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Cactus, Provider, Hardware
Welche Vorteile hat Cactus gegenüber anderen Lösungen?
Welche VoIP-Provider sind geeignet?
Welche ISDN-Adapter sind geeignet?
Welche Codecs werden unterstützt?
Welche Telefone sind geeignet?

Konfigurations-Tipps
IP-Telefon-Konfigurationsbeispiele
Cactus-Konfiguration für eine ISDN-Telefonanlage
Wie kann ich den Cactus-Status auf anderen PCs sehen?
Mögliche Probleme und ihre Lösung
Typische Fehlermeldungen und ihre Ursache

Allgemeines zu VoIP
Ist das Fax-Senden und -Empfangen via DSL möglich?
Soll ich meinen bisherigen Telefonanschluss abmelden?
Können ISDN-Programme via Cactus VoIP-Nummern rufen?
Kann man den Anrufern eine Wartemelodie vorspielen?
Was bedeuten Abkürzungen wie SIP, STUN und RTP?

Welche Vorteile hat Cactus gegenüber anderen PBX-Lösungen?

Verglichen mit Hardware-Lösungen als VoIP-Gateway zu einer vorhandenen Telefonanlage ist Cactus auch für IP-Telefone geeignet. Cactus ist aber auch problemlos skalierbar und kann mit Ihren Anforderungen mitwachsen. So werden mit Cactus-S2M bis zu 60 Gespräche gleichzeitig unterstützt, und das bei vergleichsweise geringen Kosten. An den PC werden keine besonderen Anforderungen gestellt, er muss lediglich für eine halbwegs aktuelle Windows-Version geeignet sein. Auch profitieren Sie von Weiterentwicklungen der PBX-Software ohne aufwendige Hardware-Umstellungen.

Gegenüber einer virtuellen Telefonanlage, wie eine bei einem externen Provider untergebrachte IP-Telefonanlage bezeichnet wird, bleibt bei Cactus der Datenverkehr aller Telefongespräche zwischen lokalen Nebenstellen intern. Das erhöht nicht nur die Abhörsicherheit, sondern belastet auch die Internet-Anbindung nicht - die Bandbreite bleibt für andere Dienste wie FTP oder E-Mail voll verfügbar. Ferner wird die Router- und Firewall-Konfiguration erheblich vereinfacht, weil nur noch der Cactus-PC eine Internet-Verbindung benötigt, nicht mehr die einzelnen IP-Telefone.

Gegenüber vielen anderen Telefonanlagen ist der Aufwand bei Cactus klar kalkulierbar. Es gibt keine versteckten Kosten wie etwa Lizenzen für ISDN-Kanäle, Zwangs-Wartungsverträge, Gebühren je VoIP-Kanal und so weiter. Sie suchen sich von drei verfügbaren Cactus-Versionen je nach Gesprächsaufkommen die für Sie passende aus und eventuell noch eine entsprechende ISDN-Karte dazu - das ist alles. Sie sind auch nicht auf herstellerspezifische "Systemtelefone" festgelegt: Cactus arbeitet mit jedem standardkonformen SIP-Telefon, und bei Anbindung einer herkömmlichen Telefonanlage kann jedes tonwahlfähige Telefon verwendet werden.

Anders als Linux-basierte Software wie Asterisk ist Cactus mit seiner Windows-Oberfläche bequem mit ein paar Mausklicks konfigurierbar. Es ist nicht nötig, kryptische Konfigurations-Dateien per Editor zu bearbeiten, und man ist auch nicht auf eine bestimmte Hardware festgelegt. Cactus ist preisgünstig, aber nicht kostenlos; selbst bei vermeintlich kostenlosen Open-Source-Lösungen sind die echten Kosten (Total Cost of Ownership, TCO) für Hardware, Erlernen der Konfigurationssprache, Einrichtung usw. keineswegs Null. Im Gegenteil kann kostenlose Software wegen komplizierterer Konfiguration oft sogar höhere Kosten produzieren. Cactus realisiert eine leistungsfähige, aber preiswerte SIP-Telefonanlage und kann auf einem bereis vorhandenen Windows-PC mitlaufen.

Profitieren Sie von den VoIP-Vorzügen! Bei vielen SIP-Providern sind netzinterne Gespräche kostenlos, und auch die Kosten für Fern- und Auslandsgespräche liegen meist deutlich unter den Standard-Tarifen der Telekom. Über einen normalen DSL-6000-Anschluss (Uplink 576 kbit/s) sind bis zu sechs Gespräche in ISDN-Qualität gleichzeitig möglich. Sie können für jede Vorwahl gezielt festlegen, welcher SIP-Provider oder ob ISDN verwendet werden soll. Und zur Standort-Vernetzung lassen sich auch externe IP-Telefone und SIP-Telefonanlagen wie Nebenstellen einbinden.


Welche VoIP-Provider sind geeignet?

Blue SIP
dus.net
PBX-Network
Portunity
Purtel
Sipbase
Sipgate
Voipgate

Cactus arbeitet mit dem verbreiteten SIP-Standard, den heute alle üblichen VoIP-Provider unterstützen. In vielen Fällen können Sie Ihren DSL-Einwahl-Provider als SIP-Registrar verwenden, z.B. T-Online, 1und1, Arcor, GMX, Tiscali oder Web.de.

Die nebenstehende Übersicht zeigt einige VoIP-Provider, die ihre Dienste auch unabhängig von der Einwahl anbieten und bei denen man somit seine Rufnummer auch dann behalten kann, wenn man den Einwahl-Provider wechselt. (Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität.)

Bei der Auswahl spielt außer den Tarifen für Gespräche ins Festnetz und zu anderen Providern natürlich auch eine Rolle, wie viele Ihrer potentiellen Gesprächspartner denselben Provider benutzen, denn netzinterne Gespräche sind gewöhnlich kostenlos, teilweise auch in bestimmte Partner-Netze. Für detailliertere Informationen, z.B. Minuten-Tarife ins Fest- oder Mobilnetz, verfügbare Rufnummern-Bereiche und ob auch Notrufnummern und Mehrwertdienste erreichbar sind, informieren Sie sich bitte auf den angegebenen Webseiten bzw. bei Ihrem DSL- oder Kabel-Einwahlprovider.

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ISDN-KarteWelche ISDN-Adapter sind geeignet?

Falls Cactus auch als SIP-/ISDN-Gateway dienen soll, wird ein ISDN-Adapter benötigt. Dabei ist folgendes zu beachten:

Falls Cactus also auch als ISDN-Gateway eingesetzt werden soll, ist die Benutzung in einer nicht virtualisierten Umgebung und mit einer internen ISDN-Karte technisch die beste Lösung.

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Welche Codecs werden unterstützt?

Uplink Codec Gespräche Qualität
128 kbit/s G.711
G.729
G.723
1
6
7
sehr gut
mittel
mäßig
256 kbit/s G.711
G.729
G.723
3
13
14
sehr gut
mittel
mäßig
576 kbit/s G.711
G.729
G.723
6
29
31
sehr gut
mittel
mäßig
1 Mbit/s G.711
G.729
G.723
12
52
55
sehr gut
mittel
mäßig

Cactus erlaubt zwischen IP-Telefonen und auch von ihnen zu einem SIP-Provider alle üblichen Sprachcodierungen. Je nach zur Verfügung stehender Uplink-Bandbreite (z.B. 576 kbit/s bei DSL 6000) und verwendetem Codec kann man unterschiedlich viele Gespräche gleichzeitig via Internet führen, siehe Tabelle.

Generell ist es allerdings nicht sinnvoll, die zur Verfügung stehende DSL-Bandbreite vollständig für VoIP auszunutzen, da andere Anwendungen (FTP, E-Mail usw.) sonst sehr schnell zu stotternder Sprachwiedergabe führen. Die angegebene Gesprächsanzahl sollte deshalb als theoretischer Maximalwert bei alleiniger VoIP-Nutzung verstanden werden.

Bei Verbindungen zwischen einem IP-Telefon oder dem SIP-Provider und einer ISDN-Karte wird der native ISDN-Codec G.711 benutzt, um eine Verschlechterung der Sprachqualität zu vermeiden. Er arbeitet netto wie ISDN mit einer Datenrate von 64 kbit/s und erlaubt als einziger der in der Tabelle aufgeführten auch die Übertragung von DTMF-Tönen. Via Internet werden je Kanal (bedingt durch den RTP-Overhead) dann etwa 80 kbit/s übertragen.

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Welche Telefone sind geeignet?

Als IP-Telefone sind kabelgebundene Geräte etwa von Cisco, Elmeg, Grandstream, Linksys oder Snom geeignet, aber auch WLAN-Telefone von Siemens, Netgear, Cisco, SMC oder Zyxel sowie IP-basierte DECT-Schnurlostelefone wie beispielsweise das C450-IP von Siemens. Einzige Voraussetzung ist die Kompatibilität mit dem SIP-Standard, die heute aber fast immer gegeben ist. (WLAN-Telefone weisen bisher aus technischen Gründen deutlich geringere Akku-Betriebszeiten als DECT-Telefone auf, auch die Reichweite ist erheblich kleiner.)

Hardware-Telefone Verbinden Netztöne
Gigaset C450 IP
Grandstream BT 102
Snom 300
Snom 320
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Soft-Phones Verbinden Netztöne
ExpressTalk 2.02
PC-Phone 2.2.0.5
Phoner-Lite 1.40
SJPhone 1.60
X-Lite 3.00
X-TAPI/Ninja 4.5
$
Nein
Ja
Ja
$
Ja
Nein
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
$ = mit kostenpflichtiger Version möglich

Weiterverbinden ist nicht mit allen IP-Telefonen möglich. Die nebenstehende Tabelle nennt beispielhaft einige Hardware- und Software-Telefone. Beim Snom 300 wird statt Hold die Taste L1 oder L2 benutzt (siehe Manual). Grandstream-Telefone erlauben das Verbinden mit der Flash- und der Transfer-Taste; das Gigaset C450-IP besitzt dagegen im VoIP-Modus keine solchen Funktionen, obwohl eine R-Taste eigentlich vorhanden ist - sie wirkt aber leider nur im Analog-Modus. Bitte fragen Sie ggf. beim Hersteller nach, ob das SIP-Kommando REFER unterstützt wird, das für das Weiterverbinden zwingend erforderlich ist.

Netztöne und -Ansagen wie etwa "Der Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar" oder "Kein Anschluss unter dieser Nummer", die Netzbetreiber typischerweise in Fehlersituationen abspielen, werden von den meisten IP-Telefonen und Softphones wiedergegeben (siehe Spalte "Netztöne" in nebenstehender Tabelle). Cactus unterstützt diese Funktion sowohl bei SIP-Providern als auch bei ISDN-Verbindungen (sog. Early B3 Connect). Wenn der Provider sie ebenfalls unterstützt, hört man im Telefon auch nicht einen von Cactus selbst erzeugten Ruf- oder Besetztton, sondern die vom Provider erzeugten Töne.

Wenn der PC über eine ISDN-Karte verfügt und diese an einen internen S0-Bus einer ISDN-Nebenstellenanlage angeschlossen wird, können auch alle analogen oder ISDN-Telefone für VoIP-Gespräche verwendet werden, die mit dieser Anlage verbunden sind.  Auch das Weiterverbinden mit einem ISDN- oder analogen Telefon ist gewöhnlich problemlos möglich. Einzige Voraussetzung ist die Tonwahlfähigkeit der Telefone (DMTF) für abgehende Verbindungen: Es wird zunächst die interne Nebenstellennummer (MSN) der ISDN-Karte gewählt, diese nimmt die Verbindung an und Cactus wertet die dann folgenden Tonwahlziffern als SIP-Amtsholung und VoIP-Zielnummer. Wenn eine solche Sequenz auf eine Kurzwahltaste des Telefons gelegt werden soll, ist eine Wählpause zwischen der Nebenstellen-Nummer der ISDN-Karte und der dann folgenden Telefonnummer sinnvoll, selbst wenn es ab und zu auch ohne funktioniert.

Alternativ kann eine im PC vorhandene ISDN-Karte auch direkt mit dem ISDN-Amtsanschluss verbunden werden. In dieser Konstellation sind mit den ans Netzwerk angeschlossenen IP-Telefonen dann abgehende und ankommende ISDN-Gespräche möglich.

Mit einem ATA (Analog-Telefon-Adapter) lassen sich analoge Telefone an Cactus anschließen. Auch eine ausrangierte Fritz-Box von AVM lässt sich als solcher benutzen, indem man in deren Web-Interface den Anschluss LAN A als Internet-Zugang konfiguriert und diesen dann über einen Switch oder Hub mit dem Cactus-PC verbindet. Da die Fritz-Box ihre VoIP-Funktionen aus ihrer Sicht nur extern und nicht zum Intern-Netz bzw. LAN B routet, ist eine gleichzeitige Verwendung als DSL-Router dabei leider nicht möglich. Als SIP-Provider wird in der Fritz-Box die IP-Adresse oder der DNS-Name des Cactus-PC eingetragen, und die Anmeldedaten entsprechen einer oder mehreren in Cactus konfigurierten SIP-Nebenstellen.

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IP-Telefon-Konfigurationsbeispiele

Die folgende Liste enthält beispielhaft einige verbreitete Hardware-Telefone und IP-Softphones. Es sind jeweils nur die in Zusammenhang mit Cactus relevanten Einstellungen beschrieben. Nicht alle Einstellungen müssen exakt so sein, z.B. die lokal benutzten RTP-Ports, aber mit den genannten Daten waren Tests erfolgreich. Andere IP-Telefone weisen üblicherweise ähnliche Namen für die Konfigurationsfelder auf und sollten deshalb ebenfalls funktionieren.

Hardware-Telefone

BT102BT 102 (IP-Telefon von Grandstream, getestete Revision 2.0)
Advanced settings:
- SIP Server: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Outbound Proxy: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- SIP User ID: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Authenticate ID: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Authenticate Password: [Das in Cactus für diese Nst. eingetragene Passwort]
- Name: [Ihr Vor- und Nachname]
- Preferred Vocoder: PCMA und PCMU müssen erlaubt sein

Siemens Gigaset C450-IP (DECT, gestetete Firmware 010300000000/034.00)
Telefonie, SIP:
- Anmelde-Name: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Anmelde-Passwort: [In Cactus für diese Nst. eingetragenes Passwort]
C450IP- Benutzer-Name: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Domäne: [Wie in Cactus unter SIP-Server eingetragen, z.B. Cactus]
- Angezeigter Name: [Ihr Vor- und Nachname]
- Proxy-Server-Adresse: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Server-Port: 5060
- Registrar-Server: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Registrar-Server-Port: 5060
Listen-Ports:
- SIP-Port: 5060, RTP-Port: 5004
- Zufällige Ports benutzen: Nein, STUN benutzen: Nein
- NAT-Aktualisierung: 100 s
- Outbound-Proxy-Modus: Auto
- Outbound-Proxy: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Outbound-Proxy-Port: 5060
- Ausgewählte Codecs: G.711 A-Law und G.711 µ-Law sollten enthalten sein

Snom 320Snom 320 (und andere Telefone desselben Herstellers)
- Identität/Leitung X wählen (Standard: Identität 1)
- Identität/Leitung aktivieren
- Angezeigter Name: [Benutzername, beliebig]
- Nutzerkennung: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Passwort: [In Cactus für diese Nst. eingetragenes Passwort]
- Registrar: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
Speichern und Re-Registrieren, das Telefon sollte dann nach kurzer Zeit als Nebenstelle im Cactus-Server angezeigt werden.

Sonstige Geräte
Außer mit den oben genannten Telefonen wurden unter anderem auch folgende
Geräte erfolgreich getestet, wobei deren Konfiguration vergleichbar aussieht:
- WLAN-Telefon Zyxel P2000W
- Thomson-Tischtelefon ST2030
- AVM Fritz!Box Fon 5012 (LAN-A als Internet-Zugang, Cactus daran via Switch)
- Linksys-ATA PAP2 (Analog-Telefon-Adapter)Express Talk
Bei den Allnet-Telefonen ALL7950 und ALL7960 ist es nötig, einen anderen Codec als G.711a/µ als Standard zu wählen, da die Geräte sonst aufgrund eines Firmware-Fehlers abstürzen; ISDN-Verbindungen mit G.711a funktionieren dank Aushandlung aber trotzdem.

Software-Telefone (Softphones)

Express Talk (Softphone von NCH, getestete Version 2.02)
Line settings:
- Full 'friendly' display name: [Ihr Vor- und Nachname]
- SIP number: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Server: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Password: [In Cactus für diese Nebenstelle eingetragenes Passwort]
Network:
- Local SIP port to listen on: 5070
- Use uPnP, Use STUN server: Ausgeschaltet
- Use static IP: Bei statischer LAN-IP einschalten und eigene IP-Adr. eintragen
Hinweis: Weiterverbinden ist in der Freeware-Version nur begrenzte Zeit nutzbar.

PC-Phone Unlimited (Softphone von Global IP Tel, getestete Version 2.2.0.5)
PC-PhoneSip-Server:
- Ihr Name: [Ihr Vor- und Nachname]
- Benutzername: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Authorisierungs-Benutzername: (leer)
- Passwort: [In Cactus für diese Nebenstelle eingetragenes Passwort]
- SIP-Server: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Realm: [Wie in Cactus unter SIP-Server eingetragen, z.B. Cactus]

Phoner-Lite (Softphone von Heiko Sommerfeldt, getestete Version 1.40)
- Benutzername: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Passwort: [In Cactus für diese Nebenstelle eingetragenes Passwort]
- Angezeigter Name: [Ihr Vor- und Nachname]
- Realm/Domain: [DNS-Name des Cactus-PC, oder einfach leer lassen]
- Proxy/Registrar: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Lokaler Port: 5070, STUN: leer
- Verbinden mit Drag&Drop (keine Transfer-Taste), Cactus ab 23.01.08 nötig

SJPhone (Softphone von SJLabs, getestete Version 1.60, auch für Pocket-PCs)
Call Options:
SJPhone- Session init. timeout: [10 s weniger als in Cactus unter SIP-Server/Anmeldezyklus]
Profiles:
- Neues Profil anlegen, Typ = SIPProxy
- Anmeldename+Passwort: [Nebenstellennr.+Passwort wie in Cactus]
SIPProxy:
- Proxy domain: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- User domain: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Register with proxy: ein, Proxy is strict outbound: ein
STUN:
-
Use discovered address in SIP: aus, Server Address: leer
Hinweise:
- Das Programm zeigt u.U. "NAT/Firewall: Blocked" an, dies ist kein Fehler!
- SJPhone bringt bei externem Betrieb IP-Adressen/Ports durcheinander und sollte nur im LAN genutzt werden.

X-Lite (Softphone von Counterpath, getestete Version 3.0)
Account-Einstellungen:
- Display Name: [Ihr Vor- und Nachname]
- User name: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Password: [In Cactus für diese Nebenstelle eingetragenes Passwort]
- Authorization user name: [Nebenstellen-Nr. wie unter User name, z.B. 51]
- Domain: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers], [x] Register with domain and receive incoming calls, Send outbound via: (x) domain
Hinweis: Das Weiterverbinden ist in der Freeware-Version von X-Lite nicht möglich.
X-TAPIX-Lite 3.0 scheint leider noch einige Fehler zu haben. Beispielsweise stürzte es bei unseren Tests mehrmals ab (bis hin zum PC-Neustart). Die Codec-Aushandlung ist nicht ganz standardkonform (Zeichenfolgen-Auswertung statt Codec-Nummer).

X-TAPI/Ninja (Softphone von Global IP Tel, getestete Version 4.5.9.7)
SIP-Proxies:
- Angezeigter Name: [Ihr Vor- und Nachname]
- Benutzername: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Benutzerkennung: [Ihre Nebenstellen-Nummer, z.B. 51]
- Passwort: [In Cactus für diese Nebenstelle eingetragenes Passwort]
- Realm: [Wie in Cactus unter SIP-Server eingetragen, z.B. Cactus]
- SIP-Proxy: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]
- Outbound-Proxy: [IP-Adresse oder DNS-Name des Cactus-Servers]

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Cactus-Konfiguration für eine ISDN-Telefonanlage

Oft wird Cactus dafür benutzt, mit den Telefonen einer vorhandenen ISDN-Anlage auch VoIP-Gespräche führen zu können. Dafür sind in der Cactus-Konfiguration folgende Schritte nötig:

  1. Es ist nicht nötig, in Cactus IP-Nebenstellen mit Name/Passwort zu konfigurieren, wenn Sie nur die Telefone Ihrer ISDN-Anlage verwenden möchten.
  2. In Cactus ist unter ISDN eine MSN (also eine interne ISDN-Nebenstellennummer Ihrer Anlage, z.B. 41) als "abgehend geschäftlich" erforderlich. Diese wird dann auch benutzt, um ankommende SIP-Rufe zu Ihrer ISDN-Anlage zu routen.
  3. Sie sollten dieselbe oder eine andere MSN ferner als "Eingehender ISDN-Ruf: VoIP-Ziel wird per Tonwahl gewählt" konfigurieren, damit Sie mit den Telefonen der ISDN-Anlage auch abgehende SIP-Gespräche führen können (siehe Cactus-Handbuch unter "Telefone benutzen").
  4. Tragen Sie eine oder mehrere Wahlregel(n) für die Anfangsziffer(n) der Telefone Ihrer ISDN-Anlage (z.B. 3) zu der als abgehend-geschäftlich deklarierten MSN ein, damit Cactus eingehende SIP-Anrufe via ISDN-Karte dorthin durchstellen kann.
  5. Erstellen Sie für Ihre SIP-Provider-Nummer eine Rufverteilungs-Regel zu einer analogen Nebenstelle Ihrer ISDN-Anlage, z.B. 31, oder einer Gruppenrufnummer, z.B. 301. Die Provider-Nummer wird bei einem ankommenden SIP-Ruf im Cactus-Fenster gemeldet; wenn bisher keine Rufverteilung dafür existiert, wird dahinter "(?)" angezeigt.
  6. Tragen Sie eine Wahlregel von 0 (dienstliche Amtsholungsziffer in Cactus) zu einem konfigurierten SIP-Provider-Index ein; für private Gespräche ggf. auch für 9 (private Amtsholung).

Beispiel bei einer Auerswald-Anlage ETS4308i: Als Cactus-MSN können Sie eine Nummer im Bereich 41 bis 48 konfigurieren, also zum Beispiel 42. Die analogen Nebenstellen liegen im Bereich 31 bis 38, Sie benötigen in Cactus also eine Wahlregel von deren Anfangsziffer 3 zur ISDN-MSN, damit Cactus SIP-Anrufe für diese Telefone via ISDN-Karte zur ISDN-Anlage durchstellt. Diese Wahlregel passt auch gleich für Gruppenrufnummern wie z.B. 301. Wenn Sie auch ISDN-Telefone einsetzen, ist zusätzlich eine Wahlregel von deren Anfangsziffer 4 zur ISDN-MSN nötig.

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Wie kann ich den Cactus-Status auf anderen PCs sehen?

Cactus kann Bildschirm-Meldungen an das in NetMail enthaltene Popup-Programm senden und somit auch auf anderen Netzwerk-Workstations darstellen. Der Status der SIP-Nebenstellen und Cactus-MSNs wird dabei im rechten Teil des Popup-Fensters als Liste dargestellt (belegt oder frei; Cactus und Popup ab 11.05.07 erforderlich). Bei einem Anruf für Sie öffnet sich ferner automatisch das Popup-Fenster mit der Anrufernummer und dem Namen des SIP-Providers.

Damit das funktioniert, sollten Sie für ihre in Cactus eingetragene Nebenstelle als Name denselben verwenden, den Sie auch in NetMail als Benutzer eingestellt haben. (Ggf. können Sie hinter einem Leerraum auch eine Bemerkung anfügen, die von Cactus beim Popup-Versand ignoriert wird.) Alternativ (bzw. wenn Sie ansonsten NetMail nicht verwenden) ist es auch möglich, den Nebenstellen-Namen bei Starten des Popup-Programms hinter popup.exe in die Kommandozeile zu schreiben, also z.B. so:
\\server1\c\netmail\popup.exe meier

Der Cactus-Status wird im rechten Teil des Popup-Fensters nur dann eingeblendet, wenn wenigstens eine ISDN-MSN benutzt wird oder wenn mindestens ein SIP-Telefon angemeldet ist. Es werden folgende Farben benutzt:

Blau   Konfigurierte ISDN-MSNs
Schwarz Angemeldete SIP-Nebenstellen
Blauer Balken  ISDN-MSN im Gesprächszustand
Roter Balken SIP-Telefon im Gesprächszustand

Als Popup-Nachricht werden nicht nur eingehende Anrufe gemeldet, sondern auch Rufumleitungen, die bei Ihnen unerwünschte zusätzliche Gebühren verursachen könnten. Beispiel: Sie rufen eine SIP-netzinterne Nummer von jemandem an, in dessen IP-Telefon eine Umleitung zu einem Mobiltelefon oder einer Auslandsnummer programmiert ist. Anders als im herkömmlichen Festnetz, bei dem der Angerufene die von ihm programmierte Umleitung bezahlt, wird Ihr IP-Telefon dabei vom angerufenen Telefon aufgefordert, die neue Zielnummer direkt anzurufen - auf Ihre Kosten, insbesondere auch ohne einen entsprechenden Hinweis im Display Ihres Telefons. Beim Erscheinen einer entsprechenden Popup-Nachricht können Sie einen umgeleiteten Anruf ggf. abbrechen.

Um auch bei SIP-Anrufen, die an eine per ISDN-Karte angeschlossene ISDN-Telefonanlage weitergeleitet werden, die Anrufernummer zu melden, tragen Sie in der Cactus-Rufverteilung als Ziel zusätzlich zur Telefonanlage eine (nicht unbedingt wirklich vorhandene) IP-Nebenstellennummer mit Ihrem Namen ein.

Zum Melden von ISDN-Anrufen, die direkt bei Ihrer ISDN-Telefonanlage eingehen, können Sie die Software CapiCall verwenden, die auch als Sprachmailbox mit Cactus zusammenarbeiten kann.

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Mögliche Probleme und ihre Lösung

Beim STUN- oder SIP-Server tritt eine Zeitüberschreitung auf.
Beachten Sie bitte die Hinweise zu Firewall und Port-Forwarding im Cactus-Handbuch, wenn im Cactus-Fenster eine Timeout-Meldung erscheint. Falls Ihr Router selbst VoIP-Funktionen besitzt, kann er den Port 5060 womöglich nicht zum Cactus-PC durchleiten. Stellen Sie in diesem Fall als primären SIP-Port in Cactus einen anderen ein, z.B. 5062, der dann automatisch auch lokal für STUN benutzt wird. Damit Ihre IP-Telefone weiterhin mit 5060 als SIP-Port funktionieren, können Sie in Cactus als zweiten SIP-Port 5060 einstellen. Sie sollten im Router auch ein Port-Forwarding einrichten, damit ankommende UDP-Pakete, die an Port 5060 oder 5062 adressiert sind, an die IP-Adresse des Cactus-PC geroutet werden.

Die Anmeldung beim SIP-Provider funktioniert nicht.
Falls Ihr Router eine ALG-Funktion besitzt (Application Level Gateway, z.B. Vigor 2500, Speedtouch, ZyXEL P-65x u.a.), stellen Sie bitte sicher, dass diese für die Ports 5060 bis 5069 abgeschaltet ist. Die Funktion bewirkt, dass der Router die IP-Adressen in den gesendeten SIP-Daten verändert, so dass die vom SIP-Provider ankommenden Antwortpakete falsche Header-Informationen aufweisen und von Cactus nicht richtig zugeordnet werden können. Nähere Informationen finden Sie im Handbuch Ihres Routers. Falls die Router-Konfiguration das Deaktivieren von ALG noch nicht zulässt (z.B. Vigor 2500 mit Firmware vor 2.74), führen Sie bitte zunächst ein Firmware-Update durch.

Abgehende Extern-Gespräche funktionieren nicht.
Stellen Sie bitte sicher, dass Sie in der Konfiguration unter SIP-Server die eigene Landesvorwahl richtig konfiguriert haben, z.B. 0043 für Österreich. Ferner müssen Sie z.B. für ein Gespräch nach Frankreich 00033... statt 0033... wählen oder 0089... statt 089... für München, also mit einer zusätzlichen Amts-Null, solange Sie nicht die automatische Amtsholung in Cactus unter SIP-Server aktiviert haben. Wichtig ist auch, während der Wahl keine Pause zu machen, die länger als das in Cactus eingestellte Timeout ist (Voreinstellung: 5 Sekunden).

Bei einem ankommenden SIP-Ruf klingelt kein Telefon.
Kontrollieren Sie bitte, was im Cactus-Fenster rechts oben angezeigt wird: Wenn hinter der gerufenen Nummer "(?)" steht, wurde keine passende Rufverteilungsregel dafür gefunden. Tragen Sie bitte die angezeigte gerufene Nummer exakt so in der Rufverteilung ein und weisen Sie ihr ein oder mehrere geeignete Ziele zu. Sie können statt einzelner Nummern auch einfach einen Stern als Standard-Routing eintragen (siehe Handbuch). Wenn es sich bei einem Ziel um eine Nebenstelle einer angeschlossenen ISDN-Telefonanlage handelt, stellen Sie bitte sicher, dass deren Anfangsziffer als Wahlregel mit dem Ziel ISDN konfiguriert ist und mindestens eine ISDN-MSN in Cactus als abgehend-geschäftlich eintragen wurde.
Telefon
Das Gespräch kommt zustande, aber man hört nichts.
Bitte stellen Sie sicher, dass in der benutzten Firewall (z.B. Windows-Firewall bei XP ab SP2, 2003, Vista) die UDP-Ports 6000 bis 6239 für das Cactus-Programm sip_pbx.exe freigegeben sind. Auch einige Antivirus-Programme installieren stillschweigend eine eigene Firewall, bitte konsultieren Sie die zugehörige Dokumentation. In einigen Fällen (insbesondere bei Verwendung von Sipgate als Provider) hat sich auch ein explizites Port-Forwarding der Ports 6000 bis 6031 (bei Cactus-S2M bis 6239) im Router zur IP-Adresse des Cactus-PC als Lösung erwiesen.

Es ist ein deutliches Echo zu hören.
Da bei IP-Telefonie eine merklich größere Sprachverzögerung als bei ISDN- oder analogen Verbindungen auftritt, macht sich eine ungenügende Entkopplung zwischen Mikrofon und Hörkapsel bzw. Lautsprecher wesentlich störender als Echo bemerkbar. Oft hilft es, einfach die Wiedergabelautstärke und/oder Mikrofon-Empfindlichkeit zu reduzieren. SIP-Softphones sollten Sie immer mit Headset (oder zumindest mit Kopfhörer statt Lautsprecher) verwenden, um eine Rückkopplung vom Lautsprecher zum Mikrofon zu vermeiden. Generell sollte der Freisprech-Modus nur dann verwendet werden, wenn das Telefon über eine halbwegs funktionierende Echo-Unterdrückung verfügt. ISDN- und VoIP-Telefone erzeugen im allgemeinen weniger Echo-Probleme als analoge, weil Sende- und Empfangsweg besser entkoppelt sind.

Es sind Störgeräusche zu hören oder die Sprache klingt stotternd.
Cactus sollte auf einem Rechner betrieben werden, der nicht schon durch andere Anwendungen stark ausgelastet ist. Terminalserver sowie Rechner, die per Remote Desktop o.ä. bedient werden oder auf denen laufend MS-Office-Programme benutzt werden, sind typische Problemkandidaten, während Cactus auf einem Fax-, Mail- und Fileserver ohne Probleme mitlaufen kann. Ferner empfehlen wir dringend die Verwendung einer internen PCI-ISDN-Karte statt eines USB-ISDN-Adapters.

Ich kann andere Nebenstellen nicht mit Stern wählen.
Wenn Sie an einem IP-Telefon *31 eingeben, wird damit die Nummer 1 über den SIP-Provider 3 gewählt. Falls Ihre ISDN-Anlage mit spontaner Amtsholung arbeitet und vor einer Nebenstellen-Nummer deshalb einen Stern benötigt, wählen Sie z.B. statt *31 deshalb bitte *0*31 am IP-Telefon: Mit *0 wird ISDN als abgehende Leitung ausgewählt, das nachfolgende *31 wird unverändert der ISDN-Anlage übergeben. Alternativ können Sie aber auch einfach die spontane Amtsholung in der ISDN-Anlage deaktivieren, so dass kein Stern am Anfang nötig ist.

Wenn ich eine VoIP-Nebenstelle zu meinem Mobiltelefon umleite, funktioniert das beim Anruf eines ISDN-Telefon nicht.
Das Problem tritt typischerweise dann auf, wenn man versucht, die Umleitungsfunktion mit einem lokalen ISDN-Telefon auszuprobieren, das am gleichen ISDN-Bus wie die von Cactus benutzte ISDN-Karte angeschlossen ist. Der Grund ist, dass auf einem Bus nur zwei Kanäle verfügbar sind:

Bei externen Anrufen tritt das Problem nicht auf, vorausgesetzt, in der Cactus-ISDN-Konfiguration ist mindestens eine MSN für ankommende und mindestens eine andere für abgehende Rufe vergeben. Eine Lösung wäre auch, in den Wahlregeln festzulegen, dass Gespräche zu Mobil-Nummern nicht via ISDN, sondern über einen SIP-Provider geroutet werden.

In meinem PC sind zwei Netzwerkkarten, kann ich Cactus an eine bestimmte binden?
In Cactus-Versionen ab dem 30.01.08 gibt es die Möglichkeit, per Editor in der Datei PBX.INI unter [LAN] eine Zeile mit der IP-Adresse der zu benutzenden Netzwerkkarte einzufügen, z.B.:
Bind=192.168.2.3
Vergessen Sie nicht, in der Cactus-Konfiguration unter "Netzwerk" bei "Interne IP-Bereiche" den (und nur den) Bereich einzutragen, den Sie tatsächlich nutzen möchten, in diesem Fall also beispielsweise 192.168.2.0/24. Nach diesen Änderungen ist ein Neustart der Cactus-PBX-Software erforderlich.

Oder tritt ein anderes Problem auf?
Dann kontaktieren Sie uns bitte! Bei der Vielzahl unterschiedlicher Provider, IP-Telefone und ISDN-Anlagen ist eine Diagnose am besten im Dialog möglich.

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Typische Fehlermeldungen und ihre Ursache

Cactus erzeugt je nach Situation u.U. folgende Fehlermeldungen, die im Debug-Fenster oder auch im Display eines SIP-Telefons zu sehen sind:

400 Bad request: Cactus versteht das Befehlsformat nicht. Bitte wenden Sie sich an Shamrock.

401 Not authorized: Dies ist nicht wirklich ein Fehler, sondern nur die Aufforderung zur Authentifizierung.

403 Forbidden: Registrierung mit falscher Nummer oder falschem Passwort, oder Registrierung von externer IP-Adresse, wenn externe Anmeldungen in der Cactus-Konfiguration verboten sind, und ähnliche Situationen.

404 Not found: Die Zielnummer existiert nicht; evtl. Amtsnull vergessen? Ggf. automatische Amtsholung unter SIP-Server konfigurieren.

415 Unsupported media type: Wenn eine Seite ISDN ist, muss SIP-seitig A-Law oder µ-Law als Codec erlaubt sein.

480 Temporarily unavailable: Die Zielnummer existiert zwar, das dortige SIP-Telefon ist aber im Moment nicht angemeldet.

481 Call does not exist: Auflegen mit einer nicht (mehr) gültigen Rufkennung, z.B. aufgrund von Timeouts.

486 Busy here: Es ist kein Kanal mehr frei, z.B. ISDN-Kanäle belegt oder Anzahl maximaler SIP-Kanäle erreicht.

487 Request terminated: Kein Fehler, normale Reaktion auf einen Abbruch.

488 Not acceptable here: Stellen Sie bitte sicher, dass in den Cactus-Einstellungen der richtige lokale IP-Bereich eingetragen ist, z.B. 192.168.0.0/24, wenn der Cactus-PC und Ihre SIP-Telefone den Adressenbereich 192.168.0.1 bis 192.168.0.254 verwenden. Wenn der PC über mehr als eine Netzwerkkarte verfügt, nehmen Sie den IP-Bereich, den auch die SIP-Telefone verwenden. Prüfen Sie bitte ferner, ob der Benutzername (die Nebenstellen-Nummer) des SIP-Telefons sowie der eingetragene Realm korrekt sind.

501 Not implemented: Nicht unbedingt ein Fehler, sondern lediglich die Antwort auf eine Feature-Abfrage.

503 Service unavailable: Der in den Wahlregeln eingetragene Provider ist derzeit nicht verfügbar, und es ist keine Alternative (z.B. ISDN) eingetragen.

603 Die Zielnummer ist gesperrt (entweder in der Cactus-Konfiguration oder beim SIP-Provider).

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FaxkombigerätIst das Fax-Senden und -Empfangen via DSL möglich?

Versuche mit der Fax-Übertragung via Cactus waren reproduzierbar erfolgreich. Beispielsweise kann an einem analogen Faxgerät, das an einer mit dem Cactus-PC verbundenen ISDN-Telefonanlage angeschlossen ist, per DTMF-Wahl erst die Cactus-MSN und dann die Zielnummer eingegeben werden, um ein Fax über einen SIP-Provider wie Sipgate oder Dus.net zu senden.

Allerdings ist es nicht generell ratsam, Faxe über eine VoIP-Verbindung via DSL zu senden oder zu empfangen, wie Erfahrungsberichte von Anwendern zeigen. Wegen unvermeidlicher Jitter-Effekte durch Taktabweichungen und sporadischer Paketverluste kommt es dabei öfter als im herkömmlichen Festnetz zu Abbrüchen und fehlerhaft dargestellten Seiten. Dies gilt selbst bei Verwendung der einzigen drei zumindest theoretisch für Fax geeigneten VoIP-Codecs G.711a, G.711µ und G.722 mit 64 kbit/s. Bei Sprache fallen kurze Aussetzer im Millisekunden-Bereich praktisch nicht auf und haben keinerlei Auswirkungen auf die Verständlichkeit. Faxgeräte mit ihrer gegen Fehler völlig ungesicherten Übertragung kommen dagegen sofort aus dem Tritt.

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Soll ich meinen bisherigen Telefonanschluss abmelden?

Möchten Sie eine ehrliche Antwort? Gut. Vom Abmelden des herkömmlichen Telefon-Anschlusses würden wir derzeit zumindest bei professioneller Nutzung aus den folgenden Gründen abraten:

  1. Notrufnummern wie 110/112 sind aus VoIP-Netzen oft nicht erreichbar, vor allem wegen Problemen bei der Lokalisierung des Anrufers (sog. Röchel-Rufe).
  2. Auch Dienste mit Sonderrufnummern wie Telefonauskunft, Bestell- und Support-Hotlines sind via VoIP bisher oft nicht erreichbar.
  3. Zumindest außerhalb von Städten sind oft keine Ortsnetz-Nummern von den SIP-Providern verfügbar, sondern nur solche mit Vorwahlen wie 032 oder 0180. Aber 032-Nummern sind beispielsweise nicht aus allen Mobilfunknetzen erreichbar und manche 0180-Nummern nicht aus dem Ausland, teilweise nicht einmal aus anderen SIP-Netzen. Außerdem sind solche Sonderrufnummern nicht in den verbreiteten Festnetz-Flatrates enthalten.
  4. Die meisten Provider trennen die DSL-Leitung mindestens einmal täglich. Das hat zur Folge, dass auch laufende Telefongespräche dann getrennt werden; man ist mindestens für mehrere Minuten nicht erreichbar und kann auch selbst kein Gespräch aufbauen.
  5. Die Ausfallhäufigkeit von DSL-Anschlüssen und auch von VoIP-Providern ist derzeit erfahrungsgemäß noch wesentlich höher als beim herkömmlichen Festnetz (z.B. ISDN). Wer immer erreichbar sein muss, sollte deshalb auch über einen konventionellen Festnetzanschluss verfügen.
  6. Bei einem Stromausfall ist Telefonieren via VoIP ohne zusätzliche Massnahmen wie z.B. Installation einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) normalerweise nicht möglich, während analoge Telefone und auch notstromfähige ISDN-Telefone weiterhin funktionieren.
  7. Gespräche über SIP-Provider sind nicht automatisch preisgünstiger als Festnetz-Tarife. Beispielsweise kann man ins Ausland per Call-by-Call im Festnetz oft schon für einen Cent und weniger pro Minute telefonieren, während die SIP-Tarife deutlich höher sind.
  8. Die Fax-Übertragung ist via DSL/VoIP erfahrungsgemäß nicht immer so stabil möglich wie im herkömmlichen Festnetz.
  9. Abgesehen davon ist in vielen Fällen die Bereitstellung von DSL ohnehin an eine vorhandene Analog- oder ISDN-Leitung gekoppelt.

Trotz einiger Restprobleme hat VoIP unbestrittene Stärken etwa bei der Standort-Vernetzung sowie bei netzinternen Gesprächen und bietet im Schnitt verhältnismäßig attraktive Tarife auch bei Anrufen ins Festnetz, insbesondere bei internationalen Verbindungen. Die Alternative sollte deshalb nicht "VoIP oder ISDN" lauten, sondern "VoIP und ISDN". So kann man etwa bei Cactus individuell einstellen, welche Vorwahlbereiche über welchen SIP-Provider bzw. via ISDN geroutet werden sollen.

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Kann ein ISDN-Programm via Cactus eine VoIP-Nummer rufen?

Ja, Sie können in Cactus eine bestimmte ISDN-MSN konfigurieren, die bei einem Anruf vom ISDN-Programm (z.B. CapiCall) dann automatisch an eine vordefinierte VoIP-Nummer weiterverbunden wird. Das kann auch eine Liste von Rufnummern bzw. eine Gruppenrufnummer sein.

ISDN-Programme können aus folgenden Gründen allerdings keine beliebige VoIP-Nummer via Cactus anwählen, wenn die von Cactus verwendete ISDN-Karte am Amtsanschluss (NTBA) oder als Nebenstelle einer ISDN-Telefonanlage angeschlossen ist:

  1. Die ISDN-Telefonanlage bzw. -Vermittlung gibt nach Anwahl der Cactus-Nummer keine Wahlinformationen mehr im D-Kanal weiter, deshalb ist die Eingabe der VoIP-Zielnummer nur per Tonwahl möglich.
  2. ISDN-Programme können Wahlinformationen, wie bei ISDN üblich, normalerweise nur digital im D-Kanal übertragen, nicht per Tonwahl.
  3. Eine ISDN-Software hält aufgrund der D-Kanal-Signalisierung der ISDN-Anlage bzw. -Vermittlung die Verbindung bereits beim Anwählen der Cactus-Nebenstelle für hergestellt.

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Kann man den Anrufern eine Wartemelodie vorspielen?

Es gibt mehrere Gründe, warum das bei Cactus derzeit nicht vorgesehen ist:

Generell ist es allerdings möglich, einen VoIP-Ruf über eine ISDN-Karte an das Programm CapiCall weiterzugeben. Von dort kann er ggf. auch an ein herkömmliches Telefon innerhalb einer ISDN-Anlage weitervermittelt werden. Cactus und CapiCall können dafür eine gemeinsame ISDN-Karte verwenden.

Ferner sind die meisten VoIP-Telefone selbst in der Lage, eine Wartemusik zu generieren, wobei auch ein passender Codec ausgehandelt wird, so dass in Cactus selbst dafür keine Notwendigkeit besteht.

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Was bedeuten Abkürzungen wie SIP, STUN und RTP?

Die folgenden Abkürzungen werden immer wieder im Zusammenhang mit Internet- und ISDN-Telefonie verwendet:

ATA: Analog-Telefon-Adapter, erlaubt analogen Telefonen den Zugang zu einem IP-Netzwerk.
CAPI: Common Application Program Interface, Software-Schnittstelle von ISDN-Adaptern.
CTI: Computer Telephony Integration, Realisation von Telefonie-Funktionen per Computer.
DTMF: Dual-Tone Multiple Frequency, englisch for Tonwahl, gleichbedeutend mit MFV.
H.323: Mit SIP konkurrierender, aber inzwischen weniger verbreiteter VoIP-Standard.
ISDN: Integrated Services Digital Network, digitales Telefonnetz.
MFV: Mehrfrequenz-Verfahren, deutsche Abkürzung für Tonwahl, gleichbedeutend mit DTMF.
NAT: Network Address Translation, Übersetzung der lokalen in eine externe IP-Adresse in einem Router.
NGN: Next Generation Network, Zusammenführung von Internet und Telefonie in einem gemeinsamen, rein IP-basierten Zugang.
PABX: Private Automatic Branch eXchange, wird heute aber meist als PBX bezeichnet.
PBX: Private Branch eXchange, private Telefon-Nebenstellenanlage.
POTS: Plain old telephone system, herkömmliches Telefonnetz (im Gegensatz zu VoIP).
PSTN: Public Switched Telephone Network, allgemeine Bezeichnung für das herkömmliche Telefonnetz.
RTCP: Real-time control protocol, dient der Verbindungsüberwachung bei SIP-Telefonie.
RTP: Real-time protocol, UDP-basiertes Übertragungsverfahren u. a. für Sprache.
SIP: Session Initiation Protocol, Standard zur Anmeldung von IP-Telefonen bei einer VoIP-Telefonanlage und zur Einleitung von Anrufen.
SPIT: Spam over Internet Telephony; VoIP-Werbeanrufe, die oft automatisiert durchgeführt werden.
SRTP: Secure Real-Time Protocol, verschlüsselte Übertragung von Sprachdaten als Alternative zum unverschlüsselten RTP.
STUN: Simple traversal of UDP over NAT, ermöglicht Geräten das Ermitteln der eigenen externen IP-Adresse.
UDP: User datagram protocol, ungesichertes und deshalb echtzeitfähiges Übertragungsverfahren für Datenpakete in einem Netzwerk.
VoIP: Voice over Internet Protocol, Kurzform für Internet-Telefonie.

Weitere Abkürzungen und ihre Bedeutung finden Sie hier. Die prinzipielle Funktionsweise von VoIP-Verbindungen wird hier erläutert.

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