PrimuxZur Startseite Tipps zu Primux-ISDN-Karten

Für welche Betriebssysteme eignen sich Primux-Karten?
Kann man mehrere Primux-Karten in einen PC einbauen?
Gibt es die Karten auch als Low-Profile-Ausführung?
Eignet sich de Karte auch für einen Anlagenanschluss?
Brauche ich für jedes Programm einen ISDN-Anschluss?
Wird ein TAPI-Treiber mitgeliefert?
Ist der Betrieb in einer virtuellen Maschine möglich?
Belegung des Primux-S2M-Anschlusskabels
Sind die Primux-Karten RoHS-konform?
Wie erhalte ich ein Update des CAPI-Treibers?

Bitte haben Sie Verständnis, dass Shamrock Telefon- oder Mail-Support nur für eigene Kunden anbietet. Falls Sie eine Primux-Karte aus anderer Quelle bezogen haben, wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Lieferanten.


Für welche Betriebssysteme eignen sich Primux-Karten?

Alle Primux-ISDN-Karten werden mit einer CD geliefert, die CAPI-Treiber (Common Application Program Interface) für alle aktuellen Client- und Server-Windows-Versionen (32 und 64 Bit) ab Windows 98 enthält, also beispielsweise Windows 2000, 2003, XP, Vista, 7, 2008 und 2008 R2. Ferner sind auch Treiber für Linux-Kernel-Versionen ab 2.4 enthalten. Unter allen Betriebssystemen werden auch die erweiterten CAPI-Funktionen unterstützt, beispielsweise Fax (T.30 with extensions), Vermitteln, Parken, Dreierkonferenz, Crossbar (Switching and conferencing für reduziertes Echo bei Sprache).


Kann man mehrere Primux-Karten in einen PC einbauen?

Ja, auch darin unterscheiden sich die Primux-Karten von zahlreichen anderen ISDN-Karten, die jeweils nur einmal in einen PC eingebaut werden können (z.B. AVM-Fritz). Beispielsweise kann man eine zweite S2M-Karte in den PC einbauen, um die Kanalzahl von 30 auf 60 zu verdoppeln, ohne die vorhandene 1S2M-Karte durch eine 2S2M-Karte zu ersetzen. Es ist sogar möglich, eine S2M-Karte mit einer Mehrfach-S0-Karte in einem PC zu kombinieren. Die Software (z.B. CapiFax oder CapiCall) erkennt die ISDN-Anschlüsse dann als S2M- und S0-Controller mit je 30 bzw. 2 Kanälen.

Was allerdings nicht funktionieren wird, ist der Einbau mehrerer ISDN-Karten unterschiedlicher Hersteller, denn den erforderlichen CAPI-Treiber (z.B. CAPI2032.DLL für 32-Bit-Windows) kann und darf es nur einmal im gesamten System geben, und er ist immer herstellerspezifisch. Das kann auch zu Problemen führen, wenn im gleichen PC vorher eine ISDN-Karte eines anderen Herstellers eingebaut war und noch Reste von deren Treiber vorhanden sind. Sie können das z.B. mit dem Tool CapiInfo leicht nachprüfen.

Zu beachten ist, dass es sich bei der Primux-1S0-Karte (1 Port, 2 Kanäle) um eine passive Karte handelt, während die Karten mit mehr Ports bzw. Kanälen über einen eigenen Prozessor verfügen sowie über spezielle Hardware u.a. für die Zusammenschaltung von Sprachkanälen (Crossbar). Bestimmte Funktionen wie z.B. Vermitteln durch Kopieren von Sprachdaten (Switching and Conferencing) erfolgen bei der 1S0-Karte deshalb per Software, was zu hörbaren Echo-Effekten führen kann, die bei den Karten mit mehr Kanälen so nicht auftreten. Deshalb sollte man auch besser eine 2S0- oder 4S0-Karte verwenden, wenn mehr als zwei Kanäle benötigt werden.

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Gibt es die Karten auch als Low-Profile-Ausführung?

Die folgenden der von uns angebotenen ISDN-Karten haben eine entsprechend geringe Bauhöhe; ein Low-Profile-Slotblech wird zusätzlich gleich mitgeliefert und kann mit zwei Schrauben leicht gegen das Blech mit normaler Höhe ausgewechselt werden:

Die Mehrfach-S0-Karten 2S0 und 4S0 benötigen sowohl als PCI- als auch als PCI-E-Variante aufgrund ihres Platinen-Layouts immer die volle Bauhöhe.

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Eignet sich die Karte auch für einen Anlagenanschluss?

Ja, die einzelnen Controller (Anschlüsse) der Karten können getrennt wahlweise für Anlagenanschlüsse (mit Durchwahlziffern) oder Mehrgeräteanschlüsse (mit getrennten MSNs) konfiguriert werden. Der Typ kann nicht automatisch erkannt werden und muss deshalb manuell eingestellt werden. Bitte beachten Sie noch folgendes:

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Brauche ich für jedes Programm einen eigenen ISDN-Anschluss?

Nein, die Unterscheidung erfolgt anhand der lokalen Rufnummern (MSNs = multiple subscriber numbers). Typischerweise erhalten Sie mit einem Standard-Mehrgeräteanschluss automatisch drei Rufnummern.

So können sich z.B. CapiCall als Sprachmailbox, CapiFax als Faxserver und Cactus als VoIP/ISDN-Gateway einen ISDN-Mehrgeräte- oder Anlagen-Anschluss und somit eine ISDN-Karte teilen. Sie kommen sich nicht in die Quere, solange sie für unterschiedliche MSNs konfiguriert sind. (Eine Unterscheidung Sprache/Fax anhand der ISDN-Dienstekennung bei gleicher MSN wäre dagegen nicht sinnvoll, da Faxgeräte, die an einem Analoganschluss betrieben werden, nicht auf eine bestimmte Dienstekennung eingestellt werden können.) Die für den Selbsttest konfigurierbare MSN im Treiber der ISDN-Karte ist für Anwendungsprogramme irrelevant.

Bitte beachten Sie auch, dass "Rufnummern", "Anschlüsse" und "Kanäle" drei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige Parameter darstellen. So hat etwa ein einziger Mehrgeräte-Anschluss (S0-Bus) üblicherweise zwei Kanäle, die je nach Bedarf für drei oder mehr Rufnummern verwendet werden können. Dabei ist ggf. auch die Verwendung derselben Rufnummer für zwei gleichzeitige Verbindungen möglich.

Ein einziger Primärmultiplex-Anlagenanschluß (S2M) hat sogar 30 Kanäle und bei zweistelligen Durchwahlnummern bis zu 100 Rufnummern. Auch hier können die Kanäle je nach Bedarf mehrfach mit derselben Rufnummer oder auch mit unterschiedlichen Nummern benutzt werden.

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Wird ein TAPI-Treiber mitgeliefert?

Ein TAPI-Treiber (Telephony Application Programming Interface) wird bei Primux-Karten nicht mitgeliefert und ist auch für die Zukunft nicht geplant: Die TAPI-Schnittstelle wurde primär für den Rufaufbau über analoge Voice-Modems entwickelt und unterstützt deshalb nur einen Bruchteil der an ISDN-Anschlüssen verfügbaren Funktionen.

Im Gegensatz dazu ist der CAPI-Standard (Common Application Program Interface) speziell für ISDN ausgelegt und ermöglicht nicht nur die gleichzeitige Benutzung mehrerer Kanäle, sondern unterstützt auch alle ISDN-Dienstmerkmale wie etwa Meldung von Anrufer-Nummern, Verbindung halten, Parken, Vermitteln, Dreierkonferenz und so weiter. Er liefert auch wesentlich detailliertere Statusmeldungen beim Verbindungsaufbau, wie z.B. falsche Rufnummer, Besetzt, Nummer geändert und so weiter. ISDN-Anwendungen sollten deshalb generell stets die CAPI- statt die TAPI-Schnittstelle verwenden.

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Ist der Betrieb in einer virtuellen Maschine möglich?

Wie alle anderen ISDN-Karten auch (z.B. AVM-Fritz) sind die Primux-Karten nicht in einer VM (z.B. VMware oder Microsoft Virtual Machine) einsetzbar. Der Grund ist, dass die VM den direkten Zugriff des Betriebssystems auf Hardware blockiert. Standard-PC-Hardware wie Netzwerk-Adapter, Sound-Interface oder Grafikkarte wird von der VM emuliert, aber spezielle Hardware wie etwa eine ISDN-Karte nicht. Dadurch wird die Karte nicht erkannt und die zugehörigen Treiber funktionieren nicht.

Zum Lieferumfang der Primux-Karten gehört ein LAN-CAPI-Treiber. Es wäre also im Prinzip möglich, die Karte in einen nicht virtualisierten Windows-PC einzubauen und sie anderen PCs (die ggf. auch als virtuelle Maschinen arbeiten können) via Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Inwieweit eine solche Lösung sinnvoll ist, erscheint allerdings fraglich, denn man könnte dann ja gleich die jeweilige Anwendungs-Software (z.B. CapiFax) auf dem Rechner mit der ISDN-Karte laufen lassen. Zudem können bei der LAN-CAPI insbesondere bei höherer Kanalzahl schnell Performance-Probleme auftreten, die es bei einer lokal benutzten ISDN-Karte so nicht gibt.

Der Betrieb von ISDN-Anwendungen in einer virtuellen Maschine ist deshalb generell je nach Systemumgebung entweder nicht möglich, nicht effizient oder nicht sinnvoll.

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Belegung des Primux-S2M-Anschlusskabels

Primux-RJ45 Klemmen S2M-RJ45 (neu)
3 (grün-weiß)
4 (blau)
5 (blau-weiß)
6 (grün)
an/a
ab/a
ab/b
an/b
4
1
2
5

Der S2M-Anschluss der Telekom existiert in einer älteren und einer neueren Bauart. Beide Ausführungen besitzen eine mit an/ab (für ankommend/abgehend) und a/b (für die jeweils zwei Adern) beschriftete vierpolige Klemmleiste. Bei der neueren Variante existiert zusätzlich auch eine RJ45-Buchse, die alternativ zur Klemmleiste benutzt werden kann, deren Kontaktbelegung aber nicht mit einem Standard-ISDN-Kabel übereinstimmt.

Die in der nebenstehenden Tabelle angegebenen Farben gelten für das bei neueren Primux-S2M-Karten mitgelieferte Anschlusskabel mit offenen Enden, das zur Anschaltung an die Klemmleiste gedacht ist. Wenn man auf die blanken Kontaktfedern des RJ45-Steckers blickt und das Anschlusskabel dabei nach unten zeigt, ist links Pin 1 und rechts Pin 8.

Bitte beachten Sie, dass ein herkömmliches ISDN-S0-Kabel wegen dessen 1:1-Belegung nicht für den Anschluss einer S2M-Primux-Karte an einen Primärmultiplex-Anschluss geeignet ist. Benutzen Sie deshalb ausschließlich das mit der S2M-Karte gelieferte Kabel.

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Sind die Primux-Karten RoHS-konform?

Kombinierte
Nomenklatur
Ausfuhrgenehmigung
nach EU-Recht nötig
Ausfuhrgenehmigung
nach US-Recht nötig
Herkunfts-
land
85175090 Nein Nein DE

Ja, es werden zur Produktion ausschließlich RoHS-konforme Stoffe verwendet, z.B. bleifreies Lot.

Das Kürzel RoHS (englisch: Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment - Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten) bezeichnet zusammenfassend die EG-Richtlinie 2002/95/EG zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung von elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen.


Wie erhalte ich ein Update des CAPI-Treibers?

Prüfen Sie zunächst, ob die neue Version für Sie relevante Verbesserungen oder Änderungen enthält. Die aktuell installierte Version können Sie z.B. mit dem Tool CapiInfo feststellen. Wenn keine Verbesserung für Ihr Einsatzgebiet erkennbar ist, empfehlen wir, die bisherige Version beizubehalten. Informationen über Änderungen und den aktuellen CAPI-Treiber für Ihre Primux-Karte erhalten Sie hier.

Wir raten generell davon ab, Treiber oder Software in wichtigen Umgebungen zu aktualisieren, ohne die Einsatzfähigkeit der neuen Treiber für Ihre Zwecke vorher offline getestet zu haben - dies gilt natürlich nicht nur für die Primux-Karten, sondern ganz allgemein für Treiber und Anwendungs-Software.

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