Teleservice

Fernwartungs-Programm für DOS

Version 4.11 vom 09.12.2000

  • Fernbedienung, Dateitransfer
  • Rückruf und Passwortschutz
  • Für Modems, ISDN, Datex-P
  • Verbindungen via Netzwerk
  • Modem-Sharing im LAN
  • Host benötigt nur 20 KByte
  • Mit Drucker-Umleitung
  • Auch für Win-DOS-Box

Inhaltsübersicht - Support-Tipps - Shamrock-Homepage

Teleservice wird von der Shamrock Software GmbH unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Shamrock bietet für Freeware keinen Hotline-Support an. Die gelieferten Programmdateien dürfen nicht verändert oder deassembliert werden. Shamrock garantiert nicht die Eignung für einen bestimmten Verwendungszweck oder die Funktion in einer bestimmten Systemumgebung. Das Weiterverbreiten des Programms im Internet oder auf Datenträgern ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Shamrock Software GmbH zulässig. Die Weitergabe gegen Entgelt ist ausdrücklich untersagt.

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Inhaltsübersicht

Vorbemerkungen
Schnellstart
Hardware-Empfehlungen

Installation
Kopieren der Dateien
Start von TEL und TELX
Optionen von TEL+TELX
Steuerdateien

Das Menüfenster
Fenster verschieben
F1 = Verbinden
F2 = Fernbedienung
F3 = Laufwerksumleitung

F4 = Datei holen
F5 = Datei(en) senden
F6 = Directory anzeigen
F7 = Datei(en) löschen
F8 = Drucker umleiten
F9 = Nachricht senden
F10 = Verbindungsende

Hilfsprogramme
Grafik-Schnappschuss
Batch-Verbindungsaufbau
Schnittstellentest
Netzwerk-Test
Kritische DOS-Fehler
ALT-T in Batch-Datei

Software-Kompatibilität
Fernbedienung
File-Locking
Viren-Erkennung
Residente Programme
Die Pause-Taste
Änderbare Parameter

V.24, ISDN, Netzwerk
Modem-Schnittstelle
ISDN-Karten
Modem-Sharing
Netzwerk-Verbindungen
Datex-P-Verbindungen
PAD14-Details

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Vorbemerkungen

Schnellstart

In vielen Fällen werden Sie in der Lage sein, die wichtigsten Funktionen zu benutzen, ohne dieses Handbuch vollständig gelesen zu haben. Bei Modembetrieb brauchen Sie sich gewöhnlich nur folgendes zu merken:

Zu ISDN- und Netzwerk-Verbindungen sollten Sie die entsprechenden Kapitel in diesem Handbuch lesen. Falls Sie auf Fragen oder Probleme stoßen, die über das Handbuch hinausgehen, und deshalb die Shamrock-Hotline anrufen möchten, halten Sie dazu bitte unbedingt die Original-Diskette, Ihren PC und das Handbuch bereit.

Hardware-Empfehlungen

Teleservice läuft auf jedem IBM-kompatiblen MS-DOS-PC, der über wenigstens eine freie serielle Schnittstelle, eine ISDN-Karte mit CAPI-1.1-Treiber oder ein NetBIOS-kompatibles Netzwerk verfügt. Der Speicherbedarf von Teleservice ist mit etwa 20 KByte (ohne ISDN- oder Netzwerktreiber) vergleichsweise gering, so dass der nötige Speicherausbau in erster Linie von der sonstigen Anwender-Software bestimmt wird. Außer unter DOS läuft Teleservice auch in einer DOS-Box von Windows 3.1, 95, 98 oder NT, dann ist allerdings nur die Fernbedienung einer Applikation in derselben DOS-Box möglich. (Für Windows bietet Shamrock Software das grafisch orientierte Fernwartungsprogramm WinTel an.) Zur Datenübertragung eignen sich:

Die fehlerkorrigierenden MNP5- oder V.42-Modems bieten zwar Vorteile wegen ihrer Datenkompression; da aber Teleservice intern ebenfalls sowohl ein Fehlerkorrektur-Protokoll abwickelt als auch eine einfache Datenkompression (Lauflängen-Codierung) beinhaltet, sind auch einfachere Modems ohne Einschränkungen geeignet.


Die Installation

Kopieren der Dateien

Teleservice ist im Internet von www.shamrock.de als ZIP-Archiv ladbar. Um das Archiv zu entpacken, benötigen Sie ein Programm wie UNZIP oder WINZIP.

Erstellen Sie bitte ein neues, leeres Verzeichnis (typisch C:\TEL) und entpacken Sie den Inhalt der Datei TEL.ZIP in dieses Verzeichnis. Die Datei TEL.HTM, die Sie gerade lesen, ist das zugehörige Handbuch.

Bitte beachten Sie, dass Shamrock für kostenlose Software (Freeware) keinen Hotline-Support bietet.

Start von TEL und TELX

Je nachdem, welche Funktionen und Verbindungsarten Sie benutzen möchten, müssen Sie nur TEL bzw. TELX oder auch zusätzliche Treiber laden.

Zur Nutzung der Laufwerksumleitung müssen Sie in CONFIG.SYS zusätzlich DEVICE = TELDRIVE.SYS (ggf. mit Pfad) schreiben und den Rechner neu starten. Ferner empfehlen wir, vor TELX das Programm NOFATAL zu laden; es verhindert, dass die Meldung "Abbruch/Wiederholen/Ignorieren" die Fernbedienung stoppt.

Client-PC mit Standard-Modem oder GSM-Adapter

Bei den meisten heutigen Modems sind in der Steuerdatei MODEM.TEL keine Änderungen erforderlich. Vergessen Sie beim Start von TEL oder TELX aber nicht die Option /r, die ein Hardware-Handshake erlaubt.

TEL /2 /r /b9 Client, /2=COM2, /r=Hardware-Handshake (RTS/CTS)

Falls das Modem an COM1 angeschlossen ist, entfällt die Option /2. Beim Laden von TEL.COM bzw. TELX.COM erscheinen die Modem-Befehle in der Datei MODEM.TEL auf dem Bildschirm, wenn Schnittstelle, Kabel und Modem in Ordnung sind.

Client-PC mit Nullmodem-Kabel

Die Option /oem hinter TEL oder TELX sorgt dafür, dass Teleservice auch bei nicht angeschlossener DCD-Leitung das Zustandekommen einer Verbindung über ein Nullmodemkabel erkennt.

TEL /2 /r /b9 /oem Client, /2 = COM2, /r = RTS/CTS-Flusskontrolle,
/oem ignoriert die V.24-Steuerleitung DCD

Client-PC mit DOS und AVM-Fritz-Card

Der DOS-CAPI1.1-Treiber gehört nicht zum normalen Lieferumfang der AVM-Fritz32-Card. Sie können den mit der Fritz-Card kompatiblen A1-Treiber und das MSN-Programm vom AVM-Server laden. Alternativ können Sie Teleservice in einer DOS-Box von Windows mit der AVM-Dual-CAPI betreiben; sie benötigen dafür nur noch das MSN-Programm, aber nicht A1BASE. (Bitte beachten Sie, dass AVM für PCI-Karten keinen DOS-Treiber anbietet.)

A1BASE
MSN -s1=98765
ISDNDRV /i1 /e1
TEL /i1
CAPI-1.1-Treiber von AVM für Fritz und A1
Programm von AVM, 98765=eigene Rufnr.!
CAPI-Interface für Teleservice
Teleservice-Client

Client-PC mit Teles-S0-Karte unter DOS

Es gibt sehr unterschiedliche Versionen der Teles-Treiber-Software. Die Unterschiede betreffen vor allem die Rufnummern-/EAZ-Zuweisung; bitte konsultieren Sie die Teles-Dokumentation. Statt des DOS-Treibers STARTS0 können Sie in einer Windows-DOS-Box auch die Dual-CAPI (VXD-Treiber) benutzen.

STARTS0.BAT
ISDNDRV /i1 /e1
TEL /i1
Teles-CAPI-Treiber (MSN-Zuweisung in CAPI.INI!)
CAPI-/Int-14H-Interface für Teleservice
Teleservice-Client, benutzt COM1 via Int 14H

Modem-Sharing in Netzwerken, Verbindungen über Netzwerke und spezielle Aspekte von ISDN-Verbindungen werden weiter unten beschrieben.

Optionen von TEL und TELX

Sowohl TEL.COM als auch TELX.COM lassen beim Start zahlreiche, dem Programmnamen nachgestellte Optionen zu, mit denen Sie das Verhalten der Software an Ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen können.

/? Teleservice zeigt lediglich eine Liste der wichtigsten Kommandozeilen-Optionen an, wird dabei aber nicht resident geladen.
/2, /3, /4 Serielle Schnittstelle COM2/3/4 statt COM1 verwenden. Angenommene Adressen und Interrupts: COM1=3F8/IRQ4, COM2=2F8/IRQ3, COM3=3E8/IRQ2/9, COM4=2E8/IRQ5. Bei abweichender Belegung /2.../4 weglassen und statt dessen TELINST zur Konfiguration benutzen!
/ATxxx (nur TEL, nicht TELX): Sofort beim Laden des Programms wird der Anwahlbefehl ATDxxx... ausgeführt, ohne dass ALT-T und F1 gedrückt werden muss.
/Bx Baudrate; x: 0=300, 1=1200, 2=2400 (default), 3=4800, 4=9600, 5=14400, 6=19200, 7=28800, 8=38400, 9=57600.
/Cxy Schrift-/Hintergrund-Farbe des Menüfensters = x/y: 0=schwarz, 1=dunkelblau, 2=grün, 3=hellblau, 4=rot, 5=violett, 6=braun, 7=weiß, 8=gelb, 9=hellweiß. Bei Monochrom-Karten (MDA, HGC) ist /C wirkungslos. Beispiel: /C03 = schwarze Schrift in blauem Fenster.
/D Fernbedienung und Laufwerksumleitung werden hiermit verhindert, nur ein Dateitransfer ist möglich.
/Ix Der Zugriff auf die Schnittstelle x erfolgt nicht durch direkte Adressierung, sondern über INT 14H - COMx (z.B. für Netzwerk-Modems via SHARE14, für den ISDN-Treiber ISDNDRV und für den Netzwerk-/Datex-P-Treiber PAD14).
/Kx Die Tastenkombination zum Einblenden des Menüfensters wird auf ALT-x statt ALT-T eingestellt. Für x sind alle Ziffern und Buchstaben (außer ÄÖÜß) zulässig.
/Lx Gibt den lokalen Port LPTx frei, damit der andere PC über ihn drucken kann (vgl. /Ux). Voreingestellt ist /L3.
/M Monochrom-Modus (z.B. LCD); jegliche Farben bzw. Grautöne werden auf dem Bildschirm in passende Schwarzweiß-Attribute konvertiert.
/N Nichts im rechten oberen Bildschirmeck anzeigen. Ohne /N erscheint dort "S" beim Senden, "R" beim Empfangen sowie Pfeilsymbole beim Auflegen und beim Rückruf.
/Ox (nur TEL, nicht TELX): x=Summe aus 1=keine Passwortabfrage und nach Connect ohne F2 sofort Fernbedienung (ggf. Passwort vorher mit /p festlegen!), 2=bei Fernbedienungs-Ende (Strg-Enter) sofort auflegen, 4=Host bei Verbindungsende immer booten.
/Pxxx Passwort "xxx" vordefinieren. Das Passwort darf nur Buchstaben und Ziffern enthalten und bis zu 15 Zeichen lang sein. Es wird beim Verbindungsaufbau (F1) automatisch überprüft.
/R Die RTS-Leitung wird konstant auf 1 gehalten (z.B. für MNP5-Modems oder Nullmodem-Kabel zwischen zwei PCs). Ohne /R geht RTS nur beim Senden auf 1.
/S Slave-Modus (fernbedient); dadurch wird TEL.COM so konfiguriert, als wäre es TELX.COM.
/Ux Auf dem eigenen Rechner werden Druckerausgaben von der Schnittstelle LPTx zum entfernten PC bzw. Drucker umgeleitet. Ohne /U ist LPT3 voreingestellt.
/V Keine Synchronisation bei CGA-Karten (schneller). Bei EGA, VGA, HGC, XGA wirkungslos.
/Zx Das eigene Laufwerk x (z.B. C: bei /ZC) wird dem Partner als umgeleitetes Laufwerk angeboten (nachträglich änderbar mit dem Menüpunkt F3).
/oem Die Steuerleitungen DCD und DSR der seriellen Schnittstelle werden ignoriert (Nullmodemkabel).
x:\pfad Voreingestellter Pfad für Dateitransfers: Laufwerk x, Verzeichnis "pfad".

Vor dem Start von TEL.COM oder TELX.COM muss das Modem eingeschaltet werden und vor allem dann auch bleiben, da sonst die Initialisierung verloren ginge! Groß- und Kleinschreibung spielt in der Kommandozeile keine Rolle; z.B. ist /pGEHEIM gleichwertig mit /Pgeheim.

Wenn TEL.COM oder TELX.COM ein zweites Mal aufgerufen wird und es das zuletzt geladene residente Programm ist, entfernt es sich selbst wieder aus dem Speicher, wobei alle evtl. angegebenen Optionen ignoriert werden.

Beispiel 1: C:\>TEL /pGeheim /B6 /R /2

Diese Eingabe lädt TEL.COM resident, definiert "Geheim" als vorgegebenes Passwort und bedient ein Modem an der Schnittstelle COM2 (/2) mit 19200 Baud (/B6) und Hardware-Handshake (/R). Als Default-Pfad wird C:\ angenommen, da nichts anderes eingegeben wurde. (Bitte beachten Sie die eventuell nötigen Änderungen in MODEM.TEL für Highspeed-Modems!).

Beispiel 2: C:\TEL>TELX /pGeheim /B6 /R C:

So wird TELX beim Host-PC geladen. Ein an COM1 angeschlossenes Modem wird mit 19200 Bd (/B6) und Hardware-Handshake (/R) wird bedient, als Passwort ist wieder "Geheim" eingestellt. Für Dateitransfers ist der Root-Pfad von C: voreingestellt.

Bei der Verwendung von MNP5- und V.42-Modems ist es sinnvoll, für TEL.COM und TELX.COM eine mindestens doppelt so hohe Baudrate einzustellen, als das Modem tatsächlich überträgt, um die Vorteile der Modem-internen Datenkompression auszunutzen, also beispielsweise /B3 oder /B4 bei einem 2400-Bd-MNP5-Modem. Voraussetzung ist dafür aber eine korrekte Initialisierung des Modems (siehe folgendes Kapitel).

Das Starten von TEL(X).COM kann ein paar Sekunden dauern, bis die Datei MODEM.TEL vollständig zum Modem geschickt wurde. Wenn der Start innerhalb einer Batch-Datei erfolgte, kann der Erfolg am resultierenden ERRORLEVEL geprüft werden:

0 = In Ordnung, Teleservice erfolgreich geladen
1 = Falsche Option o.ä., Teleservice nicht geladen
2 = Teleservice wurde aus dem Speicher entfernt
3 = Wie 2, aber Speicherzuweisungsfehler aufgetreten

(Beachten Sie bitte, dass man in einer Batch-Datei höhere ERRORLEVELs stets vor den niedrigeren abfragen muss.)

TEL.COM beinhaltet auch alle Funktionen von TELX.COM. Wenn Sie unterwegs sind, nehmen Sie ein jungfräuliches (noch nie gestartetes) TEL.COM auf einer Diskette mit und lassen zu Hause Ihren PC ebenfalls mit TEL.COM eingeschaltet, so dass Sie bei Bedarf auf ihn zugreifen können.

Steuerdateien

Zur Initialisierung des Modems und zum automatischen Verbindungs-Aufbau zu Kunden sind Steuerdateien vorgesehen. In solchen Dateien haben einige Zeichen eine besondere Bedeutung:

Return (Enter): Sendet Return und wartet eine Sekunde
· (ALT-249): Optional als Ersatz für Return
_ (Unterstrich): Zusätzliche Pause von einer Sekunde

Modem-Initialisierung

Die zur Modem-Initialisierung nötige Steuerdatei besitzt stets den Namen MODEM.TEL, muss sich im gleichen Pfad wie TEL.COM bzw. TELX.COM befinden und sieht erst einmal so aus:

AT Z
AT B0 &C1 &D2
AT S0=1
(Grundeinstellung des Modems)
(Modem in CCITT-Modus schalten)
(Anruf-Annahme nach 1mal Klingeln)

Die zweite Zeile ist besonders wichtig, weil viele ältere Hayes-kompatiblen Modems sonst die Steuerleitungen DTR, DCD und DSR nicht korrekt bedienen!

Falls Sie auf beiden Seiten MNP5-/V.42-Modems mit dem erweiterten Hayes-Befehlssatz verwenden, müssen Sie in der Datei MODEM.TEL je nach fabrikmäßiger Voreinstellung der Modems mit Hilfe eines Texteditors zusätzliche Zeilen ergänzen, damit Hardware-Handshake unterstützt wird (je nach Modemtyp meist \Q3 oder &K3), die PC-Baudrate unabhängig von der Übertragungsbaudrate ist (meist \J0) und MNP5/V.42bis verwendet wird, wenn das andere Modem das auch kann (gewöhnlich \N3):

AT \N3 \J0 \Q3
AT \N3 \J0 &K3
(zusätzlich bei MNP5-Modems) oder
(bei den meisten V.42-Modems)

Eine Zeile mit vorangestelltem Größer-Zeichen ">" kann dazu dienen, bei einem Rückruf gleich den Wählbefehl mit der eigenen Telefonnummer vorzuschlagen:

>ATDP 0123 4567 (Default-Rückrufnummer=eigene Telefonnummer)

Verbindungsaufbau

Die zum Verbindungsaufbau möglichen Steuerdateien können beliebige Namen haben. Sie müssen jedoch stets in jenem Directory sein, in dem sich auch TEL.COM befindet. In den meisten Fällen genügt dafür eine einzige Zeile:

AT DP 1234567
AT X1DT0W1234567
Es wird die Nummer 1234567 gewählt, DP=Pulswahl
Tonwahl, holt Amt mit 0 und wartet dann auf Wählton

Achten Sie bitte darauf, dass am Ende nur genau ein Return-Zeichen stehen darf, weil sonst der Wählvorgang verfrüht abgebrochen wird. - Auch hier ist wie in MODEM.TEL eine Zeile ">AT D ..." als voreinzustellender Rückrufbefehl möglich.


Das Menüfenster

Fenster verschieben

Die Fernbedienung erfolgt menügeführt. Wenn TEL.COM resident geladen ist, lässt sich das Menüfenster mit ALT-T (oder einer anderen mit der Option /K definierten Tastenkombination) einblenden.

Wenn die Option /N nicht verwendet wurde, erscheint beim Senden von Daten im rechten oberen Bildschirm-Eck ein "S" und beim Empfangen ein "R". Wenn Teleservice auflegt, wird ein nach unten weisender Pfeil eingeblendet, während eines Rückrufes ein nach links weisender Pfeil.

Wenn das Menü im Fenster sichtbar ist - und nur dann, also nicht etwa bei der Eingabe von Dateinamen oder Telefonnummern - ist es möglich, das Fenster mit den Cursor-Tasten auf dem Bildschirm zu verschieben.

F1 = Verbinden

Um eine Verbindung zu einem Host-PC herzustellen, blenden Sie zunächst das Menüfenster mit ALT-T ein und drücken dann F1. Zunächst fragt Sie Teleservice nach einer "Steuerdatei", die Modem-Anweisungen für einen automatischen Verbindungsaufbau beinhalten kann.

Wenn Sie vorher mit einem Texteditor eine passende Steuerdatei erstellt haben, geben Sie bitte deren Namen ein. Wenn nicht, drücken Sie zunächst nur die Return-Taste. Sie können den nötigen Wählbefehl dann von Hand eingeben, wobei beim ersten Start der bei Hayes-Modems übliche Wählbefehl AT DP und bei späteren Aufrufen das jeweils zuletzt erfolgreich benutzte Kommando vorgeschlagen wird. (Löschen Sie das AT DP nicht weg, wenn Sie zum Test ein Nullmodem-Kabel verwenden!)

Bei erfolgreichem Verbindungsaufbau merkt sich Teleservice den Wählbefehl für das nächste Mal, so dass Sie später diese Eingabezeile nur noch mit Enter bestätigen müssen.

Sobald das Modem die Verbindung hergestellt hat, fragt Sie Teleservice nach einem Passwort und schlägt dabei ggf. jenes vor, das Sie auf dem eigenen Rechner mit /P... installiert haben. Das eingegebene Passwort muss mit dem übereinstimmen, dass auf dem entfernten Rechner mit /P... angegeben wurde. (Wenn dort die Option /P nicht verwendet wurde, genügt ein Druck auf die Return-Taste.) Bei Nichtübereinstimmung wird die Verbindung ohne weitere Rückfrage abgebrochen.

Wenn Sie nach dem Herstellen einer Verbindung möchten, dass der Host-PC Sie zurückruft, so dass die weiteren Gebühren nicht auf Ihre Rechnung gehen, drücken Sie anschließend sofort F10 (siehe unten). Andernfalls gelangen Sie mit F2 in den Fernbedienungsmodus.

Die Log-Dateien TEL.LOG und TELX.LOG

TEL.COM und TELX.COM legen die Dateien TEL.LOG und TELX.LOG mit Angaben über (erfolgreich hergestellte) Verbindungen an. Nach Datum, Start- und Endezeit folgen jeweils noch:

Dies erlaubt Ihnen z.B. ein einfaches Ermitteln der für einen Kunden benötigten Arbeitszeit. - Ändern Sie die .LOG-Dateien bitte nicht mit einem Editor, der ein Strg-Z-Zeichen am Ende anfügt, da andernfalls die Datei später z.B. mit TYPE nur bis dorthin lesbar wäre! Verwenden Sie z.B. TYPE TEL.LOG zum Lesen oder drucken Sie sie mit COPY TEL.LOG PRN.

F2 = Fernbedienung

Mit dem Menüpunkt F2 erhalten Sie eine Bildschirm-Kopie des Host-PC und können fernbedient Tasteneingaben vornehmen - genau so, als würden Sie selbst dort sitzen.

Umlaute, Liniengrafik-Symbole und Farbattribute werden ohne Einschränkungen übertragen. Bei Bedarf erfolgt eine passende Umsetzung von Farben in Monochrom-Attribute und umgekehrt. Folgende Einschränkungen gelten allerdings prinzipbedingt:

Tastendrücke werden übertragen:

Der Bildschirminhalt wird etwa 0,1 Sekunden nach der Ausführung eines Tastendrucks auf dem Host übertragen, wenn damit zu rechnen ist, dass die aus dem Tastendruck resultierenden Bildschirmänderungen sichtbar sind, aber etwa alle vier Sekunden auch dann, wenn keine Taste gedrückt wurde, so dass man auch Eingaben des dortigen Benutzers sieht.

Die Tastenkombination Strg-Enter (Ctrl-Return) ist für das Beenden des Fernsteuer-Modus reserviert. (Strg-J liefert den gleichen Zeichencode und kann ersatzweise gesendet werden, falls eine fernbediente Applikation diese Eingabe benötigt.)

Sollte es einmal ausnahmsweise zu Synchronisationsproblemen kommen, z..B. wenn eine Applikation beim Host den Rechner länger als etwa 10 Sekunden ohne Tastaturabfrage blockiert hat, drücken Sie bitte Strg-Enter und anschließend wieder F2, so dass der Bildschirm komplett neu aufgebaut wird.

Wenn im Menü F2 gedrückt wird, erfolgt die erste Bildschirmübertragung vollständig Zeichen für Zeichen (jedoch mit einer internen Komprimierung). Später werden dann nur noch Änderungen des Bildschirminhalts übertragen, um Zeit zu sparen.

F3: Laufwerksumleitung

Hier können Sie interaktiv Laufwerke zwischen beiden PCs umleiten, sofern in CONFIG.SYS der Aufruf

DEVICE = C:\TEL\TELDRIVE.SYS

(ggf. mit angepasster Pfadangabe) steht. Der von TELDRIVE zur Verfügung gestellte zusätzliche Laufwerksbuchstabe, z.B. D: oder E:, wird beim Laden fest vergeben und angezeigt.

Es können keine Redirector-Laufwerke (CD-ROMs, Netz) umgeleitet werden. Von umgeleiteten Laufwerken kann nur gelesen werden, damit bei einem Verbindungsabbruch nichts passiert. Die meisten DOS-Befehle wie COPY, CHKDISK, DIR, XCOPY usw. (jedoch nicht FORMAT) funktionieren lesend mit solchen Laufwerken, ebenso Programme wie PC-Tools, Norton-Commander und Applikations-Software.

Das Anzeigen des freien Speicherplatzes beim ersten DIR-Befehl kann etwas dauern, da die komplette Dateibelegungstabelle gelesen werden muss. Spätere DIR-Aufrufe sind dann schneller. - Bitte deaktivieren Sie ggf. ein Disk-Cache-Programm für das das TELDRIVE-Laufwerk, z.B. SMARTDRV E- in AUTOEXEC.BAT.

F4: Datei holen

Mit F4 ist es möglich, eine Datei von einem anderen Teilnehmer auf den eigenen Rechner zu kopieren. Die Eingabe von Platzhaltern ist im Dateinamen nicht zulässig ("?" ,"*"); verwenden Sie ggf. die Laufwerksumleitung (F3) zum Kopieren von ganzen Verzeichnissen.

Vorsicht: Eine zusätzliche Abfrage, ob eine eventuell schon vorhandene Datei überschrieben werden soll, erfolgt nicht. Wenn bei der Übertragung ein nicht korrigierbarer Fehler auftrat oder ESC gedrückt wurde, wird der Transfer abgebrochen und die angefangene Zieldatei gelöscht.

Laufwerk und Pfad

Sowohl TELX als auch TEL merken sich beim Laden den Pfad, in dem sie gestartet werden, und verwenden diesen dann als Pfad-Vorgabe bei allen Datei-Operationen. (Alternativ ist es auch möglich, hinter den Aufruf von TEL bzw. TELX einen davon abweichenden Pfad zu schreiben.)

Angenommen, TELX.COM wurde im Verzeichnis C:\PRG ohne explizite Nennung eines anderen Pfades gestartet. Wenn in TEL.COM dann kein vollständiger Host-Pfad mit Laufwerk angegeben wird, beziehen sich alle Dateizugriffe auf C:\PRG\. Um etwa auf eine Datei BSP.TXT im Directory C:\PRG\TEXTE zuzugreifen, braucht man nur TEXTE\BSP.TXT einzugeben.

Um auf Daten auf einem anderen Laufwerk oder in einem außerhalb von C:\PRG liegenden Pfad zuzugreifen, muss man dagegen stets den vollständigen Pfad inklusive Laufwerk angeben, zum Beispiel C:\USR\PROG.EXE.

Wenn der Zugriff auf die gesamte Festplatte C: ohne explizite Laufwerksangabe möglich sein soll, starten Sie TEL.COM oder TELX.COM aus dem Root-Directory oder geben Sie hinter TEL bzw. TELX einfach C: (ohne "\") als Root-Pfad an.

Eingabe von Dateinamen

Bei den Menüpunkten für das Senden und Holen von Dateien muss zunächst der Dateiname so eingegeben werden, wie er für den eigenen Rechner gelten soll. Dieser kann einen Pfad beinhalten, wie zum Beispiel XYZ.COM, \TEST.TXT oder C:\BIN\XYZ.COM. Da eine Laufwerksbezeichnung ohne folgenden Backslash "\" mehrdeutig wäre, weil kein Verzeichnis spezifiziert wird, nimmt Teleservice hierfür das Wurzelverzeichnis an. Wenn der Dateiname für den eigenen Rechner keinen Pfad enthält, hängt ihn Teleservice an den voreingestellten Pfad an.

Bei der Übertragung oder beim Löschen von Dateien sowie bei der Anzeige des Directory eines anderen Teilnehmers wird man aufgefordert, einen Dateinamen (bzw. eine Directory-Maske) für den dortigen Rechner einzugeben. (Ein Dateiname, der mit "\" beginnt, ist hier unzulässig, weil er mehrdeutig ist - der "Vordergrund"-Benutzer könnte ja das aktuelle Laufwerk wechseln! Für absolute Pfade muss das Laufwerk mit angegeben werden.)

F5: Datei(en) senden

Dieser Menüpunkt gestattet auch Platzhalter (Wildcards, Joker) im Dateinamen; es erfolgt die Übertragung aller passenden Dateien (bei *.TXT zum Beispiel aller Dateien mit der Endung .TXT). Im Gegensatz zum DOS-Kommando COPY muss hinter einem Subdirectory-Namen aber explizit \*.* angegeben werden, wenn es komplett kopiert werden soll.

Wenn beim Senden von Dateien Wildcards verwendet werden, kann für den Zielrechner zwar ein anderer Pfad angegeben werden, die eigentlichen Namen selbst können jedoch nicht geändert werden. - Beachten Sie bitte auch die beim Menüpunkt F4 gemachten Anmerkungen zu Laufwerk und Pfad sowie über die Eingabe von Dateinamen.

F6: Directory anzeigen

Das Disk- bzw. Platten-Inhaltsverzeichnis des entfernten Rechners kann hiermit angezeigt werden. Teleservice schlägt hierbei *.* als Directory-Maske vor. Diese kann mit der Pos1- oder der Backspace-Taste gelöscht bzw. beliebig verändert werden, wobei auch eine Pfadangabe möglich ist, die sich, wie gewohnt, als Zusatz zu dem im Zielrechner intern gespeicherten Pfad versteht. Andernfalls muss der komplette Pfad inklusive Laufwerk angegeben werden.

Um den Inhalt eines Subdirectory ("unterhalb" des Normal-Pfades) anzuzeigen, ist seinem Namen ein Backslash (\) nachzustellen, zum Beispiel TEXTE\. Die Angabe von *.* hinter einem Backslash ist hier nicht erforderlich.

F7: Datei(en) löschen

Dieser Menüpunkt erlaubt das Löschen von Dateien auf dem entfernten Rechner. Die Platzhalter "?" und "*" sind wie beim DOS-Befehl DEL zulässig. Wenn der Inhalt eines ganzen Verzeichnisses gelöscht werden soll, muss hinter dessen Pfadnamen im Gegensatz zu DEL stets \*.* geschrieben werden. (Das Löschen des Verzeichnisnamens selbst mit dem DOS-Befehl RD bzw. REMDIR ist nur per Fernbedienung mit F2 möglich.)

Das Löschen einer Datei ist nicht möglich, wenn diese von einem Anwenderprogramm gerade geöffnet wurde und das MS-DOS-Programm SHARE geladen ist.

F8: Drucker umleiten

Während der Verbindung ist es jederzeit möglich, Druckerausgaben von Anwenderprogrammen auf einen Drucker am jeweils anderen PC umzuleiten. Dazu kann man eine (und nur eine) parallele Drucker-Schnittstelle auf den anderen Rechner umleiten. Folgende Abfragen erfolgen nacheinander bei F8:

  1. Eigenen Port umleiten (3): Nummer des eigenen LPT-Ports, der zum Host umgeleitet werden soll.
  2. Auf entfernten Port (1): Nummer des LPT-Ports am Host, auf dem Ihre Druckausgaben erfolgen sollen.
  3. Entfernten Port umleiten (3): Nummer des LPT-Ports am Host, der zu Ihrem PC umgeleitet werden soll.
  4. Auf welchen eigenen Port (1): Nummer des LPT-Ports an Ihrem PC, auf den Host-Druckausgaben erfolgen sollen, falls dessen Port umgeleitet wird.

(In Klammern ist hier angegeben, welche Standard-Vorgaben Teleservice für die einzelnen LPT-Nummern macht.) Nach einem weiteren Tastendruck wird überprüft, ob der jeweilige Drucker betriebsbereit und ansprechbar ist (Status).

Die Umleitung fängt alle Druckausgaben ab, die über den BIOS-Interrupt 17H oder über MS-DOS erfolgen. Sie funktioniert also nicht, wenn ein Programm den Drucker unter Umgehung von BIOS und DOS direkt über Hardware-Adressen anspricht, wie das z.B. bei Windows 95/98/NT der Fall ist.

F9: Nachricht senden

Um auf dem Bildschirm des entfernten Rechners eine kurze, einzeilige Nachricht einzublenden, drücken Sie einfach F9 und geben den Text ein, zum Beispiel: "Disk in Laufwerk A: legen!". Auf dem Host wird daraufhin ein Fenster mit der Nachricht eingeblendet. Der dortige Benutzer kann dieses Fenster mit einer beliebigen Taste wieder ausblenden, um weiterzuarbeiten.

Das Absenden einer Nachricht ist nicht möglich, wenn das Fenster beim entfernten PC nicht eingeblendet werden kann, weil es entweder bereits eingeblendet ist oder weil der Rechner gerade im Grafik-Modus arbeitet.

F10: Verbindungsende

Wenn Sie auf F10 drücken, werden Sie zuerst gefragt, ob Sie die Verbindung wirklich beenden wollen, und dann noch, ob der entfernte PC Sie zurückrufen soll.

Rückruf: Wenn Sie diese Frage mit "J" beantworten, erlaubt Teleservice die Eingabe eines Wählbefehls für das entfernte Modem. Hier können Sie ATDP (Pulswahl bei Hayes-kompatiblen Modems), ATDT (Tonwahl) oder CRN (bei Modems mit CCITT-Befehlssatz) gefolgt von Ihrer eigenen Telefonnummer eingeben, so dass der dortige PC zunächst auflegen und anschließend Ihre Telefonnummer wählen wird. Falls der Host an einer Nebenstellenanlage angeschlossen ist, müssen Sie ggf. die Vorwahl-Null mit eingeben, z.B. AT DT 0 W 98765.

Der entfernte PC wartet dann bis zu einer Minute, bis sein Modem die Verbindung zu Ihnen wieder hergestellt hat. Wenn das nicht klappt, wird der Versuch abgebrochen. (Es findet keine automatische Wahlwiederholung statt.)

Es ist nicht erforderlich, dass das Teleservice-Menüfenster auf Ihrem PC während des Rückrufs eingeblendet ist. Sobald Sie am Telefon bzw. Modem merken, dass die Verbindung wieder besteht, können Sie mit Teleservice weiterarbeiten, ohne die jetzt anfallenden Zeittakt-Gebühren bezahlen zu müssen!

Rechner-Neustart: Falls nach F10 die Abfrage "Rückruf" mit "N" beantwortet wurde, werden Sie gefragt, ob der entfernte PC neu gestartet werden soll (Warmstart wie bei Strg-Alt-Entf auf der dortigen Tastatur). Wenn Sie davon Gebrauch machen, beachten Sie unbedingt folgendes: Es sollten keine Dateien von Anwenderprogrammen offen sein, in die vorher geschrieben wurde (z.B. Datenbank-Files). TELX.COM sollte durch AUTOEXEC.BAT erneut geladen werden, andernfalls ist Teleservice später nicht mehr anrufbar. Der Neustart ist meist nur sinnvoll, wenn CONFIG.SYS oder AUTOEXEC.BAT ferngesteuert verändert wurden.

Wenn nach dem Neustart des entfernten PC die Verbindung mit F1 wieder hergestellt werden soll, ist eine Wartezeit von mindestens etwa 30 Sekunden zweckmäßig, um dem Rechner genügend Zeit zum Laden des Betriebssystems, von residenten Treibern und natürlich von Teleservice zu geben.

Wenn Teleservice nach dem Beenden der Verbindung bemerkt, dass die DCD-Leitung auf 1 bleibt, könnte es sich um eine Datex-P-Verbindung handeln. Teleservice sendet dann ein V.24-Break-Signal, das Wort CLEAR sowie ein Return-Zeichen. Für einen Datex-P-PAD sollten Sie folgende Parameter wählen: Profil = 3 (transparent), Parameter 4 = 2 (Paketsende-Wartezeit), Parameter 7 = 8 (Break statt Ctrl-P für Kommandomodus).


Hilfsprogramme

Grafik-Schnappschuss

Das Programm SS.COM erlaubt eine Art Schnappschuss des momentanen Bildschirminhalts im EGA-/VGA-Grafik- oder Textmodus. Es unterstützt die Standard-Color-Modi 640¨350 und 640¨480 sowie den Textmodus 80¨25. Zweck ist es erstens, bei der Fernwartung auch das Ansehen von Grafiken zu gestatten, obwohl die Fernbedienung aus Geschwindigkeitsgründen nur im Textmodus möglich und sinnvoll ist. Zweitens kann Ihr Kunde Problemsituationen als Schnappschuss festhalten.

Laden Sie SnapShot resident durch Eingabe von SS. Starten Sie dann (ferngesteuert oder lokal) das jeweilige Anwenderprogramm und drücken Sie ALT-P. Der Bildschirminhalt wird dann in eine Datei SCREEN01.GRA geschrieben; beim nächsten Mal wird SCREEN02.GRA erzeugt, und so weiter.

Falls die Tastenkombination ALT-P in Ihrem Anwenderprogramm bereits verwendet ist und Sie beispielsweise lieber ALT-X für SnapShot verwenden möchten, laden Sie das Programm bitte mit SS /KX (es sind auch andere Buchstaben und Ziffern möglich). In Windows muss statt ALT-P das Programm MAKESS.PIF aufgerufen werden, das seinerseits MAKESS.COM startet.

Das Programm SS kann durch nochmaligen Aufruf ohne Parameter wieder aus dem Speicher entfernt werden, sofern es das zuletzt geladene residente Programm ist (evtl. zuerst TELX aus dem Speicher entfernen!). Das Anfertigen einer Bildschirmkopie kann sowohl durch lokale Eingabe durch den Kunden (wenn dieser ein Problem bemerkt) als auch via Teleservice durch Eingabe von ALT-P im Fernsteuermodus erfolgen.

Das Holen der Datei SCREENxx.GRA geschieht wie gewohnt mit der Funktion F4 des Teleservice-Menüs. Das Anzeigen eines übertragenen Schnappschusses erfolgt dann beispielsweise so:

SS 01 Zeigt die Grafik SCREEN01.GRA an.
SS 01,Beispiel In der letzten Bildschirmzeile wird "Beispiel" rechtsbündig angezeigt.

SS wird hierbei nicht resident geladen. Selbstverständlich ist zur Anzeige eine Videokarte erforderlich, die den jeweiligen Modus auch anzeigen kann (z.B. VGA für 640x480). Die Anzeige des Bildes ist sowohl noch während der Teleservice-Verbindung als auch später jederzeit möglich.

SnapShot verwendet ein zweidimensionales, byteweises Lauflängen-Kompressionsverfahren zur Reduktion der Dateilängen. Die Übertragung einer Grafik-Datei über ein Standard-Modem dauert einige Sekunden bis zu einer Minute (je nach Bildinhalt).

Batch-Verbindungsaufbau

Dem geladenem Host-Programm TELX.COM kann man mit Hilfe des Programms CONNECT einen Wählbefehl übergeben, z.B. so:

C:\TEL>CONNECT ATX1DP0W12345

TELX baut daraufhin die Verbindung auf. Beim gerufenen TEL wird ggf. automatisch das Menüfenster eingeblendet. Wenn ferngesteuert "CONNECT -" eingegeben wird und TEL mit der Option /o3 gestartet wurde, wird die Fernsteuerung beendet und die Verbindung getrennt.

Schnittstellentest

Das Programm COMTEST findet heraus, an welchen Adressen serielle Ports installiert sind, welche Interrupts sie benutzen und von welchen Programmen diese verwendet werden. COMTEST ? liefert eine Erläuterung. COMTEST kann auch ferngesteuert ausgeführt werden, selbst dann, wenn TEL oder TELX gerade läuft.

Bitte beachten Sie, dass COMTEST standardmäßig nur die normalen Schnittstellenadressen von COM1 bis COM4 absucht und auch nur die Interrupts IRQ 2 bis 7 erkennt, also nicht die vom zweiten Interrupt-Controller bedienten IRQs 10 bis 15.

Netzwerk-Test

Wenn beim Modem- und ISDN-Sharing mit SHARE14 oder beim Herstellen von Netzwerkverbindungen mit PAD14 Probleme auftreten, können Sie diese mit dem Programm NBSTAT eingrenzen. Es prüft, ob bestimmte Namen im Netz gefunden werden, und zeigt auch die Häufigkeit von Übertragungsfehlern an. Sie haben folgende Möglichkeiten:

NBSTAT *
NBSTAT Name
Zeigt Parameter des eigenen PC an
Sucht einen Namen im Netzwerk

Wenn Sie mehrere Netzwerkadapter oder -Protokolle benutzen, z.B. TCP/IP und NetBEUI unter Windows 98 in einer DOS-Box, dann können Sie mit der Option /Ax hinter NBSTAT (wie auch bei SHARE14 und PAD14) die passende Adapternummer x eingeben, andernfalls wird Adapter 0 benutzt. Bei Windows 95/98/NT entspricht Adapter 0 dem in der Systemsteuerung angekreuzten "Standardprotokoll"; weitere Protokolle werden nicht numerisch aufsteigend, sondern ab Nummer 7 absteigend vergeben.

NBSTAT erfordert genau wie SHARE14 oder PAD14 ein NetBIOS-kompatibles Netzwerk. Wenn kein NetBIOS-Treiber geladen ist oder die Adapternummer hinter /A nicht stimmt, erfolgt eine entsprechende Fehlermeldung.

Kritische DOS-Fehler

Wenn Sie DOS-Befehle fernsteuern und z.B. beim Zugriff auf ein leeres Disk-Laufwerk ein kritischer DOS-Fehler auftritt, ist der Rechner nicht mehr ansprechbar, da während der Anzeige von "Abbrechen, Wiederholen, Ignorieren?" keine Rechenzeit für residente Programme abgegeben wird. Sie können aber vor TELX.COM das mitgelieferte NOFATAL resident laden; es ersetzt kritische DOS-Fehler ohne Benutzereingabe durch normale Fehlermeldungen, z.B. "Fehler bei INT 24", und vermeidet dadurch dieses Problem.

ALT-T in Batchdatei

Um das Menüfenster des resident geladenen TEL.COM per Batchdatei oder Menüprogramm automatisch einblenden zu können, ist es möglich, ALTKEY T aufzurufen. Damit wird die Tastenkombination ALT-T simuliert. Durch Angabe eines anderen Buchstabens können Sie alle ALT-Tastenkombinationen von A-Z und 0-9 generieren. Natürlich können Sie ALTKEY.COM aber auch für andere Zwecke in Batch-Dateien einsetzen, wenn es darum geht, ALT-Tastencodes automatisch zu erzeugen.


Software-Kompatibilität

Fernbedienung

Die Teleservice-Fernbedienung basiert darauf, dem ferngesteuerten Rechner Tastendrücke in seinen Tastatur-Puffer zu schreiben. Unsauber geschriebene Programme, die Tastendrücke entgegen allen Programmier-Konventionen nicht aus dem DOS- bzw. BIOS-Tastenpuffer lesen, sondern direkt den Tastatur-Controller adressieren, können verständlicherweise aus prinzipiellen Gründen nicht fernbedient werden.

Wenn Sie selbst Applikations-Software entwickeln, sollten Sie darauf achten, dass diese im Leerlauf stets die Tastatur abfragt, entweder über die DOS- oder BIOS-Funktionen. Teleservice zweigt immer dann Rechenzeit für sich ab, wenn der Tastatur-Interrupt INT 16H (BIOS) aufgerufen wird oder DOS über INT 28H einen Leerlaufstatus anzeigt.

File-Locking

Um das nicht nur bei Netzwerken, sondern auch bei Multitasking sinnvolle File-Locking zu ermöglichen, sollte das mit MS-DOS gelieferte Programm SHARE.EXE vor dem Start von Teleservice geladen werden. Es verhindert beispielsweise das Verändern einer Datei, die gerade übertragen wird, durch ein Vordergrund-Anwenderprogramm. In Windows ist ein Sharing-Mechanismus schon eingebaut, SHARE.EXE ist deshalb hier nicht erforderlich.

Viren-Erkennung

Die Programme TEL.COM und TELX.COM prüfen bei jedem Start, ob ihre Länge verändert wurde, wie das zum Beispiel durch Computer-Viren verursacht werden könnte.

Wenn Sie also beispielsweise die Meldung "TEL.COM verändert" erhalten, sollten Sie das System auf Viren überprüfen und anschließend Teleservice neu installieren. Dabei empfehlen wir einen Schreibschutz für die Original-Diskette.

Residente Programme

Wenn Probleme mit anderen speicherresidenten Programmen auftreten, lassen sich diese oftmals durch eine Änderung der Reihenfolge, in der sie geladen werden, beheben. - Es sollten keine Programme wie z.B. MODE oder Maustreiber geladen werden, die auf die gleiche Schnittstelle zugreifen.

Falls Sie das residente MS-DOS-Programm PRINT.COM verwenden möchten, laden Sie es bitte unbedingt vor (nicht nach) Teleservice, da andernfalls unerwünschte Effekte auftreten können. Ebenso ist es ratsam, Tastatur-Treiber, Drucker-Treiber oder Spooler stets vor Teleservice zu laden.

Wenn Sie residente Programme (z.B. Teleservice) später wieder aus dem Speicher entfernen möchten, muss das in der umgekehrten Reihenfolge geschehen, in der sie geladen wurden.

Die PAUSE-Taste

Um zu verhindern, dass durch ein versehentliches oder absichtliches Drücken der PAUSE-Taste an einem Rechner Teleservice lahmgelegt wird, sorgt die Software dafür, dass diese Taste wirkungslos bleibt. Wenn Sie eine laufende Bildschirmausgabe anhalten wollen, sollten Sie dazu die Tastenkombination Strg-S statt der Taste "Pause" verwenden. Es ist jedoch trotzdem z.B. beim Anhalten von DIR möglich, dass der Rechner kurzzeitig nicht ansprechbar ist, weil MS-DOS dann u.U. gerade nicht unterbrechbar ist.

Änderbare Parameter

Einige für die Abwicklung des Teleservice-Protokolls wichtige Parameter lassen sich, falls erforderlich, mit dem Programm TELINST an spezielle Bedürfnisse anpassen. Dazu müssen sich beim Start von TELINST die Dateien TEL.COM und TELX.COM im aktuellen Directory befinden, sie werden beide angepasst. Die möglichen Parameter-Änderungen betreffen beispielsweise:

TELINST ist weitgehend selbsterklärend. Mit den Cursor-Tasten oben/unten können Sie bestimmte Parameter ändern. Die Pos1-Taste löscht ein Eingabefeld für Neueingaben, die Return-Taste (oder Cursor nach unten) übernimmt den Wert. Mit der ESC-Taste können Sie TELINST ohne Änderungen verlassen, während F1 die neuen Parameter in TEL.COM und TELX.COM schreibt.

Eine typische Anwendung von TELINST ist die Installation der Adresse und des Interrupts einer COM3- oder COM4-Schnittstelle. Selbstverständlich müssen Adresse und -Interrupt mit den auf der Karte eingestellten bzw. in der Hardware-Dokumentation genannten Werten übereinstimmen. (Beim XT-, AT- bzw. ISA-Bus ist es übrigens aus Hardware-Gründen nicht zulässig, für zwei Schnittstellen- bzw. Modem-Karten denselben Interrupt zu verwenden. Wir empfehlen folgende Konfiguration: COM1 = IRQ4, COM2 = IRQ3, COM3 = IRQ2, COM4 = IRQ5. IRQ2 ist mit IRQ9 identisch.)

TELINST gestattet auch das Abschalten der Bildformat-Überprüfung. Es gibt Programme, die die BIOS-Variablen manipulieren (z.B. die Fenster-Routinen der Clipper-Toolbox) und so die Teleservice-Meldung "Ungeeigneter Video-Modus" verursachen, obwohl das Bildschirmformat eigentlich in Ordnung ist.

Bei manchen Kombinationen von Grafikkarten erscheinen Bild-Bereiche, die auf dem einen Rechner mit erhöhter Hintergrund-Helligkeit dargestellt werden, auf dem anderen blinkend, weil das BIOS nur bei moderneren VGA-Karten die Abfrage dieses Attributs erlaubt. In solchen Fällen können Sie mit TELINST veranlassen, dass TEL.COM das Blinken generell unterdrückt.

Die meisten mit TELINST änderbaren Parameter werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nie ändern müssen. Auf jeden Fall empfehlen wir Ihnen, die Dateien auf der Teleservice-Originaldiskette unangetastet zu lassen.


V.24, ISDN, Netzwerk

Modem-Schnittstelle

Etwaige Probleme bei der Datenübertragung haben oft Hardware-Gründe. Aus diesem Grund folgt hier eine knappe Beschreibung der V.24-Schnittstelle und ihrer Pin-Belegung.

Manche Schnittstellen-Karten, insbesondere solche für ATs, besitzen keinen normgerechte DB25-Stecker als Ausgang, sondern eine neunpolige DB9-Buchse. Das entspricht zwar nicht der CCITT-Norm, reicht aber prinzipiell aus, da auch eine neunpolige Buchse alle erforderlichen Leitungen zur Verfügung stellt. Wenn man ein Adapter-Kabel herstellen möchte, das am einen Ende eine neunpolige Kupplung und am anderen Ende einen 25poligen Stecker besitzt, z.B. für ein Modem, dann sind folgende Verbindungen nötig (RI wird von Teleservice nicht benutzt):

Signal 9polig 25polig Am PC Bedeutung
DCD
RXD
TXD
DTR
GND
DSR
RTS
CTS
RI
1
2
3
4
5
6
7
8
9
8
3
2
20
7
6
4
5
22
Eingang
Eingang
Ausgang
Ausgang
Erde
Eingang
ausgang
Eingang
Eingang
Data Carrier Detect
Receive Data
Transmit Data
Data Terminal Ready
Ground
Data Set Ready
Ready To Send
Clear to Send
Ring Indicator

Möchte man zwei Computer direkt miteinander verbinden, so ist ein sogenanntes Nullmodem nötig - das ist schlicht ein Kabel, bei dem RXD-TXD, DTR-DSR sowie RTS-CTS miteinander vertauscht sind und das GND durchschleift.

So bedient Teleservice die Schnittstelle

Teleservice legt nach dem Start die DTR-Leitung auf 1 (mit der Option /R auch die RTS-Leitung) und zeigt dem Modem damit seine Funktionsbereitschaft an. Ohne die Option /R legt Teleservice die RTS-Leitung nur dann auf 1, wenn es gerade Daten sendet. Das Senden erfolgt jeweils in Blöcken mit je bis zu 512 Datenbytes. Wenn nach der Modem-Initialisierung die CTS-Leitung auf 1 liegt, schließt Teleservice daraus, dass ein CTS-Hardware-Handshake abgewickelt werden kann, und sendet später nur dann Daten, wenn CTS aktiv ist.

Ob eine Verbindung hergestellt ist, erkennt Teleservice daran, ob die beiden Leitungen DSR und DCD gleichzeitig aktiv sind. Um eine Verbindung zu beenden, legt Teleservice die DTR-Leitung für etwa zwei Sekunden auf 0.

Einige ältere Hayes-kompatible Modems bedienen die Leitungen DCD, DSR und DTR nur dann gemäß CCITT-Standard, wenn sie vorher mit einem Befehl wie AT &C1 &D2 &S1 initialisiert wurden. Dies erfolgt bei Teleservice automatisch durch die Steuerdatei MODEM.TEL.

ISDN-Karten

Der Treiber ISDNDRV erlaubt die Benutzung von CAPI-1.1- und Dual-CAPI-Treibern (1.1 und 2.0) unter DOS oder in einer Windows-DOS-Box. Er muss vor TEL bzw. TELX geladen werden und benutzt das schnelle und speichersparende HDLC-Protokoll mit 512 Byte Paketlänge. ISDNDRV.COM kann bzw. muss mit folgenden Optionen geladen werden:

/Ix Stellt die Schnittstelle INT 14H - COMx für Teleservice zur Verfügung. Der Parameter /Ix muss mit dem entsprechenden hinter TEL oder TELX übereinstimmen, z.B. /i1.
/Ex Legt die Endgeräteauswahlziffer (EAZ) fest, damit Teleservice weiß, auf welcher Rufnummer es Anrufe entgegennehmen soll. Wenn z.B. /E1 angegeben wird, muss im Treiber der ISDN-Karte der EAZ 1 die jeweilige Amts-Rufnummer oder Nebenstellenrufnummer zugewiesen werden (AVM: MSN.EXE; bei Teles steht die Zuordnung meist in der Datei CAPI.INI.)

(Es ist aus prinzipiellen Gründen nicht möglich, mit einer ISDN-Karte ein analoges Modem anzuwählen oder umgekehrt. Modems verstehen die digitalen Signale nicht, und die ISDN-Karte kann mit analogen Modem-Tönen nichts anfangen.)

Die meisten ISDN-Probleme sind auf eine falsche Rufnummernzuweisung zurückzuführen. Die ISDN-Karte wird keinen Anruf entgegennehmen, wenn beim Start von ISDNDRV eine falsche Option /Ex benutzt wurde oder die zugehörige Nummern-Zuweisung des CAPI-Treibers (z.B. MSN -s1=98765 bei einer AVM-Karte für die Amtsrufnummer 98765) nicht vorgenommen wurde.

Der Endgeräteauswahlziffer (/e-Option hinter ISDNDRV) ist mit der vom ISDN-Karten-Hersteller gelieferten Software als MSN folgender Wert zuzuweisen:

  1. bei direktem Anschluss der ISDN-Karte an den Telekom-NTBA: Eine der typischerweise drei eigenen Rufnummern ohne Vorwahl, also z.B. 98765;
  2. beim Anschluss an den internen Bus einer Nebenstellenanlage nur die jeweilige Nebenstellennummer, also meist zwei bis vier Ziffern, z.B. 42; in seltenen Fällen auch ein anderer Wert (z.B. nur die letzte Ziffer der Nebenstellennummer). Bitte konsultieren Sie in Problemfällen die Dokumentation der Anlage bzw. deren Service.

Beispiele für die nötigen Parameter bei gängigen ISDN-Karten finden Sie hier.

Modem-Sharing

Teleservice bietet die Möglichkeit der Verwendung von sogenannten Netzwerk-Modems. Das beudetet, dass nicht eine lokale Schnittstelle (d.h. im eigenen PC) adressiert wird, sondern eine in einem anderen PC innerhalb eines Netzwerks. Dazu dient wie bei ISDN die Software-Schnittstelle namens INT 14H, über die alle Daten übergeben werden, im Zusammenspiel mit dem Treiber SHARE14.COM.

Ihr Netzwerk muss über die standardisierte NetBIOS-Schnittstelle ansprechbar sein. Bei vielen Netzwerken (Microsoft, Artisoft u.v.a.) ist das von vornherein der Fall, bei anderen (z.B. Novell-Netware) muss ein Treiber NETBIOS.EXE geladen werden. Falls NetBIOS nicht das in der Netzwerk-Konfiguration eingestellte Standardprotokoll ist, muss mit dem Parameter /Ax hinter PAD14 die passende Adapternummer x eingestellt werden; Sie können die Nummer mit dem Programm NBSTAT vorher überprüfen.

Auf der Workstation, an der das Modem angeschlossen ist, starten Sie vor Teleservice den Treiber SHARE14 z.B. mit folgenden Optionen (/Cx steht hier für COMx, /Bx entspricht der Baudraten-Option von Teleservice):

SHARE14 Modem /c2 /b9

Der Name "Modem" ist hier eine willkürlich gewählte Bezeichnung als NetBIOS-Name, der nicht mit dem Workstation-Netznamen übereinstimmen und im Netz eindeutig sein sollte. SHARE14 geht bei COM-Ports ähnlich wie Teleservice von folgenden Adressen und Interrupts aus:
COM1 = 03F8, IRQ4; COM2 = 02F8, IRQ3; COM3 = 03E8, IRQ2/9; COM4 = 02E8, IRQ5.

Sie können SHARE14 auch benutzen, um eine ISDN-Karte zu "sharen" - sogar auf demselben PC. In diesem Fall müssen Sie zuerst ISDNDRV laden (siehe oben) und dann SHARE14 dazu bewegen, nicht den physikalischen COM-Port, sondern INT 14H zu benutzen; als Name wird hier "ISDN" statt "Modem" benutzt:

ISDNDRV /i1 /e1
SHARE14 ISDN /i1

Hinter TEL.COM bzw. TELX.COM muss dort, wo ein Netzwerk-Modem verwendet werden soll, die Option /Ix mit x=Netzwerk-COM-Nummer geschrieben werden, also beispielsweise /I1 für COM1.

Auf einer Workstation, die selbst kein Modem besitzt und deshalb das gemeinsame Netz-Modem benutzen soll, wird folgendes geladen:

SHARE14 Meier /i1 /S:Modem
TEL(X) /i1 /R

Im Fall einer zentralen ISDN-Karte ersetzen Sie "Modem" einfach durch "ISDN" (siehe oben). Die Parameter beim Laden von SHARE14 haben folgende Bedeutung:

Option Beispiel Bedeutung
/Aa
/Bn
/Cn
/In
/S:name
name
/A7
/B9
/C2
/I4
/S:Speedy
Meier
Speedy
Nummer der Netzwerkkarte (0=Voreinstellung=erste)
Baudrate: 3=4800, 4=9600, 6=19200, 8=38400, 9=57600
Physikalischer COM-Port (alternativ ist /In möglich!)
INT-14-Port (z.B. für ISDN-Treiber wie ISDNDRV)
Betrieb als Client mit Zugriff auf das Server-Modem "Speedy"
Client-Betrieb, der Name sollte im Netz noch unbenutzt sein, oder:
Server-Betrieb, das Modem "Speedy" wird zur Verfügung gestellt

Netzwerk-Verbindungen

Sie können über eine Netzwerkverbindung nicht nur Modems oder ISDN-Karten "sharen", sondern auch direkt eine Fernwartungsverbindung herstellen. Dazu dient das Programm PAD14 (Packet Assembly/Disassembly über INT 14H), das wie über Datex-P mit X.29-Profilen arbeitet und dadurch auch eine transparente Übertragung erlaubt. Wie beim Modem-Sharing mit SHARE14 muss das Netzwerk eine NetBIOS-Verbindung unterstützen. Falls NetBIOS nicht das in der Netzwerk-Konfiguration eingestellte Standardprotokoll ist, muss mit dem Parameter /Ax hinter PAD14 die passende Adapternummer x eingestellt werden; Sie können die Nummer mit dem Programm NBSTAT vorher überprüfen.

Beim Host erfolgt der Aufruf so (die Optionen hinter PAD14 enthalten einen willkürlichen NetBIOS-Namen, z.B. "Host", und das für eine transparente Binär-Übertragung nötigen PAD-Profil 3 mit dem kleinstmöglichen Paket-Sende-Timerwert von 1 im Profil-Parameter 4):

PAD14 Host /c1 /p3 /r4=1
TELX /i1 /R

Beim Client starten Sie folgende Programme:

PAD14 Client /c1 /p3 /r4=1
TEL /i1 /R

Dann blenden Sie beim Client mit ALT-T das Menüfenster ein, drücken F1 und geben als Wählbefehl ein:

ATD HOST

Die Netzwerkverbindung ist natürlich sehr viel schneller als via Modem oder ISDN. Sie wird mit F10 wie gewohnt wieder getrennt.

Datex-P-Verbindungen

Das Programm PAD14 unterstützt zusammen mit dem X.25-Treiber NB auch die X.25-Karte MPP386 von Incosys. Für Datex-P-Verbindungen mit dieser Karte benötigen Sie die Incosys-Initialisierungs-Software RUNX25NB.EXE sowie die zugehörige Konfigurationsdatei MPPX25.CFG. Dann laden Sie nacheinander folgende Programme:

NB
RUNX25NB
PAD14 /a254
TEL(X) /i1 /R
NetBios-Treiber von Shamrock für die Incosys-X.25-Karte
Initialisierungs-Programm von Incosys
Setzt Netbios-Adapternummer = 254 für X.25
Lädt den Teleservice-Client oder Host

Im Teleservice-Client (TEL) können Sie nach ALT-T und F1 dann mit ATD und einer dahinter geschriebenen Datex-P-Nummer einen Teleservice-Host anrufen.

PAD14-Details

Der im Zusammenhang mit Netzwerk- und Datex-P-Verbindungen erwähnte Treiber PAD14.COM ermöglicht es außer Teleservice auch anderen INT-14-kompatiblen Applikationen wie etwa dem Terminal-Programm UniCom von Shamrock Software (UCN.EXE), Verbindungen innerhalb eines Netbios-kompatiblen Netzwerks herzustellen oder einen Datex-P-Anschluss mit Hilfe einer Netbios-kompatiblen X.25-Karte zu benutzen (z.B. Incosys-MPP). Dabei sind die auch bei Modems allgemein üblichen AT-Befehle zur Steuerung verwendbar. Das Laden des speicherresidenten Treibers PAD14.COM kann je nach zu benutzender Hardware typischerweise wie folgt geschehen:

  1. Im lokalen Netzwerk mit LAN-Karte und vorher geladenem Netbios-Treiber, z.B. MS-Client für DOS, Artisoft-AILANBIO oder Novell-NetBIOS (hier mit "name1" als Beispiel-Netzname):
    PAD14 name1
  2. Mit einer X.25-Karte und vorher geladenem Netbios-Treiber (z.B. NB.COM für Incosys-MPP):
    PAD14 /a254

Insgesamt stehen bei PAD14 folgende Kommandozeilen-Optionen zur Verfügung ([]=optional, n,x,y=Zahlenwerte 0...255, groß/klein spielt keine Rolle, Leerräume zwischen Parametern sind optional):

PAD14 [name] [/Option] [/Option] ...

Die einzelnen Parameter haben folgende Bedeutung, wobei hier zum Vergleich teilweise auch entsprechende AT-Befehle angegeben sind:

Wenn eine Adapternummer kleiner 200 angegeben wird (LAN), ist ein Netz-Name zur Netbios-Anmeldung zwingend erforderlich. Der Name darf maximal 15 Zeichen lang sein, Leerräume sowie Groß- oder Kleinschreibung werden ignoriert. PAD14 kann durch erneuten Aufruf später wieder aus dem Speicher entfernt werden, sofern es das zuletzt geladene residente Programm ist. Der Speicherplatzbedarf des Treibers beträgt etwa 7 KByte.

AT-Befehle von PAD14
AT A
AT D n
AT E n

AT H
AT I
AT Q n
AT Rn?
AT Rx=y
AT Sn?
AT Sx=y
AT Wn


AT Z [n]

AT&V
AT &W
+++

Anrufe akzeptieren, entspricht AT S0=1.
Aktiver Verbindungsaufbau zu Teilnehmer n.
Echo: 0=aus, sonst Summe aus: 1=Offline-Echo, 2=intelli-
gentes Online-Echo, 8=Debug-Ausgabe wie mit Option /X.
Hier ohne Bedeutung, da "+++" bereits auflegt.
Gibt eine Information über die Treiberversion aus.
Schaltet Treiber-Meldungen aus (1) oder ein (0).
Abfrage des R-Registers n (PAD-Parameter).
Setzt PAD-Parameter x auf Wert y.
Abfrage des S-Registers mit der Nummer n.
Setzt das S-Register Nummer x auf den Wert y.
Meldungen: 0=OK, ERROR, CONNECT, NO CARRIER;
1=gegenüber AT W0 zusätzliche Meldung CALLER
2=gegenüber AT W1 zusätzlich RESET, CAUSE, ERROR xx-yy.
Setzt alle S-Register auf die beim Laden von PAD14 aktiven Werte;
n=2 und n=3 setzt zusätzlich das PAD-Profil auf 2 bzw. 3.
Zeigt den aktuellen Inhalt aller S- und R-Register an.
Merkt sich aktuelle S-Register für ein späteres AT Z.
Beendet eine Verbindung (auch ohne ATH), zurück zum
Kommandomodus; vor und nach +++ ist min. 1 Sek. Pause nötig.
Meldungen von PAD14
OK
CALLER: n
CONNECT
NO CARRIER
ERROR
RESET
ERROR xx-yy
CAUSE xx-yy
Kommandozeile vollständig fehlerlos abgearbeitet.
Meldung der Anrufer-Nummer bei ankommenden Anrufen.
Verbindung (abgehend oder ankommend) hergestellt.
Verbindung wurde beendet bzw. abgebrochen.
Fehler bei der Kommando-Abarbeitung.
X.25-Reset aufgetreten; dahinter LOCAL/REMOTE (nur X.25).
Netbios-Fehler yy bei Kommando xx (hexadezimal).
Auflege-/Reset-Grund (nur bei X.25/Datex-P; hex)
ERROR-Codes
90-05
90-11
90-12
90-14
90-23
Timeout beim Verbindungsaufbau.
Alle lokalen virtuellen Verbindungen (Kanäle) belegt.
AT D fehlgeschlagen, Gegenstelle meldet sich nicht.
AT D fehlgeschlagen, Gegenstelle existiert nicht.
Adapternummer falsch oder NB-Treiber nicht geladen.
CAUSE bei X.25-Verbindungen (typische Codes)
00-00
0D-43
05-xx
Normales Auflegen, kein Fehler.
Die angegebene X.25-Nummer existiert nicht.
Vorübergehendes Netzwerkproblem
S-Register von PAD14, Voreinstellung in ( )
S0 (0)
S2 (43)
S2 (13)
S4 (10)
S5 (8)
S12 (50)
S14 (1)
Anrufe akzeptieren, wenn Wert größer 0.
ASCII-Wert für Escape-Zeichen (43 = "+")
ASCII-Wert für Return-Zeichen.
ASCII-Wert für Line-Feed-Zeichen.
ASCII-Wert für Backspace-Zeichen.
Escape-Schutzzeit in 1/50 Sekunden
Summe aus 1+2=ATEx, 4=ATQ0, 8=/X, 32=X.25-D-Bit.
R-Register mit X.29-PAD-Parametern
R2
R3
R4
R13
R20
Lokales Online-Echo: 0=aus, 1=ein.
Paketsendezeichen: 0=keines, 2=CR, 18=alle Steuerzeichen.
Senden nach Zeitablauf: 0=aus, >0 = Vielfache von 1/18 s.
Einfügen von LF nach CR; 0=aus, 1,2=ein, 4=LF nach CR-Echo.
Echo-Maske: 0=alle Zeichen, 1=kein CR-Echo, 2=kein LF-Echo.

Einige andere S-Register und PAD-Parameter lassen sich aus Kompatibilitätsgründen setzen und abfragen, haben aber keine Bedeutung für den Treiber. Um Konflikte zu vermeiden, werden Anrufe frühestens 2 Sekunden nach der letzten Kommunikation mit dem Treiber entgegengenommen. Die PAD-Parameter können in einem X.25-Netz (z.B. Datex-P, jedoch nicht im LAN) von der Gegenseite über X.29-Steuerpakete gesetzt werden. Ein X.29-"Invitation to clear" beantwortet der Treiber durch Auflegen.

Wegen der zum Teil längeren Antwortzeiten von Datex-P-Verbindungen kann im PAD14-Treiber mit AT E3 ein intelligentes Echo aktiviert werden. Wenn dieses eingeschaltet und gleichzeitig das Online-Echo (siehe PAD-Parameter 2) ausgeschaltet ist, erzeugt der Treiber während der Online-Zeicheneingabe ein lokales Echo, löscht dieses aber wieder mit Hilfe von Backspace/Space/Backspace-Sequenzen, sobald von der Gegenseite eine Antwort eintrifft. Dadurch braucht man bei Dialog-Applikationen (z.B. Terminalprogramm) nicht "blind" zu schreiben und zerstört andererseits nicht die Bildschirmmasken des Hosts.


Support-Tipps zu Teleservice

Ist Teleservice mit dem Windows-Programm WinTel von Shamrock kompatibel?

Nein. WinTel überträgt Bildschirm-Inhalte immer grafikorientiert, d.h. in Form von Pixeln. Teleservice überträgt dagegen Text und Liniensymbole zeichenorientiert und ist deshalb bei DOS-Applikationen entsprechend schneller. Es können zwar auch alle Symbole wie Linien, Ecken und Sonderzeichen in allen Farben korrekt übertragen werden, aber keine Pixel-Grafik, d.h. aus einzelnen Punkten zusammengesetzte Bilder und Diagramme. Gerade dadurch benötigt Teleservice erheblich weniger kostbaren DOS-Speicherplatz als viele andere Remote-Control-Programme.

Es ist nicht möglich, einen Teleservice-Host mit einem WinTel-Client anzurufen, auch nicht zum Dateitransfer, da WinTel und Teleservice unterschiedliche Übertragungsprotokolle und Kompressionsverfahren benutzen: Teleservice ist für einen möglichst geringen Speicherbedarf optimiert, WinTel dagegen auf eine optimale Kompression auch von Grafikdaten.

Nach dem Herstellen der Verbindung erscheint kurz CONNECT ..., aber wenn man die Abfrage "Passwort: " mit Return bestätigt, erscheint rechts oben ein S, dann ein Fragezeichen, und die Verbindung wird wieder abgebrochen.

  1. Starten Sie TEL und TELX mit der nachgestellten Option /R. Bei MNP- oder V.42-Modems ist zusätzlich /B8 oder, wenn möglich, /B9 hinter TEL bzw. TELX zweckmäßig (siehe Handbuch).
  2. Kontrollieren Sie den Inhalt von MODEM.TEL. Bei allen moderneren MNP- oder V.42-Modems sollte zumindest folgendes drinstehen: AT &C1 &D2 \N3 \J0 \Q3 (dabei bedeuten: &C1 = korrekte Bedienung der CD-Leitung, &D2 = Auflegen mit DTR, \N3 = Auto-MNP/V.42, \J0 = autom. Geschwindigkeitsanpassung, \Q3 = RTS/CTS-Hardware-Handshake - kein XON/XOFF!) Manchmal ist auch &K3 statt \Q3 nötig. Beim Laden von TEL bzw. TELX muss jede Zeile in MODEM.TEL mit OK bestätigt werden.
  3. Sie haben vielleicht versehentlich auf einem Rechner sowohl TEL als auch TELX geladen. Booten Sie den Rechner neu. Laden Sie dann auf dem einen Rechner TEL und auf dem anderen (passiven) TELX.
  4. Wenn beim Laden von TEL(X) nicht der Inhalt von MODEM.TEL angezeigt wird, ist die Schnittstelle nicht richtig konfiguriert. Wenn nicht jede Zeile mit OK bestätigt wird, sondern ERROR gemeldet wird, vergleichen Sie bitte die Modembefehle in MODEM.TEL mit Ihrem Modem-Handbuch.

Was bedeutet die Meldung CAPI: 34BA bei Verwendung von ISDNDRV?

Wenn der Verbindungsaufbau nicht klappte, gibt das Programm einen CAPI-Fehlercode aus. Typische Codes sind:

Ich verwende auf der einen Seite ISDNDRV.COM mit einer ISDN-Karte und auf der anderen ein ISDN-Modem an einem COM-Port. Es kommt ein CONNECT zustande, aber kein Datenaustausch.

ISDNDRV verwendet als Protokoll HDLC mit 512 Byte Paketlänge, das sehr speicherplatzsparend ist. Externe ISDN-Adapter sind jedoch meist standardmäßig auf X.75 mit 2 KByte Paketlänge voreingestellt.

Ändern Sie die Einstellung des ISDN-Modems mit den im zugehörigen Handbuch beschriebenen AT-Befehlen mit Hilfe von MODEM.TEL so, dass es das HDLC-Protokoll mit 512 Byte Paketlänge verwendet. Beim Elsa-Microlink ISDN TL V.34 ist dazu folgende Befehlsfolge nötig:

AT \N10 S171=2 S0=1

Wir haben allerdings festgestellt, dass aufgrund eines Fehlers im Teles-Treiber (getestet mit Teles-CAPI 1.1 Version 3.17) dieser keine HDLC-Verbindung zum Elsa-Microlink ISDN herstellen kann. Bei der AVM-Fritz-Card funktioniert das hingegen problemlos.

Das Modem wählt nicht. Was ist die Ursache?

  1. In Nebenstellenanlagen: Geben Sie AT X1 D statt AT D als Wählbefehl ein, da der Amtswählton evtl. anders klingt. (Sie können AT X1 auch in die Datei MODEM.TEL aufnehmen.)
  2. Kontrollieren Sie, ob beim Laden von TEL.COM der Inhalt von MODEM.TEL erscheint und jede Zeile mit OK bestätigt wird. Wenn nein, stimmt die Schnittstellenkonfiguration oder der Inhalt von MODEM.TEL nicht. Es kann auch sein, dass Sie die Befehle in MODEM.TEL auf mehrere Zeilen verteilen müssen.
  3. Schalten Sie das Modem zwei Sekunden aus und wieder ein, und versuchen Sie dann, Teleservice neu zu laden.

Das Modem legt beim Menüpunkt F10 nicht auf.

Achten Sie darauf, dass in der Datei MODEM.TEL die nötigen Initialisierungsbefehle stehen, insbesondere AT &C1 &D2, damit die V.24-Schnittstelle gemäß CCITT-Standard bedient wird. Viele Modems ignorieren im Fabrikzustand die Leitung DTR, die Teleservice gemäß CCITT-Norm dazu benutzt, um eine Verbindung zu beenden. Ebenso darf das Modem die Carrier-Detect-Leitung nur bei bestehender Datenverbindung aktivieren (Befehl &C1).

Es ist auch möglich, z.B. mit einem Terminalprogramm eine sinnvolle Modemkonfiguration zu konfigurieren und dann mit AT &W fest zu speichern, so dass in MODEM.TEL dann nur noch AT Z zu stehen braucht. (Teleservice darf während der Ausführung eines Terminalprogramms nicht geladen sein.)

Die Verbindung wird hergestellt, aber beim Drücken von F2 erscheint die Meldung "ungeeigneter Video-Modus", und andere Funktionen, z.B. Directory-Anzeige (F6), funktionieren auch nicht.

  1. Im Modemkabel des TELX-Rechners (!) fehlt die DCD-Leitung (Pin 8 beim 25poligen Stecker) oder hat einen Wackelkontakt. Diese Leitung ist nötig, damit Teleservice erkennt, ob überhaupt eine Verbindung besteht; ihr Fehlen kann zu unerwarteten Fehlermeldungen führen.
  2. Die Schnittstellenkarte des TELX-Rechners weist einen defekten DCD-Eingang auf, oder der DCD-Ausgang des Modems ist defekt.

MS-Works, EDIT und QBASIC lassen sich nicht fernbedienen - Teleservice meldet nach dem Einblenden eines Menüs lakonisch "Rechner antwortet nicht".

Die Tastaturabfrage dieser Microsoft-Programme ist leider sehr hardwarenah. Erst mit der Teleservice-Version 3.50 ist uns ein Verfahren eingefallen, diese Programme zu überlisten. Lediglich das Markieren von Textstellen mit Shift zusammen mit den Cursortasten sowie ALT als Einzeltaste funktionieren damit nicht. Abhilfe: Verwenden Sie die ALT-Taste zusammen mit dem Anfangsbuchstaben, um ein Menü einzublenden.

Beim Fernbedienen einer Applikation blinkt der Bildschirm teilweise, obwohl das auf dem Kunden-Rechner nicht der Fall ist.

EGA- und VGA-Karten erlauben zwei Betriebsarten - entweder wird ein bestimmtes Attribut-Bit als "hohe Hintergrundhelligkeit" oder (normalerweise) als "Blinken" benutzt. Teleservice erkennt seit Version 3.50 den jeweiligen Modus automatisch; das ist aber leider nur bei beidseitiger Verwendung von VGA-Karten möglich. Abhilfe: Schalten Sie die Blink-Option bei sich (d.h. beim Client) notfalls mit TELINST aus.

Gibt es einen Weg, ein ganzes Verzeichnis auf einmal vom Kunden-PC zu mir zu kopieren?

Am einfachsten mit der seit Teleservice 3.50 möglichen Laufwerksumleitung. So können Sie z.B. das Kundenlaufwerk C: auf Ihren eigenen Laufwerksbuchstaben D: legen und bei ausgeblendetem Menüfenster an Ihrem DOS-Prompt z.B. COPY D:\DATEN\*.* C:\KUNDE1 eingeben, um alle Kunden-Files aus DATEN in Ihr Verzeichnis KUNDE1 zu kopieren - oder auch z.B. mit dem Norton-Commander!

(In der umgekehrten Richtung - von Ihrem Client-PC zum Kunden-Host - können Sie auch in der Dateitransfer-Dialogbox von Teleservice Joker und Wildcards eingeben, z.B. *.* oder TEST?.TXT.)

Das Lesen von einem umgeleiteten Laufwerk ist langsamer als erwartet.

Deaktivieren Sie (falls geladen) das Cache-Programm SMARTDRV für das von TELDRIVE.SYS erzeugte virtuelle Laufwerk, z.B. mit SMARTDRV E-. Falls das umgeleitete physikalische Laufwerk ein Diskettenlaufwerk ist (also keine Festplatte), deaktiveren Sie dort den Lese-Cache z.B. mit SMARTDRV A-. Smartdrive versucht nämlich, bei den von ihm verwalteten Laufwerken schon "auf Verdacht" im voraus zu lesen. Dadurch müssen mehr Daten übertragen werden als eigentlich nötig. Bei der (lokalen) Festplatte, also z.B. bei C:, können Sie SMARTDRV weiterhin aktiviert lassen.

Wenn Sie DIR eingeben, liest DOS beim ersten Mal (und nach jedem lokalen Schreiben) zur Anzeige des freien Speicherplatzes die gesamte Dateibelegungstabelle (FAT). Das kann bei einer via Modem umgeleiteten Festplatte je nach deren Größe und Belegung der Partition einige Sekunden dauern. Sie können das Problem vermeiden, indem Sie den Norton-Commander o.ä. verwenden (er zeigt die Dateinamen ohne freie Bytes an) oder DIR /B eingeben. - Noch'n Tip: Verwenden Sie die Laufwerksumleitung nur mit Modems ab 9600 Bd.

Bei DIR | MORE oder bei ähnlicher Verwendung von DOS-Filtern erscheint eine Schreibschutz-Fehlermeldung, wenn am DOS-Prompt als aktuelles Laufwerk ein umgeleitetes TelDrive-Laufwerk angezeigt wird.

In Ihrer Datei AUTOEXEC.BAT sollte eine Zeile wie SET TEMP=C:\TEMP stehen, damit DOS temporäre Dateien auf Ihre lokale Festplatte speichern kann. Das entsprechende Verzeichnis muss natürlich auch existieren. Vorsicht: Vor und hinter "=" darf hier kein Space stehen!

Ist es möglich, beim Start von Teleservice automatisch die Verbindung zu einem bestimmten Zielrechner aufzubauen und seinen Bildschirm anzuzeigen?

Ja, dazu dient die Option /o3 beim Start von TEL.COM. In der vorletzten Zeile von MODEM.TEL (auf der TEL-Seite) sollte der nötige Wählbefehl stehen (ATD...), in der letzten eine Reihe von Unterstrichen als Wartezeit vom Wählen bis zur Connect-Meldung. Wenn TEL gestartet wird, erfolgt ein automatischer Verbindungsaufbau, und man sieht sofort den Bildschirminhalt des entfernten Rechners. Beim Beenden mit Strg-Enter wird die Verbindung wieder abgebaut. (Falls Ihr TEL.COM die Option /o3 noch mit einer Fehlermeldung quittiert, fordern Sie bitte ein Update von Shamrock Software an.)

Wenn der andere PC meinen zurückruft, geht mein Modem nicht an die Leitung.

Kontrollieren Sie zunächst, ob in Ihrer Datei MODEM.TEL die dafür nötige Anweisung AT S0=1 steht. Wenn das zutrifft, ist eventuell die Firmware Ihres Modems fehlerhaft und "vergisst" die Einstellung des Registers S0 nach dem Auflegen mit DTR=0. Sie können das z.B. mit einem Terminalprogramm nachprüfen: AT S0=1 eingeben, Terminalprogramm verlassen, neu starten, AT S0? muss wieder 1 liefern. Falls dies das Problem ist, wenden Sie sich bitte an den Modem-Hersteller wegen eines Firmware-Updates.

Die Verbindung über ein Nullmodemkabel funktioniert nicht.

Sie müssen entweder dafür sorgen, dass die DCD-Leitung im Nullmodemkabel angeschlossen ist (siehe Teleservice-Handbuch), denn daran erkennt Teleservice das Zustandekommen einer Verbindung; bei käuflichen Kabeln ist das allerdings oft nicht der Fall.

Oder Sie starten TEL bzw. TELX mit den Optionen /oem /r /b9. Dabei bewirkt /oem, dass die DCD-Leitung ignoriert wird, /r legt RTS konstant auf 1 (dadurch ist beim gekreuzten Nullmodemkabel CTS auf der Gegenseite ebenfalls auf 1-Pegel), und /b9 stellt 57600 Bit/s ein.

Die Verbindung via NetBIOS-Treiber funktioniert nicht.

Prüfen Sie mit dem Programm NBSTAT.COM (auf der Teleservice-Diskette) zunächst, ob der NetBIOS-Treiber korrekt funktioniert. NBSTAT * zeigt Ihnen die Netzwerkparameter des eigenen PC an, NBSTAT PC2 jene des Rechners PC2, wenn der Teleservice-Netztreiber PAD14 dort mit nachgestelltem PC2 geladen wurde.

Falls NBSTAT etliche Fehler anzeigt (mittlerer Abschnitt auf dem Bildschirm), ist eventuell die von Ihnen verwendete Version von NETBIOS.EXE nicht mit der sonstigen Netzwerk-Software kompatibel. Das ist insbesondere bei Novell-Netware häufig der Fall, wenn NETBIOS.EXE nicht aus derselben Installation wie die Netware-Software selbst stammt. In der "Knowledge Base" auf Novell's Web-Seiten (www.Novell.com) finden Sie auch verdächtig viele Bug-Reports hierzu.

(Bei Microsoft-basierenden Netzwerken wie LAN Manager, Client for MS-DOS, WfW 3.11 oder Windows 95 sind uns derartige Probleme bisher nicht bekannt geworden, selbst bei Netzwerk-Verbindungen zwischen unterschiedlichen Microsoft-Clients nicht. Auch Artisoft-Lantastic-Netzwerke sind in dieser Beziehung unkritisch.)

Achten Sie aber bitte auch darauf, den Treiber PAD14 mit den Parametern /p3 /r4=1 zu starten, da nur dann eine transparente Übertragung von Binärdaten erfolgen kann. Ferner sollten Sie hinter PAD14 als Netz-Namen nicht etwa einen bereits als Workstation-Namen benutzten angeben, sondern einen eigenen, im Netz eindeutigen Namen, z.B. den Workstation-Namen mit einem vorangestellten X.

Wie erreicht man eine Verbindung über ein TCP/IP-Netzwerk, z.B. über das Internet?

Sie können das mit Teleservice gelieferte Programm PAD14.COM mit "NetBIOS over TCP/IP" benutzen (siehe README-Datei auf der Teleservice-Diskette). Der in der Kommandozeile beim Laden von PAD14 angegebene lokale NetBIOS-Name muss lediglich in der Netzwerk-Konfigurationsdatei LMHOSTS einer IP-Adresse zugewiesen werden, damit das TCP/IP-Netz weiß, welcher Computer sich hinter einem bestimmten Namen verbirgt.

Das Format der Datei LMHOSTS ist in der Dokumentation Ihrer Netzwerk-Software beschrieben und sieht typischerweise etwa so aus:

192.168.0.1 MEIER
192.168.0.2 MUELLER

Dabei steht links in jeder Zeile eine IP-Adresse und rechts daneben der NetBIOS-Name, den Sie beim Laden des Treibers PAD14 angeben. Bei Internet-Verbindungen ist allerdings zu bedenken, dass zumindest der angerufene Computer eine statische IP-Adresse besitzen muss, was bei typischen Dial-In-Providern nicht möglich ist. (Bitte beachten Sie bei Windows, dass eine Beispieldatei LMHOSTS.SAM meist bereits existiert, die wirklich zu benutzende Datei LMHOSTS aber keine Extension besitzen darf!)


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