| Shamrock > SkyFile > Tipps | [ Suche | Kontakt | English ] |
Benutzung
von SkyFile Mail
Benutzen von SkyFile via Inmarsat-B/M/F
Mails und SMS-Nachrichten an SkyFile-Benutzer
SkyFile-C via Inmarsat-C
Benutzen einer Inmarsat-C-Anlage für E-Mails
Mails vom Internet an eine Inmarsat-C-Anlage
Allgemein
Black-&White-Liste testen
Meldungen in Return-Mails
Diese Informationen basieren auf der Inmarsat-Erdfunkstelle von Vizada (ehemals France Telecom Mobile Satellite Communications) und der Satelliten-Gateway- und Client-Software von Shamrock Software.
![]() |
|
|
|
|
Sie benötigen dafür eine Anmeldung bei Vizada.
Über welche Inmarsat-Dienste kann SkyFile benutzt werden?
Welche Vorteile bietet SkyFile gegenüber anderer Software?
Welche Vorteile bietet die Fax-Übertragung mit SkyFile?
Der COM-Port meiner USB-Erweiterung wird nicht angezeigt
Der Mail-Austausch funktioniert nicht
Lohnt sich ein vorheriges Komprimieren der Dateien?
Welche Sicherheit gibt es gegenüber unerwünschten Mails?
Kann ich meinen Account umleiten oder aus dem Festnetz abfragen?
In welche Netze kann man SMS-Mitteilungen senden?
In welcher Reihenfolge werden Mails in der Liste angezeigt?
Kann man SkyFile im Netzwerk auf mehreren PCs betreiben?
Über welche Inmarsat-Dienste kann SkyFile benutzt werden?
SkyFile eignet sich für alle verbindungsorientierten und paketbasierten Satellitendienste:
Inmarsat-B ist der digital arbeitende Nachfolger des früheren analogen Inmarsat-A-Dienstes. Er erlaubt außer Telefonie in guter Qualität auch eine stabile Datenübertragung mit 9600 bit/s über das im Transceiver eingebaute Modem. Die etwas teurere Variante B-Highspeed schafft sogar 64 kBit/s und ist ISDN-kompatibel.
Inmarsat-Phone (Mini-M) ist ein noch jüngerer Dienst, der Telefonieren, Telefax und Datenübertragung auch mit kleinen, portablen Geräten gestattet. Er arbeitet mit einer ähnlichen Technik wie die digitalen GSM-Funktelefonnetze. Daten- und Fax-Übertragung ist mit 2400 Bit/s möglich. Beim mobilen Teilnehmer genügt eine z.B. in einem Aktenkoffer untergebrachte Flach-Antenne, die nur grob zum Satelliten ausgerichtet werden muss.
Inmarsat-M4/Fleet, ist ISDN-kompatibel und bietet 64 kbit/s für hochwertige Sprachübertragung und schnellen Datentransfer. M4 ist die landmobile und Fleet die maritime Version. Mit derselben Technik steht auch ein nach Datenvolumen statt nach Zeit tarifierter Dienst namens Mobile Packet Data Service (MPDS) als Internet-Zugang zur Verfügung. Die Varianten Fleet-33 (in Spot-Beams 9600 bit/s, global 2400 bit/s), -55 (9600 bit/s global, 64 kbit/s in Spotbeams) und -77 (global 64 kbit/s) unterscheiden sich primär in der erforderlichen Antennengröße und Sendeleistung.
BGAN (Broadband Global Access Network) wird wie MPDS nach Volumen statt Zeit tarifiert und realisiert über die Inmarsat-Satelliten einen paketorientierten Internet-Zugang mit 128 kbit/s und mehr. Eine in weiten Teilen Europas, Afrikas und Südwest-Asiens nutzbare Variante ist RBGAN (Regional GAN), sie arbeitet mit recht kompakten Endgeräten über die ebenfalls geostationären Thuraya-Satelliten.
Alternativ steht mit den Iridium-Satelliten in niedrigerer Umlaufbahn ein Dienst für Sprache und 2400 Bit/s Daten zur Verfügung, der sogar am Nord- und Südpol funktioniert, der allerdings nicht den strengen GMDSS-Anforderungen entspricht und deshalb nicht als Notruf-System ausreicht.
Welche Vorteile bietet SkyFile gegenüber anderer Software?
SkyFile wurde bei Inmarsat-Benutzern innerhalb weniger Monate zu einem der beliebtesten Mail-Programme überhaupt. Zahlreiche Reedereien, internationale Organsationen und Militärs setzen inzwischen SkyFile ein. Und das hat seinen guten Grund: Die Software ist wie kaum eine andere an die besonderen Erfordernisse von Satelliten-Verbindungen angepasst. In der folgenden Vergleichs-Tabelle ist neben SkyFile auch Outlook Express von Microsoft als typischer Vertreter herkömmlicher Mail-Programme wie Netscape, Pegasus, Eudora usw. aufgeführt.
| Eigenschaft | Outlook | SkyFile |
| Senden und Empfangen gleichzeitig (vollduplex) Online-Kompression der übertragenen Daten Wiederaufsetzen nach Übertragungs-Abbrüchen Schutz vor Mail-Viren (Scripts werden ignoriert) Bedienung ähnlich wie gewohnte E-Mail-Software Maximale Größe übertragbarer Mails HTML-Textkopie wird bei Abholung unterdrückt Unnötige Mail-Kopfzeilen werden unterdrückt Senden als Telefax an Fax-Nummern möglich Senden von SMS-Nachrichten integriert Auch Empfang von SMS-Nachrichten möglich Verschlüsselte Übertragung auf dem Funkweg Schutz vor Spam-, Junk- und Bulk-Mails Text-Makros (z.B. mfg = mit freundlichen Grüßen) |
nein nein nein nein ja nein nein nein nein nein nein nein nein nein |
ja ja ja ja ja einstellbar ja ja ja ja ja ja ja ja |
Das folgende Formular berechnet für einen SkyFile-Client die typische Verbindungsdauer, zum Vergleich zusätzlich auch für ein herkömmliches Mail-Programm wie z.B. Outlook. Die Ergebnisanzeige folgt Ihrer Auswahl von Übertragungsart und Dateityp automatisch. Die Zeiten zur Baudraten-Aushandlung bei Modems sowie für die Anmeldung sind bereits berücksichtigt:
Bei Inmarsat-Phone (Mini-M) werden beispielsweise 2400 Bits pro Sekunde übertragen. Da ein Byte aus 8 Bits besteht, ergibt das einen theoretischen Maximalwert von 2400/8 = 300 Bytes pro Sekunde. Dieser Wert wird von SkyFile noch deutlich überschritten, wenn die Daten komprimierbar sind. - Die Unterschiede von SkyFile gegenüber herkömmlichen Mail-Programmen ergeben sich aus folgenden Faktoren:
| 23 Schritte: Senden/Empfangen je einer Mail mit POP3/SMTP | Nur 4 Schritte: SkyFile | |
| Anwahl des Providers PPP-Aushandlung PPP-Authentifizierung Dynamische IP-Adresse anfordern DNS-Abfrage der SMTP-Adresse Connect Request zum SMTP-Host Connect-ACK zum SMTP-Host Eigene Domain senden (helo) Mail-Absender nennen (mail from) Mail-Empfänger nennen (rcpt to) Mail-Daten ankündigen (data) Mail-Daten senden |
SMTP-Verbindung beenden (quit) DNS-Abfrage der POP3-Adresse Connect-Request zum POP3-Host Connect-ACK zum POP3-Host POP3-Benutzername (user) POP3-Passwort (pass) Liste anliegender Mails abfragen (list) Nachricht abrufen (retr) Nachricht im Server löschen (dele) POP3-Verbindung beenden (quit) PPP-Verbindung abbauen |
Anwahl des SkyFile-Gateway Login-Paket mit Benutzername+Passwort Beide Seiten beginnen mit Senden+Empfang Trennen der Verbindung |
Welche Vorteile bietet die Fax-Übertragung mit SkyFile?
Mit dem in SkyFile enthaltenen Druckertreiber können Sie mit jeder beliebigen Windows-Applikation, z.B. MS-Word, Telefax-Seiten als Grafikdatei erstellen und über das SkyFile-Gateway als Fax versenden.
Die Übertragung dieser Datei via Inmarsat zum Gateway erfolgt mit dem sicheren, komprimierten SkyFile-Protokoll, was Zeit und Geld spart. Ferner kann bei einem Verbindungsabbruch an der Abbruchstelle wiederaufgesetzt werden, statt die Datei von Anfang an neu übertragen zu müssen.
Erst vom Gateway zur Fax-Zielnummer, also über eine verhältnismäßig störunanfällige ISDN-Landleitung, erfolgt die Übertragung dann mit dem normalen Fax-Verfahren. Dadurch ist die Übertragung wesentlich sicherer, als wenn Sie ein Fax von einem Inmarsat-Gerät aus direkt zu einem Festnetz-Faxgerät senden. Über den Erfolg der Übertragung werden Sie anschließend mit einer Bestätigungs-Mail informiert.
Falls bei der Installation oder Benutzung des Druckertreibers unter Windows NT/2000 Probleme auftreten, lesen Sie bitte die Tipps hierzu in der Hotline-Rubrik des Produkts CapiFax, die auch für SkyFile zutreffen.
Der COM-Port meiner USB-Erweiterung wird nicht angezeigt.
In einigen Fällen tragen sich externe serielle Ports wie etwa USB-Adapter oder PCMCIA-Karten nicht korrekt in der Windows-Registry ein, so dass sie dann aus den meisten Applikationen nicht anwählbar sind.
In diesem Fall sollte man das Programm Regedit starten und folgenden Schlüssel suchen:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Hardware\DeviceMap\SerialComm
Um z.B. einen Port COM1 zu aktivieren, trägt man bei Windows 98 eine neue Zeichenfolge namens "COM1" mit dem Wert "Com1" ein. Für Windows NT, 2000 und XP muss die Zeichenfolge den Namen "\Device\Serial0" und den Wert "COM1" erhalten. - Vorsicht: Änderungen an der Registry sollten nur erfahrene Benutzer ausführen!
Der Mail-Austausch funktioniert nicht.
Öffnen Sie nach einem versuchten Mail-Austausch im SkyFile-Menü "Protokoll" zunächst das Protokoll der letzten Verbindung(en). Typische Probleme sind hier sofort sichtbar, z.B. falscher Benutzername oder falsches Passwort: Groß- oder Kleinschreibung spielen hierbei keine Rolle, aber vielleicht wurde z.B. der Buchstabe O mit der Ziffer 0 verwechselt.
Falls die Anwahl klappt, aber keine Mail ausgetauscht wird, haben Sie möglicherweise die Verbindung über die falsche Erdfunkstelle hergestellt. SkyFile kann über die Vizada-Erdfunkstelle benutzt werden, da sich nur hier hinter der Kurzwahl 28# auch wirklich ein SkyFile-Gateway verbirgt. Andere Erdfunkstellen (z.B. Station 12) stellen unter derselben Kurzwahl andere Services zur Verfügung, z.B. dialogorientierte Dienste für die Benutzung mit einem Terminal-Programm, die nicht mit dem SkyFile-Programm kompatibel sind.
Kontrollieren Sie bitte zusätzlich auch folgende mögliche Problemursachen.:
Lohnt sich ein vorheriges Komprimieren der Dateien?
SkyFile benutzt ein sehr effizientes Online-Kompressionsverfahren, das in den meisten Fällen ähnlich gute Ergebnisse wie zum Beispiel das ZIP-Format bringt und die Übertragungsdauer z.B. von Textdateien etwa um die Hälfte reduziert.
Wenn Sie allerdings viele kleinere Dateien gemeinsam in einer Mail übertragen möchten, kann das vorherige Zusammenfassen der Dateien zu einer einzigen ZIP-Datei Vorteile bringen, weil dann die bei Satelliten-Übertragungen doch merklichen Antwortzeiten zwischen den einzelnen Dateien wegfallen.
Beim Übertragen einer typischen Mail, die nur aus einem Text und vielleicht einem Attachment besteht, lohnt sich der Aufwand für das vorherige ZIP-Komprimieren allerdings definitiv nicht.
Kann ich meinen SkyFile-Account umleiten oder aus dem Festnetz abfragen?
Sie können einen Account z.B. bei GMX, Web.de oder einem der vielen anderen Mail-Provider bei Bedarf auf Ihre SkyFile-Adresse umleiten. Wir raten davon allerdings ausdrücklich ab: Bei solchen Umleitungen findet gewöhnlich keinerlei Spam-Prüfung statt, und da für den SkyFile-Server z.B. GMX ein "guter" Server ist, greifen viele Abwehrmechanismen nicht.
Eine Umleitung des SkyFile-Benutzerkontos an eine andere Mail-Adresse ist nicht vorgesehen; diese Nutzungsart würde zu einer erheblichen Mehrbelastung des Mail-Gateway führen, wofür weder der Server selbst noch seine Backbone-Anbindung ausgelegt sind. Der zusätzliche Verkehr könnte auch den Server bremsen und dadurch die Kosten für den Mail-Austausch via Inmarsat erhöhen, was natürlich nicht beabsichtigt ist.
Sie können das Web-Interface von SkyFile zum Lesen, Beantworten und Weiterleiten empfangener Mails mit einem Browser verwenden. Dafür wird die auch in der SkyFile-Software nötige Kombination aus Benutzername und Passwort benötigt. Das Web-Interface ist allerdings standardmäßig deaktiviert, um Missbrauch zu vermeiden. Mails an private Subaccounts werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Bitte erfragen Sie die nötigen Zugangsdaten beim Kundenzentrum von Vizada.
In welche Netze kann man mit SkyFile SMS-Mitteilungen senden?
Das SkyFile-Gateway in der Erdfunkstelle besitzt eine direkte GSM-Anbindung und kann deshalb SMS-Nachrichten weltweit an die meisten Mobilfunknetze senden. Zusätzliche Kosten werden dafür weder dem Absender noch dem Empfänger berechnet. In einigen wenigen Ländern sind SMS-Nachrichten sogar an Festnetz-Telefone möglich: Wenn das Telefon keine Textnachrichten anzeigen kann, wird die Nachricht dann von einem Sprach-Synthesizer vorgelesen.
Wegen der oft wechselnden Roaming-Abkommen zwischen den GSM-Netzbetreibern kann allerdings im Einzelfall keine Garantie dafür übernommen werden, dass eine SMS tatsächlich in jedes Netz ausgeliefert werden kann. Wenn Sie an ein bestimmtes Netz eine SMS senden können, bedeutet das nicht unbedingt, dass auch ein SMS-Empfang aus diesem Netz möglich ist.
Bitte beachten Sie, dass eine positive Bestätigungs-Mail an Ihren SkyFile-Account ('transmitted') nur bedeutet, dass die Nachricht dem Netz übergeben wurde, aber nicht, ob sie später auch erfolgreich ans GSM-Endgerät zugestellt werden kann oder ob und wann dieses überhaupt eingeschaltet ist.
Es ist dem Benutzer eines GSM-Mobiltelefons auch möglich, auf eine mit SkyFile an ihn gesendete SMS-Nachricht zu antworten.
Welche Sicherheit gibt es gegenüber unerwünschten Mails?
Im SkyFile-Gateway werden Mails, die typische Eigenschaften unerwünschter Werbe-Mails (Spam) aufweisen, ausgefiltert. Falls Sie trotzdem regelmäßig von Spam-Mails eines bestimmten Absenders belästigt werden, informieren Sie bitte Shamrock.
Wir raten dringend davon ab, einen anderes Mail-Postfach (z.B. bei GMX oder Web.de) auf Ihren SkyFile-Account umzuleiten. Da die Server dieser Dienste im SkyFile-Server als halbwegs vertrauenswürdig gelten, ist die Spam-Erkennungsrate bei einer solchen Umleitung erheblich schlechter als bei Absendern, die mit dem SkyFile-System direkt kommunizieren.
Eine zuverlässige Möglichkeit gegen unterwünschte Mails ist, nur solche zuzulassen, die ein vorher vereinbartes Kennwort im Betreff enthalten. Alle anderen Mails, deren Absender aus Unkenntnis (oder auch versehentlich) das Kennwort nicht in die Betreff-Zeile geschrieben haben, werden dann mit der Fehlermeldung "Access denied" zurückgewiesen.
Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Definition einer Black&White-Liste, die von einer vorher dafür freigegebenen Mail-Adresse verwaltet werden kann. Meist wird man nur Freigabe-Adressen eintragen (white list), die zum Senden von Mails an Ihre Satelliten-Adresse berechtigt sind. Es ist damit auch möglich, eine Maximalgröße für Mails bestimmer Absender anzugeben. (Absender, die in der Whitelist stehen, brauchen kein Betreff-Kennwort anzugeben.)
In der Benutzerverwaltung (Vizada) kann ferner in mehreren Stufen die maximale Größe von Dateien festgelegt werden, die aus dem Internet an Ihren SkyFile-Account gesendet werden können. Insbesondere bei langsameren Diensten wie Inmarsat-Phone kann das sinnvoll sein.
Während des Empfangs einer längeren Mail hat man mit dem Knopf "Ablehnen" im Host-Programm ab Version 2.23c die Möglichkeit, die Datei abzulehnen. Sie wird dann auch im Mail-Gateway gelöscht. Der Transfer wird ggf. mit der nächsten Mail fortgesetzt.
In welcher Reihenfolge werden Mails in der Nachrichtenliste angezeigt?
Normalerweise erscheinen die neuesten Mails ganz oben. Sie können aber auf die Spaltenüberschriften klicken, um entweder die Reihenfolge umzukehren oder eine andere Spalte als Sortierkriterium auszuwählen.
Bei der zeitlichen Sortierung (linke Spalte) sollten Sie folgendes beachten: Bei empfangenen Mails wird in der Spalte "Zeit" der Zeitpunkt in UTC (Universal Time Coordinated) angezeigt, zu dem die Mail vom Absender erstellt bzw. gesendet wurde. Bei den von Ihnen selbst gesendeten Mails erscheint dagegen bei SkyFile bis einschließlich Version 3.0 die Dateiuhrzeit entsprechend der in Windows eingestellten lokalen Zeitzone.
Um die korrekte Reihenfolge empfangener und gesendeter Mails in der Liste sicherzustellen, ist es deshalb (wie z. B. auf Schiffen ohnehin üblich) sinnvoll, in Windows als Zeitzone Casablanca/Monrovia auszuwählen (nicht etwa GMT/London/Dublin, da hierbei die Systemuhr während der Sommerzeit um eine Stunde zurückgestellt würde und somit nicht mehr mit UTC synchron wäre!).
Kann man SkyFile in einem Netzwerk auf mehreren PCs betreiben?
Ja! Auf dem PC, an dessen Schnittstelle das Inmarsat-Gerät angeschlossen ist, muss die Festplatte im Netz freigegeben werden, z.B. als "c" für Laufwerk "C:". Die Windows-Hilfe erklärt detailliert, wie man das macht. Auf den anderen PCs im lokalen Netzwerk kann dann das Programm Autosync.exe aus dem SkyFile-Verzeichnis dieser zentralen Festplatte geladen werden (z.B. durch Erstellen einer Verknüpfung auf dem Desktop), statt SkyFile auf allen PCs getrennt zu installieren.
Ein Beispiel: Wenn der Netzwerk-Name des PC, der mit dem Satelliten-Transceiver verbunden ist, "PC1" lautet und SkyFile auf dessen Laufwerk C: installiert wurde, können andere Workstations SkyFile benutzen, indem auf ihnen \\pc1\c\skyfile\autosync.exe als Desktop-Link angelegt wird. Alternativ dazu kann auch auf den Workstations auch ein virtuelles Laufwerk N: mit \\pc1\c verbunden werden; auf SkyFile wird dann mit N:\skyfile\autosync.exe zugegriffen.
Typischerweise arbeitet jede Workstation mit einem eigenen Subaccount und somit mit einer eigenen Mail-Adresse. Es ist jedoch auch möglich, denselben Mail-Account von unterschiedlichen Workstations abwechselnd einzusehen und zu benutzen, allerdings sollte das nicht zur selben Zeit geschehen.
Um sicherzustellen, dass die Mail-Liste und der Archivbaum zwischen den einzelnen Workstations bei Änderungen auch dann automatisch synchronisiert werden, wenn die interne Firewall von Windows XP aktiv ist, muss in dieser die "Datei- und Druckerfreigabe" erlaubt sein, auch wenn dieser Dienst nicht wirklich aktiviert wird.
Wenn SkyFile auf dem zentralen PC für eine automatische Anwahl in bestimmten Zeitabständen oder für Subaccounts konfiguriert ist, dann wird auf diesem Rechner (und nur auf diesem) mit dem Aufruf des Autostart-Programms automatisch auch das Transfer-Modul gestartet. Damit wird auch sichergestellt, dass interne Mails zwischen unterschiedlichen Subaccounts ohne Umweg über die Satellitenverbindung sofort zugestellt werden.
Bitte beachten Sie, dass die Benutzung von SkyFile in einer Terminalserver-Umgebung bisher nicht unterstützt wird; dies ist für eine spätere Version geplant, voraussichtlich 6.20.
Die Internet-Adresse erfahren Sie vom jeweiligen Inmarsat-Teilnehmer.
Was ist beim Mail-Senden an SkyFile-Benutzer zu
beachten?
Ist es sinnvoll, Attachments vor dem Versand zu
komprimieren?
Wie kann ich einem SkyFile-Benutzer eine SMS-Nachricht senden?
Filtert der SkyFile-Server Mail-Viren und Spam-Mails aus?
Gibt es eine ähnliche Software wie SkyFile auch für unser
Büro?
Typische Return-Mails
^ Übersicht Inmarsat-Tipps
Was ist beim Mail-Senden an SkyFile-Benutzer zu beachten?
Die Inmarsat-Übertragung ist langsamer und teurer als die Mail-Übertragung im Festnetz. Deshalb sollten Sie folgendes beachten, wenn Sie E-Mails an SkyFile-Benutzer senden:
Falls Sie eine Return-Mail "Blocked by filter..." erhalten, sollten Sie Ihren PC auf Viren überprüfen. Das SkyFile-Gateway lehnt bestimmte verdächtige Dateitypen mit einer Return-Mail ab, der SkyFile-Benutzer erhält statt solcher Attachments lediglich einen kurzen Fehlertext.
Ist es sinnvoll, Attachments vor dem Versand zu komprimieren?
Das vom mobilen Teilnehmer benutzte SkyFile-Programm komprimiert Text und Attachments während der Übertragung automatisch. Es ist also gewöhnlich nicht sinnvoll, Attachments vor dem Versand z.B. mit WinZip zu komprimieren.
Einzige Ausnahme: Wenn Sie an einen SkyFile-Benutzer sehr viele kleine Dateien (z.B. 100 Dateien mit jeweils weniger als 1 KByte Länge) gleichzeitig senden möchten, erreicht man durch vorheriges Packen in eine einzige ZIP-Datei eine kleine Zeitersparnis bei der Übertragung, da dann die durch die Satelliten-Laufzeit bedingte kleine Pause zwischen den einzelnen Dateien entfällt.
Bei der Übertragung von wenigen oder großen Attachments ist eine vorherige Kompression in keinem Fall sinnvoll und bringt keinerlei Ersparnis.
Wie kann ich einem SkyFile-Benutzer eine SMS-Nachricht senden?
Sie können SMS-Nachrichten an einen SkyFile-Benutzer erst dann senden, wenn Sie eine mindestens einmal eine von ihm erhalten haben. Die GSM-Nummer des Gateway ist für alle SkyFile-Benutzer dieselbe. Es gibt zwei Möglichkeiten:
Bitte beachten Sie, dass die erfolgreiche Weiterleitung Ihrer Nachricht zum Inmarsat-Gateway davon abhängt, ob Ihr lokaler GSM-Provider ein bidirektionales Interworking-Abkommen mit T-Mobile abgeschlossen hat.
Filtert der SkyFile-Server Mail-Viren und Spam-Mails aus?
Ja. E-Mails aus dem Internet an SkyFile-Benutzer werden mit einem heuristischen Verfahren auf typische Mail-Wurm-Strukturen überprüft, das nicht auf Bytefolgen basiert und deshalb auch neue Viren erkennt, für die herkömmliche Viren-Scanner noch keine Patterns kennen. Zusätzlich sind bestimmte Dateitypen wie .lnk, .pif und .scr sowie .exe-Dateien mit doppelter Dateiendung (z.B. test.doc.exe) gesperrt, da sie typisch für Viren sind. Solche Mails werden kommentarlos gelöscht. Es wird auch keine Return-Mail erzeugt, weil die Absenderangabe meist gefälscht ist und so die falsche Person gewarnt würde. Man kann solche Dateien immer noch absichtlich senden, z.B. indem man sie in eine ZIP-Datei packt. Natürlich kann nicht garantiert werden, dass jeder denkbare Virus gefunden wird. Unabhängig vom benutzten Mail-Programm sollte man generell keine unerwartet erhaltenen ausführbaren Dateien starten. Die SkyFile-Software zeigt eine Warnung an, wenn Dateien geöffnet werden, die Viren enthalten könnten. Es ist auch nicht möglich, eine ausführbare Datei direkt aus SkyFile zu öffnen; man muss sie immer zuerst speichern und kann so ggf. auch selbst einen Virenscanner benutzen.
Bestimmte andere Dateien wie etwa Winmail.dat blockiert der SkyFile-Server, weil sie Microsoft-spezifische Text-Formatierangaben enthalten, mit denen andere Mail-Programme nichts anfangen könnten. In diesem Fall wird nur das überflüssige Attachment gelöscht und der Empfänger darüber informiert. Auch unerwünschte Werbe-Mails (Spam-Mails) werden vom Gateway auf der Basis typischer Kriterien ausgefiltert, z.B. wenn eine Mail BCC-adressiert ist und den Text nur im HTML-Format enthält.
Gibt es eine ähnliche Software wie SkyFile auch für unser Büro?
Das Programm NetMail von Shamrock Software bietet bei ähnlicher Bedienung vergleichbare Leistungsmerkmale wie das Inmarsat-Programm SkyFile und eignet sich für den Einsatz in einem lokalen Netzwerk. Zur Benutzung ist eine eigene Internet-Domain wie "IhreFirma.de" zweckmäßig. E-Mails werden per POP3/SMTP mit Ihrem Internet-Provider via DSL, DFÜ-Netzwerk oder Router ausgetauscht. Jeder Arbeitsplatz hat seine eigene Mail-Adresse. Gegenüber anderen Mail-Programmen ergeben sich im Zusammenspiel mit SkyFile-Gegenstellen folgende Vorteile:
NetMail ist in einer Light-Version für bis zu drei Benutzer kostenlos aus dem Internet ladbar. Die Software besteht aus einem Gateway-Programm, das auf einem Ihrer PCs im Netzwerk als Mail-Server arbeitet, und der Client-Software, die auf den einzelnen Workstations von einem gemeinsamen Netzlaufwerk geladen wird und deshalb keinerlei Installation erfordert.
Sie benötigen dafür eine Anmeldung bei Vizada.
Die vier wichtigsten Regeln für Inmarsat-C
Mails von einer Inmarsat-C-Anlage senden
Wofür ist eine Registrierung der Inmarsat-C-Anlage bei Vizada
nötig?
Trotz Sendebestätigung kommt beim Internet-Teilnehmer nichts an
Die Transceiver-Tastatur hat keine Taste ":" oder "@"
Beim Internet-Empfänger erscheinen nur Großbuchstaben, Umlaute
fehlen
Welche Sicherheit gibt es gegen teure und unerwünschte Mails?
Die vier wichtigsten Regeln für Inmarsat-C
Inmarsat-C ist ein Datenfunkdienst, der mit 1200 Bit/s arbeitet und auf praktisch allen Schiffen und größeren Booten vorhanden ist, da er das Rückgrat des "Global Maritime Distress and Safety Service" GMDSS darstellt (globaler maritimer Not- und Sicherheits-Dienst). Inmarsat-C eignet sich auch für das Übertragen von Mitteilungen bis 32 KByte Länge. Mit Inmsarsat-C-Teilnehmern kann man Daten via Modem, ISDN, GSM, Datex-P oder Internet-Mail austauschen. Ferner kann man auch sogenannte EGC-Nachrichten (Enhanced Group Call) z.B. mit Wetter-Warnungen der Küstenfunkstellen empfangen. Auf Schiffen werden kleine, rundstrahlende Antennen verwendet, aber es gibt auch tragbare landmobile Geräte mit einer Flachantenne im Aktenkoffer-Deckel.
Mails von einer Inmarsat-C-Anlage senden
Für den Austausch von Internet-Mails benötigt ein Inmarsat-C-Teilnehmer, z.B.
ein Schiff, eine Anmeldung bei Vizada. Dabei wird dem Schiff gleichzeitig eine
normale Internet-Mail-Adresse zugeteilt. Um nun vom Schiff aus eine
Internet-Mail zu senden, schreibt man in die erste Zeile der
Nachricht einfach "To:" und die Zieladresse, also beispielsweise:
To: abc
xyz.com
Bitte stellen Sie sicher, dass alle Adressen korrekt geschrieben sind;
beispielsweise dürfen sie keine Leerräume enthalten. Wenn Sie eine Mail
empfangen haben, die als Absender From: "abc" <abc
xyz.com>
enthielt, dann schreiben Sie nur To: abc
xyz.com
in die Antwort. Folgende Anweisungen sind am Textbeginn möglich, wobei Groß-
oder Kleinschreibung keine Rolle spielt:
| to:, to+, to cc:, cc+, cc bcc:, bcc+, bcc sms:, sms+, sms subject:, subject+, subject subj:, subj+, subj, su: conf:, conf+, conf cs:, cs+ |
Gewünschte Zieladresse(n) Adresse(n) für Kopie(n) Adresse(n) für Blindkopie(n) Wie to: (für eine GSM-Nummer) Betreff der Mail Alternativen für den Betreff Gateway-Bestätigung anfordern Zeichensatz-Deklaration |
Falls die Tastatur Ihrer Inmarsat-Anlage das Zeichen @ nicht enthält,
ist in Mail-Adressen statt dessen auch * (Stern) oder / verwendbar. Das obige
Beispiel könnte also alternativ auch so geschrieben werden:
to+abc/xyz.net
Mehrere Adressen in einer Zeile können mit , oder ; getrennt werden.
Mehrere To-, Cc- und Bcc-Zeilen sind erlaubt, insgesamt sind maximal 100
Adressen möglich. Falls kein Betreff angegeben wird, dann wird die
Inmarsat-Referenznummer als Betreff benutzt.
Eine "cs:"-Zeile ist erforderlich, wenn die Software Ihres Inmarsat-C-Transceivers keinen westeuropäischen Zeichensatz benutzt; cs:ru oder cs+ru wird für Russisch benutzt (Windows-1251) und cs:cn oder cs+cn für Chinesisch (GB2312). Fehlt die Angabe, wird der Zeichensatz ISO-88591-1 angenommen, der mit allen westeuropäischen Sprachen wie Englisch, Französisch, Spanisch, Norwegisch usw. kompatibel ist.
| AORW 021 |
AORE 121 |
POR 221 |
IOR 321 |
Die Nachricht muss dann an den Special Access Code 29 über eine der nebenstehenden Inmarsat-Erdfunkstellen gesendet werden. Senden Sie die Nachricht mit dem Datenformat 7 Bit (ASCII uncompressed) und vermeiden Sie nationale Sonderzeichen wie äöüÄÖÜß, diese werden nicht korrekt angezeigt. Manche Transceiver erlauben auch das Senden mit 5 Bits, das sollten Sie aber nicht verwenden, weil sonst alles in Großbuchstaben übertragen würde und zahlreiche Sonder- und Satzzeichen verloren gingen, die z.B. in Internet-Adressen benötigt werden.
Falls die Mail keine syntaktisch korrekte Adresse enthielt (z.B. kein To),
wird eine Fehlermeldung mit der entsprechenden Referenznummer zur
Inmarsat-C-Anlage zurückgesandt (nur bei registrierten Benutzern):
REF. 123456: ADDRESS ERROR
Es ist auch möglich, SMS-Nachrichten von der C-Anlage zu einem
GSM-Mobiltelefon zu senden. Dazu schreibt man einfach hinter To: oder SMS: die
internationale GSM-Nummer (zum Beispiel To: +491717654321) und in die nächsten
ein oder zwei Zeilen bis zu etwa 150 Zeichen Text. Je Nachricht ist hier aber
nur eine Zielnummer möglich.
Die meisten Inmarsat-C-Programme besitzen eine Option "Position Report". Meist ist es sinnvoll, diese für das Senden von E-Mails auszuschalten; mit bis zu drei Position-Report-Zeilen am Anfang einer Nachricht (und damit vor der To:-Zeile) kommt die VES aber zurecht. Bei mehr als drei aktivierten Position-Report-Zeilen würde sie die To:-Zeile nicht finden und deshalb die gesamte Nachricht verwerfen.
Wofür ist eine Registrierung der Inmarsat-C-Anlage bei Vizada nötig?
Auch mit einer nicht bei Vizada angemeldeten Inmarsat-C-Anlage können Sie E-Mails an beliebige Internet-Adressen senden, indem Sie einfach in die erste Zeile "To:" und dahinter die Internet-Zieladresse schreiben.
Das Senden funktioniert auch ohne Registrierung im Prinzip an jede Internet-Adresse. Dabei wird allerdings als Ihr Absendername die 9stellige Nummer des Inmarsat-C-Transceivers benutzt, und eine Antwort ist nur registrierten Internet-Benutzern möglich.
Um E-Mails beliebiger Absender auf Ihrer C-Anlage auch empfangen zu können, ist unbedingt eine Registrierung bei Vizada erforderlich, da Ihnen dann die Übertragungskosten von Internet-Mails an Ihre Anlage von Vizada berechnet werden.
Sie können also ohne Registrierung zwar E-Mails senden, werden aber gewöhnlich keine Antwort erhalten können, und Sie werden auch nicht informiert, wenn Mails z.B. wegen falscher Adressierung nicht zugestellt werden konnten. Die Registrierung Ihrer Inmarsat-Anlage bei Vizada ist kostenlos. Ihre Anlage erhält dabei eine eindeutige, weltweite Internet-Mail-Adresse.
Beim Senden einer Mail ins Internet erhalte ich auf der Inmarsat-C-Anlage zwar eine Bestätigung, aber beim Adressaten kommt nichts an.
Die Bestätigung, die von der Erdfunkstelle zum mobilen Teilnehmer zurückgesandt wird, bedeutet lediglich, dass die Nachricht dem Internet-Gateway korrekt übergeben wurde, aber nicht, dass sie innerhalb des Textes ("To: Internet-Adresse" in der ersten Zeile) richtig adressiert war. Wenn diese Adressierung nicht in der ersten Zeile enthalten ist, wird die Nachricht vom Gateway verworfen, selbst wenn Sie eine Sendebestätigung erhielten.
Eine weitere mögliche Ursache ist, dass Sie eine ungeeignete Erdfunkstelle benutzt haben. Auch dann erhalten Sie zwar eine Sendebestätigung von der Erdfunkstelle, die Nachricht wird aber wegen des inkompatiblen Übergabe-Formats vom Mail-Gateway ignoriert.
Die Tastatur meiner Inmarsat-C-Anlage (z. B. Transceiver von JRC) besitzt nicht alle nötigen Zeichen zur Eingabe von Internet-Adressen. Wie kann ich trotzdem E-Mails senden?
Die Vizada-VES erlaubt im Gegensatz zu anderen Erdfunkstellen einige Alternativ-Zeichen für ":" und "@". Die folgenden Adressierungsangaben in der ersten Zeile einer E-Mail sind deshalb möglich:
| Erste Textzeile:
To: info |
Erläuterung:
Normale Angabe mit ":" und "@". |
Es ist übrigens weder erforderlich noch sinnvoll, noch eine Zeile "From: (Ihr Name)" an den Anfang der Mail zu schreiben. Ihre Absenderadresse wird bei der Weiterleitung ins Internet ohnehin automatisch im Nachrichtenkopf hinzugefügt.
Die von der Inmarsat-C-Anlage gesendeten Mails erscheinen beim Empfänger alle in Großbuchstaben; deutsche Umlaute (äöü) gehen verloren.
In diesen Fällen war das Datenformat beim Senden der Nachricht in der C-Anlage nicht passend eingestellt. Für die Übermittlung von Groß- und Kleinbuchstaben sind mindestens 7 Datenbits erforderlich (5 sind nur für das Senden an eine Telex-Maschine sinnvoll!).
Um deutsche Umlaute korrekt übertragen zu können, muss mit 8 Datenbits gearbeitet werden. Dasselbe gilt auch für andere nationale Sonderzeichen, z. B. in spanischen oder italienischen Texten. Bitte beachten Sie, dass eine DOS-basierende Transceiver-Software Umlaute, die im Internet typischerweise mit dem ANSI-Zeichensatz übertragen werden, nicht vollständig korrekt darstellen kann.
Welche Sicherheit gibt es gegen teure und unerwünschte Internet-Mails?
Um sich vor unerwünschten Mails zu schützen, sollten Sie keine Mails an Adressaten senden, von denen Sie selbst keine Mails erhalten möchten (da aus Ihren Mails ja die Absenderkennung ersichtlich ist). Bitten Sie die jeweiligen Adressaten auch, Ihre Mail-Adresse nicht an Dritte weiterzugeben. Und natürlich sollten Sie Ihre Mail-Adresse auch nicht an Leute weitergeben, bei denen Sie nicht sicher sind, von Spam-Mails belästigt zu werden.
Um Sie vor unnötig langen und somit teuren Mails zu schützen, ist die Länge von Internet-Mails an Inmarsat-C absichtlich begrenzt. Über die Dienste wie Inmarsat-B, -M, -Phone, -Fleet sind mit der SkyFile-Software auch längere Mails möglich.
Die Internet-Adresse erfahren Sie vom jeweiligen Inmarsat-Teilnehmer.
Mails an Inmarsat-C-Teilnehmer
Was ist beim Senden von Mails an Inmarsat-Teilnehmer zu
beachten?
Auch nach 15 Minuten ist bei der C-Anlage nichts angekommen
Die ursprüngliche Zeilenstruktur geht bei der Übertragung
verloren
Die Umlaute der E-Mail gehen verloren
^ Übersicht Inmarsat-Tipps - Typische Return-Mails
Mails an Inmarsat-C-Teilnehmer
Um eine Mail an eine Inmarsat-C-Anlage zu senden, benötigen Sie deren E-Mail-Adresse, die Sie vom Eigentümer erfahren. Es gibt zwei Abrechnungsarten:
Es ist optional möglich, hinter die Mobilnummer oder den Benutzernamen eine Format-Anweisung zu schreiben, z.B. 491234567.tlx@... oder maria.tlx@.., die bestimmt, was genau gesendet wird und mit wievielen Bits jedes Zeichen codiert wird:
| .inmc, .imnc oder keine Formatanweisung: 7 Bit mit From, Date,
Subject im Mail-Kopf .txt oder .text: 7 Bit ohne Kopfzeilen (der Absender ist allerdings nicht mehr ersichtlich!) .xs7: 7 Bit, reduzierte Mail-Kopfzeilen: nur Absender sowie Inhalt von Datum und Betreff .tlx oder .telex: 5 Bit ohne Kopfdaten (etwas billiger, aber nur elementarer Zeichensatz) .dat oder .data: 8 Bit mit Absender, Datum, Betreff und Byte-Anzahl als Mail-Kopfzeilen .da8: 8 Bit ohne Kopfzeilen, auch geeignet für Texte mit speziellen Zeichen wie äéöüß .dan: 8 Bit, der Text der Mail wird unterdrückt, nur der Dateianhang wird übertragen .000 bis .999: 7 Bit mit Kopfdaten; reserviert für Anwendungen mit Subadressen |
Um eine Nachricht mit 5 statt 7 Bit je Zeichen zu senden, um etwa 15 % Kosten zu sparen, kann man alternativ auch 5BIT irgendwo in den Betreff schreiben. Mit nur 5 Bit werden allerdings alle Groß- zu Kleinbuchstaben und einige Satzzeichen zu ähnlich aussehenden Zeichen konvertiert. Insbesondere die Darstellung von Mail-Adressen ist so nicht immer korrekt möglich.
Ein Inmarsat-C-Teilnehmer benutzt kein Mailer-Programm wie Microsoft Outlook, sondern ein mit dem Satelliten-Transceiver geliefertes spezialisiertes Programm, das lediglich einen normalen Text-Editor enthält. Multipart-Mails mit eingebundenen Grafik- oder sonstigen Binärdateien können damit weder verarbeitet noch erzeugt werden. Senden Sie also Mails an Inmarsat-Teilnehmer bitte als reine Textnachrichten ohne Anhänge und schalten Sie in Ihrem Mail-Programm die HTML-Option unbedingt aus. Da eine typische 500-Zeichen-Nachricht via Inmarsat-C etwa 3 EUR kostet, sollten Sie sich kurz fassen. Wenn Sie auf eine Nachricht antworten, verzichten Sie möglichst auch darauf, die ursprüngliche Nachricht referenziert wieder mitzusenden. Der Absender weiß sicher noch, was er geschrieben hat, und Sie ersparen ihm so unnötige Kosten.
Nachrichten aus dem Internet an einen Inmarsat-C-Transceiver sind auf eine
einstellbare Länge beschränkt. Dadurch wird der mobile Teilnehmer vor langen
und somit teuren, womöglich unerwünschten Nachrichten geschützt. Bei zu langen
oder falsch adressierten Mails wird eine
Return-Mail mit einer passenden
Fehlermeldung an Sie zurückgesandt. Wenn die Zustellung dagegen geklappt hat
und beim Inmarsat-C-Teilnehmer Bestätigungen aktiviert sind, erhalten Sie nach
dem erfolgreichen Senden Ihrer E-Mail eine Nachricht mit folgenden Angaben:
Message to (Teilnehmername) of (Datum) : Ref. (LES-Referenznummer)
Was ist beim Senden von Mails vom Internet an Inmarsat-Teilnehmer zu beachten?
Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass in der Konfiguration Ihres Mail-Programms die Option "HTML" ausgeschaltet ist. Senden Sie die Nachricht stets als reine Textnachricht und geben Sie sie möglichst mit dem Editor Ihres Mail-Programms ein, nicht mit einem Fremdprogramm wie etwa MS-Word. Andernfalls würde die Nachricht u.U. mit speziellen Formatierungszeichen oder gar als Binärdatei versandt und wäre beim Adressaten nicht lesbar. Verzichten Sie auch auf Mail-Optionen wie PGP-Schlüssel oder Unterschriftsdateien, da etwa am Inmarsat-C-Transceiver eines Schiffes kein damit kompatibles Mail-Programm zur Verfügung steht.
Wenn Ihr Text deutsche Umlaute oder andere nationale Sonderzeichen enthält, werden diese zu ASCII-Zeichen konvertiert (ÄÖÜäöüß wird zu AOUaous), damit die Nachricht mit 7 statt 8 Bits gesendet und somit beim Empfänger automatisch ausgedruckt werden kann.
Die maximale Länge von Mails an Inmarsat-C-Transceiver ist derzeit absichtlich auf 7000 Zeichen begrenzt, um die Empfänger (die die Gebühren dafür übernehmen) vor hohen Kosten zu schützen. Längere Mails werden mit der Meldung "Mail too long" an Sie zurückgesandt.
Auch nach 15 Minuten ist die E-Mail noch nicht auf der Inmarsat-C-Anlage angekommen. Warum?
Die Zeit, bis eine Internet-E-Mail an einen Inmarsat-C-Teilnehmer zugestellt wird, ergibt sich aus der Summe folgender Aktivitäten:
Typische Erfahrungswerte sind etwa 5 bis 60 Minuten. Falls für den jeweiligen Benutzer Bestätigungs-Mails aktiviert sind, wird bei einem erfolgreichen oder fehlgeschlagenen Zustellversuch eine Return-Mail an den Internet-Absender erzeugt.
Die ursprüngliche Zeilenstruktur geht bei der Übertragung verloren.
Inmarsat-C-Transceiver benutzen bei der Anzeige oder dem Ausdruck empfangener Nachrichten meist das Telex-Format mit einer maximalen Zeilenbreite von maximal 78, oft sogar nur 64 Zeichen. Achten Sie deshalb beim Verfassen der Nachricht in Ihrem Mail-Programm darauf, dass die Zeilenlänge im Normalfall 64 Zeichen nicht überschreitet.
Eine andere mögliche Ursache des Problems ist, dass Sie den Text mit einem anderen Programm, z.B. Microsoft-Word, geschrieben und dann als Textdatei gespeichert haben. Hierbei gehen u.U. alle Zeilenwechsel innerhalb eines Absatzes und andere Formatierungsangaben verloren. Benutzen Sie als Dateiformat beim Speichern "Text mit Zeilenumbruch".
Benutzen Sie deshalb, wenn möglich, nicht ein Textverarbeitungsprogramm, sondern den Editor des Mail-Programms zur Eingabe, oder übernehmen Sie notfalls den Text aus einer anderen Applikation nicht auf dem Umweg über eine Datei, sondern über die Windows-Zwischenablage in den Mail-Editor. Achten Sie aber auch hier darauf, dass die maximale Zeilenlänge etwa 64 Zeichen nicht überschreiten sollte.
Die Umlaute der E-Mail gehen verloren.
Es ist zwar technisch möglich, mit 8 Bit je Zeichen zu senden, aber Inmarsat-C-Transceiver drucken gewöhnlich empfangene 8-Bit-Nachrichten nicht automatisch.
Um einen Ausdruck sicherzustellen, werden die Mails gewöhnlich mit 7 Bit gesendet. Dabei werden 8-Bit-Sonderzeichen in ähnliche 7-Bit-Zeichen umgewandelt, z.B. "ä, ö, ü" in "a, o, u" (nicht in "ae, oe, ue", da andernfalls z.B. die Struktur von Tabellen im Text zerstört würde).
© Shamrock Software GmbH