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Shamrock ist das irische Wort für Klee, entstanden aus dem früheren Seamroy. Der Klee war bereits den Druiden heilig, vertrieb er doch Schlangen und Skorpione. Der heilige St. Patrick, der vor seinem Tode 493 n. Chr. Irland christianisierte, pflückte bei Predigten oft eine dreiblättrige Kleepflanze und erklärte an ihr die Dreifaltigkeit. Vierblättriger Klee symbolisiert hingegen das Kreuz. Der Namenstag des St. Patrick wird von den Iren und ihren Freunden jedes Jahr am 17. März ausgiebig gefeiert. - Die Geschichte der Shamrock Software GmbH begann 1985, genau vier Jahre, nachdem IBM den allerersten PC mit MS-DOS 1.0 auf den Markt gebracht hatte (vgl. Geschichte der EDV und Kommunikation)..
1985 |
In einem irischen Pub beschließen Herwig Feichtinger, Dipl.-Ing. (FH), Chefredakteur der von ihm 1981 im damaligen Franzis-Verlag gegründeten Computer-Zeitschrift "mc" (Bild rechts), und Dipl.-Ing. Alfred Schön, Redakteur bei derselben Zeitschrift, die Gründung einer Software-Firma für Entwicklung und Vertrieb von PC-Programmen. Der Name Shamrock ergibt sich fast zwangsläufig aus der Beschriftung diverser Gegenstände dieses Lokals. |
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1986 |
Die Shamrock Software GmbH wird am 27. August in München ins Handelsregister eingetragen. Eines der ersten Produkte ist eine Mailbox, die man per Telefonmodem anrufen und darüber Nachrichten austauschen kann (PC-Mail). Ferner entstehen das dazu passende Terminalprogramm PC-Term, die Datenbank RDB und der Editor EDI. Zusammen mit Bosch entsteht eine Software zur Qualitätssicherung bei der Automobil-Zuliefer-Industrie: SPC (Statistische Prozess-Kontrolle). | |
1987 |
Shamrock
Software gründet zusammen mit dem Franzis-Verlag die Tochter "Shamrock
Software Vertrieb GmbH", um Programme aus der Computerzeitschrift mc
anzubieten, u.a. auch für den bereits 1981 von Herwig Feichtinger entwickelten
Einplatinen-Computer EMUF. Ferner bietet Shamrock mit
NET.24 ein Klassenzimmer-Netzwerk
an, den RS232-Treiber V.24-OEM und das DOS-Fernwartungsprogramm Teleservice. |
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1988 |
Zusammen mit Grundig entsteht eine Visualisierungs-Software für die Raumüberwachung und Alarmierung in großen Gebäuden. Das Fernwartungsprogramm Teleservice wird speicherresident und kann dadurch nicht nur DOS-Kommandos, sondern beliebige Applikationen fernbedienen. Mit dem neuen Programm RS2FILE bietet Shamrock eine Lösung zur Messdatenerfassung und zur Speicherung von Daten aus Telefonanlagen an. | |
1989 |
Mit
dem neuen Terminalprogramm UniCom ist eine
V.24-Protokollanalyse möglich, und es werden unterschiedliche
Terminal-Emulationen und Transfer-Protokolle unterstützt. Das Programm verfügt
bereits über eine mausgesteuerte Fensteroberfläche und wird von vielen
Anwendern für die Mailbox-Kommunikation genutzt, einem Vorläufer des Internet. |
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1990 |
Mit der speicherresidenten Mailbox EMAIL, die im Hintergrund auf einem DOS-PC laufen und bis zu vier Modems oder ISDN-Kanäle gleichzeitig bedienen kann, bringt Shamrock einen Nachfolger für PC-Mail heraus. Für den zeitgesteuerten automatischen Datei- und Nachrichtenaustausch wird das ebenfalls speicherresidente "Personal Mail" entwickelt. | |
1991 |
Mit
der neuen Software DSO, die zusammen mit einer einfachen Analog-/Digital-Karte
aus einem PC ein digitales Speicher-Oszilloskop für Frequenzen bis etwa 25 kHz
macht, ist auch eine Spektrumanalyse und eine Klirrfaktormessung möglich. Die
Mutterfirma Shamrock Software GmbH zieht nach
Petershausen um,
während die Tochterfirma Shamrock Software Vertrieb GmbH ein Büro am
Kurfürstenplatz in München-Schwabing unterhält. |
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1992 |
Shamrock entwickelt erste ISDN-basierende Produkte, basierend auf dem damaligen CAPI-Standard Version 1.1, zunächst für den nationalen deutschen ISDN-Protokoll 1TR6, später auch für den Euro-ISDN-Standard DSS1, z.B. einen CAPI-Treiber für die DOS-basierende Fernwartungs-Software Teleservice. | |
1993 |
Der Franzis-Verlag, bisher Miteigentümer Shamrock Software Vertrieb GmbH, wird an den Weka-Verlag verkauft, die Zeitschrift "mc" hört auf zu existieren. Shamrock-Mitgründer Alfred Schön verlässt auf eigenen Wunsch die Firma, Dipl.-Ing. (FH) Hans-Peter Hofreiter (Bild rechts) nimmt seinen Platz ein. Alle Aktivitäten werden in Petershausen zusammengefasst, Irmtraud Feichtinger übernimmt die Buchhaltung. Shamrock schließt zur Software-Entwicklung für das Modacom-Datenfunknetz Kooperationsverträge mit der Telekom und Motorola ab. |
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1994 |
Mit SHARE14 entwickelt Shamrock eine DOS-basierende Lösung zum Modem-Sharing in Netzwerken. Für das Modacom-Funknetz entstehen Applikationen zum drahtlosen Nachrichten- und Datei-Austausch. Shamrock wird auch "Symantec Competence Center" für die Windows-Fernwartungs-Software pcAnywhere, entwickelt aber auch die eigene DOS-Software Teleservice weiter. | |
1995 |
Die
Telekom-Tochter T-Mobil erwirbt bei Shamrock ein Funk-Gateway zum Senden von
Telefax-Nachrichten über das Modacom-Datenfunknetz sowie für den
E-Mail-Austausch. Das Windows-Terminalprogramm ShamCom
entsteht; es unterstützt Modems, ISDN und Modacom-Endgeräte. Mit CapiCall
bietet Shamrock erstmals eine ISDN-basierende Voicemail-Software für Windows
3.1 an, die Sprachnachrichten aufzeichnen sowie via PC-Lautsprecher oder
Telefon abspielen kann. |
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1996 |
Shamrock entwickelt mit MT einen robusten Multitasking-Kern für DOS und realisiert damit einen Gateway-Dienst für Internet-Mails, der aus den Funknetzen Modacom, Inmarsat und GSM benutzbar ist. Die Telekom rüstet ihren Privatkunden-Außendienst mit einer Modacom-/GSM-Lösung von Shamrock aus. T-Mobil lässt bei Shamrock eine Diagnose-Software für ihr Modacom-Funknetz entwickeln. | |
1997 |
In
der Erdfunkstelle Raisting richtet Shamrock ein Router-System ein, das außer
den aus Raisting "sichtbaren" Satellitenbereichen durch Kooperationen mit
anderen Erdfunkstellen auch alle übrigen Bereiche abdeckt und den weltweiten
Austausch von Internet-Mails mit Schiffen erlaubt. Die Software ShamCom wird
für den direkten Zugang zur Erdfunkstelle erweitert und nun auch von T-Mobil
vertrieben. |
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1998 |
Shamrock ist im Internet mit einem breiten Informationsangebot vertreten und erstellt auch Seiten für die Satelliten-Erdfunkstelle Raisting. Die frühere 16-Bit-Sprachmailbox CapiCall-16 wird durch CapiCall-32 ersetzt. Mit WinTel entwickelt Shamrock eine eigene Fernwartungs-Software für Windows, die via Modem, GSM, ISDN und LAN einsetzbar ist. | |
1999 |
Gemeinsam
mit DASA und T-Mobil realisiert Shamrock eine satellitengestützte Alarmierung
für Farmen in Südafrika, wo Überfälle organisierter Banden dramatisch
zunahmen. Im März wird in der Erdfunkstelle Raisting für Satelliten-Telefonie
ein Vermittlungs-Rechner mit Voice-Mailbox in Betrieb genommen. Für die
DeTeSat entwickelt Shamrock SkyFile, eine für
Satelliten optimierte Dateitransfer-Software. |
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2000 |
Shamrock wird Mitglied der ISDN-CAPI-Organisation. Mit CapiFax wird eine netzwerkfähige ISDN-Software für Faxabruf und Fax-to-Mail angeboten. Für Petershausen richtet Shamrock Seiten im Web ein. Im August geht in der Erdfunkstelle Raisting ein Gateway für die Software SkyFile in Betrieb, die den zeit- und gebührensparenden Transfer von E-Mails via Satellit erlaubt. | |
2001 |
Mit
NetMail bietet Shamrock eine Mail-Software an, die
sich mit CapiCall und CapiFax auch für Unified Messaging eignet. Zum 1.
Dezember kauft France Telecom der Deutschen Telekom die DeTeSat ab und
beauftragt Shamrock mit der Errichtung eines Mail-Gateway in der französischen
Satelliten-Bodenstation Aussaguel. |
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2002 |
In der Satelliten-Erdfunkstelle Aussaguel bei Toulouse richtet Shamrock im April einen zweiten SkyFile-Mail-Server sowie ein Internet-Gateway für den vor allem maritim genutzten Dienst Inmarsat-C ein; täglich werden dort viele tausend E-Mails von und zu mobilen Inmarsat-Benutzern übertragen. Das Programm WinTel erhält eine noch effizientere Datenkompression, um Dateitransfer und Fernbedienung zu beschleunigen. | |
2003 |
Die
für France Telecom entwickelte Software SkyFile 4.0
ermöglicht u.a. auf Schiffen den Mail-Austausch via Satellit noch
zeitsparender als bisher. Für das neue GSM-R-Netz der Deutschen Bahn
entwickelt Shamrock eine Test-Software. Die Mail-Software
NetMail wird um ein regelbasiertes Spam-Filter sowie
eine heuristische Viren-Erkennung erweitert, womit auch neue Virentypen
erkannt werden, für die herkömmliche Antivirus-Software noch keine Signaturen
besitzt. |
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2004 |
Gegen die immer weiter zunehmenden Spam-Mails, aber auch gegen Viren und Würmer werden immer ausgefeiltere Mechanismen nötig. So vergleicht NetMail beispielsweise den Inhalt des eventuell vorhandenen HTML-Textes mit der ASCII-Alternativdarstellung, analysiert die Kopfdaten, prüft den Text auf enthaltene Web-Links und erreicht damit eine sehr hohe Erkennungsquote. | |
2005 |
NetMail
ist mit einem SMTP-Modul mit DNSBL und Greylisting
erweiterbar, das mit der stetig wachsenden Spam-Flut weit besser fertig wird
als eine Catch-All-Mailbox bei einem Internet-Provider. Für
Satelliten-Benutzer gibt es ein weiterentwickeltes
SkyFile 5.2, das durch Vorkomprimieren einen besonders preiswerten
Mail-Austausch z.B. auf Schiffen emöglicht und auch TCP-basierte Dienste wie
MPDS und RBGAN unterstützt. Die CapiFax-Software
sowie das Popup-Programm von NetMail unterstützen nun auch den Betrieb in
einer Terminalserver-Umgebung, wofür das Utility
SlotProx entwickelt wurde. |
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2006 |
20 Jahre Shamrock! Ein Forum erlaubt den Erfahrungsaustausch von Anwendern. SkyFile 6.0 bietet Satelliten-Benutzern neue Features wie hierarchische Mail-Archive sowie Backup/Restore von Mails und Konfigurationsdaten. Neben Inmarsat werden jetzt auch die neuen Satellitendienste Iridium, Thuraya und Globalstar unterstützt. | |
2007 |
Mit
Cactus bringt Shamrock im Februar eine software-basierte
VoIP-Telefonanlage heraus, die mit Hilfte einer ISDN-Karte auch die Anbindung
einer herkömmlichen ISDN-Nebenstellenanlage erlaubt und es IP-Telefonen
ermöglicht, ISDN-Gespräche zu führen und umgekehrt. Ferner werden alle
Programme an das neue Windows Vista angepasst. Das von Shamrock entwickelte
Satelliten-Mail-Programm SkyFile wird nun von Vizada angeboten, wie sich
France Telecom Mobile Satellite Communications seit Juni nennt. |
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2008 |
Mit CapiFax und NetMail wird jetzt zum Fax-Senden auch ein mit den 64-Bit-Versionen von Windows kompatibler 64-Bit-Druckertreiber geliefert. Vizada vertreibt das von Shamrock entwickelte Programm SkyFile-NOAD, das es Schiffen vor der Ankunft in einem US-Hafen erlaubt, die von der US Coast Guard geforderte Vorab-Anmeldung mit Crew-Daten und Angaben zur Ladung elektronisch vorzunehmen und via Satellit zu übermitteln. Die Mail-Software SkyFile wird erstmals auch in Flugzeugen eingesetzt, und es gibt sie in Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. | |
2009 |
SkyFile
7.50 gestattet erstmals portable Mail-Accounts auf Schiffen: Die sogenannten
MyMail-Konten und auch die dazugehörigen Mails können auf ein anderes Schiff
umziehen und mit dem dortigen PC weiterbenutzt werden; die Bezahlung der
Satelliten-Transferkosten erfolgt privat bequem per Prepaid-Karte. - In
CapiFax und CapiCall wird für die Weiterleitung von Faxen und
Sprachnachrichten als E-Mail ein SMTP-Client integriert. Die Einführung von
Windows 7 verläuft problemlos, nachdem die dafür erforderlichen Änderungen in
der Software von Shamrock bereits im Zusammenhang mit Windows Vista
durchgeführt wurden. |
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