Startseite Archiv: Shamrock-News 2008

19.12.08 Klage gegen PC-Rundfunkgebühr erfolgreich

Die am 13.03.08 beim Verwaltungsgericht München eingereichte Klage der Shamrock Software GmbH wegen Rundfunkgebühren auf PCs war erfolgreich: Laut dem Urteil (Az. M 6b K 08.1214 vom 17.12.08) wird der entsprechende Gebührenbescheid des Bayerischen Rundfunks aufgehoben. Da die 6. Kammer mit drei Berufs- und zwei ehrenamtlichen Richtern auch in vier weiteren ähnlichen Fällen ebenso entschied, kann einer möglichen Berufung gelassen entgegengesehen werden.

15.12.08 Neue Freeware: CapiPad

Nicht alle Telefone und Telefonanlagen sind in der Lage, eine Rufumleitung oder bestimmte Sonderfunktionen wie Parallelruf direkt am Amt zu programmieren. Mit einer handelsüblichen ISDN-Karte wie AVM-Fritz oder Primux-S0 und dem neuen Tool CapiPad ist das nun kein Problem mehr. Die Programmierung ist auch ferngesteuert über ein Web-Interface möglich; dabei kann z.B. das in NetMail enthaltene Programm Mailer als Webserver dienen.

06.11.08 Signierte Programme

Die aktuellen Versionen der Shamrock-Programme (außer den Freeware-Tools) besitzen eine Signatur, die die Shamrock Software GmbH als Hersteller und gleichzeitig die Unverändertheit der Dateien ausweist. Dadurch lässt sich beispielsweise der CapiFax-Druckertreiber auch unter Windows Server 2008 ohne Änderung der Gruppenrichtlinien installieren. Unter Vista und 2008 erscheint keine rote Warnung mehr bei der Installation von Software, sondern lediglich ein Informationsfenster mit dem Herstellernamen. Bei Windows XP, 2003, Vista und 2008 wird kein rotes Warnsymbol mehr angezeigt, wenn man ein Client-Programm von einem Netzwerk-Server lädt, der im Internet Explorer nicht als vertrauenswürdig eingetragen ist. Die digitale Signatur kann man bei den ausführbaren Dateien im Windows-Explorer per Rechtsklick unter Eigenschaften anzeigen; unter älteren Windows-Versionen wie 98 und NT wird zur korrekten Darstellung allerdings noch ein Root-Zertifikat-Update benötigt, das via Windows-Update installiert werden kann.

Flugzeug30.10.08 E-Mail im Flugzeug

Mit SwiftBroadBand (SBB) bieten die neuesten geostationären Inmarsat-4-Satelliten einen IP-basierten Datendienst speziell für die Luftfahrt, der je nach Anforderung Bandbreiten von 32, 64 oder 128 kbit/s ermöglicht. Im Vergleich zu DSL ist das natürlich relativ wenig, und auch die Volumentarife sind deutlich höher. Optimierte Software mit komprimierter Übertragung spart dabei Zeit und Kosten.

Die seit Jahren im maritimen und landmobilen Bereich bewährte Satellitenkommunikations-Software SkyFile wird deshalb jetzt erstmals auch in Flugzeugen eingesetzt. Sie dient der Übertragung von Flugplänen, Wetterdaten und anderen flugrelevanten Informationen per E-Mail und ersetzt die bisher benutzte herkömmliche Mail-Software.

30.06.08 SSL/EV: Gelb/Grün

Die aktuellen Browser Firefox 3.0, Opera 9.50 und unter bestimmten Randbedingungen auch IE7 zeigen in der Adresszeile bei https-URLs nur dann ein grünes Statusfeld an, wenn der Inhaber der Domain seine besondere Vertrauenswürdigkeit mit einem Extended-Validation-Zertifikat (EV) unterstreicht, das man für rund 400 bis 1200 US$ pro Jahr von einem Registrar wie Verisign, Thawte oder Geotrust erhält. Eigentlich war genau das auch bereits der Zweck des herkömmlichen SSL-Zertifikats, das man allerdings bereits für einen Bruchteil dieser Kosten bekommt; viele Webserver-Betreiber empfinden deshalb die neue EV-Masche als reine Abzocke.

Während die Adresszeile etwa bei der Postbank oder Dresdner Bank nun in vertrauenswürdigem Grün erstrahlt, bringen es die allermeisten anderen https-Seiten nur auf ein für unwissende Besucher vielleicht zweifelhaft aussehendes Gelb, so etwa die Shamrock-Bestellseite, aber auch die der Hypo-Vereinsbank, der Citibank oder regionaler Sparkassen. Also: Nicht nur Grün (EV), sondern auch Gelb (SSL) ist uneingeschränkt vertrauenswürdig! Bei Firefox 3.0 kann man übrigens das bisherige Verhalten wieder herstellen, indem man in die URL-Zeile about:config eingibt und den Schlüssel browser.identity.ssl_domain_display auf den Wert 1 setzt.

23.03.08 Fax-Spam mit CapiFax

Derzeit wirbt ein Krimineller unter dem Namen Versandtinte mit französischer Deckadresse für Tintenpatronen und Tonerkartuschen. Dabei wird als Kopfzeile in seinem deutschsprachigen Fax-Spam nicht die eigene Faxnummer 0033 369 208 448, sondern der Name des benutzten Faxprogramms "Shamrock CapiFax" verwendet. Einige Betroffene wandten sich deshalb an Shamrock als vermeintlichen Absender des Werbe-Mülls.

Wir distanzieren uns von einem derartigen Missbrauch unserer Software und verweisen auf die entsprechende Passage im CapiFax-Lizenzvertrag: "Shamrock Software gestattet nicht die Verwendung der Software für Zwecke, die den geltenden Gesetzen im Land des Kunden widersprechen, beispielsweise für den Versand von Werbung an Personen oder Firmen, die vorher dem Erhalt nicht zugestimmt haben und mit denen keine regelmäßige Geschäftsbeziehung besteht." Wir haben bereits rechtliche Schritte gegen den Versender eingeleitet.

05.02.07 E-Mail wird zum Glücksspiel

SpamWeit mehr als die Hälfte der auf einem typischen Mail-Server empfangenen Nachrichten sind heute Spam-Mails. Während man mit der Flut jener Werbung, die von Bot-Netzen direkt versandt wird, mit Methoden wie IP-Blacklists und Greylisting noch ganz gut fertig wird, wird das bei solchen Mails, die über kostenlose Einmal-Accounts von Providern wie etwa Yahoo in die Welt geschickt werden, deutlich schwieriger, denn wer kann es sich schon erlauben, Mails von Yahoo generell zu blockieren. Eine inhaltsbasierte Analyse anhand von Schlüsselworten ist dank des Einfallsreichtums der Spammer kaum noch für eine zuverlässige Mülltrennung geeignet. Wer sie dennoch verwendet, muss regelmäßig seinen Spam-Ordner kontrollieren, ob nicht wertvolle Mails versehentlich dort gelandet sind.

Manche Provider wie Freenet meinen, Mails von Absendern, die irgendwelche Besonderheiten aufweisen, blockieren zu müssen, um ihre Kunden vor Spam zu schützen. Das allerdings führt schnell zu unerwünschten Nebenwirkungen, denn beispielsweise haben BCC-adressierte Mails (Blindkopie an viele Empfänger) oft nichts Brauchbares im "To"-Feld der Kopfdaten stehen und werden bei Freenet prompt mit "Syntax error in header" abgelehnt: Hier hilft dann oft nur der mühsame Einzelversand solcher Mitteilungen.

Besonders unerfreulich ist, dass viele Absender das Fehlschlagen ihrer Mails oft gar nicht bemerken. Zugegeben, manchmal werden die Return-Mails einfach nicht gelesen oder nicht richtig verstanden; oft löschen aber auch übereifrige Filter in Mail-Servern von Firmen solche nach Ansicht des Administrators überflüssigen Status-Mails.