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NetMail

E-Mail-Programm für Windows - Client-Handbuch

Client-Installation
Software installieren
Fax-Treiber installieren
Standard-Mail-Programm
Andere Mail-Programme
Sonstige Einstellungen
Rechtschreibprüfung

Mobile Clients
Anwahl-Einstellungen
Modem-Konfiguration
ISDN-Konfiguration
TCP/IP-Konfiguration
NetMail benutzen
Nachrichten-Übersicht
E-Mails senden/empfangen
Archive anlegen
SMS oder Fax senden
Termine, Popup-Fenster
Weitere Möglichkeiten


Technische Details
Verzeichnis-Struktur
Runtime-DLLs im LAN
Kommandozeilen-Optionen


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© Shamrock Software
Version 6.10, 09.01.17
Nutzungsbedingungen
Gateway-Handbuch
English manual version

Installation von NetMail

NetMail ist eine leistungsfähige E-Mail-Lösung für ein lokales Netzwerk und/oder für mobile Benutzer, bestehend aus einer Server- und einer Client-Komponente. NetMail beherrscht internationale Zeichensätze und besitzt eine eingebaute mehrsprachige Rechtschreibprüfung.

Software installieren

NetMail eignet sich für alle 32- und 64-Bit-Windows-Versionen ab Windows 2000. Beachten Sie vor der Installation bitte unbedingt folgendes:

Fax-Treiber installieren

Wenn das von Ihnen benutzte NetMail-Gateway auch das Fax-Senden unterstützt (installiertes CapiFax), können Sie mit Ihrem NetMail-Client auch Telefaxe senden. Vom Gateway aus werden sie dann via Festnetz an die Zielnummer weitergesendet, und später erhalten Sie eine Bestätigungs-Mail.

Zum Erzeugen von Telefax-Seiten benutzt NetMail einen Druckertreiber, den Sie in der Nachrichten-Übersicht unter "Konfiguration" installieren können. Er funktioniert mit 32- und 64-Bit-Windows-Versionen und stellt einen virtuellen Drucker namens NetMail zur Verfügung, der aus jeder Applikation heraus benutzt werden kann, z.B. Word, Excel und so weiter.

Für die Vorschau-Funktion des Druckertreibers sowie zur Anzeige von TIF-Faxdateien benutzt NetMail das mitgelieferte Modul Faxview.exe. Falls Sie lieber die auf Ihrem PC standardmäßig mit TIF verknüpfte Applikation dafür benutzen möchten, benennen Sie Faxview.exe einfach z.B. in Faxview.bak um.

Standard-Mail-Programm

Die Konfigurations-Option Standard-Mail-Programm sorgt dafür, dass beim Anklicken eines mailto-Links im Internet Explorer automatisch NetMail gestartet und die Zieladresse passend ausgefüllt wird. Beispiel (Test):
mailto:abc@example.com?SUBJECT=Test&BODY=c:\work\test.txt&FILE=c:\autoexec.bat
Alle Parameter hinter dem ersten Fragezeichen sind optional (mailto:abc(at)example.com würde also genügen) und haben folgende Bedeutung:
SUBJECT= der Betreff der Mail,
BODY= entweder der Text selbst oder ein absoluter Pfad zu einer Textdatei,
FILE= ein optionales Attachment; Joker und Wildcards (? und *) sind erlaubt, um mehrere Dateien zu senden,
AUTO wird benutzt, wenn die Mail sofort und ohne Zutun des Benutzers gesendet werden soll. Optional kann mit AUTO=Benutzername auch ein bestimmter Absender für diese Mail eingestellt werden.
Leerzeichen müssen in diesen Parametern ggf. durch %20 und Fragezeichen durch %3F ersetzt werden. Internationale Zeichen müssen in der installierten Windows-Codepage als Hex-Zeichen codiert sein, z.B. %FC für "ü". Das Programm Mailedit.exe wird dann mit diesen Parametern als Kommandozeile gestartet.

Die Option erlaubt ferner auch das Senden von Mails mit oder ohne Dateianhang aus MAPI-kompatiblen Applikationen wie Wordpad, Paint, Acrobat Reader u.v.a. Falls Sie unter Windows 2000 oder später Probleme bei der MAPI-Benutzung haben, versuchen Sie bitte, das in Windows enthaltene Utility Fixmapi.exe aufzurufen.

Andere Mail-Programme

Wenn Sie gleichzeitig mit dem NetMail-Client auch ein anderes POP3-/SMTP-basiertes Mail-Programm benutzen, z.B. Outlook, Thunderbird oder vielleicht ein Smartphone, erlaubt es dieser Dialog, die maximale Größe und die Typen der an dieses zu übertragenden Dateianhänge festzulegen. Sie können eine jeweils durch Kommas getrennte Liste der erlaubten Dateitypen angeben, die der Client anzeigen kann, z.B.:
GIF,JPG,JPEG,PNG,TXT
Alle übrigen Dateianhänge können dann in NetMail oder via Webmail-Interface betrachtet werden.

Informationen über das Aktivieren des SMTP-/POP3-Zugangs zum NetMail-Server entnehmen Sie bitte dem Gateway-Handbuch.

Sonstige Einstellungen

Im Menü "Einstellungen" finden sich ferner folgende Punkte:

Rechtschreibprüfung (Spell Check)

NetMail benutzt das verbreitete Hunspell-Modul für die eingebaute Rechtschreibprüfung. Das Verzeichnis DIC.DIR unterhalb NetMail enthält jeweils ein deutsches und ein englisches Wörterbuch für die eingebaute Rechtschreibprüfung. Für jede Sprache ist eine .AFF- und eine .DIC-Datei erforderlich. Die Dateinamen sind wie folgt aufgebaut:
<Familie>_<Land>.AFF
<Familie>_<Land>.DIC

Dabei ist <Familie> z.B. EN für Englisch und <Land> z.B. US für United States; DE_DE wäre deutsche Sprache nach den in Deutschland geltenden Regeln.

Weitere Sprachen kann man als Spelling-ZIP-Dateien z.B. von http://wiki.services.openoffice.org/wiki/Dictionaries herunterladen und die .DIC- und AFF-Files in das NetMail-Unterverzeichnis DIC.DIR entpacken. (Hinweis: Die von Open Office 3.x benutzten .OXT-Dateien sind in Wirklichkeit umbenannte ZIP-Dateien und können alternativ verwendet werden.)

Die Rechtschreibprüfung ignoriert Zitate (">" am Zeilenanfang), Links, Dateipfade sowie Worte, die keine Kleinbuchstaben enthalten. Beim Beantworten einer Mail wird automatisch Englisch statt Deutsch gewählt, wenn in den ersten 50 Zeichen eine der Zeichenfolgen " the " oder " and " vorkommt.


Mobile Clients

Diese Einstellungen sind nicht für Netzwerk-Clients relevant, sondern nur für externe bzw. mobile Clients, die sich beim Gateway-PC einwählen. Der NetMail-Server kann jeweils entweder für eine ankommende Modem-, ISDN- oder TCP/IP-Verbindung konfiguriert werden. Einträge in der Benutzerverwaltung, die nicht als LAN-Benutzer gekennzeichnet sind, gelten als mobile Benutzer, und Mails an sie werden nach Abholung vom Server auf diesem gelöscht. Die Übertragung erfolgt mit einer sehr effizienten Kompression und ist deshalb gebührensparender als bei herkömmlichen Mail-Clients wie etwa Outlook.

Anwahl-Einstellungen

Bei einem mobilen Client finden Sie im Menü "Einstellungen" der Nachrichtenliste den Punkt "Zugang und Anwahl". Er legt fest, wie das von Ihnen benutzte Internet-Gateway zu erreichen ist und ob es manuell oder automatisch in bestimmten Abständen angewählt werden soll. Der Menüpunkt steht nicht im Netzwerk zur Verfügung, da er nur bei mobilen Clients sinnvoll ist!

Zugangsdaten

Anwahl

NetMail erlaubt es, die Konfiguration für bis zu drei Verbindungstypen zu speichern. Geänderte Einstellungen werden gespeichert, wenn man entweder einen der anderen zwei Verbindungstypen auswählt oder auf OK klickt.

Modem-Konfiguration

NetMail erlaubt Ihnen im Konfigurations-Dialog, Modem-Einstellungen und Initialisierungs-Befehle zu speichern. Auch ein an die serielle Schnittstelle angeschlossener externer ISDN-Adapter wird wie ein Modem behandelt. Bei internen oder externen Modems müssen Sie folgende Parameter einstellen:

Gerät: Wählen Sie hier den zu benutzenden seriellen Port des PC aus. Falls Modem-Treiber in Windows installiert sind, erscheinen sie ebenfalls in der Liste, soweit sie NetMail-kompatibel sind. Bitte beachten Sie:

Die folgenden Einstellmöglichkeiten erscheinen je nach ausgewählter Schnittstelle, wenn Sie auf Einstellungen klicken:

Geschwindigkeit (Baudrate): Damit ist nicht die physikalische Netto-Geschwindigkeit des Telefonmodems gemeint, sondern die Schnittstellen-Baudrate am PC, für die normalerweise ein höherer Wert gewählt wird. Wir empfehlen folgende Einstellungen:

Telefonmodem: 38400 oder 57600 Bd
ISDN-Terminaladapter: 115200 Bd
GSM-Endgerät: 9600 oder 19200 Bd

Stellen Sie bitte keine höhere als die hier angegebene Baudrate ein, da sie Einfluss auf die von NetMail verwendete Paketgröße hat. Bei einer zu hohen Baudrate würde NetMail eine Paketgröße benutzen, die für den jeweiligen Dienst zu groß ist und dadurch zu einem ungünstigeren Übertragungsverhalten führt.

Im Host-Programm gibt es im Menü "Hilfe" einen Punkt "Info über Schnittstelle" mit einer Statistik der aufgetretenen Übertragungsfehler. Sie wird jeweils zu Beginn einer neuen Verbindung zurückgesetzt. Wenn Sie hier nach einer Verbindung viele Fehler feststellen, ist die eingestellte Baudrate für den Schnittstellen-Chip des PC eventuell zu hoch.

Modem-Initialisierung: Falls ein physikalischer COM-Port benutzt wird, können Sie hier zwei Zeilen zur Modem-Initialisierung angeben. AT Z in der ersten Zeile setzt Standard-Parameter im Modem. Welche Initialisierung darüber hinaus sinnvoll ist, hängt vom Modem bzw. GSM-Endgerät ab. Typischerweise ist folgender Eintrag sinnvoll:

AT &C1 &D2 S7=65

Damit wird erreicht, dass das Modem über die DCD-Leitung meldet, ob die Verbindung hergestellt bzw. beendet wurde (&C1), dass der PC mit der DTR-Leitung auflegen kann (&D2) und dass das Modem beim Herstellen der Verbindung nicht vor dem Wähl-Timeout der Software von 60 s aufgibt (S7=65). Bei den meisten heute üblichen Modems sind keine anderen Befehle erforderlich. Sollten dennoch Probleme auftreten, tragen Sie am Schluss der obigen Initialisierungs-Sequenz bitte zusätzlich &K3 oder \Q3 (RTS/CTS-Handshake, vgl. Modem-Handbuch) und \J0 ein (Schnittstellen-Baudrate bleibt unabhängig von der tatsächlichen Übertragungs-Geschwindigkeit konstant).

Falls es damit nicht gleich klappt, versuchen Sie zunächst, den Befehl ATZ in der ersten Zeile durch AT&F zu ersetzen, um mit den fabrikmäßigen Voreinstellungen des Modems zu arbeiten. - Bei virtuellen Windows-Modems (z.B. GSM-Softmodem, PCMCIA-Modem) erfolgt wird die Initialisierung nicht im NetMail-Host, sondern in der Windows-Systemsteuerung unter "Modems" eingestellt.

Wählbefehl: Falls ein physikalischer COM-Port benutzt wird, steht hier der Modembefehl, der der Telefonnummer vorangestellt wird. (Die in den Zugangsdaten eingetragene Nummer darf die für Tk-Anlagen nötige zusätzliche Amts-Null nicht enthalten!) Folgende typischen Möglichkeiten gibt es hierfür:

GSM mit PIN: Aktivieren Sie das Häkchen und tragen Sie die zur SIM-Karte passende Geheimzahl ein, wenn Sie zur Datenübertragung ein Mobiltelefon benutzen, das die Eingabe einer PIN erfordert. Die Übergabe der PIN erfolgt dann automatisch zusätzlich zu der weiter oben konfigurierten Modem-Initialisierung. Ferner wird ggf. vor jeder Anwahl gewartet, bis das Gerät im Netz eingebucht ist. Vorsicht: Bei mehrmaliger Benutzung einer falschen PIN wird die SIM-Karte gesperrt!

ISDN-Konfiguration

a) ISDN-CAPI 2.0

Zum Ansprechen von ISDN-Karten oder ISDN-Adaptern am Parallel- oder USB-Port wird der hersteller-unabhängige CAPI-2.0-Standard benutzt (Common Application Program Interface). Es wird ein Treiber CAPI2032.DLL vorausgesetzt, der sich im System-Unterverzeichnis von Windows befinden sollte.

Es ist nicht ratsam, statt der CAPI-Schnittstelle virtuelle Modem-Treiber wie z.B. AVM-CapiPort zu benutzen, da via CAPI eine höhere Geschwindigkeit erzielt wird. Lediglich bei speziellen ISDN-Protokollen (z.B. V.110 für GSM) ist die Benutzung des CapiPort-Treibers als virtuelles Modem sinnvoll (siehe CapiPort-Hilfe).

MSN abgehend: Diese MSN (Multiple Subscriber Number) ist die eigene Rufnummer, die dem angerufenen Teilnehmer gemeldet wird. Wenn Sie eine ISDN-Karte direkt am Amts-Anschluss (also nicht als Nebenstelle einer Anlage) betreiben, müssen Sie Ihre Amts-Rufnummer ohne Ortsvorwahl als MSN eingeben; das ist eine von Ihren typischerweise drei ISDN-Rufnummern, z.B. 93485. Sie können sogar zur Datenübertragung mit NetMail dieselbe Rufnummer wie die eines Telefons benutzen, da die Art des Anrufs (Sprache oder Daten) anhand der ISDN-Dienstekennung eindeutig unterschieden werden kann.

Amtsholung: Hier tragen Sie die Ziffern ein (typischerweise eine Null), die vor die eigentliche Telefonnummer gestellt werden müssen, wenn Sie die ISDN-Karte als Nebenstelle in einer Telefonanlage angeschlossen haben.

b) Externe ISDN-Adapter

Externe ISDN-Adapter, die an eine serielle Schnittstelle des PC angeschlossen werden (z.B. ISDN-TL von Elsa), werden wie analoge Modems mit AT-Befehlen angesprochen. Die erforderlichen Initialisierungs-Einstellungen zum Setzen der MSN (eigene Rufnummer) entnehmen Sie bitte dem Handbuch des jeweiligen Herstellers, da diese nicht herstellerunabhängig standardisiert sind.

Eventuell müssen Sie den Adapter mit einem passenden AT-Initialisierungs-Befehl auf das HDLC-Protokoll einstellen, das NetMail bei ISDN-Karten benutzt (Paketlänge max. 2 KByte). Als Schnittstellen-Baudrate sollten Sie 115200 Bd benutzen.

TCP/IP-Konfiguration

Alternativ zu Modem- und ISDN-Verbindungen können externe mobile Clients eine Internet-Verbindung (auch z.B. via GPRS und UMTS) nutzen, um Mails vom NetMail-Server abzuholen oder an ihn zu senden. Unter "Details" ist für TCP/IP folgendes konfigurierbar:

Stellen Sie bitte sicher, dass in den Eigenschaften der von NetMail benutzten DFÜ-Verbindung die Option "Wählvorhang wiederholen, falls Verbindung getrennt wurde" abgeschaltet ist. - Zum Einrichten einer DFÜ-Netz-Verbindung in Windows via GPRS oder UMTS befolgen Sie bitte die Anweisungen Ihres Mobilfunk-Netzbetreibers.

Damit Ihr NetMail-Server auch ohne statische IP-Adresse erreichbar ist, bietet sich ein DNS-Service für dynamische IP-Adressen an, zum Beispiel selfhost.de oder dyndns.org. Mobile Clients können dann z.B. IhreFirma.selfhost.de als Anwahladresse verwenden.


NetMail benutzen

Nachrichten-Übersicht

NetMail [x]
Datei Nachricht Einstellungen Hilfe <-Menü
- Symbolleiste für die am häufigsten benutzten Funktionen -
Archive:
|-Aktuell
|-Entwürfe
|-Pinnwand
|-Private Archive
|-Gemeinsame A.
|-Papierkorb
Zeit Typ Anmerkung Gegenst. Betreff Größe
28.02.2006 15:27 Ausg ETA Spedition Ankunft 793
28.02.2006 16:38 Eing.   I.Schmid Urlaub *813
Nachrichtenliste^          
Textvorschau:
Guten Tag,
bitte vermerken Sie die voraussichtliche Ankunftszeit, die
jetzt Dienstag früh statt Montag abend ist.
Statusleiste

Der NetMail-Client (autosync.exe) zeigt Ihnen auf einen Blick, welche E-Mails zum Senden bereitliegen, und welche empfangen wurden. Sie brauchen dieses Fenster nicht zu schließen und neu zu öffnen, um Änderungen sichtbar zu machen: Das Programm stellt Änderungen automatisch dar.

Ungelesene empfangene Mails werden fett und ganz oben in der Liste angezeigt, und Sie werden etwa alle fünf Minuten mit einem Systemklang daran erinnert, sie zu lesen. Mit der rechten Maustaste erscheint ein Kontext-Menü, welches das Löschen, Öffnen oder Neu-Senden einer E-Mail erlaubt.

Die Spalte Zeit gibt die auf Ihre lokale Uhrzeit (z.B. MEZ) umgerechnete Absendezeit der Mail an. Der Inhalt der Spalte Anmerkung kann mit dem Knopf (_i_) in der Symbolleiste beliebig verändert werden. Beim Empfang einer Mail enthält sie zunächst, soweit ermittelbar, die Firma bzw. Organisation des Absenders. In der Spalte Gegenstelle ist entweder eine Mail-Adresse oder, falls bekannt, ein Name zu sehen. Größe gibt die Gesamtgröße der Mail inklusive Kopfdaten und eventueller Attachments an; ein Stern (*) kennzeichnet das Vorhandensein von Attachments. Durch Ziehen an den Spaltengrenzen kann man die Breite der einzelnen Spalten verändern.

Normalerweise erscheinen die neuesten Nachrichten in der Liste ganz oben. Durch Klicken auf die Spalten-Überschrift können Sie die Nachrichtenliste nach beliebigen Kriterien sortieren, z.B. nach Datum oder nach Gegenstellen. Ein erneutes Klicken auf dieselbe Spalte kehrt die Sortierreihenfolge um. Wenn Sie nach dem Betreff sortieren, werden Zusätze wie "Re:", "Fwd:" oder "AW:" am Anfang weggelassen, so dass man auf einen Blick sieht, welche Mails zu einem Thema gehören.

Der untere Teil der Übersicht zeigt eine Vorschau mit dem Inhalt der jeweiligen Nachricht, auf die der Balken im oberen Teil des Fensters positioniert wurde. Ein sehr langer Text erscheint u.U. gekürzt, was mit "..." am Ende gekennzeichnet wird.

In der Symbol-Leiste der Nachrichten-Übersicht finden Sie u.a. folgende häufig benutzte Funktionen (wenn Sie mit der Maus über ein Symbol fahren, erscheint ein kurzer Erklärungstext):

Einige Funktionen stehen als Tastenkürzel sowie im Menü der Nachrichtenliste zur Verfügung, z.B.:

Das mit der rechten Maustaste erreichbare Kontext-Menü enthält u.a. die Option Adresse lernen enthält. Diese übernimmt die Adresse der Gegenstelle ins Adressenbuch. Mit Ablehnen können Sie ferner z.B. einem Absender unerwünschter Werbe-Mails vorgaukeln, dass Ihre Mail-Adresse ungültig ist; dann wird vom Gateway eine Return-Mail "User unknown" mit dem Absender-Namen "Mailer-Daemon" erzeugt.

In der Nachrichten-Übersicht können Sie unter Einstellungen - E-Mail-Adressen oder durch Klicken auf das Adressenbuch-Symbol eine Liste häufiger Mail-Partner eintragen. Ein Eintrag kann auch eine Gruppe von Adressen enthalten, bei der die einzelnen Mitglieder durch Kommata getrennt sind. Beim Senden einer Mail kann man aus dem Adressenbuch bei niedergedrückter Strg-Taste auch mehrere Adressaten auswählen. Die Mail wird dann trotzdem nur einmal zum Gateway übertragen und erst dort zu den einzelnen Zieladressen verteilt, um Transferkosten zu sparen.

E-Mails senden und empfangen

Sie können im eingebauten Text-Editor Nachrichten schreiben und optional auch Dateien als Attachments anfügen. Empfangene Mails öffnen Sie in der Nachrichten-Übersicht mit einem Doppelklick auf die entsprechende Zeile. Eventuell enthaltene Datei-Anhänge können Sie je nach Typ speichern oder auch sofort öffnen, wobei folgende Sicherheits-Stufen berücksichtigt werden, um einen optimalen Schutz gegen Viren zu erreichen:

  1. Sichere Dateien (bmp,rtf,ini,gif,jpg,jpeg,png,tif,wav,pcx,log,pcm,dcf,mp3,mpg,mpeg) lassen sich öffnen.
  2. Eine Warnung erscheint bei Typen wie doc, xls, ppt, falls die zugehörige Applikation scriptfähig ist.
  3. Bei HTML-Dateien (.htm, .html) wird eine Warnung angezeigt, falls ein Script enthalten ist.
  4. Eine Warnung bei HTML-Dateien erfolgt, wenn sie versuchen, eine Internet-Verbindung herzustellen.
  5. Text- und Script-Dateitypen wie txt, vbs, hta, vcf, bat, js, reg werden stets mit dem Texteditor geöffnet.
  6. Dateitypen, für die keine Applikation installiert ist, können optional mit dem Editor geöffnet werden.
  7. Ausführbare Dateitypen wie exe,com,pif,scr können nur gespeichert, aber nicht direkt gestartet werden.

Die Nachfrage beim Öffnen bestimmter Dateitypen lässt sich abschalten. Um später den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, kann man im Menü "Einstellungen" unter "Sicherheitseinstellungen" die Liste vertrauenswürdiger Dateitypen rücksetzen.

Hinweis: Empfangene HTML-Dateien liegen natürlich als lokale Dateien vor. Der Microsoft Internet Explorer benutzt hierfür seine niedrigste Sicherheitsstufe, d.h. enthaltene Script-Programme werden von ihm meist ohne Abfrage ausgeführt. Aus diesem Grund gibt NetMail beim Öffnen solcher Dateien eine Warnung aus, wenn sie ein Script enthalten. Öffnen Sie solche Dateien sicherheitshalber besser nicht.

Beim Erstellen einer neuen Mail oder beim Beantworten erscheint ein Fenster mit folgenden Feldern:

Außer den aus dem Menü des Mail-Fensters auswählbaren und selbsterklärenden Bearbeitungs-Funktionen stehen im Textfeld folgende Tastenkombinationen zur Verfügung, wobei empfangene oder bereits gesendete Texte natürlich nicht verändert, sondern nur markiert und kopiert werden können:

Auf einen mit http:// oder www. beginnenden Internet-Link im Text können Sie mit der linken Maustaste doppelklicken, um die entsprechende Seite im Web-Browser zu öffnen. Ein Doppelklick auf eine Mail-Adresse im Text öffnet ein neues NetMail-Fenster zum Schreiben einer Nachricht.

Makros reduzieren die Tipparbeit. Wenn Sie oft "Sehr geehrter Herr" schreiben, definieren Sie sich im Mail-Fenster mit Strg-F2 einen neuen Makro "sgh", dem "Sehr geehrter Herr" zugeordnet wird. In Ihren Mails brauchen Sie fortan nur noch die drei Buchstaben sgh und dann F2 einzutippen. Ein Makro namens std hat eine Sonderfunktion: Dieser wird beim Schreiben einer neuen Mail automatisch als Standardformular ins Textfenster geladen. Beachten Sie bitte, dass üblicherweise vor irgendwelchen Signaturzeilen eine Zeile aus zwei Minuszeichen und einem Leerraum als Trennung benutzt wird.

Beim Ansehen einer empfangenen oder gesendeten Mail können Sie diese auch drucken. Der Text wird dabei genau so (ggf. umbrochen) ausgegeben, wie er im Fenster erscheint. Sie sollten das Fenster nicht zu breit ziehen, da die Zeilen andernfalls für den Drucker zu breit werden. Das Fenster öffnet sich automatisch mit einer für 80 Zeichen ausreichenden Breite.

Während der Übertragung einer längeren Datei können Sie deren Namen im Host-Fenster sehen. Falls Sie das Gefühl haben, dass es sich um eine unerwünschte Datei handelt, können Sie auf den Knopf "Datei ablehnen" klicken. Der Transfer wird abgebrochen und die Datei wird auch im Gateway gelöscht, es wird also kein erneuter Zustellversuch unternommen.

(In dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass Sie jemals eine Mail erhalten, die im Text eine Zeile "begin ..." und dann eine Reihe von unleserlichen Daten enthält, hat Ihnen jemand eine Datei im unüblichen UUencode-Format gesendet. Sie können diese mit dem UUDECODE-Programm im NetMail-Verzeichnis manuell in einer Windows-DOS-Box decodieren. Dem Absender sollten Sie allerdings empfehlen, in Zukunft den heute üblichen MIME-Standard zu benutzen.)

Archive anlegen

Links neben der Nachrichtenliste finden Sie eine Baumdarstellung mit Ordnern für gemeinsame und private Archive. Im Ordner Aktuell sind die aktuellen Nachrichten, die Sie zuletzt geschrieben oder erhalten haben. Um die Liste nicht zu langsam werden zu lassen, sollten Sie ältere Mails regelmäßig in Archive verschieben.

Um ein neues Archiv anzulegen, klicken Sie mit der Maus auf den Ordner, unter dem das neue Archiv entstehen soll, z.B. auf "Gemeinsame Archive". Dann können Sie "Neues Archiv" entweder mit der rechten Maustaste aus dem Kontextmenü oder mit der linken Maustaste aus dem Datei-Menü auswählen. Es ist auch möglich, Unterarchive zu einem existenten Archiv anzulegen: Wenn es beispielsweise ein Archiv "Kunden" gibt, können Sie ein Unterarchiv "Meier" anlegen.

Das Aktivieren von "Dieses Archiv als Stammordner" im Kontextmenü sorgt dafür, dass beim Programmstart nicht irgend ein anderes Archiv mit ungelesenen Mails angezeigt wird, sondern der Inhalt des so markierten Ordners; dies kann sinnvoll sein, wenn mit Alias-Angaben in der Gateway-Konfiguration empfangene Mails automatisch archiviert werden. (Der Aktuell-Ordner erscheint trotzdem, falls sich ungelesene Mails darin befinden.)

Durch Ziehen mit der Maus kann man dann Nachrichten aus der aktuellen Liste in ein solches Archiv verschieben. Wenn Sie ein Archiv auswählen, wird sein Inhalt als Liste angezeigt. Es ist auch möglich, ältere Nachrichten aus einem Archiv wieder in die aktuelle Liste zurückzuverschieben, indem man sie einfach unter "Aktuell" archiviert. Mit der linken bzw. primären Maustaste kann man auch ein Archiv an eine andere Stelle im Archiv-Baum verschieben. Falls in der Benutzerverwaltung mindestens einem Benutzer ein Benutzerverwaltungsrecht zugeordnet wurde, ist das Verschieben oder Löschen von gemeinsamen Archiven den übrigen Benutzern nicht möglich.

Mit der Taste F8, dem Archivieren-Symbol in der Symbolleiste oder auch dem Menüpunkt Archivieren im Menü "Nachricht" kann man nicht nur existente Archive auswählen, sondern auch ein neues Archiv erzeugen. Der Vorteil ist hierbei, dass die Selektion der E-Mails beibehalten wird. Benutzen Sie einen Schrägstrich "/" als Trennzeichen für die Archiv-Hierarchie, z.B. "Kunden/Meier". Gemeinsame Archive sind in der Liste mit einem nachgestellten Stern gekennzeichnet. Falls möglich, wird ein Archiv vorausgewählt, dessen Name Bestandteil der Mail-Adresse oder des Betreffs ist; Sie können auch das Feld "Organisation" im Adressbuch verwenden, um diese Funktion zu steuern.

Gemeinsame Archive sind für alle Netzwerkbenutzer zugänglich, private nur für den entsprechenden Benutzer (sie werden zwar auch im Netzwerk gespeichert, aber mit Ihrem Benutzernamen verschlüsselt). Archive, die ungelesene Mails enthalten, erscheinen im Ordnerbaum mit einer speziellen Symbolfarbe. - Einige Archivnamen sind für spezielle Zwecke reserviert:

Archive mit ungelesenen Mails erscheinen in der Baumansicht gelb. Archive mit Mails, die jünger als 30 Stunden sind, werden mit einer roten Briefmarke gekennzeichnet.

SMS oder Fax senden

Wenn das von Ihnen benutzte NetMail-Gateway das Senden von SMS-Nachrichten unterstützt, können Sie in der Nachrichten-Übersicht im Menü "Nachricht" mit "SMS senden" eine kurze Textmitteilung an ein Mobiltelefon senden. Dabei erscheinen automatisch die im Adressenbuch als SMS-Nummern spezifizierten Einträge. Es wird empfohlen, die Zielnummer stets im internationalen Format einzugeben, z.B. +4917... für eine deutsche GSM-Nummer; das Pluszeichen ist optional. Sie erhalten später eine positive oder negative Sendebestätigung als Mail. (Bitte beachten Sie, dass sich diese Bestätigung nur auf die erfolgreiche Übergabe an das Mobilnetz bezieht, nicht auf die tatsächliche Zustellung an das Endgerät.)

Wenn Sie den Fax-Treiber von NetMail installiert haben und das von Ihnen benutzte NetMail-Gateway auch das Fax-Senden unterstützt, können Sie aus jeder beliebigen Applikation Telefaxe im gesicherten NetMail-Protokoll zum Gateway übertragen. Dieser sendet sie dann als normales Fax an die gewünschte Zielnummer und schickt Ihnen anschließend eine Sendebestätigung als Mail. Dieses Verfahren ist wesentlich kostengünstiger und zuverlässiger als das direkte Fax-Senden von einem GSM-Gerät.

Um ein Fax zu senden, starten Sie zunächst die jeweilige Applikation (z.B. MS-Word), laden das zu sendende Dokument, wählen im Datei-Menü "Drucker einrichten" und selektieren "NetMail an SFAX:". Dann wählen Sie wieder im Datei-Menü den Befehl "Drucken". Es erscheint ein Dialog, in dem Sie entweder manuell die Zielnummer eintragen oder aus den im Adressenbuch eingetragenen Faxnummern auswählen können. Mit "Senden" wird das Fax als NetMail-Mail erzeugt und kann beim nächsten Postaustausch übertragen werden.

Wenn Sie Dokumente aus unterschiedlichen Anwendungen als ein Fax senden möchten, drucken Sie die Seiten aus diesen Anwendungen nacheinander, bevor Sie im Fax-Fenster auf "Senden" klicken.

Der Knopf "Vorschau" erlaubt das probeweise Ansehen der erzeugten Fax-Datei auf dem Bildschirm. Falls Sie dafür nicht das mit NetMail installierte Programm FaxView benutzen möchten, sondern die Applikation, die in Windows standardmäßig mit TIF-Dateien verknüpft ist, können Sie FaxView.exe z.B. in FaxView.bak umbenennen. Dasselbe gilt auch für empfangene SFF- und fax-kompatible TIF-Dateien.

Termine und Popup-Fenster

Diese Funktionen stehen nur bei LAN-Clients zur Verfügung.

Termine in der Symbolleiste des NetMail-Client zeigt eine Liste aller Termine an. Legen Sie mit "Neu" einen Termin an. Wenn die angegebene Zeit erreicht ist, öffnet sich das Popup-Fenster (siehe unten) auf allen Workstations oder nur der angegebenen und zeigt den Termin an. Es ist auch möglich, eine Vorlaufzeit für diese Benachrichtigung anzugeben. Bei der Datumsangabe kann man das Jahr weglassen, der Termin gilt dann für alle Jahre (z.B. Weihnachten oder Silvester). Man kann auch den Monat noch weglassen, dann gilt der Termin in jedem Monat am angegebenen Tag. Im Feld für den zu benachrichtigenden Benutzernamen sind, durch Leerräume getrennt, auch mehrere Angaben möglich. Der Text von Terminen, die ein Benutzer als "privat" deklariert, ist nur für ihn selbst bzw. die als Benachrichtigungs-Namen angegebenen Benutzer lesbar. Optional ist es auch möglich, eine Benachrichtigung als E-Mail an eine beliebige Adresse zu senden.

Alle Termine der nächsten 24 Stunden sowie die ohne explizite Zeitangabe werden unmittelbar nach dem Starten des Popup-Programms bzw. nach einem Tageswechsel angezeigt, typischerweise also nach Booten der Workstation. In der Spalte "?" markiert ein Minuszeichen Termine, die als erledigt gekennzeichnet wurden. Sie können in der Liste mit der rechten Maustaste einen Termin als erledigt oder unerledigt markieren.

Wenn im Gateway (Mail-Router) die Option "Pinnwand nur lokal" deaktiviert ist, wird die Terminliste auch an mobile Benutzer übertragen, wenn sie sich geändert hat, kann von diesen aber nicht geändert werden.

Das Popup-Programm informiert Sie auf Ihrer Workstation über aktuelle Termine und über neue E-Mails, selbst wenn der NetMail-Client gerade nicht läuft. Erstellen Sie dazu auf allen Workstations im Autostart-Ordner von Windows eine Verknüpfung zum Programm Popup.exe im NetMail-Verzeichnis des Servers her (Netzlaufwerk oder Netz-Pfad). Es wird so bei jedem Rechnerstart automatisch geladen. (Der Start erfolgt auch, wenn der NetMail-Client gestartet wird.) Auf dem Server selbst braucht das Programm nicht zu laufen. Wenn Sie möchten, dass nicht nur an Sie selbst gerichtete Mails und Termine, sondern auch solche für andere Benutzer gemeldet werden, können Sie einzelne oder Gruppen-Namen in der Kommandozeile hinter Popup ergänzen, z.B. so:
POPUP.EXE info postmaster vertrieb

Nach dem Start finden Sie das Popup-Programm rechts unten in der Task-Leiste. Wenn Sie darauf klicken, öffnet sich ein Fenster. Links unten gibt es ein Eingabefeld für die Netzwerk-Zieladresse; wenn Sie dort einen Stern (*) eintragen, wird die Nachricht an alle versendet, andernfalls gezielt an einen Teilnehmer. Empfangene und gesendete Nachrichten werden im oberen Teil des Fensters eingeblendet. Die rechte Maustaste öffnet darin ein Kontextmenü. Die Auswahlbox und Buttons am unteren Rand sind selbsterklärend und für das Zusammenspiel mit anderen Programmen gedacht.

Außer neue E-Mails werden bei Benutzung des Programms CapiCall von Shamrock auch Anrufe (mit Nummer und Name) sowie neue Voice-Mails gemeldet, bei Verwendung von CapiFax zusätzlich auch empfangene Faxe. Mit der Freeware CapiDog zeigt das Popup-Programm ferner die Belegung beider B-Kanäle des Servers als zwei farbige Balken in der Taskleiste an.

Durch Deaktivieren der Option "Vordergrund" kann man vermeiden, dass das Fenster im Vordergrund erscheint, wenn man z.B. beim Tippen in einem anderen Programm nicht gestört werden möchte. In diesem Fall erscheint eine Sprechblase (sog. Ballon-Tipp) in der Taskleiste. Klickt man auf ihn, so öffnet sich das Popup-Fenster. Alternativ kann man ALT+Enter als globalen Hotkey dafür definieren; dafür muss in shamrock.ini unter [Common] eine Zeile PopupHotKey=1,D erzeugt werden. Beachten Sie bitte, dass der Ballon-Tipp nicht erscheint, wenn diese Funktion z.B. mit dem Microsoft-Tool TweakUI deaktiviert wurde.

Es ist auch möglich, mit dem Popup-Programm über das Internet Nachrichten mit anderen NetMail-Servern auszutauschen. Dazu muss der HTTP-Server im NetMail-Mailer aktiviert sein und in der Gateway-Konfiguration unter "Programmanbindung" die (typischerweise per DynDNS-Service erreichbare) Mailer-Domain eingetragen sein. Die Adressierung externer Popup-Teilnehmer erfolgt dann mit <Benutzer>(at)<Domain>, beispielsweise Meier(at)example.dyndns.org. Zum Senden wird auf jeder Workstation ggf. der in der Systemsteuerung unter Internet-Einstellungen konfigurierte Proxy benutzt. Der Empfang erfolgt über den Mailer, der solche Nachrichten ins LAN weiterleitet.

Weitere Möglichkeiten

Abwesenheit

Wenn Sie das Büro für einige Tage verlassen, können Sie wahlweise eine Weiterleitung oder den Autoresponder aktivieren. Für die Mail-Weiterleitung werden andere Benutzer in einer Liste angeboten, soweit sie nicht ihrerseits eine Weiterleitung zu Ihnen aktiviert haben.

Der Autoresponder ist eine Funktion des NetMail-Gateway und kann von einem Netzwerk-Client aus konfiguriert werden (nicht von externen Clients). Er erlaubt es, ankommende Mails automatisch zu beantworten, beispielsweise mit einer Mitteilung, dass man derzeit in Urlaub ist. Beim Vorkommen bestimmter Schlüsselworte können unterschiedliche Antworttexte erzeugt werden.

Wir empfehlen, den Autoresponder nur dann zu aktivieren, wenn Sie vorhersehbar für längere Zeit (mehr als 24 Stunden) Ihre Mails nicht beantworten können. Autoresponder-Antworten werden oft als lästig empfunden, und ihr praktischer Nutzen ist begrenzt.

Wenn Sie eine Mail lesen, für die inzwischen der Autoresponder eine Antwort erzeugt hat, finden Sie diese Antwort-Mail als zusätzliches Attachment der ursprünglichen Mail (Autoresp.eml).

Eine Reihe von Maßnahmen verhindert, dass Endlos-Mail-Schleifen entstehen, wenn zwei Autoresponder sich gegenseitig antworten. Der NetMail-Autoresponder erzeugt eine Antwort nur unter folgenden Bedingungen:

Jeder Eintrag der Autoresponder-Liste kann ein oder mehrere Schlüsselworte enthalten, bei deren Vorkommen im Absendernamen, im Betreff oder im Mail-Text der zugehörige Antworttext erzeugt wird. Wenn bei bestimmten Schlüsselworten ein leerer Text angegeben wird, so wird in diesem Fall keine Antwort erzeugt. Wenn man beim untersten Eintrag der Liste (Standardantwort) keine Schlüsselworte angibt, so wird der zugehörige Antworttext benutzt, wenn keines der darüber angegebenen Schlüsselworte passt.

Die Autoresponder-Antwort wird immer dann erzeugt, wenn das NetMail-Gateway den Internet-Provider anwählt oder wenn man im Mailer-Programm des Gateway den Menüpunkt Datei/Autosend wählt (im letzten Fall ohne die 20-minütige Verzögerung). Bei einem reinen internen NetMail-Betrieb, bei dem nie eine Verbindung zum Internet aufgebaut wird, ist der Autoresponder deshalb nicht sinnvoll benutzbar.

Dateien ohne Text senden

Für spezielle Zwecke können Sie Dateien auch ohne Begleittext als E-Mail über ein Gateway senden. Dazu braucht man die jeweilige Datei nur in ein Unterverzeichnis unterhalb des NetMail-Verzeichnisses zu speichern. Der letzte Teil des Unterverzeichnis-Namens ist die Mail-Zieladresse:

a) Client im Netzwerk: NetMail\<Benutzername>\Received\<Mail-Zieladresse>
b) Mobiler/externer Client: NetMail\Gateway\Send_to\<Mail-Zieladresse>

Als Begleittext wird dabei eine Textdatei EMAIL.TXT im NetMail-Verzeichnis des Gateway benutzt. Nach dem Versand wird die Datei im Send_To-Verzeichnis gelöscht. Um beispielsweise eine Datei test.doc über das Gateway-System an eine Adresse abc(at)def.com zu senden, muss der Pfadname unterhalb des NetMail-Verzeichnisses lauten:

a) Client im Netzwerk: NetMail\Huber\Received\abc(at)def.com\test.doc
b) Mobiler/externer Client: NetMail\Gateway\Send_to\abc(at)def.com\test.doc

Die beschriebene Methode wird jedoch nicht als Standard-Verfahren zum Senden von Mails empfohlen. Normalerweise sollten Sie die Funktion "Neue E-Mail" der Nachrichtenliste dafür benutzen.

Erweitertes Kontextmenü

Um das Kontextmenü zu erweitern, das mit der rechten Maustaste in der Nachrichtenliste aufrufbar ist, können Sie im NetMail-Verzeichnis ein Unterverzeichnis MENU.DIR mit Programmen oder Batch-Dateien darin erzeugen. Beim Aufruf der Datei übergibt NetMail den Namen der Mail-Datei in DOS-kompatibler Form als Kommandozeilen-Parameter. Das Arbeitsverzeichnis ist dasjenige, in dem sich die Mail-Textdatei befindet. (Sie müssen nach Änderungen in MENU.DIR das NetMail-Programm neu starten.)

Der Mechanismus ermöglicht es einem so aufgerufenen Programm, den Inhalt des Textteils einer Mail zu prüfen. Eventuelle Attachments findet ein speziell dafür entwickeltes Programm, indem es die Endung .TXT abschneidet und das Verzeichnis mit dem resultierenden Namen durchsucht.

Eine Datei namens START ohne Erweiterung hat in MENU.DIR eine spezielle Bedeutung: NetMail zeigt im Kontextmenü der rechten Maustaste die Option "Start" an und startet damit die zur Erweiterung des Mail-Namens passende Applikation (normalerweise den Editor für als TXT-Dateien vorliegende Mails).

Archive sichern

Im Datei-Menü kann man mit "Archive sichern" alle gemeinsamen und privaten Mail-Archive in einen anderen Pfad sichern. Dort wird ein Unterverzeichnis mit dem aktuellen Datum erzeugt (jjjj-mm-tt), in dem die Archive mit der normalen Verzeichnisstruktur gespeichert werden. Wenn man die Daten auf eine CDROM kopiert, ist auch der in manchen Betrieben erforderlichen Archivierungspflicht auf einem nachträglich nicht veränderbaren Medium Genüge getan.

Mit "Archive einer Sicherung öffnen" kann man früher gesicherte Mails lesen, ohne sie erst zurückkopieren zu müssen. Dabei ist als Quellverzeichnis eines mit einer entsprechenden Datumsangabe auszuwählen. Der Pfad wird links im Archivbaum anstelle von "Private Archive" und "Gemeinsame Archive" angezeigt. Archivierte Mails werden als nicht änderbar behandelt, auch wenn sie sich auf einem beschreibbaren Medium befinden. Um zu den aktuellen Archiven zurückzuschalten, laden Sie einfach die Mail-Liste neu (z.B. mit der Taste F5).

Drag&Drop, Senden an

Sie können Sie aus dem Windows-Arbeitsplatz bei gedrückter linker Maustaste eine Datei in in das NetMail-Fenster "Neue Mail" ziehen (Drag&Drop).

Eine weitere Möglichkeit: Wenn Sie im Windows-Arbeitsplatz mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder ein Verzeichnis klicken, öffnet sich ein Kontext-Menü mit dem Menüpunkt "Senden an". Wenn NetMail das Standard-Email-Programm ist, enthält das Untermenü "Senden an" auch NetMail. Bei dessen Anwahl erscheint wiederum ein Auswahlfenster mit möglichen Zieladressen.

Export von Adressen

Das Adressbuch kann in einem CSV-Format (comma-separated values) exportiert werden, das auch mit dem Importformat von Outlook kompatibel ist:

Name,Company,Mail,Fax,Mobile

Beachten Sie bitte, dass jede Zeile entweder Mail-Adresse, Fax- oder Mobilnummer enthält, aber nicht alle drei zusammen.

Import von Adressen

Manchmal ist es praktisch, Adressen aus einem anderen Programm importieren zu können. Dazu besitzt das Adressenbuch einen Knopf "Import". In der Quelldatei muss jede Zeile einer Adresse entsprechen. Folgende Formate sind gültig:

Name,Address
Name,Company,Address
Name,Company,Mail,Fax,Mobile

Anführungszeichen um die Felder sind erlaubt. Statt dem Komma ist auch ein Semikolon (;) möglich. In den ersten zwei Formaten muss Fax-Nummern "FAX:" und SMS-Nummern "SMS:" vorangestellt werden, alle anderen Einträge werden dann als E-Mail-Adressen aufgefasst. Im dritten Format, das auch von der Export-Funktion verwendet wird, werden diese Präfixe nicht benutzt, und derselbe Name kann für unterschiedliche Adresstypen auch mehrfach auftreten.

Popup.exe: Abspielen von WAV-Dateien abhängig von Textmeldungen

Öffnen Sie die Datei SHAMROCK.INI in dem Verzeichnis, aus dem Popup.exe geladen wird (typischerweise das NetMail-Verzeichnis auf dem Server) mit dem Editor bzw. legen Sie sie neu an, und ergänzen Sie darin folgende Zeilen (alle Angaben nur als Beispiel, Erklärung weiter unten):

[Common]
Popup-Sounds=rbs
Popup-Dir=c:\wavefiles

[Popup-Sounds]
blocked&Spam=c:\work\spam.wav!
blocked=blocked.wav
Anruf=ringin.wav

Popup-Sounds= legt fest, bei welchen Meldungen spezielle Sounds abgespielt werden: r=rot (Termin-Meldung aus Termin.txt), b=blau (Meldungen von CapiCall, CapiFax, NetMail), s=schwarz (Nachrichten von anderen Popup-Benutzern). Die Voreinstellung ist "rbs".
Popup-Dir= legt einen Pfad für die WAV-Dateien fest, der benutzt wird, wenn kein "\" in den Dateinamen vorkommt.
Unter [Popup-Sounds] stehen Schlüsselworte, bei deren Vorkommen in Meldungen die angegebene WAV-Datei abgespielt wird. Groß- und Kleinschreibung wird dabei unterschieden. Das Zeichen "&" erlaubt dabei eine Und-Verknüpfung mehrerer Worte. Ein Ausrufezeichen hinter der WAV-Datei sorgt dafür, dass bei automatisch generierten Nachrichten (z.B. vom NetMail-Gateway) nur der Sound abgespielt und kein Text angezeigt wird.


Technische Details

Verzeichnis-Struktur

NetMail überträgt Dateien in festgelegten Verzeichnisbäumen zweier Rechner. Mails werden zum Austausch mit dem Gateway in ein Verzeichnis "Gateway" abgelegt. In diesem gibt es drei Unterverzeichnisse:

Diese Aufteilung gilt für einen mobilen Client. Im Netzwerk bzw. auf dem Gateway-Rechner sind die beiden Verzeichnisse Send_To und Received vertauscht.

Wenn man beispielsweise eine Mail mit zwei Attachments TEST1.DOC und TEST2.DOC vom mobilen Client via Gateway an abc(at)xyz.com sendet, entstehen folgende Einträge unterhalb des NetMail-Verzeichnisses:

Gateway\Send_To\abc(at)xyz.de\49021943.TXT
Gateway\Send_To\abc(at)xyz.de\49021943\TEST1.DOC
Gateway\Send_To\abc(at)xyz.de\49021943\TEST2.DOC

Dabei ist 49021943 eine von NetMail willkürlich auf der Basis der Systemzeit vergebener Nummer, die einfach nur sicherstellt, dass man an denselben Empfänger mehrere Mails senden kann.

Runtime-DLLs

Man kann das Laden des Client-Programms ab Windows XP im Netzwerk etwas beschleunigen, wenn man das "Microsoft Visual C++ 2008 SP1 Redistributable Package (x86)" von
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=a5c84275-3b97-4ab7-a40d-3802b2af5fc2
auf den einzelnen Workstations installiert. Die Dateien
mfc90u.dll, msvcr90.dll, Microsoft.VC90.CRT.manifest, Microsoft.VC90.MFC.manifest
brauchen dann nicht mehr übers Netzwerk geladen zu werden, was den Startvorgang etwas schneller macht. Es ist nicht erforderlich, diese Dateien im NetMail-Verzeichnis des Servers zu löschen. (Die Dateien werden nur vom Client benötigt, nicht von der NetMail-Server-Software.)

Kommandozeilen-Optionen

Sie können das Programm Mailedit.exe auch mit einem oder mehreren nachgestellten Dateinamen (möglichst mit vollständigem Pfad) in der Kommandozeile aufrufen. Es fragt Sie dann nach einer Zieladresse und kopiert die angegebenen Dateien in das zugehörige Send_To-Verzeichnis. Alternativ sind folgende Aufrufparameter möglich:

/N
/F:Pfad\Datei
/V:Pfad\Datei
/R:Pfad\Datei
/A:Pfad\Datei
mailto: ...
Neue Nachricht erstellen
Empfangene Mail weiterleiten
Empfangene Mail ansehen
Empfangene Mail beantworten
Allen antworten
Aufruf wie aus HTML-Seite mit mailto-Link

Für das Programm Autosync.exe gibt es ferner eine Kommandozeilen-Option /U:Username zur Festlegung der eigenen Identität im Netzwerk, z.B. als Desktop-Link.


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