WinTel

Windows-Fernwartung und Dateitransfer

Installation,
Konfiguration
Stichwortverzeichnis
Demo-Version
Lizenzvereinbarung
Host-Installation
Client-Installation
Installation als Update
Host-Benutzerverwaltung
Client-Telefonbuch
Schnittstellen-
Konfiguration
Modem-Konfiguration
ISDN-CAPI-Konfiguration
Externe ISDN-Adapter
Nullmodem-Kabel
Netzwerk-Konfiguration
Mehrere Ports gleichzeitig
Benutzen
von WinTel
Verbinden und Trennen
Das Aktionen-Menü
Spezialtasten, DOS
Der Maus-Cursor
Tipps für schnelles Arbeiten
Beenden von Windows
Optimierungs-Parameter
Software-Schnittstellen
AutoSync-
Funktion
Dateitransfer zwischen Hosts
AutoSync konfigurieren
AutoSync benutzen
Drag&Drop, Senden an
Online-Links Shamrock Software Support-Tipps/FAQ

Shamrock Software GmbH, Version 4.05 vom 31.08.2010

Das bei Erstinstallation voreingestellte Login ist Benutzername = WINTEL und Passwort = WINTEL (Großbuchstaben).


Stichwortverzeichnis

Aktionen
Auflösung
APIs
AutoSync
Baudrate
Benutzername
Bildschirm
Blockung
Capture-Delay
Client-Installation
Clipboard
COM-Port
Dateiaustausch
Dateitransfer
Deinstallation
Demo-Version
Direktverbindung
DOS-Fenster
Drag&Drop
File-Transfer
Gateway
Geschwindigkeit
Host-Installation
Installation
Interne Nummer
ISDN-CAPI
ISDN-Modem
Kopieren
Lizenz
Login
Maus-Cursor
Mehrere Ports
Modem
Netzwerk
NetBIOS
Nullmodem
Optimierung
Passwort
Priorität
Schnittstelle
Senden an
Spezialtasten
Strg-Alt-Entf
Tasten
TCP/IP
Telefonanlage
Telefonbuch
Tipps
Tk-Anlage
Trennen
Update
Verbinden
Wählbefehl
Weiterverbinden
Windows-Ende
Zwischenablage

Installation und Konfiguration

Hinweise zur Demo-Version

(Als Besitzer der Vollversion von WinTel können Sie dieses Kapitel überspringen.)

Im Internet (https://www.shamrock.de) ist eine kostenlose Demo-Version von WinTel als gepackte ZIP-Datei abrufbar. Sie besitzt den vollen Funktionsumfang, aber mit folgenden kleinen Einschränkungen gegenüber der Vollversion:

Installation der Demo-Version

  1. Kopieren Sie die aus dem Internet geholte ZIP-Datei sowohl auf dem Client- als auch auf dem Host-Rechner in ein temporäres, leeres Verzeichnis, z.B. C:\TEMP.
  2. Entpacken Sie die ZIP-Datei in diesem Verzeichnis mit einem geeigneten Entpack-Programm wie UnZip oder WinZip. Es entstehen mehrere Dateien, die ihrerseits größtenteils noch komprimiert und deshalb nicht direkt ausführbar sind.
  3. Starten Sie auf dem Host-PC (dem passiven, fernbedienten Rechner) nun SETUPH, um die Host-Software zu installieren. Als Verzeichnis wird C:\Shamrock\WinTel orgeschlagen. Benutzen Sie nicht C:\Programme oder C:\Program Files, da Windows Vista, 2008 und 7 hierbei spezielle Rechte vergeben, die eine Benutzung im Netzwerk unmöglich machen und ferner Konfigurationsdateien benutzerabhängig virtualisieren.
  4. Starten Sie auf dem Client-PC (dem anrufenden Rechner) dann SETUPC, um die Client-Software zu installieren. Als Verzeichnis wird auch hier C:\Shamrock\WinTel vorgeschlagen.
  5. Löschen Sie auf beiden PCs hinterher das temporäre Verzeichnis mit den Installationsdateien.

Auf beiden Rechnern existiert dann im Windows-Startmenü unter "Programme" ein neuer Eintrag "WinTel", in dem sich die Host- bzw. die Client-Software befindet. Wenn Sie die Host-Software zum ersten Mal starten, erscheint ein Dialog zur Schnittstellen-Konfiguration. Beim Client-Erststart erscheint dagegen das Telefonbuch, aus dem Sie ebenfalls in die Schnittstellen-Konfiguration gelangen.

Deinstallation von WinTel

Wenn Sie später die WinTel-Vollversion erwerben, können Sie die Installation von den dann gelieferten CD in dasselbe Verzeichnis C:\Shamrock\WinTel durchführen. Ihre Konfigurations-Einstellungen bleiben dabei erhalten. Falls Sie sich dagegen entschließen sollten, die WinTel-Demo zu deinstallieren, sind folgende Schritte nötig:

  1. Öffnen Sie das Windows-Menü Start/Einstellungen/Software.
  2. Markieren Sie WinTel aus der nun angezeigten Liste.
  3. Klicken Sie auf den Knopf "Hinzufügen/Entfernen" und folgen Sie den weiteren Anweisungen.

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Allgemeines

Lizenzvereinbarung

Mit dem Erwerb einer WinTel-Lizenz erhalten Sie das Recht,

Dieses Recht schließt die Möglichkeit ein, die auf einem Server installierte Client-Software über eine Netzwerk-Freigabe auch von mehreren Workstations aus innerhalb eines zusammenhängenden Grundstücks abwechselnd oder gleichzeitig zu benutzen. Ferner darf jeder Client-Benutzer die Software zusätzlich auf jeweils einem weiteren PC installieren (z.B. einem Laptop), sofern keine gleichzeitige Benutzung stattfindet.

Software wird durch nationale und internationale Regelungen des Urheberrechts sowie durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb geschützt. Das Nutzungsrecht an der Software endet automatisch bei nicht fristgerechter Zahlung des Kaufpreises sowie bei Verstössen gegen diese Lizenzregelung. Shamrock Software haftet nicht für Folgeschäden des Einsatzes von Software, wie etwa Verlust von Umsatz oder Daten.

Hotline und Support

Zahlreiche typische Fragen und Antworten zu WinTel und anderen Shamrock-Produkten finden Sie im Internet unter https://www.shamrock.de/hot.htm. Diese Informationen werden regelmäßig aktualisiert, und es lohnt sich auch dann, dort ab und zu hineinzusehen, wenn Sie selbst gar keine Probleme haben.

Wenn Sie Shamrock telefonisch unter 08137 5882 kontaktieren, sollten Sie vor einem eingeschalteten PC mit der installierten Software sitzen, das vereinfacht mögliche Rückfragen. Bitte nennen Sie dabei die von Ihnen benutzte Software-Version. Je genauer Sie das aufgetretene Problem und Ihre System-Konfiguration beschreiben, z.B. mit dem genauen Wortlaut von Fehlermeldungen, desto besser können wir Ihnen helfen.

Funktionen und Systemvoraussetzungen

WinTel von Shamrock Software erlaubt eine effiziente Fernwartung von Windows-Applikationen und bietet dafür folgende Funktionen:

WinTel unterstützt Verbindungen über folgende Übertragungsmedien:

Über die in WinTel enthaltene Gateway-Funktion kann beispielsweise in einem lokalen Netzwerk eine zentrale ISDN-Karte oder ein zentrales Modem von allen Workstations aus benutzt werden. Zur Gebührenübernahme durch den Host ist auch ein Rückruf möglich.

WinTel ist unter allen 32- und 64-Bit-Versionen von Windows einsetzbar, z.B. Windows 95, 98, NT, 2000, XP, 2003, Vista, 2008, 7. Windows XP ab SP2 und Windows Server 2003 ab SP1 besitzen eine Option "Datenausführungsverhinderung" (Data Execution Prevention, DEP), die oft standardmäßig eingeschaltet ist. Falls sich das Setup-Programm oder WinTel selbst nicht starten lässt, schalten Sie diese Option bitte aus: Systemsteuerung - System - Erweitert - Systemleistung - Einstellungen - Datenausführungsverhinderung. Je nach Prozessor gibt es eine Option "Ausführungsschutz" (z.B. AMD Athlon 64) auch im BIOS und muss dort ggf. deaktiviert werden.

Die Windows-Benutzeranmeldung muss lokal erfolgen und lässt sich mit dokumentierten Windows-Funktionen leider nicht fernsteuern. Das gilt auch für einen Bildschirmschoner mit eingeschaltetem Kennwort-Schutz. Die Fernsteuerung eines PC mit WinTel erfordert deshalb stets einen angemeldeten Benutzer. Ein Dateitransfer ist jedoch unabhängig davon immer möglich.

In Windows Vista und Windows 7 erscheint bei Vorgängen, die nur durch den lokalen Administrator ausgeführt werden dürfen, ein spezielles Fenster mit dem Hinweis "Ein nicht identifiziertes Programm möchte auf den Computer zugreifen". Dieses Fenster ist nicht fernbedienbar (andernfalls würde es seinen Zweck als Schutz gegen Trojaner nicht erfüllen). Wenn Sie dadurch entstehende Probleme vermeiden möchten, müssen Sie in Vista die Option "User Account Control" (UAC) deaktivieren. Dazu muss man mit Registry-Editor unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System
den DWORD-Parameter "EnableLUA" auf 0 setzen. Alternativ können Sie die UAC-Option auch in der Benutzerverwaltung für einen bestimmten Benutzer deaktivieren. Der PC muss anschließend neu gestartet werden. - In Windows 7 lässt sich die UAC in der Systemsteuerung abgestuft deaktivieren, eine Registry-Änderung ist hier nicht nötig.

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Host-Installation

Der Host ist der passive, fernbediente Teil der WinTel-Software. Er wird bei der Client-Installation automatisch mitinstalliert, kann aber auch einzeln von der gelieferten CD installiert werden (Host-Schaltfläche im CD-Startprogramm CDSTART). Im CD-Verzeichnis WINTEL gibt es aber auch eine Script-Datei MAKEHOST.BAT, die es erlaubt, eine reine Host-Diskette in Laufwerk A: oder einem anderen in der Kommandozeile angegebenen Laufwerk zu erzeugen, von dem aus der Host dann mit SETUPH installiert werden kann. Auch ein USB-Stick o.ä. ist dafür natürlich geeignet. Entsprechend der Lizenzregelung können Sie die Host-Diskette ohne zusätzliche Lizenzgebühren kopieren und z.B. an alle Kunden, die Sie betreuen möchten, weitergeben.

Um die Host-Software auf einem PC zu installieren, schließen Sie bitte zunächst alle Anwendungen. Legen Sie die CD order die mit MAKEHOST erzeugte Host-Diskette ins Laufwerk und wählen in der Task-Leiste "Start", dann "Ausführen". In der Eingabezeile schreiben Sie nun: SETUPH

Drücken Sie die Enter-Taste und befolgen Sie nun einfach die Anweisungen des Installations-Programms. Ausser bei Windows NT wird im Abschnitt [386Enh] der Datei SYSTEM.INI ein Eintrag "Device = (Pfad)\WinTel.VXD" erzeugt. Windows muss deshalb nach erfolgter Installation neu gestartet werden, damit dieser Treiber geladen wird; erst dann ist die Host-Software funktionsfähig.

Das Installationsprogramm legt im Menü "Programme" von Windows eine Gruppe "WinTel" an, in der Sie die Host-Software finden. Es ist in den meisten Fällen sinnvoll, diesen Eintrag nach den ersten Tests in den Autostart-Ordner zu kopieren, damit die Host-Software bei jedem Windows-Neustart automatisch geladen wird.

Beim ersten Start der Host-Software werden Sie zunächst nach einem Namen für diesen Rechner gefragt (z.B. "Reisebüro Meier"). Dieser Name wird später für jede Verbindung in der Protokolldatei des anrufenden Clients vermerkt.

Dann wird eine Auswahl der Schnittstellen angeboten (Modem, ISDN, TCP/IP, NetBIOS, Direktverbindung). Wählen Sie eine passende aus, es erscheint dann der zugehörige Dialog zur Schnittstellen-Konfiguration. Stellen Sie die zugehörigen Parameter ein, z.B. MSN = eigene Rufnummer bei ISDN, Baudrate bei Modems. Die Host-Software ist anschließend betriebsbereit und kann Client-Anrufe entgegennehmen.

Später erscheint der Host beim Laden nur noch als kleines Symbol in der Task-Leiste. Ein Linksklick darauf öffnet das Fenster, ein Rechtsklick ein Kontextmenü, mit dem der Host auch beendet werden kann.

Bitte beachten Sie, dass die aktuellen Einstellungen in die lokale Windows-Registry übernommen werden, also nicht in eine zentrale .INI-Datei. In einem Netzwerk hat das den Vorteil, dass eine WinTel-Installation auf dem Server wechselweise von allen Workstations aus benutzt werden kann und trotzdem unterschiedliche Schnittstellen-Einstellungen möglich sind, da diese lokal in der Registry gespeichert werden.

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Client-Installation

Der Client ist nur für Sie bestimmt und darf nicht an Dritte weitergegeben werden. Er ist der aktive Teil von WinTel, mit dem Sie die Fernbedienung und Dateitransfers durchführen, und darf auf genau einem PC installiert werden. Zur Installation des WinTel-Clients auf Ihrem PC schließen Sie bitte zunächst alle Anwendungen. Legen Sie die WinTel-CD ins Laufwerk und wählen Sie beim CD-Startprogramm "WinTel-Client".

Beim Client wird automatisch auch die Host-Software mitinstalliert. Dadurch ist gewährleistet, dass die erforderlichen Dateien für ein automatisches Host-Update vorhanden sind. Sie können den Client auch in ein freigegebenes Netzwerkverzeichnis installieren, um ihn dann auf unterschiedlichen Workstations abwechselnd zu benutzen.

Beim jedem Start der Client-Software erscheint das Telefonbuch. Aus ihm gelangen Sie mit Neu oder später auch mit Bearbeiten in den Dialog zur Schnittstellen-Konfiguration. Wählen Sie hier aus, ob Sie einen bestimmten Host per ISDN-Karte (CAPI 2.0) oder per Modem anwählen möchten, und stellen Sie mit Bearbeiten die zugehörigen Parameter ein. Die aktuellen Einstellungen werden in der Registry abgelegt, um bei Benutzung einer Netzwerk-Installation unterschiedliche Konfigurationen für die einzelnen Workstations zu erlauben.

Die Bildschirm-Auflösung des Client-PC ist im Idealfall etwas höher als beim angerufenen Host (z.B. 1280 x 1024, wenn der Host 1024 x 768 verwendet); nur dann lässt sich der Host-Bildschirm vollständig als Fenster auf dem Client abbilden. Wenn die Auflösung des Client-PC gleich oder kleiner der des Host ist (z.B. beide 1280 x 1024), kann durch Bewegen des Mauszeigers zum Fensterrand ein Hin- und Herschieben des Inhalts erfolgen. Der Auflösungs-Unterschied zwischen Client und Host sollte jedoch maximal etwa 1:2 betragen, da andernfalls der mittlere Bildschirmteil des Hosts im Client nicht erreichbar wäre.

Die Farbtiefe auf dem Client sollte gleich der Host-Farbtiefe oder höher sein, um zu vermeiden, dass Windows Zwischentöne rastert oder einige Farben nicht korrekt darstellen kann. Mehr als 65536 Farben (Hi Color, 16 Bit) sind auf dem Client allerdings unnötig, da WinTel aus Geschwindigkeitsgründen ohnehin nicht mehr überträgt.

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Installation als Update

Die Versionsnummer der Client-Software erfahren Sie im Menü "Hilfe" unter "Info über Client". Sie können bei bestehender Verbindung zu einem Host-PC auch dessen WinTel-Versionsnummer abfragen, indem Sie im Client-Hilfe-Menü "Info über Host" auswählen.

Lokale Update-Installation

Wenn Sie eine neuere Version als Update erhalten, können Sie diese genau wie unter "Host-Installation" oder "Client-Installation" beschrieben durch Starten des SETUP-Programms installieren. Wichtig ist jedoch, dass während der Ausführung von SETUP die Client- oder Host-Software nicht läuft, da geöffnete Programme und Dateien nicht mit der neueren Version überschrieben werden könnten.

Ihre bisherigen Einstellungen (Telefonnummern, Schnittstellen-Konfiguration, Benutzernamen und Passworte) bleiben bei einem Update vollständig erhalten; diese werden in der Registry der jeweiligen Workstation gespeichert.

Fern-Update des Host

Shamrock Software achtet bei der Weiterentwicklung der Software darauf, dass das Übertragungs-Protokoll neuerer WinTel-Versionen mit den vorhergehenden kompatibel bleibt. Beim Client existiert ein eigener Menüpunkt, mit dem Sie einen Host auf den Stand des Client updaten können. Stellen Sie hierzu zuerst die Verbindung her und wählen Sie anschließend im Menü "Aktionen" den Punkt "Update32" aus. Es werden dann die geänderten Host-Dateien übertragen. Die Verbindung wird anschließend automatisch beendet, und es erfolgt ein Neustart des Host-Programms. Dieser Mechanismus funktioniert allerdings nicht, wenn in einem Netzwerk mehrere Workstations das Host-Modul aus einem gemeinsamen Netzwerk-Verzeichnis geladen haben, da offene Programmdateien nicht überschrieben werden können.

Wenn in einem Netzwerk auf mehreren Workstations der 32-Bit-Host aus einem gemeinsamen Server-Verzeichnis geladen wurden, können Sie dem ferngewarteten Kunden den Inhalt der Host-Diskette per manuellem WinTel-Dateitransfer in ein temporäres, leeres Verzeichnis kopieren (nicht direkt in das WinTel-Verzeichnis!). Der Kunde kann dann die neue Host-Version aus diesem Verzeichnis in das bisherige WinTel-Verzeichnis manuell mit SETUP installieren, aber dabei darf der Host nicht laufen, da Windows andernfalls einen Dateizugriffskonflikt melden würde. Nach der Installation kann das temporäre Verzeichnis wieder gelöscht und der Host neu gestartet werden.

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Host-Benutzerverwaltung

Auf dem Host erfolgt die Eingabe der Client-Benutzernamen und zugehöriger Passworte mit dem Programm "Benutzerverwaltung" (es bearbeitet die verschlüsselte Datei WINTEL.INF). Benutzernamen und Passworte können je 8 Zeichen lang sein.

Nach dem Start des Benutzerverwaltungs-Programms müssen Sie sich zunächst mit einem gültigen Benutzernamen und Passwort identifizieren. Bei der Neuinstallation ist folgendes vorinstalliert (bitte achten Sie bei der Eingabe auf die Großschreibung!):

Benutzername:
Passwort:
WINTEL
WINTEL

Sie sollten sich zunächst mit diesem Namen anmelden und dann für sich einen neuen Benutzernamen mit den gleichen Rechten einrichten (insbesondere mit dem Recht zur Benutzerverwaltung!).

Beim Doppelklicken auf einen Benutzer der Liste erscheint der Eintrag mit allen zugehörigen Angaben. Wenn es sich bei dem Benutzer um einen anderen Host handelt, sind die AutoSync-Angaben für den automatischen Dateitransfer relevant. Bei einem Client legen dessen Rechte fest, welche Aktionen er in einer Fernwartungs-Sitzung ausführen darf:

Das Ausschalten des "vollen Verzeichnis-Zugriffs bei Dateitransfer" ist natürlich nur für reine Filetransfer-Benutzer sinnvoll, die keine Fernbedienungs-Berechtigung haben und somit diesen Schutz auch nicht durch fernbedientes Kopieren von einem Verzeichnis in ein anderes umgehen können. Transfers sind dann nur von und in ein dem Client-Benutzernamen entsprechendes privates Verzeichnis unterhalb des WinTel-Directory auf dem Host möglich, z.B. C:\Shamrock\WinTel\Huber\..., wenn der Benutzername des Anrufers "Huber" lautet. Dieses Verzeichnis wird bei der ersten Filetransfer-Aktion des entsprechenden Benutzers automatisch erzeugt.

Wenn die Rechte "Gateway", "Dateien senden" und "Voller Verzeichnis-Zugriff" aktiviert sind, darf der Anrufer beim Verwenden des Hosts als Gateway auch das zum Weiterverbinden (siehe Aktionen-Menü des Client) benutzte Gateway-Telefonbuch anlegen, ändern und erweitern. Abgehende Modem- und ISDN-Verbindungen werden vom Gateway nur dann aufgebaut, wenn der Anrufer das Recht "Wählverbindungen" besitzt, andernfalls kann das Weiterverbinden nur via Netzwerk oder Nullmodemkabel erfolgen. Dies dient als Schutz gegen das eventuell unerwünschte Erzeugen von Telefongebühren durch Gateway-Benutzer.

Das Recht "Benutzerverwaltung" nimmt eine Sonderstellung ein, da es nicht von der Host-Software, sondern vom Benutzerverwaltungs-Programm geprüft wird. Sie können Änderungen der Passworte und Benutzerrechte auch vom Client aus vornehmen, indem Sie das Benutzerverwaltungs-Programm ferngesteuert ausführen. Eine weitere Möglichkeit ist, die Datei WINTEL.INF lokal beim Client mit dem zu diesem Zweck auch dort installierten Benutzerverwaltuns-Programm zu bearbeiten und dann per Filetransfer zum Host zu übertragen.

Auf dem Host gibt es im Menü "Konfiguration" unter "Eigene Identität" auch die Möglichkeit, einen Namen anzugeben (zum Beispiel "Firma Müller"), der dann nach der Anwahl in der Titelzeile des Fernbedienungs-Fensters auf dem Client erscheint, damit man immer sieht, mit wem man verbunden ist. Wenn noch kein Name eingestellt ist, wird er beim Host-Start automatisch erfragt.

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Client-Telefonbuch

Der Telefonbuch-Dialog erscheint automatisch bei jedem Start der Client-Software und ist später in deren Menü "Verbindung" / "Aufbau" zugänglich.

Im Telefonbuch können Sie jedem anzuwählenden Host-PC einen Namen (z.B. "Firma Meier"), einen Schnittstellentyp (z.B. Modem oder ISDN-CAPI) und eine Nummer (z.B. 0911 34245) zuordnen. Der Name braucht nicht mit dem tatsächlich beim Host installierten Namen übereinzustimmen, sondern kann frei gewählt werden. Folgende Knöpfe gibt es im Telefonbuch-Dialog:

Bei einem neuen Eintrag müssen nur der Name und der Schnittstellen-Typ zwingend eingegeben werden. Für einen neuen oder zu bearbeitenden Eintrag werden folgende Felder angeboten:

Bitte achten Sie beim Eintragen von Benutzernamen und Passworten im Client-Telefonbuch auf folgendes:

Da WinTel selbständig anhand der Länge zwischen internen und externen Telefonnummern unterscheiden kann, sollten Sie auch bei Benutzung einer Nebenstellen-Anlage externe Zielnummern stets ohne Amts-Null ins Telefonbuch schreiben. Bitte schreiben Sie ferner die Telefonnummer ohne Klammern um die Vorwahl und ohne Bindestriche oder Schrägstriche: Das Modem würde das nicht verstehen, und auch der ISDN-Treiber käme damit nicht zurecht.


Schnittstellen-Konfiguration

Modem-Konfiguration

WinTel erlaubt Ihnen im Schnittstellen-Dialog, zwei Modem-Konfigurationen zu speichern, beispielsweise für ein normales leitungsgebundenes Modem und für einen mobilen GSM-Datenadapter. Damit können Sie z.B. einen Laptop ohne langwierige Neukonfiguration wahlweise in Ihrer Firma oder unterwegs betreiben. Auch ein externer ISDN-Adapter wird wie ein Modem behandelt. Bei internen oder externen Modems ist im Client bzw. Host folgendes einstellbar:

Gerät: Stellen Sie hier ein, an welcher seriellen Schnittstelle das Modem angeschlossen ist. Falls Windows-Modems installiert sind, erscheinen diese ebenfalls in der Liste; deren Parameter wie Baudrate, Initialisierung und Wählbefehl werden dann aber nicht in WinTel, sondern in der Systemsteuerung eingestellt (die entsprechenden Felder in WinTel sind deshalb nicht benutzbar).

Geschwindigkeit (Baudrate): Stellen Sie hier nicht physikalische Geschwindigkeit des Telefonmodems ein (z.B. 33600 bps = Bits pro Sekunde), sondern mindestens die nächsthöhere (z.B. 38400 oder 57600). 57600 bps sind allerdings nur sinnvoll, wenn die benutzte serielle Schnittstelle mit einem sogenannten FIFO-Chip (First-In-First-Out-Pufferspeicher, Typenbezeichnung 16550) ausgestattet ist, andernfalls treten zu viele Übertragungsfehler auf, und die Geschwindigkeit muss reduziert werden. Im Gegensatz zu anderen Kommunikations-Programmen bringt es bei WinTel nichts, wenn die Schnittstellen-Baudrate wesentlich höher als die Modem-Übertragungsrate ist, da eine modem-interne Kompression wegen der schon in WinTel durchgeführten Datenkompression keinen zusätzlichen Gewinn bringt.

Modem-Initialisierung: Sie können zwei Zeilen zur Modem-Initialisierung angeben. AT Z in der ersten Zeile setzt Standard-Parameter im Modem. In der zweiten wird mit AT &C1 &D2 S0=0 S7=65 erreicht, dass das Modem über die DCD-Leitung meldet, ob die Verbindung hergestellt bzw. beendet wurde (&C1), dass der PC mit der DTR-Leitung auflegen kann (&D2), dass das Modem nicht selbstständig Anrufe entgegennimmt (S0=0) und dass es beim Herstellen der Verbindung nicht vor dem Wähl-Timeout der Software von 60 s aufgibt (S7=65). Bei den meisten heute üblichen Modems sind keine anderen Befehle erforderlich. Sollten dennoch Probleme auftreten, tragen Sie am Schluss der obigen Initialisierungs-Sequenz bitte zusätzlich &K3 oder \Q3 (RTS/CTS-Handshake, vgl. Modem-Handbuch) und \J0 ein (Schnittstellen-Baudrate bleibt unabhängig von der tatsächlichen Übertragungs-Geschwindigkeit konstant).

Wählbefehl: Hier steht der Modembefehl, der der Telefonnummer vorangestellt wird, wenn das Modem entweder direkt an der Amtsleitung angeschlossen ist (sinnvoll: AT DT), oder wenn die Zielnummer eine interne Nummer einer Nebenstellen-Anlage ist (sinnvoll: AT X3 DT, wobei X3 hier dafür sorgt, dass das Modem auch dann wählt, wenn beim Abheben des Hörers eines Telefons kein Dauerton zu hören ist, sondern der für Nebenstellen-Anlagen typische unterbrochene Ton).

Wählbefehl Amt: Dieser Modembefehl wird der Telefonnummer vorangestellt, wenn das Modem intern an einer Nebenstellen-Anlage angeschlossen ist und die Zielnummer eine externe Nummer ist. Meist ist dafür AT X3 DT 0 W zweckmäßig: Mit X3 wählt das Modem auch dann, wenn es keinen Amts-Dauerwählton hört, DT sorgt wieder für Ton- statt Impulswahl, die 0 (Null) holt vor der eigentlichen Rufnummer ein Amt, und mit W wartet das Modem anschließend, bis der Amts-Dauerwählton zu hören ist, bevor es weiterwählt. Sie können diesen Parameter auch verwenden, damit abgehende Rufe einen bestimmten Telefon-Provider benutzen, beispielsweise "AT X3 DT 0W 01013" für Tele2.

Maximale Länge interner Nummern: Wenn das Modem direkt an einer Amtsleitung angeschlossen haben, tragen Sie hier 0 ein, dann wird immer der normale "Wählbefehl" ohne zusätzliche Amtshol-Null benutzt. Beim Anschluss innerhalb einer Nebenstellenanlage können Sie hier z.B.3 eintragen. Das bedeutet, dass für Nummern mit bis zu drei Ziffern der "Wählbefehl" benutzt wird, bei längeren Nummern dagegen der "Wählbefehl Amt".

Anrufannahme: WinTel benutzt den Befehl AT A nach dem Erkennen des Klingelns, um einen Anruf anzunehmen. Das Klingeln wird beim 32-Bit-Host an der Schnittstellenleitung RI erkannt. (Benutzen Sie nicht die Anweisung AT S0=1, da das Modem in diesem Fall einen Anruf auch dann annehmen würde, wenn WinTel gerade mit einer Verbindung auf einer anderen Schnittstelle beschäftigt ist!)

Trennen bei Inaktivität (nur Client): Hier können Sie einstellen, nach wievielen Sekunden der Client auflegt, wenn Sie die Fernbedienung nicht mehr benutzen und auch kein Dateitransfer läuft. Damit wird verhindert, dass die Verbindung weiterhin Kosten verursacht, ohne dass Sie es bemerken, weil Sie z.B. das Client-Fenster auf Ihrem PC minimiert haben oder eine andere Applikation im Vordergrund ist.

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ISDN-CAPI-Konfiguration

Zum Ansprechen von ISDN-Karten oder ISDN-USB-Adaptern der hersteller-unabhängige CAPI-2.0-Standard benutzt (Common Application Program Interface). Dabei wird ein herstellerspezifischer Treiber CAPI2032.DLL vorausgesetzt, der sich im Windows-Unterverzeichnis SYSTEM befinden sollte und mit dem ISDN-Adapter automatisch installiert wird.

ISDN-Karten sollten vorzugsweise via CAPI und nicht als virtuelles Windows-Modem (z.B. AVM-CapiPort) angesprochen werden. Die CAPI-Schnittstelle erlaubt eine deutlich höhere Geschwindigkeit und erlaubt auch das Protokollieren von Anrufer-Nummern. Zur Nutzung spezieller ISDN-Protokolle wie V.110 (für GSM-Gegenstellen) können Sie jedoch ein CapiPort-Modem mit entsprechenden Initialisierungs-Befehlen in der Windows-Systemsteuerung einsetzen (siehe CapiPort-Hilfe).

MSN ankommend: Diese MSN (Multiple Subscriber Number) ist die eigene Rufnummer, auf die bei ankommenden Anrufen reagiert werden soll. Wenn Sie eine ISDN-Karte direkt am Amts-Anschluss (also nicht als Nebenstelle einer Anlage) betreiben, müssen Sie Ihre Amts-Rufnummer ohne Ortsvorwahl als MSN eingeben; das ist eine von Ihren typischerweise drei ISDN-Rufnummern, z.B. 93485. Sie können sogar zur Datenübertragung mit WinTel dieselbe Rufnummer wie die eines Telefons oder einer Voicemailbox wie CapiCall benutzen, da die Art des Anrufs (Sprache oder Daten) anhand der ISDN-Dienstekennung eindeutig unterschieden werden kann. Falls Sie die richtige MSN noch nicht wissen, z.B. in einer Nebenstellenanlage, tragen Sie hier zunächst nur einen Stern * ein; nach der ersten Verbindung steht die echte MSN dann im Protokoll.

MSN abgehend: Die eigene Rufnummer, die bei abgehenden Rufen der Vermittlung oder der Nebenstellenanlage signalisiert werden soll. Es gelten dieselben Regeln wie für "MSN ankommend". In den meisten Fällen werden Sie für beide Einträge dieselbe MSN benutzen. Manche Nebenstellen-Anlagen lassen allerdings je MSN nur eine Verbindung (d.h. einen B-Kanal) zu. Wenn Sie einen Host als Gateway betreiben, müssen Sie deshalb eventuell für die abgehende MSN eine andere Nebenstellen-Nummer eintragen als für die ankommende MSN. Bei direktem Amtsanschluss der ISDN-Karte kann das Feld "MSN abgehend" auch leer bleiben; bei den meisten Nebenstellen-Anlagen ist aber das Eintragen einer gültigen Nebenstellen-Nummer zwingend erforderlich, da sonst kein abgehender Anruf möglich ist.

Amtsholung: Hier tragen Sie die Ziffern ein (typischerweise eine Null), die vor die eigentliche Telefonnummer gestellt werden müssen, wenn Sie die ISDN-Karte als Nebenstelle in einer Telefonanlage angeschlossen haben und die Zielnummer den bei "maximale Länge interner Nummern" angegebenen Wert überschreitet. Wenn letzterer 0 ist, wird der Parameter "Amtsholung" ignoriert. Sie können den Parameter auch verwenden, damit abgehende Rufe einen bestimmten Telefon-Provider benutzen, beispielsweise "001013" für Tele2.

Maximale Länge interner Nummern: Wenn Sie die ISDN-Karte direkt an einer Amtsleitung angeschlossen haben, tragen Sie hier 0 ein, dann werden die bei "Amtsholung" eingetragenen Ziffern ignoriert. Beim Anschluss innerhalb einer Nebenstellenanlage können Sie hier z.B.3 eintragen. Das bedeutet, dass für Nummern mit bis zu drei Ziffern keine Amtsholung benutzt wird.

Trennen bei Inaktivität (nur Client): Hier können Sie einstellen, nach wievielen Sekunden der Client auflegt, wenn Sie die Fernbedienung nicht mehr benutzen und auch kein Dateitransfer läuft. Damit wird verhindert, dass die Verbindung weiterhin Kosten verursacht, ohne dass Sie es bemerken, weil Sie z.B. das Client-Fenster auf Ihrem PC minimiert haben oder eine andere Applikation im Vordergrund ist.

Anrufnummern-Filter: Dieses Feld können Sie einfach leer lassen. Wenn Sie aber möchten, dass ein Anruf nur von bestimmten Nummern oder Nummernbereichen akzeptiert wird, können Sie hier diese Nummern oder auch deren Anfangsziffern eintragen; bei Telefonanlagen ggf. mit einer zusätzlichen Null, falls diese von der Anlage der gemeldeten Anrufernummer vorangestellt wird. Es ist auch möglich, mehrere Nummern(-bereiche) mit Kommas als Trennzeichen anzugeben. Beispielsweise werden mit 089,030 nur Anrufe aus München und Berlin akzeptiert.

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Externe ISDN-Adapter

Externe ISDN-Adapter, die an eine serielle Schnittstelle des PC angeschlossen werden (z.B. ISDN-TL von Elsa), werden wie analoge Modems mit AT-Befehlen angesprochen. Die erforderlichen Initialisierungs-Einstellungen zum Setzen der MSN (eigene Rufnummer) entnehmen Sie bitte dem Handbuch des jeweiligen Herstellers, da diese nicht herstellerunabhängig standardisiert sind.

Als Schnittstellen-Baudrate sollten Sie 115200 Bd wählen. Wenn Sie mit einem externen ISDN-Adapter eine Verbindung zu einem Rechner aufbauen, der mit einer internen ISDN-Karte ausgestattet ist, müssen Sie eventuell ersteren mit einem passenden AT-Initialisierungs-Befehl auf das passende ISDN-Datenprotokoll einstellen, das WinTel bei ISDN-Karten benutzt, nämlich B2 = X.75, B3 = transparent, Paketlänge max. 2 KByte. Bei den meisten ISDN-Adaptern (z.B. Elsa-TL) ist dieses Protokoll fabrikmäßig voreingestellt.

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Nullmodem-Kabel

Zum direkten Verbinden zweier PCs können Sie ein Nullmodem-Kabel benutzen. Meist sind folgende Leitungen über Kreuz verbunden: RXD/TXD, RTS/CTS, DTR/DSR. Die GND-Anschlüsse beider Enden müssen durchverbunden sein. Für WinTel genügen auch Kabel, die lediglich RXD/TXD kreuzen und GND durchverbinden, aber die Steuerleitungen unbeschaltet lassen.

In der Software-Konfiguration müssen für Nullmodem-Verbindungen lediglich zwei Angaben gemacht werden:

Schnittstelle (COM-Port): Wie bei Modems. Bitte beachten Sie auch hier, dass die gleichzeitige Benutzung desselben Interrupts durch zwei Schnittstellen nicht möglich ist.

Baudrate: Normalerweise ist hier der Wert 57600 bps sinnvoll, je nach Kabellänge sind bis zu 115200 bps möglich. Bei älteren Rechnern, die z. T. noch keine FIFO-Chips für serielle Schnittstellen besitzen, sowie bei sehr langen Kabeln kann es erforderlich sein, eine geringere Geschwindigkeit einzustellen.

Trennen bei Inaktivität (nur Client): Hier können Sie einstellen, nach wievielen Sekunden der Client auflegt, wenn Sie die Fernbedienung nicht mehr benutzen und auch kein Dateitransfer läuft.

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Netzwerk-Konfiguration

WinTel stellt zwei Mechanismen für Netzwerkverbindungen zur Verfügung, nämlich TCP/IP (heute am häufigsten benutzt) und NetBIOS (letzteres erlaubt beispielsweise auch Verbindungen über NetBEUI- und IPX/SPX-Netzwerke).

TCP/IP

TCP/IP-Port: Voreingestellt ist die Portnummer 4711. Die Nummer sollte über 1024 liegen (darunter liegende Portnummern sind für andere Zwecke reserviert und standardisiert) und muss auf beiden Seiten der Verbindung übereinstimmen. Wir empfehlen, den Wert nicht zu ändern. Der Port muss ggf. auch in der Firewall freigegeben werden.

Trennen bei Inaktivität (nur Client): Hier können Sie einstellen, nach wievielen Sekunden der Client auflegt, wenn Sie die Fernbedienung nicht mehr benutzen und auch kein Dateitransfer läuft. Wie auch bei den anderen Verbindungstypen werden nicht Änderungen des Bildschirminhalts als Aktivität gewertet, sondern nur Tastendrücke, Mausklicks und Dateitransfers.

Bei Verwendung eines DSL-Routers o.ä. sollte sichergestellt werden, dass von außen kommende Verbindungen für diesen Port auf den richtigen Rechner weitergeleitet werden (Port-Forwarding im Router). Falls unterschiedliche Hosts im Ziel-Netz ferngewartet werden sollen, kann man dafür den Gateway-Modus von WinTel verwenden und sich per NetBIOS-Verbindung vom Einwahlrechner zum Zielrechner weiterverbinden lassen.

Im Telefonbuch von WinTel kann für ein TCP/IP-Gegenstelle entweder eine IP-Adresse (z.B. 192.168.1.12), ein lokaler Rechnername ohne Punkt (z.B. SERVER1) oder, sofern vorhanden, ein im Domain Name System (DNS) existenter Name verwendet werden (z.B. donald15.dyndns.org), so dass der Rechner aus dem gesamten Internet anwählbar ist. Optional kann dahinter nach einem Doppelpunkt auch ein Port angegeben werden.

NetBIOS

Dieser Menüpunkt dient zum Einstellen der NetBios-Parameter für Verbindungen innerhalb eines lokalen Netzwerks oder für Modem- und ISDN-Verbindungen über das Windows-DFÜ-Netzwerk. WinTel kann Verbindungen über NetBEUI, IPX/SPX und TCP/IP benutzen, soweit diese Protokolle von den installierten Netzwerktreibern unterstützt werden. Im Gegensatz zu TCP/IP kann NetBIOS allerdings nicht über Router eingesetzt werden.

Eigener Name: Hier ist ein Netzwerk-Name mit bis zu 15 Stellen einzutragen, der von WinTel intern zur Adressierung benutzt wird. Sie können den beim Host eingetragenen Namen dann beim Client als Telefonbuch-Adresse benutzen, um den Host via Netzwerk anzurufen. (Die hier benutzten Namen müssen im Netz eindeutig sein und brauchen im Server nicht als Benutzernamen eingetragen zu werden.)

Adapternummer: Tragen Sie hier 0 für das in der Systemsteuerung/Netzwerk/Protokoll als "Standard" deklarierte Protokoll ein, oder 7 für ein alternatives Protokoll. (32-Bit-Versionen von Windows benutzen die Adapternummer 0 für das Standard-Protokoll und für sonstige dann Nummern von 7 abwärts. Falls Sie das "DFÜ-Netzwerk" von Windows benutzen möchten, müssen Sie vor dem Start von WinTel erst die DFÜ-Verbindung aufbauen, da die zugehörige Adapternummer erst dann angesprochen werden kann.)

Trennen bei Inaktivität (nur Client): Hier können Sie einstellen, nach wievielen Sekunden der Client auflegt, wenn Sie die Fernbedienung nicht mehr benutzen.

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Mehrere Ports gleichzeitig

Der WinTel-Host kann auf mehreren Ports gleichzeitig "hören", aber zu einer Zeit nur eine Verbindung bedienen. (Es wäre ja auch nicht besonders sinnvoll, wenn mehrere Clients gleichzeitig denselben PC fernbedienen oder sich bei Dateitransfers in die Quere kommen würden.)

Wenn Sie beispielsweise in der Schnittstellen-Konfiguration die Kästchen "ISDN", "Modem 1", "Modem 2" und "TCP/IP" aktivieren, kann der Host einen Ruf auf jedem dieser Ports annehmen. So kann der Host wechselweise z.B. via ISDN, Modem, GSM-Adapter oder Netzwerk angerufen werden. (Der Port "Direktverbindung" wird ignoriert, wenn er gleichzeitig mit "Modem 1" oder "Modem 2" aktiviert ist und dabei derselbe COM-Port wie bei einem dieser Modems benutzt wird.)

Bitte achten Sie darauf, dass Sie die jeweiligen Schnittstellen korrekt konfiguriert haben, bevor Sie sie aktivieren, also z.B. den COM-Port bei Modems, die eigene Rufnummer bei ISDN oder den eigenen Namen im Netzwerk.


Benutzen von WinTel

Verbinden und Trennen

Um eine Verbindung vom Client zum Host aufzubauen, können Sie Im Client-Menü "Verbindung" mit "Aufbau", anschließender Auswahl eines Eintrags aus dem Telefonbuch und Klicken auf den Knopf Anwahl die Verbindung zu einem Host herstellen. Beim Start des Clients erscheint automatisch immer gleich das Telefonbuch. Von hier gelangen Sie mit Bearbeiten auch zur Schnittstellen-Konfiguration der den Hosts zugeordneten Telefonbuch-Einträge.

Alternativ können Sie die Verbindung auch vom Host zum Client aufbauen. Dazu gibt es im Client-Menü "Verbindung" den Punkt "Auf Anruf warten" und im Host-Menü "Programm" den Punkt "Client anrufen". Ein Telefonbuch gibt es hier nicht, sondern es wird ggf. die zuletzt benutzte Nummer erneut angeboten.

Falls in der Client-Konfiguration unter "Zugangsdaten" Ihr Benutzername und Passwort nicht eingetragen sind, werden Sie noch vor dem Verbindungsaufbau danach gefragt. Falls diese Daten zwar eingetragen, aber für den angewählten Host nicht gültig sind (siehe dortige Benutzerverwaltung), werden Sie nach dem Herstellen der Verbindung danach gefragt. Wenn dann in diesem Dialog 20 Sekunden lang keine Eingabe erfolgt, wird die Verbindung wieder beendet.

Was auf dem Client-Bildschirm nach dem Herstellen der Verbindung zu sehen ist, hängt von den Rechten ab, die dem jeweiligen Benutzer in der Benutzerverwaltung des Host-PC zugewiesen wurden. Wenn eine Fernbedienung erlaubt wurde, erscheint der Host-Bildschirm im WinTel-Fenster des Client-PC. Wenn die Fernbedienung gesperrt ist und nur ein Dateitransfer möglich ist, erscheint sofort der Dateitransfer-Dialog. Falls Sie auf dem Host nur ein Gateway-Recht haben, erscheint das Gateway-Telefonbuch zum Weiterverbinden (siehe Aktionen-Menü).

Falls die Auflösung des Client-Bildschirms gleich oder kleiner gegenüber der des Host-PC ist, sehen Sie den Host-Bildschirm nicht ganz vollständig. Bewegen Sie den Mauszeiger zum Fensterrand (oben, unten, rechts, links), dann verschiebt sich der Bildinhalt passend in diese Richtung.

Um später die Verbindung zu beenden, haben Sie im Client-Menü "Verbindung" folgende Möglichkeiten:

Bei einem ISDN-Rückruf sucht der angerufene Host die vom Client gemeldete Rufnummer in der Benutzerverwaltung. Wenn sie dort gefunden wird (ggf. auch in abgekürzter Form, z.B. ohne Nebenstellen-Durchwahl) und der zugehörige Client das Benutzerrecht "C" für ISDN-Callback hat, nimmt der Host den "Lockruf" erst gar nicht an, sondern ruft den Client unter der gemeldeten Nummer nach wenigen Sekunden zurück. Deshalb ist ein solcher Rückruf für den Client völlig gebührenfrei. Obwohl hier die via ISDN gemeldete echte Rufnummer vom Host zurückgerufen wird, muss dennoch im Client-Telefonbuch eine Rückrufnummer für diesen Host eingetragen sein, damit der Rückruf-Mechanismus im Client überhaupt aktiviert wird.

Im Client-Menü "Hilfe" können Sie unter "Info über Host" nach dem Herstellen der Verbindung jederzeit nachsehen, welche Rechte Sie mit dem aktuellen Benutzernamen auf diesem Host haben (z. B. Fernbedienung, Dateitransfer, Gateway). Ferner sehen Sie dort auch, mit welcher Windows-Version der Host arbeitet.

Im Hauptmenüpunkt "Protokoll", den es sowohl im Client-Modul als auch beim Host und in der Benutzerverwaltung des Host-PC gibt, können Sie später zurückverfolgen, welche Verbindung zu welcher Zeit abgewickelt wurde. Unter "Optionen" wird eingestellt, was überhaupt protokolliert werden soll. "Ansehen" zeigt das Protokoll, und "Löschen" löscht es. Um diese Aktionen ferngesteuert in der Benutzerverwaltung des Host durchführen zu können, muss der Client das Benutzerverwaltungs-Recht haben.

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Das Aktionen-Menü

Im Client können Sie sich unter "Aktionen" je nach den Benutzer-Rechten, die in der Benutzerverwaltung des angerufenen Hosts für Ihren Client-Namen konfiguriert sind, nach Herstellen einer Verbindung zum Host zu einem anderen Host weiterverbinden lassen, eine solche Gateway-Verbindung wieder trennen, den Bildschirm neu holen oder Dateien übertragen.

Weiterverbinden: Wenn Sie laut Host-Benutzerverwaltung das Recht haben, den angewählten Host als Gateway zu verwenden, können Sie sich von ihm zu einem anderen Host weiterverbinden lassen. Beispielsweise können Sie sich via ISDN oder Modem in einen Host einwählen, der mit einer Netzwerkkarte ausgestattet ist, und sich innerhalb des dortigen Netzwerks zu einem anderen PC weiterverbinden lassen.

Client ------Wählleitung------> Gateway -Netzwerk-> Host

Beim Menüpunkt "Weiterverbinden" erscheint zunächst das Gateway-Telefonbuch. Sie können vom Client aus Einträge erzeugen oder ändern, wenn Sie bei dem als Gateway benutzten Host ein globales Datei-Senderecht haben (Rechte S und V in der Host-Benutzerverwaltung). Mit dem Recht W (Wählverbindungen) können Sie beim Host auch gebührenpflichtige Gateway-Verbindungen via Modem und ISDN aufbauen, andernfalls nur Netzwerkverbindungen.

Das Weiterverbinden ist unter anderem in folgenden typischen Kombinationen möglich, vorausgesetzt, die jeweiligen Ports (Modem, ISDN, Netzwerk, Direktverbindung) sind beim Gateway-Host vorhanden und konfiguriert:

Client -> Gateway Gateway -> Host Anmerkung
Modem, ISDN TCP/IP, NetBIOS Mehrere Hosts in lokalem Netzwerk mit zentralem Modem oder zentraler ISDN-Karte
TCP/IP, NetBIOS Modem, ISDN Mehrere Clients in lokalem Netzwerk mit zentralem Modem oder zentraler ISDN-Karte
TCP/IP NetBIOS Einwahl via Internet-Router mit TCP/IP, Weiterverbinden im Host-LAN via NetBIOS
Modem ISDN Gateway ermöglicht Modem- zu ISDN-Verbindungen
ISDN Modem Gateway ermöglicht ISDN- zu Modem-Verbindungen

Prinzipiell sind auch Verbindungen über mehrere Gateways hinweg möglich. Beispielsweise können Sie vom Client eine lokale Netzwerkverbindung zu einem Gateway-Host innerhalb Ihrer Firma aufbauen, der seinerseits via Modem oder ISDN (Wählleitung) einen Gateway-Host bei einem Kunden anruft. Von diesem kann dann die Verbindung über das dortige lokale Netzwerk des Kunden zum endgültigen Host aufgebaut werden, um letzteren fernzubedienen:

Client -Netzwerk-> Gateway 1 -Wählleitung-> Gateway 2 -Netzwerk-> Host
 

1. Teilstück

  2. Teilstück   3. Teilstück

Ein Rückruf ist allerdings immer nur auf dem ersten Teilstück möglich, d.h. zwischen Client und erstem Gateway. Sie sollten auch bedenken, dass Fernbedienung und Dateitransfers etwas langsamer werden können, wenn mehrere Gateways beteiligt sind.

Gateway trennen: Hiermit wird nach "Weiterverbinden" die sekundäre Verbindung zwischen Gateway und zweitem Host getrennt. Die Verbindung zwischen Client und Gateway wird aber noch aufrechterhalten, solange Sie diese nicht im Menü "Verbindung" ebenfalls trennen. Sie können nun entweder den Gateway-PC als Host benutzen und ihn fernbedienen, oder sich im Aktionen-Menü wieder zu einem Host weiterverbinden lassen. Wenn Sie auf dem Host ohnehin nur ein Gateway-Recht haben, erscheint automatisch wieder das Gateway-Telefonbuch. Bei einer Verbindung über mehrere Gateways hinweg wird mit "Gateway trennen" immer nur das jeweils letzte, im obigen Beispiel das dritte Teilstück der Verbindung getrennt. Sie können den Menüpunkt in diesem Fall ein zweites Mal anwählen, um auch das zweite Teilstück, also die Verbindung zwischen erstem und zweitem Gateway zu trennen. Das erste Teilstück kann immer nur über das Menü "Verbindung" getrennt werden.

Bildschirm neu holen: Wenn Sie feststellen, dass Teile des Bildschirms aufgrund von Übertragungs-Problemen unsinnige Inhalte aufweisen, können Sie mit diesem Menüpunkt die erneute Übertragung des kompletten Host-Bildschirms zum Client erzwingen.

Spezialtasten: Einige Tasten und Tastenkombinationen werden auf dem Client nur lokal ausgeführt (siehe Abschnitt Spezial-Tasten). Über dieses Menü haben Sie die Möglichkeit, Tasten wie Druck oder Alt-Druck auf dem Host auszuführen.

Update32: Dieser Menüpunkt im Aktionen-Menü erscheint nur beim 32-Bit-Client. Er dient zum automatisierten Update eines 32-Bit-Host, sofern dieser als Versionsnummer 1.15 oder höher besitzt. Dazu dient eine Datei UPDATE32.JOB. Wenn Sie den Menüpunkt im Offline-Zustand anwählen, wird der Inhalt dieser Datei im Texteditor angezeigt. Im Verbindungs-Zustand (online) werden die darin enthaltenen Übertragungsbefehle ausgeführt; deren Format entspricht der Datei TRANSFER.JOB.

Dateitransfer: Hier erscheint ein Fenster, in dessen linker Hälfte ein Datei-Verzeichnis Ihres Client-PC und rechts ein Directory des Host-PC erscheint. Sie können einzelne Einträge durch Anklicken markieren. Wenn Sie dabei die Strg-Taste gedrückt halten, können Sie auch mehrere Einträge einzeln auswählen. Bei gedrückter Shift-Taste werden auch alle Einträge zwischen den angeklickten markiert. In der Menüleiste steht links oben "Lokal" und rechts oben "Host". In beiden Menüs finden sich die folgenden Punkte, die sich dann jeweils auf die markierte(n) Datei(en) des lokalen Client bzw. des entfernten Host-PC beziehen:

Sie können aber auch einfach die Knöpfe >> oder << oberhalb der Verzeichnisfenster anklicken, um die markierten Dateien zum Host zu senden oder von dort zu holen. Der Knopf Alles abbrechen beendet alle Dateitransfers in beiden Richtungen sofort; bereits vollständig übertragene Dateien bleiben aber erhalten.

Durch Doppelklicken auf ".." können Sie eine Verzeichnisebene nach oben gehen bzw. mit einem Doppelklick auf einen Verzeichnsnamen nach unten. Bei jedem Verzeichniswechsel versucht WinTel, die linke (lokale) und rechte (entfernte) Liste zu synchronisieren, wenn das angewählte Verzeichnis auf beiden Seiten existiert.

Bei der Übertragung von Dateien haben Sie in einer dann erscheinenden Eingabezeile noch die Möglichkeit, die Datei auf dem Zielrechner anders zu benennen als auf dem Quellsystem oder ihr einen anderen Pfad zuzuordnen. Ferner können Sie bei Bedarf folgende Optionen ankreuzen:

Nur geänderte Dateien werden übertragen; wenn WinTel feststellt, dass Datei-Datum, -Uhrzeit und -Länge bei Host und Client exakt übereinstimmen, wird die Datei nicht wirklich übertragen. Das spart ganz erheblich Zeit, wenn Sie einfach alle Dateien in einem Verzeichnis mit <Shift>-<Bild unten> zur Übertragung markiert haben, obwohl einige Dateien auf der Gegenseite schon existieren. (Auch die Netzwerk-Treiber in Windows benutzen dieses Verfahren, um bei Dateien im lokalen Cache zu prüfen, ob diese überhaupt neu vom Server geholt werden müssen.) Wenn Sie erreichen wollen, dass eine Datei trotzdem übertragen wird, müssen Sie sie auf dem Zielrechner erst löschen.

Sie können das Filetransfer-Dialogfenster schließen, nachdem Sie die Transfer-Aufträge erzeugt haben, und mit der Fernbedienung fortfahren. Rechts oben sehen Sie ein Statusfenster, das Sie über den Fortschritt der im Hintergrund laufenden Datei-Übertragung informiert. Sie sehen dort auch die aktuelle Transferrate (cps = characters/bytes per second); wenn "CPS" hierbei groß geschrieben ist, ließen sich die Daten nicht weiter komprimieren, bei kleinem "cps" führte WinTel eine Kompression durch.

Falls die Option "Voller Verzeichniszugriff" für Ihren Namen in der Benutzerverwaltung des Host-PC deaktiviert ist, können Sie nur Ihren privaten Host-Pfad und darunterliegende Verzeichnisse anwählen, also beispielsweise "C:\WinTel\Huber\...", wenn Ihr Benutzername "Huber" lautet. Falls andere Benutzer auf dasselbe Verzeichnis zugreifen soll, richten Sie in der Datei WINTEL.INI auf dem ferngewarteten Host einen Abschnitt [AliasDirectory] ein und schreiben darunter eine oder mehrere Alias-Zeilen ein, z.B. so:
[AliasDirectory]
Meier=Huber
Schmidt=Huber
Damit greifen auch die Benutzer Huber und Schmidt auf das Unterverzeichnis Huber zu.

Sende Zwischenablage: Der Clipboard-Text des lokalen PC wird in die Zwischenablage des entfernten Host kopiert. Damit können Texte bis 2000 Zeichen Länge übertragen werden. Um beispielsweise einen Text von einem lokalen Editor in den Host-Editor einzufügen, geht man so vor:
1. Text lokal mit der Maus kopieren und Strg+C drücken oder im Editor-Menü "Kopieren" auswählen.
2. Im WinTel-Client aus dem Aktionen-Menü "Sende Zwischenablage" auswählen.
3. Ferngesteuert im host-seitigen Editor Strg+V drücken oder aus dem Editor-Menü "Einfügen" auswählen.

Hole Zwischenablage: Der Clipboard-Text des Host-PC wird in die lokale Zwischenablage kopiert. Das Vorgehen entspricht dem Senden der Zwischenablage in umgekehrter Reihenfolge.

Weitere Menüpunkte im Aktionenmenü können Sie wie bei "Update32" durch Erzeugen passender .JOB-Dateien selbst generieren, deren Format wiederum der Datei TRANSFER.JOB entsprechen muss. Der Name vor .JOB wird als Menütext im Aktionen-Menü angezeigt, sobald der Client neu gestartet wird.

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Spezial-Tasten und DOS

ALT-Tastenkombinationen werden nicht lokal ausgeführt, da sie während der Fernbedienung zum Host weitergereicht werden, solange der WinTel-Client im Vordergrund ist (z. B. ALT-D = Datei-Menü einer Host-Applikation). Deshalb kann man die lokalen Menüs und Dialoge des Client nicht über die Tastatur, sondern nur über die Maus bedienen.

Windows-Spezialtasten

Einige andere Tasten und Tastenkombinationen werden dagegen immer lokal ausgeführt und deshalb während der Fernbedienung nicht vom WinTel-Client zum Host übertragen:

Somit bleibt beispielsweise die Möglichkeit auf dem Client erhalten, mit Alt-Esc lokal zwischen Applikationen zu wechseln. Um auf dem Host-PC fernbedient zwischen Applikationen umzuschalten, können Sie in Windows die Task-Leiste benutzen. Ferner stehen im Aktionen-Menü unter "Spezialtasten" die wichtigsten Tasten und Tastenkombinationen zur ferngesteuerten Ausführung auf dem Host zur Verfügung.

DOS-Anwendungen

Sie können mit WinTel nicht nur Windows-Applikationen fernbedienen, sondern auch DOS-Befehle in einem Fenster ausführen - allerdings nicht als Vollbild, da die Bildschirm-Übertragung in WinTel grundsätzlich grafikorientiert arbeitet.

Bedenken Sie bitte, dass die Fernbedienung von DOS-Applikationen mit einem Windows-Programm immer eine Notlösung ist und in jedem Falle erheblich langsamer sein wird als die Verwendung eines echten DOS-Fernwartungsprogramms wie Teleservice von Shamrock Software. Wenn Sie mit WinTel z.B. eine Batch-Datei fernbedient ändern möchten, benutzen Sie deshalb möglichst nicht den DOS-Editor EDIT, sondern den Windows-Editor.

Im DOS-Fenster von Windows NT, 2000, XP, 2003, Vista, 2008, 7 lassen sich mit WinTel alle DOS-Befehle wie DIR oder COPY, aber keine wirklichen DOS-Applikationen fernbedienen. Der Grund ist die andere Tastatur- und Maus-Behandlung von NT-DOS-Fenstern gegenüber 95/98. Auch die Umschaltung mit Alt-Enter von einem versehentlich aktivierten DOS-Vollbild in die von WinTel benutzbare Fensterdarstellung funktioniert weder lokal am Host, noch fernbedient, noch automatisch. Lediglich der (ggf. blind eingetippte) DOS-Befehl EXIT hilft in dieser Situation. Es ist deshalb nur eingeschränkt sinnvoll, DOS-Fenster auf einem NT-Host fernzubedienen.

In einem DOS-Fenster von Windows 95 und 98 lassen sich dagegen auch MS-DOS-Applikationen über die Tastatur und die Maus fernbedienen. Die Maus funktioniert in einer DOS-Box auch lokal auf dem Host natürlich nur dann, wenn auch ein passender Maustreiber geladen ist. Und genau wie bei lokaler Bedienung bestimmt der DOS-Tastaturtreiber des Host-PC, welche Taste welches Zeichen liefert. Deshalb sollte auf Client- und Host-PC einheitlich z.B. die deutsche Tastenbelegung aktiviert sein. Der Treiber WinTel.vxd wird unter Windows 95 oder 98 automatisch versuchen, eine als Vollbild angezeigte DOS-Box in den Fenster-Modus zurückzuschalten, indem er die Tastenkombination Alt-Enter simuliert.

Es kann sein, dass AltGr-Tastenkombinationen zum Erzeugen von Sonderzeichen (z.B. AltGr-ß für "\") in einer fernbedienten DOS-Box nicht funktionieren, obwohl sie in Windows-Applikationen korrekt arbeiten. Sie können das Zeichen "\" trotzdem erzeugen, indem Sie die ALT-Taste gedrückt halten, die Ziffern 92 auf dem numerischen Tastenblock eintippen und dann die ALT-Taste wieder loslassen. Ebenso können Sie mit ALT-64 das Zeichen "@" erzeugen.

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Der Maus-Cursor

Wenn Sie während der Fernbedienung die Maus des Client-PC bewegen, dann bewegt sich der Maus-Pfeil lokal wie gewohnt, und der Maus-Cursor des Host-PC folgt mit geringer Verzögerung. Auch das Scroll-Rad (falls vorhanden) ist benutzbar, wenn auch das Rollen des Bildschirms prinzipbedingt bei der Fernsteuerung etwas verzögert wirkt.

Umgekehrt können Sie jemandem sozusagen über die Schulter sehen, wenn er am Host-PC arbeitet. Da die Maus-Cursor-Übertragung aber nur vom Client zum Host und nicht umgekehrt erfolgt (eine Endlosschleife wäre die Folge!), sehen Sie in diesem Fall die Mausbewegungen allerdings nicht: Ihr eigener Client-Mauszeiger spiegelt immer die Position Ihrer eigenen Maus wider.

WinTel überträgt alle Standard-Cursor-Formen von Windows. Wenn der Host seinen "Beschäftigt"-Cursor anzeigt, sieht man auf dem Client jenen Cursor, der lokal für "Beschäftigt" konfiguriert ist (z.B. eine Sanduhr), und dieser muss nicht notwendigerweise dieselbe Form wie beim Host haben. Animierte und andere applikations-spezifische Cursor-Arten werden auf dem Client als Standard-Cursor dargestellt, um die Fernbedienung nicht unnötig zu verlangsamen.

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Tipps für schnelles Arbeiten

Auf die Geschwindigkeit der Fernbedienung haben Sie selbst mit ein paar einfachen Maßnahmen erheblichen Einfluss. Wenn Ihnen das Arbeiten etwas zäh vorkommt, helfen oft die folgenden Tipps:


Beenden von Windows

Es ist nicht möglich, während einer Fernwartungs-Verbindung Windows zu beenden und neu zu starten, ohne dass die Verbindung dabei verloren geht - weder auf dem Host- noch auf dem Client-PC.

In Windows NT, 2000, XP, 2003, Vista, 2008, 7 erscheint bei "Beenden" die gewohnte Dialog-Box mit den Optionen Abmelden, Herunterfahren, Neu starten, Standby. Hier ist normalerweise nur "Neu starten" sinnvoll, da in allen anderen Fällen der Host-Rechner nur noch lokal bedient werden kann.

Unter Windows 95/98 können Sie wie gewohnt über das Start-Menü ferngesteuert "Beenden" und dann "Neu starten" auswählen. Die Verbindung wird getrennt und der Host-Rechner neu gestartet.

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Optimierungs-Parameter

Im Vergleich zu einem DOS-basierten Fernwartungsprogramm wie Teleservice von Shamrock Software, das lediglich 25 Zeilen mit je 80 Zeilen auf dem Bildschirm prüfen und Änderungen übertragen muss, sind bei einer grafik-basierenden Fernwartungs-Software ausgefeilte Strategien nötig, um trotz des riesigen Bildspeichers eine halbwegs flotte Fernbedienung zu ermöglichen. Beispielsweise erfordert eine Auflösung von 800 mal 600 Punkten mit 256 Farben die Übertragung von 480.000 Byte für ein einziges Bild, was selbst via ISDN mit 64 kbit/s (8000 Byte/s) noch eine Minute dauern würde. WinTel benutzt folgende Mechanismen, um diese Zeit zu reduzieren:

  1. Es werden nur die Teile des Bildschirms übertragen, die sich tatsächlich geändert haben.
  2. Aufeinanderfolgende gleiche Farb-Pixel werden per Lauflängen-Codierung zusammengefasst (RLE, run-length encoding).
  3. Aufeinanderfolgende gleiche Muster werden per Lempel-Ziv-Kompression zusammengefasst.
  4. True-Color-Grafiken (24 oder 32 bit) werden auf Hi Color (16 bit) reduziert.
  5. Hintergrund-Grafiken auf dem Host-Desktop werden während der Fernwartung standardmäßig deaktiviert, da ein einfarbiger Desktop die zu übertragende Datenmenge je Bild drastisch reduziert. Das funktioniert allerdings nicht beim "Active Desktop"; komplizierte Hintergrund-Grafiken sollte man hierbei manuell deaktiveren!

Einige Parameter im Client-Menü "Konfiguration" / "Bildschirm" bestimmen, wie WinTel bei der Fernbedienung vorgeht, um die Änderung von Teilen des Bildschirms rasch zu erkennen und diese möglichst effizient und schnell vom Host zum Client zu übertragen. Sie sollten diese Parameter jedoch nur vorsichtig ändern; in den meisten Fällen wird WinTel ohne eine Änderung am effizientesten arbeiten.

Die obigen Parameter bestimmen natürlich primär das Verhalten der Host-Software. Damit Sie leichter Zugriff darauf haben, werden sie jedoch auf der Client-Seite eingestellt und bei jedem Verbindungsaufbau und bei Änderungen automatisch zum Host übertragen.

Wenn Sie jeweils nur einen Teil des Host-Bildschirms übertragen möchten (zum Beispiel, weil am Host zwei Monitore angeschlossen sind, die die linke bzw. rechte Hälfte des Gesamtbildes anzeigen, und Sie nur die rechte Hälfte sehen möchten, um Übertragungszeit zu sparen), können Sie beim Host in den Registry-Zweig HKEY_CURRENT_USER\Software\Shamrock\Wintel folgende vier Zeilen eintragen:

x = Pixelnummer für den linken Rand des zu übertragenden Ausschnitts
y = Pixelnummer für den oberen Rand des zu übertragenden Ausschnitts
w = Breite des zu übertragenden Ausschnitts in Pixeln
h = Höhe des zu übertragenden Ausschnitts in Pixeln

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Software-Schnittstellen

WinTel besitzt mehrere Vorkehrungen, um mit anderen Applikationen kombiniert werden zu können (API = Application Program Interface). Sie können beispielsweise die Client-Software aus einer selbst erstellten Applikation heraus starten und dabei gleich passende Anwahl-Parameter übergeben. Ferner ist es möglich, zu übertragende Files vorher in einer Job-Datei festzulegen und dafür zu sorgen, dass nach dem Transfer die Verbindung automatisch wieder getrennt wird. Der folgende Abschnitt beschreibt die dafür vorgesehenen Aufruf-Mechanismen.

Automatische Anwahl vom Client

Sie können den WinTel-Client aus einer anderen (auch selbst in irgend einer Programmiersprache erstellten) Windows-Applikation heraus aufrufen und dabei bereits in der Kommandozeile übergeben, welcher Host-Rechner angewählt werden soll. Die einzelnen Parameter

CLIENT32 [<Medium><Modem-Init><Telefonnr.> [<Benutzername> [<Passwort> [<Job-Datei> [<Rückrufnummer>]]]]]

Die Parameter Medium, Modem-Init und Telefonnummer werden hierbei ohne Leerraum übergeben. Benutzername und Passwort sind optional und jeweils mit einem Leerraum getrennt. Falls ein Parameter, z.B. ein Job-Dateiname, selbst Leerräume enthält, muss er in doppelten Anführungszeichen eingeschlossen werden. Ein fehlender Parameter kann durch ein Komma ersetzt werden.

<Medium> ist ein Buchstabe, der das Übertragungsmedium angibt:

Der Parameter <Modem-Init> ist eine Ziffer. Wenn er Null ist, wird vor der sonstigen Initialisierung ATZ benutzt, andernfalls wird die jeweilige Ziffer hinter ATZ ausgegeben. Der Parameter hat nur bei Modems Sinn, muss aber als Platzhalter auch bei anderen Übertragungsmedien vorhanden sein, z.B. als Null.

Die Zeichenfolge <Telefonnummer> darf keine Leerräume enthalten, sonstige Modembefehle wie Komma (Wahlpause) oder W (Warten auf Amtswählton) sind aber erlaubt.

Der Parameter <Jobdatei> kann der Name einer .JOB-Datei im Format wie TRANSFER.JOB, aber mit anderem Namen vor .JOB sein, wie er auch im Aktionen-Menü des Client angezeigt wird. Die darin enthaltenen Übertragungs-Anweisungen werden dann sofort beim Herstellen der Verbindung ausgeführt.

<Rückrufnummer> - typischerweise Ihre eigene Telefonnummer - kann angegeben werden, damit der Host gleich wieder auflegt und anschließend diese Nummer anwählt.

Beispiele für Kommandozeilen:

CLIENT32 C012345
Hier wird die Nummer 12345 unter Benutzung eines ISDN-CAPI-Treibers (C) gewählt. Der Modem-Init-Parameter ist 0, wird hier aber ignoriert (die Ziffer 0 hinter C gehört also nicht zur Telefonnummer!).

CLIENT32 T0myname.dyndns.org
Hier wird eine TCP/IP-Verbindung zum Host-Rechner mit der Adresse myname.dyndns.org aufgebaut. Bitte beachten Sie die Null hinter "T".

CLIENT32 M0081379106 Test Geheim
Diese Kommandozeile wählt per Modem (M) mit dem Modem-Init-Parameter 0 für ATZ die Nummer 081379106 und meldet sich dort mit dem Benutzernamen "Test" und dem Passwort "Geheim" an. Falls diese Identifikation nicht stimmt, werden Sie online automatisch nach dem richtigen Namen bzw. Passwort gefragt. Nach drei falschen Eingaben oder dann, wenn in diesem Dialog 20 Sekunden lang keine Eingabe erfolgt, wird die Verbindung beendet.

CLIENT32 M1081379106 Test Geheim "Log holen.Job"
Wie zuvor, mit 1 hinter M wird aber der Modem-Init-Parameter ATZ1 verwendet. Ferner wird automatisch eine Job-Datei zum Dateitransfer aufgerufen. Da deren Name einen Leerraum enthält, was bei 32-Bit-Versionen von Windows erlaubt ist, ist er in Anführungszeichen eingeschlossen.

Automatische Anwahl vom Host

Auch der Verbindungsaufbau vom Host zum Client kann kommandozeilenbasiert erfolgen, die Syntax lautet abweichend vom Client:
HOST32.EXE {M|S|C|T} Nummer
mit M=Modem1, S=Modem2, C=ISDN-CAPI, T=TCP/IP. (NetBios und Direktverbindung sind hier nicht vorgesehen, da der Client bei diesen Verbindungsarten auch nicht auf einen Anruf warten kann.) Beispiel zum Anrufen eines Clients mit der IP-Adresse 192.168.0.2 via TCP/IP-Netzwerk:
HOST32.EXE T 192.168.0.2

Automatischer File-Transfer

Sie können auf der Client-Seite durch Anlegen einer Job-Datei schon vor dem Herstellen einer Verbindung dafür sorgen, dass bestimmte Dateien von oder zum Client übertragen werden. Dazu braucht lediglich im WinTel-Verzeichnis des Client-PC eine Datei TRANSFER.JOB erzeugt werden, die folgenden zeilenweisen Aufbau besitzt:

Aktion, Zielname, Quellname, Attribute

Sie können der Job-Datei auch einen anderen Namen geben, z.B. MEIER.JOB; sie erscheint dann im Aktionen-Menü und ist auch im Client-Telefonbuch anggebbar, damit sie beim Herstellen der Verbindung automatisch ausgeführt wird. Die einzelnen Parameter einer Zeile in der Job-Datei bedeuten:

  1. Aktion: Ein Buchstabe, der festlegt, was zu tun ist. Folgende Möglichkeiten gibt es:
    R für Datei empfangen (Transfer Host zu Client),
    S für Datei senden (Transfer Client zu Host),
    D zum Löschen einer Datei auf dem Host,
    O zum Öffnen bzw. Ausführen einer Datei auf dem Host,
    M zum Erstellen eines neuen Unterverzeichnisses auf dem Host.
  2. Zielname: Vollständiger Pfad und Dateiname (beim Senden der Dateiname beim Host, beim Empfang jener beim Client). Umlaute müssen im Windows-ANSI-Zeichencode codiert sein, nicht im DOS-OEM-Code.
  3. Quellname: Vollständiger Pfad und Dateiname (beim Senden der Dateiname beim Client, beim Empfang jener beim Host), Umlaute ggf. wieder im ANSI-Zeichencode.
  4. Attribute: Leeres Feld (normales Kopieren) oder ein oder mehrere Buchstaben:
    A = Daten an existente Zieldatei ggf. anhängen (nur bei Textdatei-Transfer sinnvoll),
    E = Auflegen nach Transfer-Ende (nur relevant in der letzten Jobdatei-Zeile!).
    N = Datei nur übertragen, wenn sie am Quell-Ort älter ist als beim Ziel.

Wenn in der Benutzerverwaltung der "volle Verzeichniszugriff" für den vom Client benutzten Namen ausgeschaltet wurde, werden alle Job-Zeilen übersprungen, die auf dem Host ein anderes als das private Verzeichnis dieses Benutzers (z.B. C:\WinTel\Huber\...) verwenden. Eine Lösch-Anweisung wird nicht ausgeführt, wenn das Abholen der zu löschenden Datei in der unmittelbar vorangehenden Job-Zeile nicht klappte; damit wird verhindert, dass z.B. Protokoll-Dateien, die nach dem Abholen normalerweise beim Host gelöscht werden sollen, verlorengehen.

Nur neue oder geänderte Dateien werden übertragen! Wenn Datei-Datum, -Uhrzeit und -Länge auf Host und Client identisch sind, wird die entsprechende Job-Zeile übersprungen, genau wie beim Dateitransfer im Aktionen-Menü. - Beispiel für eine aus vier Aktionen bestehende Job-Datei:

M,C:\DATEN
S,C:\DATEN\FILE1.BIN,D:\TEST\NEU.BIN,E
R,D:\LOGS\HUBER.LOG,C:\MESS\DATEN.LOG,AE
D,C:\MESS\DATEN.LOG,,E

  1. Die erste Zeile erzeugt ein neues Verzeichnis C:\DATEN auf dem Host-PC.
  2. Die zweite sendet die Datei D:\TEST\NEU.BIN vom Client zum Host und legt sie dort als C:\DATEN\FILE1.BIN ab. Das "E" am Ende Auflegen nach dem Transfer) wird hier nicht wirklich ausgewertet, da dies nicht die letzte Zeile der Job-Datei ist.
  3. In der dritten Zeile wird die Datei C:\MESS\DATEN.LOG vom Host geholt und auf dem Client an die Datei C:\LOGS\HUBER.LOG angehängt (oder neu erzeugt, wenn diese Datei noch nicht existiert). Das "E" am Ende würde das Auflegen nach der Übertragung bewirken, aber es folgt noch eine Zeile:
  4. Die vierte Zeile bewirkt das Löschen der Datei C:\MESS\DATEN.LOG auf dem Host-PC; nach einem leeren Feld Quelldatei folgt noch der Parameter "E", damit nach dem Abarbeiten der Job-Datei aufgelegt wird.

Die AutoSync-Funktion

Dateitransfer zwischen Hosts

Mit der AutoSync-Funktion in WinTel können Hosts untereinander Dateien in vorgegebenen Verzeichnissen und in einstellbaren Zeitabständen synchronisieren. Die Client-Software wird für diesen Zweck nicht benötigt. Somit ist die AutoSync-Funktion beispielsweise geeignet, um Dateien in den Filialen einer Handels-Organisation regelmäßig zur Zentrale zu senden oder sonstige Informationen abzugleichen. Von einer zentralen Stelle aus können die Hosts natürlich zusätzlich auch mit der Client-Software ferngewartet werden.

Auch die Übertragung von Dateien über Satelliten oder GSM-Funktelefone ist mit der AutoSync-Funktion möglich. In solchen Fällen wird die Datenpaket-Größe dynamisch angepasst, um je nach Netto-Übertragungsrate optimale Transferraten zu erzielen. Falls eine Kompression der Dateien möglich ist, wird diese wie bei sonstigen WinTel-Dateitransfers automatisch online durchgeführt, um Zeit und Kosten zu sparen. Bei abgebrochenen Verbindungen ist ein Wiederaufsetzen möglich, um eine bereits begonnene große Datei nicht von Anfang an neu übertragen zu müssen.

Die folgende Abbildung zeigt die Verzeichnisstruktur von zwei WinTel-Hosts - einer steht in der Zentrale, und der andere befindet sich in einer Niederlassung namens Filiale1. Diese Namen werden innerhalb des in der Benutzerverwaltung festgelegten Root-Verzeichnisses (Stammverzeichnis) auf dem jeweils anderen PC als Unterverzeichnisse eingerichtet und müssen in der WinTel-Benutzerverwaltung als AutoSync-Partner eingetragen sein:

AutoSync-Funktion: Verzeichnisstruktur bei zwei PCs

In jedem Unterverzeichnis, das dem Namen eines anderen Host-Rechners entspricht (in der Zentrale links Filiale1 und Filiale2, in der Filiale1 rechts Zentrale und Filiale2), gibt es drei weitere Unterverzeichnisse:

Zusätzlich zu den Unterverzeichnissen, die einem bestimmten anderen Host zugeordnet sind, gibt es noch ein spezielles Verzeichnis:

Unterhalb der genannten vordefinierten Unterverzeichnisse wie Send_To oder For_All sind weitere Verzeichnis-Strukturen möglich. Deren Dateien werden dann bei der Übertragung ebenfalls berücksichtigt.


AutoSync konfigurieren

Die Konfiguration der AutoSync-Funktion erfolgt in der WinTel-Benutzerverwaltung (Windows-Menü Start - Programme - WinTel - Benutzerverwaltung).

Basisverzeichnis für Dateitransfer

Normalerweise ist hier das WinTel-Verzeichnis eingetragen. Innerhalb dieses Verzeichnisses werden dann die Unterverzeichnisse mit den Namen der möglichen Gegenstellen angelegt, und darunter wiederum Send_To, Received und Shared.

Sie können hier, falls erforderlich, auch ein anderes Stammverzeichnis für Filetransfers angeben. Das sollte allerdings normalerweise nur dann erfolgen, wenn sich im bisherigen Verzeichnisbaum keine noch zu sendenden Dateien befinden.

AutoSync-Profile

Im Benutzerverwaltungs-Menü "Optionen" finden Sie den Punkt "AutoSync-Profile". Mit ihm werden bestimmte Grundprofile mit Richtlinien festgelegt, ob bestimmte Gegenstellen (denen das jeweilige Profil in der Benutzerverwaltung zugeordnet wird) aktiv angerufen werden sollen oder ob nur passiv auf deren Anruf gewartet werden soll. Im aktiven Fall wird auch eingestellt, wie oft die jeweilige Gegenstelle angerufen werden soll:

Benutzerspezifische Einträge

In der Benutzerverwaltung sind nicht nur die Rechte von WinTel-Clients, sondern auch die Profile anderer AutoSync-Hosts konfigurierbar. Dies erfolgt durch Zuweisen eines Profils für jeden Benutzer, soweit bei ihm AutoSync erlaubt ist.


AutoSync benutzen

Im Programme-Menü von Windows finden Sie unter "WinTel" einen Punkt AutoSync-Status. Es zeigt Ihnen im oberen Teil auf einen Blick die konfigurierten AutoSync-Gegenstellen, die zugehörigen Anwahl-Profile, wann zum letzten Mal Kontakt bestand, wann das nächste Mal eine Anwahl erfolgen wird, wieviele Dateien hierfür zum Senden bereitliegen und welche Dateien dabei ignoriert werden, weil sie die konfigurierte Maximallänge (siehe Profile) überschreiten. Sie brauchen dieses Fenster nicht zu schließen und neu zu öffnen, um Änderungen sichtbar zu machen. Das Programm überprüft den aktuellen Status im Abstand von etwa 15 Sekunden erneut und stellt Änderungen automatisch dar.

Im unteren Teil des AutoSync-Statusfensters werden Dateien aus den Received-, Shared- und Send_To-Verzeichnissen dargestellt. Ein Doppelklick öffnet die Datei bzw. die der Datei-Endung zugeordnete Anwendung. Mit der rechten Maustaste erscheint ein Kontext-Menü, das u.a. das Löschen einer Datei erlaubt. Filtermöglichkeiten gestatten das Eingrenzen der Anzeige z.B. auf Received-Verzeichnisse, um schneller einen Überblick zu erhalten, was in letzter Zeit empfangen wurde.

Um aus einer Anwendung wie etwa MS-Word oder auch aus einer speziell programmierten Applikation eine Datei an einen anderen Rechner zu senden, braucht man diese lediglich in den Send_To-Zweig jenes Verzeichnisses unterhalb des AutoSync-Stammverzeichnisses zu speichern, das dem Namen des Zielrechners entspricht. Wenn man beispielsweise Der Filiale1 (siehe obige Grafik mit Verzeichnissen) etwas senden möchte, speichert man die Datei einfach in das Verzeichnis Filiale1\Send_To. Nach der erfolgreichen Übertragung wird die Datei dort automatisch gelöscht. Sie sollten sie also ggf. lokal noch zusätzlich woanders speichern, wenn Sie sie selbst später noch benutzen möchten.

Dokumente, die gemeinsam mit einem anderen Host-Rechner benutzt und wechselsweise beiderseits bearbeitet werden, sollten im Shared-Verzeichnis abgelegt werden. Falls durch nahezu zeitgleiche Bearbeitung des Dokuments das Archiv-Bit auf beiden Seiten gesetzt ist, überträgt die AutoSync-Funktion sicherheitshalber diese Datei jedoch nicht, da sonst Änderungen zumindest einer Seite verloren gingen; statt dessen wird das Archiv-Attribut beiderseits zurückgesetzt.

Dateien, die an alle anderen Hosts verteilt werden sollen, solange sie in dem dem Absender zugeordneten Received-Verzeichnis nicht bereits identisch vorhanden sind, speichert man ins For_All-Verzeichnis. Es ist jedoch ratsam, die Dateien in diesem Verzeichnis zu löschen, wenn sie an alle in Frage kommenden Hosts übertragen wurden, da der gegenseitige Abgleich natürlich jedesmal Zeit kostet, auch wenn letztlich gar nichts übertragen wird.


Drag&Drop, Senden an

Außer dem direkten Speichern einer Datei in das Send_To-Verzeichnis unterhalb des Namens eines anderen Host-Rechners gibt es noch weitere, manchmal sogar bequemere Möglichkeiten, eine Datei zu einem anderen PC zu senden.

Wenn das AutoSync-Statusfenster offen ist (Menü Start - Programme - WinTel - AutoSync-Status), können Sie aus dem Windows-Arbeitsplatz bei niedergedrückter linker Maustaste eine Datei in dieses Fenster ziehen (Drag&Drop). Es erscheint dann ein Auswahlfenster mit möglichen Zieladressen.

Sie können das Programm Autosync.exe auch mit einem oder mehreren nachgestellten Dateinamen (möglichst mit vollständigem Pfad) in der Kommandozeile aufrufen. Es fragt Sie dann nach einem Zielnamen und kopiert die angegebenen Dateien in das zugehörige Send_To-Verzeichnis.

Eine weitere Möglichkeit: Wenn Sie im Windows-Arbeitsplatz mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder ein Verzeichnis klicken, öffnet sich ein Kontext-Menü mit dem Menüpunkt "Senden an". Wenn das Programm Autosync.exe (das ansonsten den Autosync-Status anzeigt) einmal gestartet worden ist, enthält das Untermenü "Senden an" auch "WinTel-AutoSync". Bei dessen Anwahl erscheint wiederum ein Auswahlfenster mit möglichen Zieladressen.

Sie können diese Funktionen in einem Netzwerk auf allen Workstations nutzen, indem Sie das AutoSync-Programm einfach aus einem zentralen Server-Verzeichnis aufrufen.

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