiFi die lokale IP-Adresse des NetMail-PC als Server-Adresse benutzt werden.

Android-Geräte

Nach dem Löschen einer Mail im Smartphone wird diese noch ein zweites Mal abgeholt.
Dies ist ein bekanntes Problem bei der Implementierung des POP3-Befehls DELE in Android. Löschen oder archivieren Sie die Mails einfach später im NetMail-Client, sie verschwinden dann beim nächsten Synchronisieren automatisch im Smartphone.

Bei Verwendung einer DynDNS-Domain ist der NetMail-Server manchmal nicht erreichbar.
Leider haben einige Android-Geräte dasselbe Problem wie Windows-Mobile bei der DNS-TTL (siehe unten) und benutzen zu lange die alte IP-Adresse. Ein Neustart des Telefons hilft sofort, aber man kann auch einfach ein paar Minuten warten.

In der NetMail-Tracedatei SMTPPOP3.TXT sieht man ein SMTP-Timeout nach dem Senden einer Mail.
Es ist ein bekanntes Problem mancher Android-Smartphones, dass sich die Mail-Anwendung bei SMTP nicht ordentlich mit QUIT abmeldet, deshalb tritt ein Timeout auf. Dies hat aber keine sonstigen funktionalen Auswirkungen.

iPhone, iPad

iPhone 4GWie kann man POP3/SMTP beim iPhone bzw. iPad einrichten?
Beim iPhone und auch beim recht ähnlichen iPad von Apple ist die Einrichtung etwas zeitaufwändiger als bei anderen Telefonen, da es nach Eingabe der ersten Daten immer Tests zur automatischen Konfiguration macht, die bei größeren Mail-Providern vielleicht hilfreich sind, nicht aber bei einem lokalen Mail-Server: Nach der Eingabe der ersten Daten (Name, E-Mail-Adresse, Benutzername, Passwort) will es bereits die Zugangsdaten selbständig ermitteln. Dazu versucht es, einen Mailserver zu kontaktieren, der zur Domain der eingegeben Adresse passt. Das schlägt bei einem lokalen Server aber gewöhnlich fehl, da die Domain meist nicht auf den DSL-Anschluss zeigt. Man muss etwas Geduld haben, da die Tests des iPhone zu Ports, die nicht offen sind, leider immer etwa eine Minute dauern. Erst danach kann man dann die Serveradresse selbst eingeben; dabei muss man POP3 auswählen (IMAP ist voreingestellt). Dass kein SSL verwendet werden soll, kann man auch erst wieder nach einem Überprüfungstest auswählen. Weitere Optionen sind: Authentifizierung = Kennwort, SSL aus, SMTP-Port 587.

Bei einer Testinstallation mit einem iPhone 3GS mit V4.1.2 zeigte sich ferner folgendes: Auf dem Server lief der für externe Anlieferung gedachte Netmail-SMTP-Server auf Port 25 und der interne SMTP-Server auf 587. Obwohl 587 im iPhone eingestellt war, hat es laufend auf beiden Ports versucht, Testverbindungen herzustellen. Das hörte erst auf, als der SMTP-Server auf Port 25 vorübergehend deaktiviert wurde; dann wurde die Einstellung auf dem iPhone abgeschlossen und eine Mail erfolgreich versendet. Danach darf man den SMTP-Server auf Port 25 wieder aktivieren.

Windows Mobile, Windows Phone

Windows PhoneDer Mail-Austausch funktioniert nur über GPRS/UMTS, aber nicht via WiFi.
Dies ist leider ein bekanntes Problem einiger Windows-Mobile-Versionen.

Der SMTP-Port lässt sich nicht einstellen.
Die Voreinstellung bei Windows Mobile ist Port 25; Sie können den SMTP-Port 587 verwenden, indem Sie an den Server-Namen ":587" anhängen, beispielsweise so:
meinefirma.dyndns.org:587

Bei Verwendung einer DynDNS-Domain ist der NetMail-Server manchmal nicht erreichbar.
Windows-Mobile hat einen Fehler bei der Behandlung der "Time to live" (TTL) von DNS-Einträgen und betrachtet diese als zu lange gültig. Etwas warten hilft; als sofortige Notlösung kann man auch einen Neustart des Geräts durchführen. (Dasselbe Problem tritt außer bei POP3/SMTP auch im Browser auf, wenn man versucht, das Webmail-Interface zu verwenden.)

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Die Anwahl eines externen NetMail-Clients zum Gateway klappt nicht.

Stellen Sie bitte zunächst sicher, dass auf dem NetMail-Server-PC das Transfer-Programm Host32.exe läuft und korrekt konfiguriert ist, damit es Anrufe auf der vorgesehenen Schnittstelle entgegennehmen kann. Für die einzelnen Verbindungsarten haben wir noch die folgenden Tipps:

ISDN-CAPI - Modem/GSM - TCP/IP+GPRS

Anwahl über einen ISDN-Adapter (CAPI)

Anwahl via GSM oder Modem

Anwahl via TCP/IP bzw. GPRS

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Was bedeuten Attachments wie Part0000.doc, Rfc_0000.txt usw.?

Folgende spezielle Attachments können bei empfangenen E-Mails auftreten, deren Namen nicht vom Absender, sondern vom NetMail-Gateway erzeugt werden (???? steht hier für eine beliebige Ziffernfolge, z.B. 0000):

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Das Senden eines Mail-Formulars funktioniert nicht.

Mail-Formulare in Webseiten sind aus gutem Grund aus der Mode gekommen, aber manchmal gibt es sie noch. Die Formular-Definition im HTML-Code erfolgt bei ihnen mit einer Zeile wie der folgenden:

<form action="mailto:name(at)example.com" method="post">

Im Gegensatz zu einem "richtigen" Formular, das beim Absenden ein Perl- oder PHP-Script auf dem Webserver aufruft, den Formular-Inhalt dann z.B. über das sendmail-Utility direkt auf dem Server per Mail versendet und dem Benutzer eine Antwortseite präsentiert, stellt das mailto-Formular eine Notlösung dar, wenn auf dem Webserver kein entsprechendes Script ausgeführt werden kann.

Der Nachteil des mailto-Formulars ist vor allem, dass es nur funktioniert, wenn beim Benutzer Browser und Mail-Programm programmtechnisch eine Einheit bilden, also etwa MSIE und Outlook, oder der Netscape-Browser und das zugehörige Mail-Modul. Bei allen anderen Kombinationen, wie beispielsweise Opera und Outlook oder eben auch MSIE und NetMail, ist das Senden der Formulardaten als E-Mail technisch unmöglich; es erscheint dann lediglich die Zieladresse, aber der Formularinhalt fehlt. Deshalb sollte auf derartige Mail-Formulare auf professionellen Webseiten strikt verzichtet werden.

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Kann man mit NetMail auch HTML-Mails erstellen?

Ein wesentlicher Anwendungsbereich von NetMail ist die mobile Kommunikation. Hierbei kommt es auf ein möglichst geringes Datenvolumen und auf eine trotz geringer Übertragungsgeschwindigkeit akzeptable Transferzeit an. HTML-Mails erhöhen das Volumen typischerweise aber mindestens auf das Dreifache einer normalen Text-Mail. Wenn eine Mail empfangen wird, die aus einem HTML- und einem alternativen Nur-Text-Teil besteht, wird deshalb vom NetMail-Gateway der HTML-Teil entsprechend der Gateway-Einstellung "HTML-Alternative annehmen" unterdrückt und nur der normale Text zum Client übertragen (ggf. aber zusammen mit dem im HTML-Teil enthaltenen Bildern, so daß keine Information verloren geht). Es wäre deshalb inkonsequent, wenn NetMail beim Senden von Mails das HTML-Format anbieten würde.

Nichtsdestotrotz ist es jedoch mit einem anderen Mail-Client (Outlook, Thunderbird usw.) ohne weiteres möglich, HTML-Mails zu erstellen und in das NetMail-System einzuspeisen, um sie intern oder extern zu versenden. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass in vielen Mail-Systemen reine HTML-Mails als wesentliches Spam-Kriterium zählen und deshalb oft abgelehnt oder gelöscht werden; für die normale Mail-Kommunikation wird zumindest im professionellen Bereich deshalb meist das Nur-Text-Format bevorzugt.

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An wen gehen Antworten bei weitergeleiteten Mails?

Wenn Sie eine Mail entweder durch einen Alias-Eintrag im NetMail-Gateway oder durch manuelles Weiterleiten bei einem anderen NetMail-Client erhalten, steht beim Beantworten hinter "Von:" und "An:" in den meisten Fällen bereits die passende Adresse. Da "Von:" ein Auswahlfeld ist, können Sie aber auch mit anderer Identität antworten, z.B. mit einem Alias.

Gateway-Alias: Nehmen wir an, jemand sendet eine Mail an info(at)IhreFirma.de, und im Gateway existiert ein Alias von info an schneider. Wenn Herr Schneider diese Mail vorfindet, enthält sie eine zusätzliche Kopfzeile "Original-To: info(at)IhreFirma.de". Beim Beantworten erscheint diese automatisch bei "Von:" vorausgewählt. Wenn die Alias-Angabe nicht eine interne Adresse (ohne Domain-Angabe), sondern eine externe zum Ziel hat, wird wegen der Kompatibilität mit anderen Mail-Programmen "Reply-To" mit der ursprünglichen Absender-Adresse eingefügt, "Original-To" entfällt in diesem Fall.

Client-Weiterleitung: Damit für den endgültigen Empfänger sichtbar ist, wer die Mail ursprünglich geschrieben hat, fügt der Client bei "Weiterleitung im Original" eine Zeile "Original-From" ein. Wenn Sie eine solche Mail beantworten, schlägt NetMail bei "An:" automatisch den ursprünglichen Absender vor.

Beim Beantworten von Mails benutzt der NetMail-Client folgende Kopfdaten-Zeilen (soweit vorhanden) in absteigender Priorität als Vorschlag für die Zieladresse: Reply-To, Original-From und From.

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Outlook macht meine Zeilenumbrüche kaputt!

Microsoft Outlook umbricht Textabsätze in empfangenen Mails neu, wenn eine Zeile länger als etwa 50 Zeichen ist und nicht mit einem Minuszeichen oder (mindestens) zwei Leerräumen beginnt. Wenn dabei Zeilen umbrochen werden, die mit > oder + beginnen, werden diese Zeichen zusätzlich vor die durch den Umbruch entstandenen neuen Zeilen gestellt. Dieses Verhalten ist zwar laut RFC3676 standardisiert, wenn die Mail die Kopfzeile "Content-Type: text/plain; format=flowed" aufweist, Outlook führt den Umbruch aber leider auch durch, wenn "format=flowed" nicht angegeben ist, und ignoriert sogar ein explizites "format=fixed", mit dem der Umbruch eigentlich verhindert werden sollte.

Wenn Sie möchten, dass Text nicht umbrochen wird, den Sie an einen Empfänger senden, der Outlook benutzt, stellen Sie zwei Leerrräume oder ein Minuszeichen an den Zeilenanfang oder sorgen Sie dafür, dass die Zeilen maximal 50 Zeichen lang sind. Dies gilt natürlich unabhängig davon, welches Mail-Programm Sie zum Senden benutzen, also keineswegs nur für NetMail.

Umgekehrt fügt Outlook beim Senden von Mails teilweise zusätzliche Leerzeilen in Texte ein, was insbesondere bei Zitaten beantworteter Mails auffällt. NetMail erkennt diese (seit Client-Version 5.24), löscht sie und stellt dadurch die ursprüngliche Formatierung wieder her.

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Erstellen zusätzlicher Sprachen

Im Menü "Einstellungen" des NetMail-Client lässt sich die Sprache der Benutzeroberfläche einstellen. Sie können die Datei ENGLISH.LAN im NetMail-Verzeichnis als Ausgangsbasis für selbst erstellte zusätzliche Sprachen verwenden. Das Konfigurations-Menü des Client zeigt automatisch alle Dateien mit der Endung .LAN als vorhandene Sprachen an.

Um beispielsweise die Sprache Suaheli hinzuzufügen, kopieren Sie English.Lan in eine neue Datei Suaheli.Lan und übersetzen Sie dann die englischen Texte in Suaheli.Lan. Das Zeichen & dient als unterstrichener Hotkey in Menüs und steht jeweils vor dem entsprechenden Buchstaben. %s, %d, \r, \n, \t benutzt das Programm zum Einfügen von Strings in den Text und muss deshalb erhalten bleiben.

Sie können das Utility LANGTEST.EXE aus LANGTEST.ZIP benutzen, um die Konsistenz einer von Ihnen neu erzeugten Sprachdatei durch Vergleich mit English.Lan zu prüfen. Der Aufruf erfolgt an der Kommandozeile so:

C:\NetMail>Langtest English.Lan Suaheli.Lan

Geprüft wird das Vorhandensein aller Zeichenfolgen, Hotkeys in Menüs sowie die korrekte Verwendung von %s oder %d usw. für einzufügende Strings. Anschließend sollten Sie die Software auf die neue Sprache einstellen und prüfen, ob die Hotkeys in jedem Menü eindeutig sind und ob die Texte noch in den vorgesehenen Platz passen.

(Die von NetMail benutzten Windows-eigenen Meldungsfenster wie Dateiauswahl, Ja/Nein usw. erscheinen natürlich weiterhin in der Sprache der Windows-Installation.)

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Weitere Tipps zur NetMail-Benutzung

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