TC35iStartseite Tipps zum GSM-Modem TC35i

Geräte-Eigenschaften
Welche Vorteile hat das TC35i gegenüber Handys?
Was für eine SIM-Karte ist erforderlich?
Brauche ich zur Übertragung zwei GSM-Modems?

Hardware-Tipps
Kann ich einen Alarmkontakt anschließen?
Kann ich das Antennenkabel verlängern?
Wie ist der Stromversorgungs-Stecker belegt?
Was bedeutet das Blinken der LED?

Software und Datenübertragung
Welche Software eignet sich für das TC35i?
Das Anwählen des TC35i per Modem klappt nicht
Die Verbindung zu einer ISDN-Karte klappt nicht
Die Datenübertragung ist instabil und langsam
Der SMS-Empfang funktioniert nicht

Befehlssatz
Download: TC35i-Flyer/AT-Befehle (PDF/engl.)

Bitte haben Sie Verständnis, dass Shamrock Telefon- oder Mail-Support nur für eigene Kunden anbietet. Falls Sie ein TC35i aus anderer Quelle bezogen haben, wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Lieferanten.


Welche Vorteile hat das TC35i gegenüber einem Handy?

Herkömmliche Mobiltelefone sind nicht für einen dauerhaften Betrieb mit externer Stromversorgung ausgelegt. Es wird immer der interne Akku benutzt. Durch die ständigen Entlade- und Ladevorgänge beim Betrieb mit angeschlossenem Ladegerät wird der Akku schnell müde und verliert an Kapazität.

Für einen dauerhaften Einsatz am PC sollte man deshalb ein spezielles GSM-Modem wie das TC35i benutzen. Es besitzt zudem eine "richtige" serielle Schnittstelle mit normgerechten Pegeln.


Was für eine SIM-Karte ist erforderlich?

Das TC35i kann mit jeder handelsüblichen Mini-SIM-Karte (3 Volt) betrieben werden. Bei Benutzung einer mehrere Jahre alten 5-V-SIM-Karte kann es zu schwer diagnostizierbaren Problemen kommen, z.B. lässt sich das Modem zwar initialisieren, meldet dann aber einen PIN-Error oder bucht sich nicht im Netz ein.

Die SIM-Karte (Subscriber Identification Module) kann wahlweise eine Vertrags- oder Prepaid-Karte sein. Bei Prepaid-Karten ist zu bedenken, dass es normalerweise nicht möglich ist, mit dem GSM-Modem zu telefonieren, deshalb ist es zum telefonischen Nachladen des Guthabens meist erforderlich, die Karte aus dem Gerät herauszunehmen und den Aufladevorgang in einem herkömmlichen Handy durchzuführen. Generell ist eine Vertragskarte deshalb auf Dauer praktischer.

Beachten Sie bitte, dass in den meisten Fällen die Eingabe einer PIN per AT-Befehl erforderlich ist, bevor sich das Gerät im Netz einbuchen kann. Je nach GSM-Netz ist die PIN-Abfrage auch abschaltbar; bitte fragen Sie dies bei Ihrem Netzbetreiber nach. Die dafür nötigen Befehle, die per Terminalprogramm einzugeben sind, finden Sie in der als PDF-Datei herunterladbaren Liste der AT-Befehle. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn die von Ihnen eingesetzte Software die Eingabe einer Modem-PIN nicht unterstützt.

Die für das Senden von SMS-Nachrichten oder für die Online-Zeit bei der Datenübertragung anfallenden Gebühren entnehmen Sie bitte der Tarifübersicht Ihres Netzbetreibers. Es gibt sehr viele unterschiedliche Tarifmodelle z.B. für Viel- oder Wenignutzer, die sich zudem häufig ändern, so dass wir Ihnen hier leider keine konkrete Empfehlung für ein bestimmtes Netz geben können.

Wenn das TC35i nicht nur zum Senden und Empfangen von SMS-Nachrichten, sondern auch zur Datenübertragung eingesetzt wird und es dabei angerufen werden soll, ist es erforderlich, dass entweder eine "Data-Only"-Karte benutzt wird oder eine mit einer zusätzlichen Datenrufnummer.


Kann ich einen Alarmkontakt direkt ans TC35i anschließen, um einen Alarm z.B. als SMS zu senden?

Leider nein. Das TC35i besitzt eine serielle Schnittstelle, um mit einem Computer verbunden zu werden. Über die Schnittstelle wird es wie ein herkömmliches Telefonmodem mit AT-Befehlen angesprochen, z.B. ATD... um eine Nummer zu wählen.

Ein direkter Anschluss eines Alarmkontakts oder sonstiger Schalter ist nicht möglich, da das Gerät sonst gar nicht wüßte, was es tun soll bzw. welche Nummer verständigt werden soll.

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Brauche ich zur Datenübertragung zwei solche Modems?

Normalerweise nicht. Typischerweise dient das GSM-Modem dazu, entweder SMS-Nachrichten zu versenden oder eine Datenübertragungs-Verbindung zu einem Festnetz-Modem herzustellen.

Wenn nicht zwingend erforderlich (z.B. bei einer reinen Mobil-zu-Mobil-Anwendung), raten wir wegen der ungünstigeren Übertragungseigenschaften (Fehlerrate, Antwortzeit) sogar ausdrücklich von einer Verbindung zwischen zwei GSM-Modems ab.

Einige Netzbetreiber ermöglichen außer der Verbindung von oder zu einem analogen Festnetzmodem auch Verbindungen zwischen dem GSM-Gerät und einer ISDN-Karte am Festnetz (V.110-Bitratenadaption mit typ. 9600 Bit/s). Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass man mit einem herkömmlichen analogen Festnetzmodem als Gegenstelle auf der sicheren Seite ist.

GSM-Antenne^ Zur Übersicht


Das Antennenkabel ist zu kurz, kann ich es verlängern?

Das TC35i arbeitet auf den beiden GSM-Frequenzbändern 900 MHz und 1800 MHz. Bei 1800 MHz besitzt das dünne RG174-Kabel bereits etwa 1,5 dB Dämpfung pro Meter. Schon bei nur 4 m Kabellänge bedeutet dies, dass nur noch ein Viertel der Sendeleistung an der Antenne ankommt bzw. auch nur ein Viertel des Empfangssignals zur Verfügung steht. Bei 7 m Kabel wäre es sogar nur noch ein Zehntel.

Zwar gibt es mit RG58U und RG213 dämpfungsärmere Koaxkabel, diese sind aber auch wesentlich steifer und dicker (5 mm bzw. 10 mm) und passen auch nicht zu den kleinen Steckverbindern an Antenne und GSM-Modem. Adapterstecker würden die Dämpfung zusätzlich erhöhen.

Die Lösung: Stellen Sie das GSM-Modem möglichst in der Nähe der Antenne auf und benutzen Sie statt einer längeren Antennenzuleitung lieber ein entsprechend langes RS232-Kabel zur seriellen Schnittstelle des PC. Obwohl der Hersteller dafür maximal 3 m empfiehlt, sind 10 m erfahrungsgemäß kein Problem.

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Was bedeutet das Blinken der LED?

Beim TC35i hat die LED folgende Bedeutung:

Falls die LED schnell blinkt, ist möglicherweise keine SIM-Karte im Gerät, es wurde keine oder eine falsche PIN eingegeben, oder es besteht kein Empfang wegen zu schlechter Funkversorgung oder ungünstiger Antennenposition.

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SteckerbelegungWie ist der Stecker für die Stromversorgung belegt?

Das TC35i eignet sich für einen sehr großen Spannungsbereich von 8 bis 30 Volt. Es kann somit direkt sowohl an 12-V- als auch an 24-V-Kfz-Akkus betrieben werden.

Für die Versorgung der Echtzeituhr (Clock) und des GSM-Teils sind getrennte Anschlüsse vorhanden, so dass die Uhr unabhängig vom Modem immer an der Spannungsversorgung verbleiben kann. Im zugehörigen Netzteil sind die Pins 1 (+Clock) und 4 (+Modem) im 6poligen RJ11-Stecker miteinander verbunden.

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Welche Software eignet sich zur Benutzung des TC35i?

Die Sprachmailbox CapiCall bietet in der SoHo-, Pro- oder S2M-Version die Möglichkeit der SMS-Benachrichtigung bei neu eintreffenden Voicemails, zum manuellen Versand von SMS-Textnachrichten sowie über eine einfache dateibasierte Schnittstelle (SMS.JOB, SMS.LOG) zum automatisierten Versand und Empfang mit anderen Anwendungen.

Mit dem Mail-System NetMail-XL ist Mail zu SMS sowie SMS zu Mail möglich. Ferner kann man sich über neu eintreffende E-Mails per SMS-Nachricht informieren lassen. Netmail ermöglicht darüber hinaus mobilen Clients dank Kompression und Duplex-Übertragung den zeit- und kostensparenden Transfer von E-Mails via GSM. Für spezielle Anwendungen entwickelt Shamrock auch kundenspezifische Windows-basierte Software.

Um testhalber einfach nur ein paar AT-Befehle auszuprobieren, können Sie die Freeware ShamCom von Shamrock Software als Terminal-Programm benutzen. Die empfohlene Baudrate ist 19200. Falls Sie die eingegebenen AT-Befehle nicht als Echo sehen, geben Sie blind ATZ und Enter ein.

In Windows wird das TC35i beim Suchen nach neuer Hardware als Standard-Modem erkannt, ein spezieller Treiber ist deshalb dafür nicht erforderlich. Allerdings muss die Modem-Initialisierung in den Treibereinstellungen ggf. um einen Befehl zur PIN-Eingabe erweitert werden.

Prinzipiell lässt sich das Gerät statt mit einem PC auch mit einer Industriesteuerung einsetzen, sofern diese eine serielle Schnittstelle besitzt und über diese AT-Befehle senden kann. Da das GSM-Modem unterschiedliche Rückmeldungen wie OK und ERROR generiert, ist es erforderlich, dass die Steuerung darauf passend reagieren kann. Zum Senden einer SMS muss nach dem Einschalten üblicherweise erst die PIN der SIM-Karte per AT-Befehl eingegeben werden. Das SMS-Senden selbst erfolgt ebenfalls per AT-Befehl. Die wichtigsten Standard-Befehle finden Sie auch auf unserer Grundlagen-Seite.

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Das Anwählen des TC35i per Modem klappt nicht.

Der Netzbetreiber (z.B. D1, D2, E+, O2) stellt Ihrem GSM-Gerät für Sprache, Daten und Fax drei unterschiedliche Rufnummern zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Ihren Netzbetreiber und erfragen Sie die GSM-Telefonnummer für die Datenübertragung per Modem. Diese ist immer eine andere als die Sprachrufnummer!

Wenn Sie die normale Sprachrufnummer des TC35i von einem Festnetz-Modem anrufen, wird keine Datenverbindung zustande kommen. Statt dessen würden Sie in einem ans TC35i angeschlossenen Telefonhörer die Modemtöne hören.

Bedauerlicherweise erhält man von Handy-Verkäufern und auch von der Hotline einiger Netzbetreiber immer wieder irreführende Auskünfte. Die freundlichen Call-Center-Mitarbeiter sind darauf getrimmt, Kunden innerhalb von maximal drei Minuten abzuwimmeln, und verstehen den technischen Hintergrund oft gar nicht: Sie behaupten teilweise, die verkaufte SIM-Karte sei doch datenfähig, und eine eigene Rufnummer für Daten brauche man dafür nicht. Dies ist leider völlig falsch! Wenn nicht nur abgehende, sondern auch ankommende Datenverbindungen möglich sein sollen, wird eine eigene Daten-Rufnummer zwingend benötigt.

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Die Verbindung von oder zu einer ISDN-Karte klappt nicht.

Die meisten ISDN-Anwendungen arbeiten mit 64 kbit/s, entweder mit dem X.75- oder dem HDLC-Protokoll. Diese Verfahren werden aber weder von GSM-Modems noch von den GSM-Netzen unterstützt. Einige Netze erlauben einen ISDN-Datenaustausch nach dem V.110- oder V.120-Verfahren mit 9600 Bit/s; bitte erfragen Sie den aktuellen Stand bei Ihrem Netzbetreiber. Das Verfahren benötigt eine entsprechende Initialisierung im TC35i (siehe AT-Befehlssatz) und auf der Gegenseite eine ISDN-Karte mit einer V.110/V.120-fähigen Anwendung. Alternativ kann auch eine ISDN-Karte mit einem virtuellen Windows-Modem (z.B. AVM-CapiPort) benutzt werden, wenn per AT-Befehl bei der Initialisierung das passende Protokoll gewählt wird.

Einige ISDN-Karten werden mit einem Windows-Treiber geliefert, der ein analoges 9600-bps-Modem per Software emuliert. Dies ist eine Notlösung, die meist erheblich instabiler funktioniert als ein "richtiges" Modem, deshalb raten wir davon ab. Generell empfehlen wir ein analoges Modem auf der Festnetzseite zur Kommunikation mit einem GSM-Modem, da dies erfahrungsgemäß in den meisten Netzen zuverlässig funktioniert.

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Die Datenübertragung ist instabil und langsam.

Prinzipbedingt ist je nach Netzversorgung die Datenübertragung in Mobilfunknetzen weniger stabil als im Festnetz. Die jeweilige Anwendungs-Software muss durch entsprechende Fehlerkorrektur-Mechanismen mit dieser Situation fertigwerden. Für eine stabile Übertragung ist eine deutlich bessere Funkversorgung als für das normale Telefonieren erforderlich.

Ferner ist die Antwortzeit (round-trip delay) in GSM-Netzen mit mehreren hundert Millisekunden wesentlich höher als im Festnetz. Für eine schnelle Datenübertragung muss eine Software deshalb Pakete "im voraus" senden, ohne jedesmal auf eine Bestätigung der Gegenseite zu warten.

Beispielsweise ist der mobile Client der Software NetMail entsprechend optimiert. Neben einer hohen Transfergeschwindigkeit ermöglicht er auch ein späteres Wiederaufsetzen, wenn die Verbindung einmal abbrechen sollte.

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Der SMS-Empfang funktioniert nicht.

Es ist möglich, dass ein TC35i mit der Firmware-Version 3.01 versucht, empfangene SMS-Nachrichten in einen nicht vorhandenen Speicherbereich zu schreiben, so dass sie verloren gehen. Benutzen Sie ein Terminalprogramm wie ShamCom, um nacheinander die folgenden AT-Befehlszeilen (jeweils mit der Enter-Taste abgeschlossen) zum Modem zu senden; es sollte sie jeweils mit OK beantworten:

AT+CPIN="1234" (nur nötig, falls das Gerät nicht bereits im Netz eingebucht ist; ersetzen Sie 1234 bitte durch Ihre tatsächliche PIN)
AT+CPMS="MT","MT","MT"
AT+CPMS="SM","SM","SM"

Damit wird erreicht, dass SMS-Nachrichten immer auf der SIM-Karte zwischengespeichert werden. Die Eingabe ist nur ein einziges Mal erforderlich, das Modem behält die Einstellung auch nach dem Aus- und Einschalten.

Das Modem antwortet auf AT+CPMS... mit ERROR statt OK, wenn entweder die SIM-Karte nicht korrekt eingelegt ist oder die Eingabe der PIN mit AT+CPIN... erforderlich ist. Wenn das Gerät im Netz eingebucht ist, blinkt die LED langsam im 2-Sekunden-Takt, die PIN-Eingabe ist dann nicht mehr nötig.

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