Startseite Archiv: Shamrock-News 2001

17.12.01 Autoresponder: Selten nützlich

Nicht selten bekommen wir nach dem Beantworten einer Anfrage folgende Autoresponder-Mail: "Vielen Dank für Ihre Nachricht! Wir werden diese so schnell als möglich bearbeiten."

Das ist natürlich unglaublich freundlich und lässt uns vermuten, dass unsere mühsam recherchierte Antwort nicht völlig sinnlos war. Aber stellen Sie sich vor, dass eine solche automatische Antwort an jemanden geht, bei dem seinerseits ein Autoresponder sein Unwesen treibt: Wenn nicht spezielle Maßnahmen etwa hinsichtlich Absenderadresse oder Betreff getroffen werden (was bei der obigen Beispiel-Mail übrigens nicht der Fall war), dann unterhalten sich zwei Autoresponder ganz selbständig ohne menschliches Zutun.

Ehrlich gesagt, wir halten Autoresponder in den meisten Fällen für unsinnig. Denn TCP/IP und SMTP sorgen selbst dafür, dass die Nachricht innerhalb weniger Minuten beim Empfänger (oder zumindest bei seinem Provider) ankommt. Eigentlich wäre es ja interessanter, ob und wann der Empfänger sie jemals liest und vielleicht sogar beantwortet. In Wirklichkeit sind Autoresponder erfahrungsgemäß ein Zeichen dafür, dass jemand seine Mails entweder selten liest oder überhaupt nicht abholt. Vertretbar ist der Automatismus bestenfalls etwa während einer längeren Abwesenheit - dann sollte der Text aber einen Hinweis darauf enthalten, wann konkret mit einer Bearbeitung zu rechnen ist.

PS: Ja, Sie natürlich haben recht, sogar unsere eigene Software NetMail hat einen Autoresponder eingebaut. Der ist aber immerhin schlüsselwortgesteuert und kann deshalb je nach Absender, Betreff und Inhalt individuell formulierte Antworten generieren - oder eben auch gar keine, wenn die empfangene Nachricht ihrerseits bereits von einem Autoresponder stammt.

28.11.01 Verbreitung von Mail-Viren nimmt zu

Outlook-Monokultur fördert Viren-VerbreitungIn den letzten Wochen hat die Verbreitung von Mail-Viren, auch Würmer genannt, dramatisch zugenommen. Auch wir bei Shamrock erhalten täglich mehrere virulente Mails von Kunden, an die wir irgend wann einmal eine Antwort auf eine Anfrage gesandt haben und dadurch in deren Mail-Adressenverzeichnis gelandet sind. Die meisten Viren benutzen dieses Adressenverzeichnis, um sich selbst zu vervielfältigen.

Alle Virus-Mails stammten von Outlook-Benutzern. Sie selbst merken meist noch nicht einmal sofort, dass ihr Rechner von einem Virus befallen ist: Die Schadfunktion vieler Viren ist so programmiert, dass sie erst verzögert ab einem bestimmten Datum ausgeführt wird. Den meisten der in letzter Zeit aufgetretenen Viren ist gemein, dass sich ein Outlook-Benutzer nach dem Erhalt kaum noch gegen sie wehren kann, denn sie enthalten ein HTML-Attachment mit Javascript-Code, der von Outlook bereits im Vorschaufenster ohne Rückfrage ausgeführt wird.

Auch in der Biologie gilt: Monokulturen sind gegenüber Krankheiten besonders anfällig. Die große Zahl von Outlook-Benutzern macht es den Viren-Programmierern besonders leicht, für eine große Verbreitung ihrer Machwerke zu sorgen. Wir hatten mit vielen Anwendern Kontakt, die uns lang und breit erklärt haben, warum es für sie unmöglich ist, von Outlook zum Beispiel auf unser sogar kostenlos angebotenes NetMail-Light umzusteigen. Von einigen haben wir inzwischen Virus-Mails erhalten!

Nach unserer Ansicht sollte ein Mail-Programm
- Attachments oder HTML-Alternativtext nie ungefragt öffnen,
- keinen Javascript-Code ohne Warnung ausführen,
- typische Viren-Dateimuster sperren können, z.B. "*.???.???" für Dateien wie "Look.txt.exe".
All das haben wir in NetMail eingebaut. Trotzdem sind wir sicher, dass viele Outlook-Benutzer lieber mit dem Risiko leben und nicht auf ein anderes Programm umsteigen. Vielleicht lieben sie einfach das Kribbeln im Bauch?

28.10.01 Wireless LANs

Da das E-Mail-Programm NetMail nicht nur ein Client-Programm für Windows 98/NT/2000/XP mitbringt, sondern dank des im Gateway eingebauten HTTP-Servers auch ein Web-Interface besitzt, kann man einen x-beliebigen Browser benutzen, um Mails zu lesen oder zu schreiben. Einige NetMail-Anwender verwenden dafür Apple-Macs, und wir selbst finden es ganz praktisch, auf einem Handheld-PC HP-Jornada 710 mit Windows CE und MS-IE 4.0 auch außerhalb des eigenen Büros E-Mails beantworten zu können.

Zu diesem Zweck haben wir den Jornada mit einer Wireless-LAN-Karte ausgestattet. Der Händler verkaufte uns einen Access Point und eine PCMCIA-Karte, verschwieg allerdings den kleinen Schönheitsfehler, dass beide Teile nicht vom selben Hersteller stammen und deshalb der Power-Save-Mechanismus der Karte nicht funktionieren kann, da das ein Mitspielen des Access Points erfordert, was allerdings auch bei CompuLAN niemand wusste. Nachforschungen ergaben: Der Access Point mit dem Label Wavemaxx wird von Z-Com in Taiwan gebaut und benutzt den Intersil-Chip Prism-I. Die mit 1stWave bedruckte PC-Card stammt dagegen von der Lucent-Tochter Orinoco - es gibt in Wahrheit weit weniger Hersteller, als Sie glauben...

Zwei Erfahrungen möchten wir zum Thema WLAN weitergeben. Erstens: Karte und Access Point sollten möglichst nicht nur vom gleichen Distributor, sondern vom gleichen Hersteller stammen, nur dann funktionieren auch alle Details. Zweitens: Die Sendeleistung von etwa 50 mW auf 2,4 GHz durchdringt höchstens ein oder zwei Bürowände. Die Reichweiten-Angabe auf Hersteller-Prospekten von 400 m im Freien und 40 m in Gebäuden ist also mit Vorsicht zu genießen.

19.09.01 Nimda-Virus

Ein neuer bösartiger E-Mail-Virus namens Nimda benutzt erstmals zwei unterschiedliche Verbreitungswege. Bei eingeschaltetem Javascript kann schon das Besuchen einer Internet-Seite auf einem Server ausreichen, der mit dem Microsoft Internet Information Server (IIS) läuft, um sich den Virus als Mail-Datei Readme.eml auf den eigenen Rechner zu holen. Er verbreitet sich dann weiter über Netzfreigaben und als E-Mail-Wurm. Dazu schreibt er versteckte Dateien names Load.exe und Riched20.dll ins Windows-Verzeichnis und fügt in der Datei System.ini die Zeile "shell=explorer.exe load.exe -dontrunold" ein, so dass er bei jedem Windows-Start ausgeführt wird. Die Virus-Mails enthalten ein Attachment Readme.exe, das wegen bewusst falscher Deklaration als Audiodatei von zahlreichen Mail-Programmen wie Outlook, Lotus Notes, Eudora und AK-Mail teilweise ohne Rückfrage sofort ausgeführt wird. Bisherige Virenschutz-Programme sind wirkungslos. Die Absender-Adresse der Virus-Mail ist nicht der tatsächliche Absender, sondern ein Zufallsprodukt.
Als Abhilfe bleibt derzeit nur übrig, im Microsoft Internet Explorer 5 unter Sicherheits-Einstellungen in der Zone "Internet" die Option "Active Scripting" abzuschalten (selbst wenn dann einige Seiten nicht mehr korrekt angezeigt werden), und ein sicheres Mail-Programm wie etwa NetMail zu benutzen. Im NetMail-Gateway ist es sinnvoll, das für den Nimda-Virus typische Attachment Readme.exe in der Benutzerverwaltung unter "Einstellungen - Gesperrte Dateitypen" einzutragen.

Nachtrag vom 28.9.2001: Innerhalb von zehn Tagen hat der Virus eine halbe Million PCs befallen.

25.08.01 Unified Messaging modular

Viele reden über Unified Messaging, aber die meisten bisherigen Lösungen waren unerschwinglich und deshalb unrentabel. Durch die Verknüpfungsmöglichkeit von NetMail, CapiCall und CapiFax ist jetzt das Zusammenspiel von Voicemail, E-Mail, Fax und SMS aber preiswert und problemlos geworden:

Die positive Resonanz von Anwendern beweist, wie problemlos und effizient dieses Unified Messaging in der Praxis arbeitet. So schreibt uns P. A. Starkl: "Es macht wirklich Spass, früh morgens ins Büro zu kommen, nur einen Client zu starten und über alles informiert zu sein, egal ob die Informationen per E-Mail, Fax oder Sprachnachricht hereinkommen."

Einige nützliche Tipps zur richtigen Konfiguration finden Sie auf der Hotline-Seite zu NetMail unter "Zusammenspiel mit CapiCall und CapiFax".

20.08.01 Tarifumstellung mit Hindernissen

Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, bei der Telekom für einen vorhandenen Anschluss eine Tarifumstellung durchführen zu lassen! Im April baten wir die Telekom-Rechnungsstelle per Fax, unseren Datex-P-Anschluss (ISDN-X.31, zum Beispiel häufig für Kreditkarten-Terminals benutzt) wegen nur sporadischer Nutzung vom Tarifmodell "Access 100" auf "Access 50" umzustellen: Auch nach Wochen keinerlei Reaktion.

Telefonische Nachfrage im Mai: Wird gemacht, bitte etwas Geduld. Nichts passiert. Erneutes Fax im Juni: Keine Antwort. Telefonische Nachfrage im Juli: Wird in Kürze gemacht. Mitte August steht nun zu unserer Überraschung ein Telekom-Techniker vor der Tür: "Ich soll hier einen ISDN-Anschluss legen!" Dass die Aktien eines solchen Unternehmens ins Bodenlose fallen, ist doch wirklich kein Wunder.

06.08.01 Autoresponder: Automatisch, aber intelligent

Wenn Sie demnächst auf eine E-Mail eine automatische und dennoch persönliche Antwort bekommen wir etwa "Lieber Herr Becker, ich bin bis Ende August in Urlaub, aber speziell für Sie bin ich unter 0171... erreichbar", dann steckt vielleicht ein NetMail-Server dahinter. Der besitzt in der aktuellen Version jetzt eine schlüsselwort-gesteuerte Autoresponder-Funktion, die je nach Absender, Betreff oder Text unterschiedliche Antworten generieren kann. - Lange hatten wir uns gegen eine Autoresponder-Funktion gesträubt, da sie leicht zu Endlos-Schleifen führen kann, wenn sich zwei Autoresponder gegenseitig Mails zusenden, aber dank geeigneter Mechanismen ist jetzt auch dieses Problem gelöst. Na denn: Schönen Urlaub!

23.07.01 SMS-Nachrichten ins Festnetz

HandyWenn Sie ein Handy mit D1- oder E-Plus-Karte besitzen, können Sie seit neuestem SMS-Nachrichten nicht nur an andere Mobiltelefone, sondern auch ins deutsche Festnetz senden. Die Nachricht wird dabei vorgelesen. Dies gilt auch für das Senden von SMS-Nachrichten via GSM-Modul (oder einem Handy mit RS2323C-Schnittstelle wie z.B. S25) mit CapiCall oder NetMail. Leider funktioniert das Senden nicht über den ISDN-Zugang, sondern nur über Funk, so dass die CapiCall-Demo bzw. NetMail-Light dazu nicht ausreicht. Einige neuere Telefone (z.B. Gigaset 4000) können solche Festnetz-SMS-Nachrichten auch im Display anzeigen; die Übertragung erfolgt dabei nicht etwa digital, sondern ähnlich wie bei der Rufnummnernanzeige analoger Telefone per Tonmodulation.

Nachtrag vom August:
Inzwischen funktionieren SMS-Nachrichten ins Festnetz auch aus dem D2-Netz.

21.07.01 Amtsgericht Dachau: Spam-Mails erlaubt!

Ob unaufgeforderte Werbe-Mails, kurz Spam-Mails, erlaubt sind, ist eigentlich kaum noch umstritten. So schreibt z.B. die Zeitschrift Teletalk in Heft 8/2001, Seite 52: "Beim Versand von Werbemails ist zumindest in Deutschland die Rechtslage eindeutig: Der Versand ohne vorheriges ausdrückliches Einverständnis des Empfängers ist nicht erlaubt. Dabei ist es unerheblich, ob der Empfänger ein Unternehmen, Gewerbetreibender oder eine Privatperson ist." - Wir erhielten vor einigen Monaten von der Nürnberger Firma IP-Exchange eine immerhin 2,5 MByte große Werbe-Mail (DSL gab es damals bei uns noch nicht, die Abholung erfolgte via ISDN) und forderten daraufhin eine Unterlassungserklärung. Das lehnte der Absender ab, und wir wandten uns deshalb an das regional zuständige Amtsgericht Dachau. Das wegen des geringen Streitwerts sofort rechtskräftige Urteil überrascht:

Die Klage wird abgewiesen... Der Klägerin ist zuzugeben, dass die momentane technische Situation unbefriedigend ist und bei der Massenversendung von E-Mails ein Zusammenbruch dieses Kommunikationsmittels drohen könnte. Auszugehen ist aber vom konkreten Fall... Im Geschäftsverkehr ist die werbende Kontaktaufnahme sozial üblich und notwendig, um den Wirtschaftskreislauf in Schwung zu halten... Für die Form der Kontaktaufnahme gelten dabei im Verhältnis von Unternehmen zueinander weniger strenge Maßstäbe als im Verhältnis eines Gewerbetreibenden zum Verbraucher... Dies gilt insbesondere im Internet, das von zahlreichen Beobachtern primär als 'Werbekanal' angesehen wird. Werbe-E-Mails sind also durchaus üblich...
gez. Schaffer, Richterin am Amtsgericht Dachau, den 10.07.2001 (Aktenzeichen 3 C 167/01)

Seien Sie versichert, dass wir dieses Urteil nicht dazu missbrauchen werden, die Welt mit Spam-Mails zu überschwemmen, und wir hoffen, dass auch andere das nicht tun. Denn hoffentlich, ja sogar wahrscheinlich, wird sich in Deutschland eine völlig andere Rechtsprechung durchsetzen, die unaufgeforderte Werbe-Mails strikt verbietet.

18.07.01 Vermittlungstechnik-Rückbau

Die ISDN-Vermittlungsstellen der Telekom werden offenbar nicht etwa weiterentwickelt, sondern in ihren Funktionen immer weiter reduziert. So konnte man etwa vor zwei, drei Jahren an einem normalen Anschluss noch problemlos mit einer ISDN-Karte auf beiden B-Kanälen je eine Dreierkonferenz aufbauen. Dann ging das nur noch auf einem der zwei Kanäle, der andere war nur noch für normale Verbindungen nutzbar. Jetzt gibt es plötzlich eine weitere, noch gravierendere Einschränkung: Ein Endgerät (etwa eine ISDN-Karte) kann, sobald eine Dreierkonferenz eingeleitet ist, überhaupt nur noch einen B-Kanal nutzen. Der nächste logische Schritt wäre wohl, jedem Endgerät generell nur noch einen Kanal bereitzustellen - warten wir's ab!

14.07.01 Neue Outlook-Sicherheitsmängel

Gestern, passenderweise am Freitag, den 13., veröffentlichte Microsoft erneut ernste Sicherheitsmängel von Outlook: Eine empfangene E-Mail mit Active-X-Elementen oder auch eine Webseite kann gespeicherte E-Mails lesen und löschen und auf den Outlook-Kalender zugreifen.

Microsoft empfiehlt die Deaktivierung von Active-X in den Sicherheits-Einstellungen der Internet-Zone. Sicherheits-Papst Georgi Guninski dagegen, der die Probleme entdeckte, rät zur Outlook-Deinstallation. Aber womit dann E-Mails lesen und schreiben? - Versuchen Sie's einfach mal mit NetMail. Es führt keine Scripte automatisch aus, benutzt keine Outlook-Dateien und ist dadurch gegen solche Sicherheitslücken immun - einer der Gründe, warum es auch von zahlreichen Behörden eingesetzt wird.

05.07.01 Innovation?

Siemens war vor schätzungsweise 20 Jahren die erste Firma, die das Wort "Innovation" in den Mund nahm und es in den allgemeinen Sprachgebrauch einführte.

Jetzt hat Siemens vorgeführt, was Innovation ist. Wer an den Konzern etwas verkaufen will, kann (muss?) sich für 3000 Euro pro Jahr auf der Siemens-B2B-Seite http://www.click2procure.de ("Business to Business" auf Neuhochdeutsch) als Anbieter registrieren lassen - eine wirklich neue, innovative, ja revolutionäre Geschäftsidee.

Oder...vielleicht doch nicht so neu? Es gab ja auch bisher schon Leute, bei denen man sich mit etwas Backschisch als Anbieter einen Vorteil erkaufen konnte. Nur hieß das natürlich nicht Business to Business, sondern einfach nur Bestechung und ist in einigen rückständigen Ländern wie Deutschland merkwürdigerweise sogar auch noch strafbar.

Vielleicht sollten sich die der Bestechung angeklagten Politiker und Firmen überlegen, ihre innovativen Taten einfach als "Business to Business" zu deklarieren?

26.06.01 Umstieg auf NetMail

Wer sich jahrelang an eine Mail-Software wie Outlook oder Netscape gewöhnt hat, muss schon gute Gründe haben, um sich ein anderes Programm wie etwa NetMail auch nur anzusehen. Virenschutz wäre solch ein Argument, die Integration von Sprachnachrichten, Fax, SMS und E-Mail ein weiteres. Manch einer macht dann erstaunt die Erfahrung, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben. Und so freuen wir uns über einen Kommentar wie diesen aus Wien zu NetMail: "Gratulation an Shamrock! Wir werden unsere alte Office Server Software wegwerfen und auf die geniale Komplettlösung von Shamrock umsteigen."

Ein solcher Umstieg ist sicher zunächst mit Umgewöhnung und Konfigurations-Arbeit verbunden, aber das erste Aha-Erlebnis macht das alles bestimmt wieder wett. Und falls wir Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen können, tun wir das gern.

10.06.01 Suchmaschinen und Browser

In den letzten Monaten konnten wir in der Log-Auswertung unseres Webservers beobachten, wie sich die Beliebtheit von Suchmaschinen veränderte. Nimmt man die Verweise von Google, der derzeit führenden Maschine, als 100 %, so erreichen Lycos 34 %, Fireball 30 %, Yahoo 16 %, Altavista (.de+.com) 10 %, Web.de 9 % und MSN 6 %. Alle anderen wie Abacho, Hotbot und wie sie alle heißen spielen so gut wie keine Rolle. (Selbstverständlich sind unsere Seiten bei all diesen Suchmaschinen angemeldet, sonst würde der Vergleich hinken.)

Interessant ist auch die Beliebtheit der einzelnen Browser-Typen: Mit dem MS-IE 5.x erfolgen 68 % der Zugriffe, mit Netscape 4.x nur noch 13 %, mit dem MS-IE 4 etwa 3 %, und Netscape 6 erreicht nur etwa ein Prozent.

20.05.01 Windows-Stabilität

WindowsDie Stabilität von Windows wird oft unterschätzt. Von einem Anwender wissen wir, dass er pro Monat rund 60.000 E-Mails durch sein NetMail-Gateway schleust - mehr als 2500 an einem typischen Werktag. Mehrmals pro Minute liest oder schreibt tagsüber ein Benutzer eine E-Mail. Pro Tag wählt sich NetMail dabei rund 100mal über das DFÜ-Netzwerk von Windows 98 beim Internet-Provider ein. Dabei wird der Gateway-PC meist nur einmal im Monat zu Wartungszwecken neu gestartet. Von CapiCall-Anwendern, die Audiotex-Dienstleistungen anbieten, ist ähnliches zu hören. Offensichtlich liegt es also weniger an der Stabilität von Windows selbst als vielmehr an wackeligen Büro-Applikationen, wenn wir regelmäßig blaue Bildschirme und Schutzverletzungen zu Gesicht bekommen!

09.05.01 Virus-Warnung

Ein neuer Outlook-Virus verbreitet sich so rasant wie kaum je ein Mail-Wurm vorher. Der Text lautet: "Hi! You've got to see this page! It's really cool ;O)". Als Attachment enthält er eine Datei homepage.html.vbs, von der bei unglücklicher Windows-Konfiguration - und das ist leider die Voreinstellung! - die Dateiendung .vbs von Windows nicht angezeigt wird, so dass die Datei wie ein völlig ungefährliches HTML-Dokument aussieht. In Wirklichkeit wird aber die Startseite des Internet Explorer auf eine Porno-Seite umgestellt. Selbst im E-Mail-Gateway der Satelliten-Erdfunkstelle Raisting trat der Virus innerhalb eines Tages mehrere hunderte Mal auf, wurde dort aber stets sofort gelöscht. Auch unser Mail-Programm NetMail ist nicht vom Virus betroffen.

02.05.01 Sammelanschluss

Mit einiger Geduld versuchten wir, für einen Kunden herauszufinden, ob die Telekom Sammelanschlüsse anbietet, bei denen eine Rufnummer auf mehrere ISDN-Anschlüsse parallel geroutet wird.

Erster Versuch: Suchmaschine Fireball, Eingabe "+sammelanschluss +url:telekom". Leider 0 Treffer.
Zweiter Versuch: www.telekom.de eingetippt. Der Telekom-Server ist aber abgestürzt, nichts geht.
Dritter Versuch: Geschäftskunden-Vertrieb der Telekom unter 0800 330 1115 angerufen. Erfolg: Zwei Minuten Freizeichen, dann die lakonische Ansage: "Leider wird auf allen Plätzen gesprochen. Unser Angebot finden Sie auch im Internet unter www.telekom.de - auf Wiederhören." Dann wurde die Leitung getrennt. Der Telekom-Server ist leider immer noch abgestürzt.
Vierter Versuch: Am nächsten Tag kamen wir telefonisch durch. Ergebnis: Sammelanschlüsse werden angeblich nicht mehr angeboten, aber man erklärte sich bereit, das nochmal nachzuprüfen und sich bei uns zu melden. (Das geschah natürlich nicht.)

Nachtrag vom Juli 2001: Nachdem wir den Sammelanschluss einfach beauftragt hatten, wurde er ohne weitere Rückfragen anstandslos eingerichtet. Also am besten gar nicht lange fragen!

26.04.01 SMS mit GSM-Modul

Bisher unterstützten die Programme CapiCall und NetMail das Senden von SMS-Nachrichten nur in solche GSM-Netze, die einen ISDN-Zugang dafür anbieten - derzeit sind das in Deutschland D1, D2 und E-Plus. Jetzt ist auch der Versand ins Netz von Viag-Interkom sowie ins Ausland möglich - mit einem GSM-Gerät.

Siemens TC35CapiCall und NetMail erlauben jetzt die Benutzung eines GSM-Geräts mit serieller Schnittstelle, z.B. M1, M20 oder das neue TC35 von Siemens, um SMS-Nachrichten in nahezu alle Netze senden zu können. (Geräte mit virtuellem Windows-Modemtreiber ohne echte serielle Schnittstelle sind allerdings ungeeignet.) Bei NetMail wird sogar der Empfang von SMS-Nachrichten unterstützt, d.h. vom Handy aus kann man eine SMS-Nachricht via NetMail ans Intranet oder sogar ins Internet senden.

Kleiner Wermutstropfen: Die Demo-Versionen von CapiCall und NetMail unterstützen den Anschluss eines GSM-Geräts nicht, dazu ist eine Vollversion wie CapiCall-SoHo/Pro/S2M oder NetMail-XL erforderlich. Es ist eben leider nicht alles im Leben gratis, aber das nötige GSM-Modul bekommt man ja auch nicht kostenlos.

12.04.01 Outlook 6 mit Fremdprogrammen inkompatibel

Absicht oder nicht? Die seit einigen Tagen kursierende Beta-Version des IE6 von Microsoft besitzt in ihrem Mail-Modul (Outlook Express 6) die Eigenschaft, dass alle empfangenen Mails, die nicht ihrerseits mit Outlook geschrieben wurden, vor dem Lesen gelöscht werden. Kein Aprilscherz! Das Verhalten wurde mittlerweile von Microsoft bestätigt. Und es kommt noch schlimmer: Einige Tester berichteten, dass dieser Effekt sogar nach der Deinstallation des IE6 erhalten blieb.

Möglicherweise ist das ja die Antwort von Microsoft auf die in letzter Zeit bekannt gewordenen schwerwiegenden Sicherheits-Lücken in Outlook: Eine gelöschte E-Mail stellt auch kein Sicherheitsrisiko dar. Eine äußerst elegante Lösung.

Übrigens, wenn Sie weiterhin Mails auch von Benutzern anderer Mail-Programme und ohne Sicherheitsrisiken empfangen möchten, sollten Sie sich unbedingt mal NetMail ansehen!

04.04.01 Spam-, Junk- und Bulk-Mails

Fast jeder von uns fühlt sich durch die zunehmende Spam-Mail-Flut belästigt. Das Abholen von Spam kostet Gebühren, das Lesen verschwendet Arbeitszeit, und der Versuch, sich beim Absender abzumelden, schlägt meistens fehl, weil die Absender-Adresse überhaupt nicht existiert.

"Spam" (großes S) ist ein registriertes Warenzeichen für Dosenfleisch der Firma Hormel - man kann sich richtig damit vollstopfen, und genau das bedeutet spam im Englischen. Die Benutzung von "spam" (mit kleinem s) für Werbe-Mails geht auf einen Sketch der britischen Ulknudel Monty Python zurück.

Wir haben jetzt ein paar nützliche Tipps zusammengestellt, wie Sie sich gegen Spam zumindest halbwegs wirksam schützen können: https://www.shamrock.de/spam.htm
Auf dieser Seite werden auch ein paar rechtliche Rahmenbedingungen für Werbung via Mail, Fax und Brief beschrieben.

30.03.01 Neues Sicherheitsloch in MS-Outlook

Microsoft warnt Anwender seines Mail-Programms Outlook erneut vor einem ernsten Sicherheitsrisiko: Outlook startet ohne Nachfrage ausführbare Attachments in einer Mail, die ihrerseits als .EML-Attachment versandt wird. Böswilligen Absendern ist damit Tür und Tor geöffnet, beliebigen Code auf Ihrem PC auszuführen - vom Löschen von Dateien bis hin zum Formatieren der Festplatte. Eine Abhilfe ist bislang nicht bekannt. - Oder doch? Nutzen Sie einfach eine sichere Mail-Software: Für Netzwerk, ISDN, Modems und GSM ist NetMail eine gute Wahl und steht für bis zu drei Clients sogar kostenlos zur Verfügung. Für Benutzer des Satelliten-Dienstes Inmarsat gibt es das von Shamrock und DeTeSat gemeinsam entwickelte SkyFile als gleichwertige Lösung.

Nachtrag: Inzwischen gibt es von Microsoft einen Patch zum Download, der zumindest das jetzt neu bekannt gewordene Sicherheitsproblem beheben soll:
http://www.microsoft.com/windows/ie/download/critical/Q290108/default.asp

16.03.01 Modacom nur bis Ende 2001

Motorola-Funkmodem InfoTAC für das Modacom-NetzHeute erhielten wir von T-Mobil ein Schreiben zum Datenfunkdienst Modacom, in dem es heißt: "Die heute zur Verfügung stehende GSM-Technologie erlaubt uns eine konsequente Fokussierung unserer Innovations-Anstrengungen... Dies führte zu der Entscheidung, innerhalb einer Portfolio-Optimierung die Plattform Modacom auslaufen zu lassen. Die Deaktivierung der bestehenden Modacom-Accounts muss daher zum 1. November 2001 erfolgen." Das Schreiben ist insofern bemerkenswert, als zwischen Ankündigung und Abschaltung nur ganze sieben Monate liegen. Tausende von Modacom-Geräten müssen ausgetauscht werden, die Software-Applikationen müssen wegen des völlig anderen Systemkonzepts von GSM oder GPRS komplett umgeschrieben werden. An die Arbeit!

Nachtrag vom Juli 2002:
Das Netz läuft immer noch. Offenbar gab es Probleme bei der Kunden-Migration...

09.03.01 GPRS-Gebührenmodelle

Ende Januar enthielt unser Newsletter die von T-Mobil und Viag-Interkom geplanten Gebühren für den neuen GPRS-Dienst der GSM-Netze. Sie basieren auf 10-KByte-Volumen-Einheiten und zusätzlichen Gebühren je Nutzungstag.

Inzwischen lehrt Vodafone/Mannesmann diesen Erbsenzählern das Fürchten: Für 19,95 DM wird im D2-Netz ein GPRS-Volumen von immerhin 1 MByte ohne zusätzliche Gebühren angeboten. Für eine gelegentliche GPRS-Nutzung dürfte dieses Megabyte meist ausreichen, auch zum Austausch von E-Mails mit einem ans GPRS-Handy angeschlossenen Laptop, soweit keine größeren Datei-Attachments enthalten sind. Wem das nicht reicht, bezahlt je weiteren 10 KByte 19 Pfennige drauf.

Ehrlich gesagt, erst mit einem solchen MByte-Pauschaltarif wird GPRS wirklich attraktiv. Warten wir ab, wie lange die anderen Netzbetreiber weiterhin noch Erbsen zählen.

28.02.01 Grundlagenbuch jetzt auch zum Download

Das beliebte Online-Buch mit Grundlagen der Netzwerk- und Datenübertragungstechnik, das Sie im Internet auf der Seite https://www.shamrock.de/dfu/ finden, gibt's jetzt auch als Offline-Version zum Herunterladen als ZIP-Datei. Klicken Sie auf der genannten Seite einfach auf den Link "Download dieses Buchs", entpacken Sie die heruntergeladene Datei DFU.ZIP in ein leeres Verzeichnis Ihrer Festplatte und erzeugen Sie z.B. auf dem Desktop eine Verknüpfung mit der Datei INDEX.HTM in diesem Verzeichnis.

28.02.01 T-Aktien im Keller

Die Telekom-Aktien sind mittlerweile wieder etwa da angelangt, wo sie im November 1996 waren - bei ihrem damaligen Ausgabekurs, allerdings zum Glück in Euro statt in DM. Unter anderem haben riesige, im Vergleich zu anderen Ländern wie Österreich oder der Schweiz geradezu haarsträubende UMTS-Lizenzgebühren die Gewinnaussichten getrübt. Und manch einer hat vermutlich einfach auch angesichts frustrierender Erfahrungen mit dem Kundendienst der Telekom sein Vertrauen in den einstigen Monopolisten gründlich verloren: Versuchen Sie einfach mal nur, per Telefon oder gar E-Mail einen kompetenten Telekomiker zu erreichen - die Erfolgsaussichten gleichen einem Lotto-Sechser. Einziger Trost: Die anderen sind auch nicht besser - und auch deren Aktienkurse gaben in letzter Zeit wenig Anlass zur Freude.

05.02.01 Netscape 6: Etwas Geduld bitte...

Mittlerweile gibt es von Netscape 6.0 ein "Final Release" - eine Bezeichnung, mit der ein Software-Entwickler eher vorsichtig umgehen sollte. Version 5 hat man ausgelassen, die ist offenbar nichts geworden. Wir haben einige Tests mit Netscape 6 gemacht, was einige Geduld erfordert, denn allein das Laden des Programms dauert selbst auf einem modernen PC eine halbe Minute: Man fühlt sich in die Zeiten des C-64 mit seinem Kassettenrecorder zurückversetzt. Immerhin: Im Großen und Ganzen gab es keine ernsthaften Probleme mit unseren Seiten. Einzige Ausnahme: Der interaktive Ortsplan von Petershausen - es ist uns nicht gelungen, auf die Schnelle eine mit Netscape 6 funktionierende Version zu erstellen. Warten wir also erst mal ab, wie viele Freunde Netscape 6.0 findet!

24.01.01 GPRS-Gebühren bei T-Mobil und Viag-Interkom

GPRSDie Katze ist aus dem Sack. T-Mobil (D1) und Viag-Interkom (E2) haben ihre Preisvorstellungen für den neuen GPRS-Datendienst verkündet. Hier ein kurzer Überblick:

T-Mobil, Tarifmodell A: Keine zusätzliche Grundgebühr, aber 49 Pf. pro Nutzungstag, 69 Pf. je angefangene 10 KByte. Tarifmodell B: Grundgebühr 19,95 DM für GPRS, keine Gebühr je Nutzungstag, 19 Pf. je angefangene 10 KByte. WAP-Service: Keine speziellen Gebühren für WAP-Seiten.

Viag-Interkom, Tarifmodell A: Keine zusätzliche Grundgebühr, aber 49 Pf. pro Nutzungstag, 9 Pf. je angefangene 10 KByte. Tarifmodell B (ab Ende 2001): Grundgebühr 19,95 DM für GPRS, keine Gebühr je Nutzungstag, 6 Pf. je angef. 10 KByte. WAP-Service: 9 Pf. je WAP-Seite.

Damit ist Viag-Interkom deutlich preiswerter als T-Mobil. Dennoch: Mit der herkömmlichen GSM-Datenübertragung (9600 Bit/s) überträgt man typischerweise etwa 50...70 KByte pro Minute, das ergibt je nach Tarif nur zwei oder drei Pfennige je KByte. Mit speziell optimierter Software wie SkyFile von Shamrock lassen sich die Kosten sogar noch weiter drücken.

Ob GPRS ein Erfolg wird, ist derzeit also zweifelhaft. Zudem kann ein Handy nicht im GPRS-Modus angerufen werden; es erhält vom Netz bei jedem Einbuchen eine andere (dynamische) IP-Adresse zugewiesen. Mehr zum Thema finden Sie im Internet unter https://www.shamrock.de/dfu/ (Thema Mobilfunknetze, GPRS).

Derzeit ist übrigens nur ein einziges GSM-Handy GPRS-fähig, nämlich das Motorola Timeport T 260. Siemens hat allerdings bereits eine neue Generation GPRS-fähiger Geräte angekündigt.

08.01.01 Rückblick

Die Jahreswende ist ein typischer Zeitpunkt für einen Blick zurück. Manchmal wundert man sich, wie jung manche Dinge noch sind, mit denen man heute fast täglich und ganz selbstverständlich zu tun hat.

So wurde zum Beispiel der erste WWW-Browser erst 1993 am CERN von Tim Berners-Lee entwickelt. Und erst 1994 wurde das Euro-ISDN eingeführt. Andererseits wundert man sich, wie lange manche Dinge überleben: 1844 erfand Samuel Morse die Telegraphie, und erst 1999 wurde sie für Seenotrufe durch Satellitensysteme wie Inmarsat-C ersetzt.

Wenn Sie nochmal die Geschichte von EDV und Kommunikation von 1654 bis heute Revue passieren lassen möchten, hier ist eine neue Webseite für Sie:
https://www.shamrock.de/dfu/dfu9.htm