| Shamrock > CapiFax > Handbuch [ English ] | Nach Installation des Programms finden Sie dieses Handbuch im Startmenü |
| Grundlegendes Nutzungsvertrag Was kann CapiFax? Systemanforderungen Fax-Server einrichten Server-Installation MSNs und Klienten Amtsholung/Dienst Kontenverwaltung Least-Cost-Router E-Mail-Optionen |
Kanalbeschränkung Robinson-Liste Anti-Spam-Funktionen Betrieb als Dienst Sprache wählen Klienten-Konfiguration Installation Konto wählen Konto-Optionen Fax-Abruf Weiterleitung |
CapiFax benutzen Nummernverzeichnis Faxe senden Fax abrufen (Poll) Protokoll-Anzeige Anhang CapiFax&CapiCall Datei-Schnittstellen Weitere Tipps Glossar |
(Sie können ein Stichwort auch mit Strg-F im Text suchen.)
Der Inhaber einer CapiFax-Lizenz darf das Fax-Server-Modul zu einer Zeit auf einem PC installieren und betreiben. Die übrigen Module dürfen innerhalb desselben lokalen Netzwerks auch auf anderen Workstations benutzt werden, wenn sie von einem zentralen Server geladen werden.
Shamrock Software gestattet nicht die Verwendung der Software für Zwecke, die den geltenden Gesetzen im Land des Kunden widersprechen, beispielsweise für den Versand von Werbung an Personen oder Firmen, die vorher dem Erhalt nicht zugestimmt haben und mit denen keine regelmäßige Geschäftsbeziehung besteht.
Der Käufer erwirbt lediglich ein Nutzungs-, aber kein Eigentumsrecht an der Software. Das Nutzungsrecht an der Software endet automatisch bei nicht fristgerechter Zahlung des Kaufpreises sowie bei Verletzung dieser Lizenzregelungen. Alle Eigentums- und Vervielfältigungs-Rechte verbleiben bei der Shamrock Software GmbH.
Die Verbreitung der Demo-Version auf anderen Internet-Web-Seiten als den von Shamrock selbst betriebenen oder auch auf CD-ROMs ist ohne schriftliche Erlaubnis nicht gestattet.
Shamrock Software als Urheber des Programms und der dazugehörigen Dokumentation verweist anstelle weiterer eigener lizenzrechtlicher Vereinbarungen auf nationale und internationale Regelungen des Urheberrechts sowie auf das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
CapiFax ist ein Fax-Sende- und Empfangs-Programm für ISDN-Karten und besitzt folgende Eigenschaften:
Das Programm ist auch zur Integration in eigene spezielle Applikationen geeignet, beispielsweise zur Kopplung mit SMTP- oder IMAP4-Servern zum Senden von E-Mails als Fax. Die Schnittstellen sind als Textdateien ausgeführt (Job- und Log-Dateien) und lassen sich auch in einem Netzwerk benutzen.
CapiFax erfordert ein 32-Bit- oder 64-Bit-Windows. Für 64 Bit ist die auch von Intel unterstützte AMD64-Prozessorarchitektur erforderlich (nicht IA64), z.B. Intel Core 2, AMD Turion, AMD Phenum und neuere.
Damit der Faxserver-Status in Echtzeit auch im Client-Fenster erscheint, stellen Sie bitte sicher, dass in der Windows-Firewall sowohl auf dem Faxserver als auch auf den Workstations die Funktion Datei- und Drucker-Freigabe erlaubt ist (selbst dann, wenn die Workstations keine Laufwerke oder Drucker im Netz bereitstellen).
CapiFax benötigt einen PC eine ISDN-Karte mit T.30-kompatiblem CAPI-Treiber. Nicht jede Karte ist geeignet, die mit einem hersteller-spezifischen Faxprogramm geliefert wird, denn die Fax-Funktion muss im CAPI-Treiber eingebaut sein. Sie können das von Shamrock im Internet als Freeware erhältliche Programm CapiInfo benutzen, um vorab festzustellen, ob eine bestimmte ISDN-Karte T.30-fähig ist. Für den Faxabruf wird als B3-Protokoll "T.30 with Extensions" benötigt.
Externe ISDN-Adapter sind nicht empfehlenswert. Adapter an der seriellen oder parallelen Schnittstelle schaffen die nötige Datenrate nicht stabil, und selbst USB-Adapter besitzen wegen ihrer unvermeidlichen Latenzzeit ein ungünstigeres Timing-Verhalten als interne Karten.
Sie können CapiFax an drei unterschiedlichen ISDN-Anschlüssen betreiben:
Mehrgeräte-Anschluss: Standard-Anschluss, am Amt mit 3 bis 10 MSNs (Rufnummern), an einigen Tk-Anlagen auch mehr. Alle ISDN-Karten mit T.30-fähigem CAPI-Treiber sind hierfür geeignet. Beim Faxabruf können Sie je S0-Bus - wenn die Dokument-Auswahl nicht anhand der Anrufer-Nummer oder seiner Faxkennung erfolgt - allerdings damit nur maximal zehn unterschiedliche Dokumente bereitstellen, mit vier ISDN-Anschlüssen also bis zu vierzig.
Anlagen-Anschluss: Nur wenige ISDN-Karten sind hierfür geeignet (z.B. Primux). An die eigentliche Amtsrufnummer wird eine bestimmte Anzahl von Ziffern angehängt (DDI, Durchwahl bzw. Nebenstellen-Rufnummer). Bei einer dreistelligen Durchwahl können somit bis zu 1000 unterschiedliche Dokumente abgerufen werden. Allerdings kann an einen Anlagenanschluss nur jeweils ein Endgerät angeschlossen werden; der parallele Anschluss einer Tk-Anlage und einer ISDN-Karte ist also nicht möglich. (Wenn in diesem Handbuch von MSN die Rede ist, dann ist bei einem Anlagen-Anschluss darunter eigentlich DDI zu verstehen, also die Durchwahlnummer.)
Primärmultiplex-Anschluss: CapiFax-S2M kann mit einer geeigneten ISDN-Karte (z.B. Primux) an einem 30-Kanal-Anschluss betrieben werden, mit einer 2fach-S2M-Karte sind bis zu 60 Kanäle möglich. Für die Auswertung von Rufnummern gilt dasselbe wie beim Anlagenanschluss.
Wichtig - Installieren Sie die Software unter Windows 7 oder Vista nicht unter C:\Program Files! Ab Vista unterliegen Zugriffe auf Verzeichnisse unterhalb "C:\Program Files" (alias C:\Programme) strengen Restriktionen: Ein Schreibzugriff aus dem Netzwerk ist gewöhnlich überhaupt nicht möglich, selbst lokale Dateizugriffe liefern wegen der benutzer- und programmspezifischen Virtualisierung des Programme-Verzeichnisses oft widersprüchliche Resultate. Netzwerkfähige Programme wie CapiFax benötigen aber zwingend auch ein Schreibrecht ins eigene Verzeichnis, z.B. zum Speichern von Faxdateien durch Netzwerkbenutzer. Deshalb werden netzwerkfähige Shamrock-Programme standardmäßig nicht mehr wie sonst üblich unter C:\Programme o.ä. installiert, sondern unter C:\Shamrock. Beispielsweise wird CapiFax standardmäßig unter C:\Shamrock\CapiFax installiert. Wenn die Software unter "C:\Program Files\CapiFax" installiert würde, wäre eine Benutzung im Netzwerk nicht möglich! - Gehen Sie bitte wie folgt vor:
a) Wenn Sie die Demo-Version als ZIP-Datei aus dem Internet geladen haben:
b) Wenn Sie die CapiFax-Vollversion auf CD erhalten haben:
c) Wenn Sie CapiFax als Vollversion per E-Mail von Shamrock erhalten haben:
Zum Ansehen empfangener und gesendeter Faxe wird standardmäßig das mitinstallierte Programm FaxView benutzt. Sollten Sie ein anderes bevorzugen, das fax-kompatible, huffman-codierte, mehrseitige TIF-Dateien anzeigen kann, zum Beispiel das mit Windows gelieferte Imaging-Programm, dann benennen Sie FaxView.exe im CLIENTS-Verzeichnis einfach in FaxView.bak um. Viele Grafik-Programme sind allerdings nicht für mehrseitige Huffman-codierte Faxdateien geeignet oder haben Schwierigkeiten, solche Dateien anzuzeigen, wenn sie einzelne Übertragungsfehler enthalten.
Das CapiFax-Server-Modul kann über eine Autostart-Verknüpfung beim Start des Server-PC automatisch geladen werden. Alternativ ist auch ein Betrieb als Windows-Dienst möglich, so dass keine Benutzeranmeldung erforderlich ist (siehe Konfigurations-Menü in der CapiFax-Server-Konfiguration). Vorher sollten aber im Konfigurations-Programm die nötigen Einstellungen vorgenommen werden und die korrekte Funktion sollte sichergestellt sein.
Die Knöpfe "Neu" und "Bearbeiten" im Hauptfenster "MSN einrichten" der Server-Konfiguration setzen voraus, dass Sie vorher mindestens einen Klienten mit Hilfe der Kontenverwaltung angelegt haben. Normalerweise wird jedem Klienten eine eigene MSN zugewiesen; falls mehrere Klienten dieselbe MSN benutzen, kann nur der erste Faxe empfangen und Faxe zum Abruf bereitstellen. - Sie können für jeden Eintrag der MSN-Liste folgendes konfigurieren:
MSN: Eine Ihrer Rufnummern, die der jeweilige Klient benutzen darf. Sie können einem Klienten auch eine abgekürzte Rufnummer zuweisen, beispielsweise die ersten zwei Ziffern einer vierstelligen Durchwahlnummer (siehe unten: MSN-Gruppe/Länge). Die MSN ist am Amt eine Ihrer ISDN-Rufnummern ohne Vorwahl, am internen S0-Bus einer Tk-Anlage dagegen eine interne ISDN-Nebenstellen-Nummer bzw. eine Durchwahlnummer ohne die Amtsrufnummer. An einem Sammelanschluss o.ä. ohne explizite MSN können Sie hier ein Minuszeichen eintragen.
MSN-Gruppe/Länge: Wenn Sie oben eine abgekürzte MSN eingegeben haben, müssen Sie diese Option ankreuzen und gleichzeitig eintragen, wieviele Ziffern die Rufnummer insgesamt hat. Dadurch können Sie einem Klienten eine zusammenhängende Gruppe von Durchwahlnummern zuweisen, etwa für den Faxabruf.
Controller: Wenn Sie eine Karte mit mehreren ISDN-Anschlüssen benutzen, ist gewöhnlich jeder ihrer S0-Ports einem internen Controller zugeordnet. Da jeder S0-Port typischerweise eigene Rufnummern hat, muss die Controller-Nummer zur angegebenen MSN passen. Sie müssen vorher wenigstens einmal den Fax-Server gestartet haben, bevor Sie hier aus der Liste wirklich vorhandener Controller einen auswählen können! Die Einstellung "beliebig" ist nur dann sinnvoll, wenn auf allen ISDN-Anschlüssen dieselben Rufnummern zur Verfügung stehen.
Kontoname: Geben Sie hier eine Bezeichnung für den Klienten an, die den Dateinamens-Konventionen des von Ihnen benutzten File-Servers entsprechen muss. Wir empfehlen, für diesen Namen bis zu acht Buchstaben ohne Leerzeichen und Satzzeichen zu benutzen. (Falls auf Server auch das Programm CapiCall installiert ist, muss ein Konto "CapiCall" für dessen Fax-Aufträge eingerichtet werden.)
Faxkennung, Kopfzeilen-Eintrag: Das sind die gleichen Einträge, die auch in der Kontenverwaltung existieren.
Fax-Empfang: Manchmal ist es wünschenswert, dass auf einer ausschließlich für den Faxabruf benutzten Rufnummer keine Faxe empfangen werden. Für diesen Fall kann man den Fax-Empfang deaktivieren. Falls dieselbe MSN bereits von einem anderen Konto benutzt wird, ist der Fax-Empfang für das Zweitkonto nicht aktivierbar.
Fax-Abruf: Die angegebene MSN lässt sich vom zugehörigen Klienten für Faxabruf-Dokumente benutzen, wenn diese Option eingeschaltet ist. Wenn auch "Fax-Empfang" deaktiviert ist, werden keine Anrufe auf dieser MSN mehr angenommen. Diese Option ist nicht aktivierbar, wenn der CAPI-Treiber der ISDN-Karte keinen Faxabruf unterstützt, oder wenn dieselbe MSN bereits von einem anderen Konto benutzt wird.
Rufnummern-Unterdrückung (CLIR): Hiermit kann beim Fax-Senden die eigene ISDN-Rufnummer unterdrückt werden, so dass sie der Angerufene nicht sehen kann. Ob dieses Dienstmerkmal funktioniert, hängt u.U. auch davon ab, ob es in der Tk-Anlage oder Vermittlung für Ihren Anschluss freigeschaltet ist.
Ausdruck: Hier können Sie festlegen, ob Faxe mit der gewählten MSN beim Senden und/oder Empfangen automatisch am Server gedruckt werden. Das Auswahlfeld für den Drucker ist nur benutzbar, wenn die Konfiguration lokal am Faxserver-PC erfolgt, da nur dort die Liste der verfügbaren Drucker ermittelt werden kann. Es sind sowohl lokale als auch Netzwerkdrucker verwendbar, aber sie müssen vorher in Windows installiert worden sein. - Hinweis: Es gibt auch eine klientenbasierte Option für den automatischen Ausdruck, dafür muss aber die Klienten-Software laufen.
E-Mail-Weiterleitung: Sie können hier eine E-Mail-Adresse (oder eine Faxnummer) angeben, an die empfangene Faxe für die bearbeitete MSN automatisch weitergeleitet werden. Die Einstellung ist identisch mit jener im CapiFax-Klient unter Konfiguration/Weiterleitung im Feld MSN. Voraussetzung ist natürlich, dass vorher in der Server-Konfiguration unter Konfiguration/E-Mail-Optionen die erforderlichen Daten eingegeben wurden (SMTP oder NetMail).
Duplizierung auf Konto: Sie können hier ein abweichendes Konto auswählen, in das alle empfangenen und gesendeten Faxe zusätzlich archiviert werden. Das Bemerkungsfeld im Protokoll enthält dann den Namen des ursprünglichen Kontos. (Über die Windows-Dateizugriffsrechte können Sie dafür sorgen, dass das Archivkonto-Verzeichnis nicht von Unberechtigten verändert werden kann.)
Dieser Menüpunkt der Server-Konfiguration dient der korrekten Amtsholung, wenn die ISDN-Karte am internen S0-Bus einer Tk-Anlage angeschlossen ist, sowie zur Einstellung der abgehenden ISDN-Dienstekennung und des Abstands zwischen Sendeversuchen.
Beim Fax-Senden braucht die eigentlich nötige Amtshol-Null nicht als Bestandteil der Nummer angegeben werden, da sie von CapiFax intern automatisch ergänzt wird, wenn es sich bei der zu wählenden Nummer offensichtlich nicht um eine interne Nebenstelle handelt. Auch im Protokoll erscheinen die Nummern der Gegenstellen ohne Amtsnull.
Wir empfehlen, in Tk-Anlagen keine automatische Amtsholung zu benutzen, da andernfalls die von CapiFax benutzte Methode zur Unterscheidung interner und externer Nummern nicht funktioniert.
CapiFax kann beispielsweise in einem Bürohaus als Fax-Server für mehrere dort untergebrachte Firmen dienen. Alle CapiFax-Benutzer - ob am Faxserver-PC oder an Netz-Workstations - stellen für CapiFax Klienten dar. Es muss immer mindestens einen Klienten geben, um überhaupt Faxe empfangen, abrufen oder senden zu können. Das Eintragen von Klienten zwingend zuerst erforderlich, da die meisten anderen Einstellungen dann klienten-spezifisch vorgenommen werden.
Mit dem Menüpunkt "Kontenverwaltung" der Faxserver-Konfiguration können Sie Namen für Klienten eingeben. Ein zentraler Fileserver (z.B. NT, Linux, Novell) sollte dann so eingerichtet werden, dass die Klienten über das Netzwerk nur Zugriff auf ihre privaten CLT-Verzeichnisse und zusätzlich auf das CLIENTS-Verzeichnis haben, jedoch nicht auf das CapiFax-Stammverzeichnis:
| CAPIFAX\ | ||||||
| CLIENTS\ (für Klienten) |
Klient1.CLT\ | Klient2.CLT\ | ||||
| Faxin\ | Faxout\ | Faxpoll\ | Faxin\ | Faxout\ | Faxpoll\ | |
Das Unterverzeichnis CLIENTS enthält nach erfolgter Fax-Server-Installation alle Dateien, die für das Installieren und Ausführen der Software auf den einzelnen Klienten-Workstations erforderlich sind.
In jedem Klienten-Unterverzeichnis (Endung .CLT) gibt es getrennte Verzeichnisse für empfangene Faxe (Faxin), für zu sendende Dateien (Faxout) und für Faxabruf-Dateien (Faxpoll). Die zu sendenden Faxe werden entsprechend einer im Klienten-Verzeichnis befindlichen Job-Datei FAX.JOB abgearbeitet. Auch die bei empfangenen und gesendeten Faxen erzeugte Protokolldatei wird im privaten Klientenverzeichnis abgelegt und ist dadurch für andere Klienten nicht einsehbar.
Wenn die Option "LCR aktiv" in der Server-Konfiguration angekreuzt ist, benutzt CapiFax für das Fax-Senden einen eingebauten Least-Cost-Router (LCR), der abhängig vom Wochentag, von der Tageszeit und von der anzuwählenden Nummer bestimmte Provider-Vorwahlen benutzt. Damit CapiFax auch an Preselection-Anschlüssen sowie außerhalb Deutschlands sofort funktioniert, ist die LCR-Funktion nach der Installation zunächst noch ausgeschaltet.
Falls in der Konfiguration eine Amtsholung aktiviert ist, wird die Provider-Vowahl (010xx) hinter der Amtskennziffer (meist eine Null) eingefügt, andernfalls am Anfang der Nummer.
Im unteren Teil des LCR-Dialogs können Sie die Vorwahlen und Ortsnamen eintragen, die von Ihnen aus noch zum Ortstarif erreichbar sind. Rechts unten wird der dafür benutzte Provider normalerweise auf "Standard" eingestellt sein, dann wird Ihr Preselection-Provider für Ortsgespräche benutzt (z.B. die Telekom). Vergessen Sie nicht, auch Ihren eigenen Ort einzutragen, denn das CapiFax-Telefonbuch enthält vielleicht auch Nummern Ihres Ortes inklusive der Vorwahl.
Mit "Neue Zeitgrenze" können Sie einen Tag feiner unterteilen. Um einen Zeitraum zu ändern, können Sie eine Zeitgrenze löschen und dann neu anlegen. Jedem Zeitraum kann mit "Andere LCR-Tabelle" ein Routing zugeordnet werden: Es erscheint eine Liste mit LCR-Tabellen, beispielsweise "Nachts" und "Tagsüber". Mit dem Knopf "Zuweisen" übernehmen Sie die Einstellung, mit "Neu/Kopieren" können Sie eine eigene Tabelle erstellen. Dabei kann eine vorhandene Tabelle als Augangsbasis benutzt werden, damit Sie nicht alle Vorwahlen manuell neu eingeben müssen. (Vorwahlen werden auch innerhalb von Tk-Anlagen immer ohne Amts-Null eingegeben, also z.B. 0 für Fern- und 00 für Auslandsgespräche!)
Falls Sie die Software außerhalb von Deutschland benutzen, ist es erforderlich, ihr das im jeweiligen Land benutzte Provider-Vorwahlformat mitzuteilen. Das erfolgt in der Datei LCR.INI durch einen zusätzlichen Abschnitt [LCR-Detection]. Die darauf folgenden Zeilen enthalten links von "=" den Anfang der für Provider-Vorwahlen typische(n) Ziffernfolge(n) und rechts davon die Ziffernzahl der jeweiligen Provider-Vorwahl. Beispiele:
| Deutschland: [LCR-Detection] |
Österreich: [LCR-Detection] |
Wenn der CapiFax-Server empfangene und/oder gesendete Faxe als E-Mails weiterleiten soll, kann dafür wahlweise der eingebaute SMTP-Client oder alternativ die NetMail-Software von Shamrock verwendet werden, falls sie installiert ist. Die Weiterleitungs-Regeln können im Client konfiguriert werden. Das Mail-Interface enthält folgende Einstellungen:
Bei temporären SMTP-Fehlern erfolgt nach fünf Minuten (oder beim Neustart des
Faxserver-Programms) ein erneuter Sendeversuch.
Andere Einstellungen betreffen sonstige CapiFax-Funktionen bei der
Mail-Weiterleitung:
Mail-Adressen für die Weiterleitung empfangener Faxe werden in der Klienten-Konfiguration eingetragen. Die übertragene Mail enthält außer der Fax-TIF-Datei einen Begleittext, aus dem hervorgeht, wann das Fax von wem auf welcher MSN empfangen wurde. Bei eventuellen Problemen ist eine Diagnose anhand des Mail-Protokolls möglich, in dem alle Fehler vermerkt werden.
Falls die Anmeldung z.B. bei Microsoft Exchange fehlschlägt, gibt es zwei Möglichkeiten der Problemlösung:
Bei Benutzung von NetMail statt SMTP ist lediglich ein Feld "Absender" vorhanden. Der hier eingetragene Name wird zusammen mit der in NetMail konfigurierten Domain als Absender benutzt, andernfalls "Mailer-Daemon" (Benachrichtigungen) oder "CapiFax" (TIF-Attachments).
Sie können die von CapiFax vorgegebenen Standard-Mail-Texte durch eigene ersetzen, wobei auch Variablennamen möglich sind. Die Datei heißt FAX_OUT.TXT (Statusbericht für gesendete Faxe) oder FAX_IN.TXT (empfangene Faxe mit TIF-Anhang) und ist im entsprechenden Klienten-Konto abzulegen.
Subject: Fax an %NUMBER%: %OK% <-bei FAX_IN.TXT
"von" statt "an"
Der Dateianhang %TIF% enthält ein empfangenes Fax. <-nur
bei FAX_IN.TXT
Der Ruf wurde umgeleitet von: %REDIR% <-nur bei
FAX_IN.TXT
Diese Mail geht an %EMAIL%.
Der Kontoname ist %NAME%.
Das Datum der Übertragung ist %DATE%.
Die Übertragungs-Uhrzeit ist %TIME%.
Die Dauer betrug %CONNECT_TIME% Minuten/Sekunden.
Es wurde(n) %PAGES% Seite(n) übertragen.
Die Geschwindigkeit war %SPEED%.
Anmerkungstext: %REMARK%
Die MSN war %MSN%.
Die Gegenstelle hat die Nummer %NUMBER% und die Kennung %ID%.
Der deutsche Status ist %STATUS%.
Der englische Status ist %STATE%.
Die Faxkennung der Gegenstelle wird durch den Namen aus dem Adressbuch ersetzt, falls die Nummer darin gefunden wurde.
CapiFax erlaubt es, die Anzahl der sende- und empfangsseitig benutzten Kanäle absichtlich einzuschränken, etwa deshalb, weil derselbe ISDN-Anschluss auch für andere Anwendungen genutzt werden soll, oder um bei langsameren PCs oder älteren ISDN-Karten Übertragungsprobleme aufgrund einer zu hohen Belastung zu vermeiden. Die folgende Tabelle zeigt die empfohlenen Einstellungen für einige typische ISDN-Karten, wobei von einem PC mit 1,5GHz-CPU oder schneller ausgegangen wird.
| Konfigurations-Parameter | 1 AVM Fritz (1 S0 passiv) |
Primux-2S0 (semiaktiv) |
Primux-4S0 (semiaktiv) |
Primux-1S2M (semiaktiv) |
| Gesamtzahl gleichz. akt. Kanäle Gleichz. Sendevorgänge Gleichz. Empfangskanäle Gl. erl. Sendevorg. pro S0-Bus Gl. erl. Empfangsv. pro S0-Bus |
2 2 2 2 2 |
4 4 4 2 2 |
8 8 8 2 2 |
30 30 30 30 30 |
Bedenken Sie bitte, dass diese Vorgaben nur Erfahrungswerte darstellen und auch von der Geschwindigkeit des PC abhängen: Mit langsameren PCs unterhalb 1 GHz kann man nicht auf 30 Kanälen gleichzeitig empfangen. Auf PCs ab 2 GHz sind mit zwei S2M-Anschlüssen sogar 60 Kanäle möglich.
Mit den Kästchen "Zum Senden folgende S0-Busse benutzen..." können Sie festlegen, welche ISDN-Anschlüsse CapiFax zum Senden verwendet. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn an einer Vierfach-Karte nicht alle Anschlüsse wirklich belegt sind, oder wenn Sie den ersten S0-Bus etwa für Internet-Verbindungen freihalten möchten. Um Konflikte mit anderen Applikationen zu vermeiden, die meist nur den ersten Bus benutzen, beginnt CapiFax beim Senden zunächst immer mit dem letzten Bus.
Unabhängig von der hier angegebenen Kanalbeschränkung benutzt CapiFax zum Senden je MSN nur einen Kanal, wenn die Server-Einstellung "Länge interner Rufnummern" nicht Null ist und somit eine Tk-Anlage benutzt wird, da die meisten Anlagen je MSN nur eine Verbindung zulassen.
Sie können bestimmte Zielnummern oder Nummerngruppen zentral für alle Klienten sperren. Es ist dann nicht mehr möglich, dorthin Faxe zu senden. Der Ausdruck "Robinson-Liste" stammt aus der Werbe-Branche; eine solche Liste dient vor allem dazu, Empfänger von Werbesendungen auszuschließen, die solche nicht haben wollen. Beispiele:
| 0900 015 016 017 00 0228123456 |
Keine Faxe an teure 0900-Nummern Mobilfunk-Netze gesperrt Mobilfunk-Netze gesperrt Mobilfunk-Netze gesperrt Auslandsnummern gesperrt Keine Faxe an diese Nummer |
Bitte beachten Sie, dass es in Deutschland und vielen anderen Ländern unabhängig von einer solchen Robinson-Liste nicht zulässig ist, Werbe- und Informations-Telefaxe an Firmen oder Privatpersonen zu senden, die diese nicht ausdrücklich angefordert haben (Opt-in) oder mit denen keine regelmäßige Geschäftsbeziehung besteht. Entsprechende Urteile siehe z. B. OLG Hamm 26.4.90, LG Hamburg 10.8.88, BGH 25.10.95 (AZ: I ZR 255/93) oder OLG Koblenz (AZ: 6 U 480/95).
Der Ausdruck "Spam" wird häufig für unerwünschte Werbe-Mails oder -Faxe benutzt. In der Server-Konfiguration von CapiFax stehen unter "Anti-Spam" drei Mechanismen zur Verfügung, um den Empfang unerwünschter Faxe weitgehend zu unterbinden:
Die Anti-Spam-Funktion steht auch in der Klienten-Software als Symbol sowie im Kontext-Menü zur Verfügung, wenn die jeweilige Workstation auf das Server-Verzeichnis (und nicht nur das Klienten-Unterverzeichnis) zugreifen kann.
Im Konfigurationsmenü der CapiFax-Serverkonfiguration können Sie mit "CapiFax als Windows-Dienst aktivieren" dafür sorgen, dass das Faxserver-Programm auch ohne Benutzer-Anmeldung als Dienst "CapiFax-Server" geladen und ausgeführt wird. (Mit "Windows-Dienst deaktivieren" lässt sich das später rückgängig machen.)
Falls der CapiFax-Server nicht von der lokalen Festplatte, sondern von einem
Netzlaufwerk geladen wird (z.B. NAS-Device), oder wenn der Menüpunkt nicht
lokal, sondern aus einer Remote-Sitzung aufgerufen wird, muss die Installation
als Dienst manuell in einer als Administrator aufgerufenen Konsole (CMD.exe) im
CapiFax-Programmverzeichnis mit der Anweisung cfax_srv -i
erfolgen, wobei der Dienst auch gleich gestartet wird; eine spätere
Deinstallation ist mit cfax_srv -u möglich, was den Dienst stoppt
und abmeldet.
Der Betrieb als Dienst ist prinzipbedingt allerdings mit ein paar Einschränkungen verbunden:
Wir empfehlen, die Demo-Version nicht als Dienst zu betreiben. Da der Demo-Faxserver nach zwei Stunden bzw. 20 Faxen neu gestartet werden muss, damit er wieder funktioniert, und das Neustarten eines Dienstes eine relativ komplizierte Aktion ist, sollte die Demo-Version besser als herkömmliche Anwendung betrieben werden.
CapiFax kann jederzeit zwischen Deutsch und Englisch umgeschaltet werden. Die hier gewählte Einstellung gilt auf demselben PC automatisch auch für das Klienten-Programm sowie für eventuell auch installierte andere Programme von Shamrock Software, soweit sie multi-lingual sind.
Um auf einem Klienten-Rechner (das kann eine andere Netz-Workstation sein,
aber auch der Server-PC selbst) Einstellungen vorzunehmen oder Protokolle und
empfangene Faxe anzusehen, muss man zunächst das Programm SETUP.EXE
aus dem Verzeichnis CAPIFAX\CLIENTS des Server-PC aufrufen.
(Das ist nicht dasselbe SETUP-Programm wie das zur
Server-Installation!) Optional kann hinter SETUP auch gleich der Pfad zu
dem entsprechenden Klienten-Unterverzeichnis des Fax-Servers angegeben werden,
z.B. so:
setup \\server\c\capifax\meier.clt
Das SETUP-Programm generiert die nötigen Einträge im Windows-Startmenü unter "Programme", installiert den Druckertreiber und fragt auch nach dem Pfad für diesen Klienten. Er entspricht auf dem Server dem Verzeichnis mit der Endung .CLT. Damit weiß der Klienten-PC später, wo er zu sendende Faxe ablegen soll und wo er empfangene Faxe findet. Je nach Betriebssystem werden Sie gefragt, ob Sie den Druckertreiber trotz fehlendem Microsoft-Zertifikat installieren möchten. Klicken Sie hierbei auf "Ja".
Nur ein kleiner Teil der Dateien wird ins lokale Windows-Verzeichnis kopiert. Die meisten Programmteile werden später aus dem gemeinsamen CLIENTS-Verzeichnis des Servers geladen, was u.a. spätere Updates erheblich vereinfacht und lokalen Festplatten-Platz spart.
Das Klienten-Programm finden Sie nach erfolgtem Setup im Windows-Startmenü unter Programme als "CapiFax Client". Es zeigt später das Sende- und Empfangsprotokoll des Klienten und ermöglicht das Ansehen empfangener Faxe.
Die ausführbare Datei Slotprox.exe im CLIENTS-Unterverzeichnis wird auf einem Terminalserver benötigt, damit der Faxserver-Status in Echtzeit im Fenster des Fax-Clients eingeblendet wird. Sie kann entweder als normale Applikation von einem lokalen Benutzerkonto des Terminalservers oder auch als Dienst gestartet werden. Um SlotProx als Dienst zu starten, gehen Sie bitte so vor:
SlotProx benötigt keine Konfiguration. (Falls Sie den Dienst später deinstallieren möchten, führen Sie slotprox -u aus.)
Der Konto-Dialog erscheint beim ersten Start des Klienten-Programms automatisch. Auch später kann ein Klienten-PC seine Identität abhängig davon, auf welche Verzeichnisse des Fileserver-PC er zugreifen kann, ändern. Wenn Sie "Neues Konto wählen" im Menüpunkt "Konfiguration" der Klienten-Software anklicken, erscheint ein Dialog, der es ermöglicht, ein bestimmtes Server-Verzeichnis oder ein Netzlaufwerk auszuwählen, das dem Klienten-Verzeichnis mit der Endung .CLT auf dem Server entspricht.
Es können und dürfen nur solche Verzeichnisse gewählt werden, die vorher mit Hilfe der CapiFax-Server-Konfiguration auch angelegt wurden. Es ist auch zulässig, mehrere PCs für denselben Klienten-Namen zu konfigurieren; diese können dann gleichberechtigt auch auf dasselbe Protokoll und empfangene Faxe zugreifen.
Mit diesem Konfigurations-Menüpunkt des Klienten-Programms wird festgelegt, welche Kennung und Kopfzeile beim Fax-Senden je nach MSN benutzt werden soll. Wählen Sie links eine MSN aus und klicken Sie auf den Knopf [>>], um der MSN eine Kennung und einen Kopfzeilen-Eintrag zuzuweisen. Es können nur solche MSNs ausgewählt werden, die vorher in der Server-Konfiguration dem jeweiligen Klienten zugewiesen wurden. Am unteren Fensterrand gibt es folgende Optionen, die für alle Konten einheitlich gelten:
Wenn Sie auf eine Kontenzeile in der rechten Fensterhälfte und dann auf [Bearbeiten] klicken, stehen folgende Einstellungen zur Verfügung:
Sie haben vier Möglichkeiten, zu bestimmen, welches Dokument ein Anrufer erhält, wenn er sein Faxgerät auf "Abruf" eingestellt hat (in der Reihenfolge der Zuordnungs-Hierarchie):
Anrufer-Faxkennung
Die vom abrufenden Faxgerät gemeldete Kennung (in Deutschland
üblicherweise beginnend mit +49...) kann zur Dokumenten-Auswahl benutzt werden.
Da der Vergleich mit der Anruferkennung von vorn nur so viele Stellen umfasst,
wie Sie für das jeweilige Dokument konfiguriert haben, können Sie der Kennung
+4989 Anrufern aus München z.B. regionale Angebote für München zur Verfügung
stellen und mit +4930 jenen aus Berlin. (Manche Faxgeräte lassen auch eine
alphanumerische Kennung zu; dies entspricht jedoch nicht dem offiziellen
Fax-Standard!)
Anrufer-Nummer
Sofern die Anrufer-Nummer via ISDN überhaupt gemeldet wird, können Sie
auch diese zur Dokumenten-Zuordnung benutzen. Ähnlich wie bei der Faxkennung
erfolgt der Vergleich der gemeldeten Nummer von vorn unter Berücksichtigung der
Länge der konfigurierten Ziffernfolge. So können Sie etwa mit 089 allen
Anrufern aus München eine regionale Information zum Abruf bereitstellen, mit
030 allen aus Berlin, und mit 0033 jenen aus Frankreich. Auch dann, wenn die
ISDN-Karte innerhalb einer Tk-Anlage betrieben wird und diese eine zusätzliche
Amtsnull meldet, dürfen Sie bei der Anrufernummer keine zusätzliche
Null voranstellen!
Angerufene Nummer
Sie können unter jeder Ihrer Rufnummern ein anderes Dokument ablegen.
Bei einem normalen Mehrgeräte-Anschluss ist das jeweils eine Ihrer MSNs, bei
einem Anlagenanschluss eine Durchwahlnummer. Dies ist die am häufigsten
benutzte Methode, um festzulegen, welches Dokument abgerufen werden soll.
Standard-Dokument
Wenn keines der obigen Kriterien zutrifft, kann dem Anrufer ein
Standard-Abrufdokument bereitgestellt werden. Falls z.B. unter einer MSN
unterschiedliche regional bezogene Dokumente zur Verfügung stehen, die je nach
Anrufer-Faxkennung oder seiner Rufnummer zugeordnet werden, der Anrufer aber
keine Faxkennung programmiert hat und auch seine Rufnummer nicht gemeldet wird,
kann das Standard-Abrufdokument den Text "Bitte konfigurieren Sie Ihre
Faxkennung" beinhalten.
Um Telefaxe beim Empfang automatisch umzuleiten, können Sie als Zieladresse folgendes eingeben:
Verwenden Sie ggf. Kommas als Trennzeichen, um mehr als ein Ziel anzugeben.
Es stehen (in der Reihenfolge der Zuordnungs-Hierachie) folgende Weiterleitungs-Typen zur Verfügung:
Anrufer-Faxkennung
Die vom abrufenden Faxgerät gemeldete Kennung (in Deutschland
üblicherweise beginnend mit +49...) kann zur Empfänger-Auswahl benutzt werden.
Da der Vergleich mit der Anruferkennung von vorn nur so viele Stellen umfasst,
wie Sie für das jeweilige Dokument konfiguriert haben, können Sie mit der
Kennung +4989 Faxe aus München an eine andere Mail-Adresse bzw. Faxnummer
leiten als jene aus anderen Städten. (Manche Faxgeräte lassen auch eine
alphanumerische Kennung zu; dies entspricht jedoch nicht dem offiziellen
Fax-Standard!)
Anrufer-Nummer
Sofern die Anrufer-Nummer via ISDN überhaupt gemeldet wird, können Sie
auch diese zur Empfänger-Zuordnung benutzen. Ähnlich wie bei der Faxkennung
erfolgt der Vergleich der gemeldeten Nummer von vorn unter Berücksichtigung der
Länge der konfigurierten Ziffernfolge. So können Sie etwa mit 089 alle Faxe aus
München an eine bestimmte Adresse weiterleiten. Auch dann, wenn die ISDN-Karte
innerhalb einer Tk-Anlage betrieben wird und diese eine zusätzliche Amtsnull
meldet, dürfen Sie bei der Anrufernummer keine zusätzliche Null
voranstellen!
Angerufene Nummer
Sie können für jede Ihrer Rufnummern (bei einem normalen
Mehrgeräte-Anschluss eine Ihrer MSNs, bei einem Anlagenanschluss eine
Durchwahlnummer) eine andere Adresse als Weiterleitungs-Ziel angeben. Diese
Methode wird am häufigsten benutzt, um festzulegen, an welche Adresse
empfangene Faxe weitergeleitet werden sollen.
Standard-Zieladresse
Wenn keines der obigen Kriterien zutrifft, wird sozusagen als
Notbehelf eine Standard-Adresse zur Weiterleitung benutzt, typischerweise
jemand, der als "Postmaster" für alles Ubriggebliebene zuständig ist.
Im Konfigurations-Menü des Klienten-Programm finden Sie einen Punkt "Begleittext für E-Mail-Weiterleitung". Dieser öffnet einen Editor, mit dem Sie eine Datei EMAIL.TXT im Klienten-Unterverzeichnis erzeugen können. Wenn diese existiert, wird sie an die sonstigen Angaben im Text der Mail angehängt.
Sie können selektierte Faxe mit einem Rechtsklick darauf per Kontextmenü auch manuell im Client weiterleiten. Dafür wird die MAPI-Schnittstelle des auf der Workstation installierten Standard-Email-Programms benutzt.
Mit dem im CapiFax-Klienten im Konfigurations-Menü enthaltenen Nummernverzeichnis können Sie praktisch beliebig viele Telefax-Nummern mit den zugehörigen Namen eingeben und dabei auch Gruppen definieren, an die ein Fax gesendet werden soll. Je nach Server-Konfiguration kann es ein gemeinsames oder auch ein privates Nummernverzeichniss für jeden Klienten geben; falls beide existieren, werden Sie gefragt, welches davon Sie jetzt nutzen möchten. Jeder Adressenbuch-Eintrag beinhaltet folgende Felder:
Mit der Option Auch Windows-Adressenbuch können Sie die angezeigte Liste um Faxnummern aus dem Windows-Adressenbuch erweitern (falls vorhanden; das netzwerkbasierte Exchange/MAPI-Adressbuch ist hier nicht verfügbar). Eine Zuordnung dieser Einträge zu bestimmten Gruppen ist allerdings nicht möglich.
Die Option Filtern sorgt dafür, dass beim Anklicken von Gruppen nur die zugehörigen Einträge des Telefonbuchs erscheinen, um bei einem umfangreichen Verzeichnis einen schnelleren Überblick zu erhalten.
Die Option Sammelfax (nur aus dem Druckertreiber- oder Poll-Dialog anwählbar) erlaubt es dagegen, an alle Teilnehmer der selektierten Gruppen ein Fax zu senden bzw. von allen selektierten Nummern ein Fax abzurufen.
Durch Klicken auf eine Spaltenüberschrift (Name, Nummer) ist das Sortierkriterium der Liste wählbar. Ein Textfeld Suche erlaubt das schnelle Springen zu einer Zeile, in der die eingegebene Zeichenfolge vorkommt.
Das CapiFax-Adressenbuch wird intern in einer binären Datenbank-Datei gespeichert, kann aber im ASCII-Format importiert und exportiert werden. Jede Zeile enthält dabei Name, Nummer und optional Gruppenzugehörigkeit; letztere als Zahl, die ein Bitmuster darstellt. Auch ein regelmäßiger automatischer Import ist möglich. Beim Import wird ein führendes Pluszeichen zu zwei Nullen, eine in Klammern eingefügte Null automatisch entfernt und die eigene Landesvorwahl durch eine Null ersetzt; so wird z.B. in Deutschland aus +49(0)891234 die Nummer 0891234.
"Hans Muster";"0123456789""Hans
Muster";"0123456789";"3"Mit dem Menüpunkt Gruppennamen können Sie jeder Gruppe einen frei wählbaren Namen geben und so später ein Fax an mehrere Empfänger senden. Falls sowohl ein gemeinsames als auch ein privates Nummernverzeichnis existiert (siehe Server-Konfiguration), werden Sie gefragt, für welches die Gruppennamen verändert werden sollen. Keine Sorge: Wenn man beim Senden später mehrere Gruppen auswählt, erhält jeder Empfänger das Fax auch dann nur einmal, wenn er in mehr als einer Gruppe vorkommt. - Sie können auch eine Gruppe "Faxpoll" anlegen und die Anzeige des Telefonbuchs beim Polling später auf diese einschränken.
Wenn Sie aus einer Applikation ein Fax senden oder zum Abruf bereitstellen möchten, wählen Sie aus dem Datei-Menü dieser Applikation den Befehl "Drucken" und wählen Sie als Drucker den CapiFax-Treiber aus. Der Treiber erstellt dann eine TIF-Datei mit dem Fax-Inhalt. Sie können wählen, was mit der erzeugten Datei später geschehen soll, d.h. an welche Nummer sie gesendet bzw. ob sie zum Faxabruf bereitgestellt werden soll.
Wenn Sie mehrere Seiten aus unterschiedlichen Applikationen (z.B. Word, Excel usw.) zu einem Fax zusammenführen möchten, lassen Sie den Druckertreiber-Dialog einfach stehen und drucken Sie nacheinander aus den unterschiedlichen Anwendungen. Alle Dokumente werden dann zu einem Fax zusammengefasst.
Beim Senden können Sie eine Nummer manuell eingeben oder einen oder mehrere Empfänger aus dem Adressenbuch durch Anklicken auswählen. Beim Versanden an eine Gruppe ist es auch möglich, nachträglich einzelne Faxnummern aus der Auswahl zu entfernen oder zusätzliche hinzuzufügen. (Die Namen der Gruppen kann man im Konfigurations-Menü des Klienten-Programms ändern.) Folgende Optionen gibt es:
Die MSN-Liste erlaubt die Auswahl der zu benutzenden lokalen Rufnummer. Folgende Aktions-Knöpfe stehen zur Verfügung:
Sie können ein Hintergrundbild auf der ersten Faxseite verwenden, z.B. eine Briefpapier-Vorlage oder als Deckblatt, wenn Sie mit dem Druckertreiber eine Datei BACKGR.TIF im Klienten-Unterverzeichnis (.CLT-Verzeichnis unterhalb des CapiFax-Verzeichnisses auf dem Server) speichern. Für Faxe mit hoher Auflösung wird BACKGR-H.TIF benötigt. Der Vorschau-Knopf des Druckertreibers zeigt Ihnen, wie Ihr Fax mit dem eingeblendeten Hintergrundbild aussieht. Falls die Grafikdatei für die gewählte Auflösung existiert, erscheinen im Druckertreiber-Dialog drei Auswahlmöglichkeiten:
Sie können auch eine standardisierte Fax-Seite als Anhang verwenden, z.B. eine Produktliste, indem Sie diese vorher mit dem Druckertreiber als Datei ATTACH.TIF im Klienten-Unterverzeichnis (.CLT-Verzeichnis unterhalb des CapiFax-Verzeichnisses auf dem Server) speichern. Für Faxe mit hoher Auflösung wird ATTACH-H.TIF benötigt.
CapiFax bietet drei Mechanismen an, um den Druckertreiber aus einer anderen Applikation benutzen zu können, ohne dass der Anwender nach der Zielnummer gefragt wird, z.B. zum Faxen aus einer Datenbank-Anwendung. Das kann beispielsweise für personalisierte Serien-Faxe verwendet werden. Es werden dabei die Einstellungen verwendet, die zuletzt beim manuellen Senden verwendet wurden, also Auflösung, volle Seitenlänge und MSN.
Wenn Sie eine Anwendung wie Microsoft Word, OpenOffice oder WordPad verwenden, können Sie die Fax-Zielnummer zwischen zwei @ schreiben (typischerweise als <Feldname>) und diese Zeichenfolge als Schriftart "CapiFax Control" formatieren. Die Wahl der Schriftart ist wichtig, damit die Druckfunktion die Nummer nicht zu Grafikdaten konvertiert, sondern sie dem CapiFax-Druckertreiber als ASCII-Zeichen übergibt.
Beachten Sie bitte, dass der Font "CapiFax Control" eventuell nicht in der Liste verfügbarer Schriftarten erscheint, solange in der Applikation vorher nicht "CapiFax" als Drucker ausgewählt wurde. Allerdings erlauben es die meisten Programme, den Font-Namen manuell einzutippen, nachdem die Zeichenfolge @...@ selektiert wurde. Falls beim Fax-Senden der Druckertreiber-Dialog erscheint (ohne Faxnummer), prüfen Sie bitte, ob die gesamte Zeichenfolge inklusive der zwei @-Symbole als Schriftart "CapiFax Control" formatiert ist; Groß- oder Kleinschreibung spielt dabei keine Rolle.
Wenn hinter der Nummer ein Fragezeichen steht, bleibt das Druckfenster zur manuellen Bestätigung offen - aber benutzen Sie dies bitte nicht für Serienfaxe, da sonst womöglich Dutzende oder Hunderte Bestätigungsfenster aufgehen! Optional kann nach einem Komma ein Kommentartext in derselben Zeile folgen, der selbst natürlich kein Komma enthalten darf, dahinter wiederum optional noch eine Startzeit.
Es werden die Fax-Parameter benutzt, die auch beim letzten manuellen Senden verwendet wurden (z.B. Auflösung) und das Konto, das zuletzt im Klienten-Programm ausgewählt war. Einige Beispiele (alles muss immer in einer Zeile stehen):
| @012345678@ @012345678,Test,12:00@ @012345678,Test,25.12.2008 12:00@ @012345678?@ @012345678?,Test@ |
Das Fax wird ohne manuelle Bestätigung an 012345678 versandt Versand ab 12 Uhr ohne manuelle Bestätigung, Kommentar "Test" ins Protokoll Versand ab 25.12.2008 12:00 ohne man. Best. (max. 10 Tage in der Zukunft!), Vermerk "Test" Die Nummer erscheint im Druckertreiberdialog und kann nachträglich verändert werden Nummer und Kommentar erscheinen im Dialog zur manuellen Bestätigung |
Eine zweite Methode zum automatischen Fax-Senden ist, die Nummer zwischen
zwei @-Zeichen in den Dokumentennamen (typischerweise der Dateiname) zu
schreiben. Die Parameter können dieselben sein wie in der obigen Tabelle,
allerdings ist hier die Verwendung eines Fragezeichens nicht möglich. Beispiel:
Brief@012345678@.doc
Der Dokumentenname erscheint im Protokoll später als Bemerkung ohne die
Zeichenfolge @...@, da die Nummer ohnehin bereits an einer anderen Stelle der
Logzeile steht.
Diese dritte Methode kann benutzt werden, wenn die Applikation nicht die Verwendung beliebiger Schriftarten (Fonts) für bestimmte Textteile erlaubt und die Nummer auch nicht in den Dateinamen geschrieben werden kann.
Legen Sie z.B. per VBA-Script vor dem Ausdrucken eine Datei CAPIFAX.NXT
im Anwendungsdaten-Verzeichnis von Windows an, unter Windows 2000/XP/2003
typischerweise unter:
c:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten\Shamrock\capifax.nxt
bzw. unter Windows 7/Vista/2008 unter:
Users\<Benutzername>\AppData\Local\Shamrock\capifax.nxt
Die Datei sollte eine Zeile mit der gewünschten Zielnummer enthalten; drucken
Sie das Fax dann über den CapiFax-Druckertreiber. CapiFax löscht CAPIFAX.NXT
nach dem Ausdrucken automatisch. Es können auch mehrere Nummern auf einmal
übergeben werden, jeweils eine pro Zeile (dann allerdings ohne Fragezeichen).
Optionale Parameter sind dieselben wie in der Tabelle oben, aber ohne @
vor und nach der Zeichenfolge. Beispiel:
012345678,Test,12:00
Ihr Programm muss dabei in folgenden Schritten vorgehen:
(Aus Gründen der Kompatibilität mit früheren CapiFax-Versionen darf CAPIFAX.NXT alternativ auch in einem Verzeichnis SHAMROCK unterhalb des Windows-Verzeichnisses oder auch im Windows-Verzeichnis selbst angelegt werden. Für neue Entwicklungen sollte aber unbedingt das Anwendungsdaten-Verzeichnis benutzt werden.)
Ein Klient kann dem Fax-Server nicht nur zu sendende Faxe übergeben, sondern auch den Auftrag geben, ein Fax von woanders abzurufen, beispielsweise die aktuellen Börsenkurse oder Kochrezepte zu einer TV-Sendung. LCR und Robinson-Liste werden bei der Abruf-Nummer berücksichtigt. Die Anzeige des Telefonbuchs lässt sich auf eine bestimmte Gruppe (z.B. "Faxpoll") reduzieren, um nur polling-fähige Nummern aufzulisten.
Sobald der Poll-Auftrag erfolgreich durchgeführt wurde, was ein paar Minuten dauern kann, können Sie über die Protokoll-Anzeige des Klienten-Programms das abgerufene Fax wie ein herkömmlich empfangenes Dokument ansehen.
Das CapiFax-Klienten-Fenster ist wie folgt aufgeteilt:
Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf ein Journal im linken Fensterteil klicken, z.B. auf einen bestimmten Monat, wird Ihnen angeboten, es auf kleinere Zeiträume aufzuteilen. Umgekehrt können Sie Monate zu einem Jahresprotokoll zusammenfassen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf eine Jahreszahl klicken. Mit Archivieren kann der entsprechende Zeitraum auf einen anderen Pfad bzw. Datenträger ausgelagert werden. Bedenken Sie, dass dies ein endgültiges Verschieben ist; ein Re-Import archivierter Dateien ist wegen der Gefahr von Dateinamens-Konflikten nicht möglich. Archivierte Protokolle und Faxe können Sie später im Datei-Menü mit Öffnen ansehen.
Die Liste (das Journal) im oberen Fensterteil besteht aus folgenden Tabellen-Spalten (klicken Sie doppelt auf eine Zeile, um ein Fax in einem neuen Fenster zu öffnen):
Sie können an den Trennlinien zwischen den Tabellen-Überschriften mit der
Maus ziehen, um die einzelnen Spalten schmaler oder breiter zu machen. Die
Protokollzeilen sind farblich gekennzeichnet:
blau = empfangen bzw. Poll,
grün = gesendet,
rot = Faxabruf durch die
Gegenstelle, schwarz = fehlgeschlagen.
Mit dem Eingabefeld "Filter" links oben können Sie die Liste auf Einträge einschränken, die einen bestimmten Suchbegriff enthalten. Groß- oder Kleinschreibung spielt keine Rolle. In den Feldern Nummer und Kennung werden Leerräume und Satzzeichen ignoriert.
Um Faxe anzusehen, können Sie mit der linken
Maustaste auf die entsprechende Protokollzeile doppelklicken.
In dem mit CapiFax gelieferten Fax-Anzeigeprogramm gibt es eine Symbolleiste
mit folgenden Aktionen:
Öffnen, Drucken, Kopieren in die Zwischenablage, Zoom, Drehen, Seitenauswahl.
Sie können in der Fax-Liste auch die folgenden Funktionen aus dem Menü auswählen oder mit der rechten Maustaste auf eine Zeile klicken und erhalten dann ein Kontextmenü mit folgenden Möglichkeiten:
Um das angezeigte Protokoll zu drucken, wählen Sie aus dem Datei-Menü "Journal drucken" aus. Die Liste lässt sich vorher durch Eingabe einer Nummer oder eines Datums auch einschränken. Normalerweise wird im Ausdruck die Faxnummer der Gegenstelle angegeben. Wenn sie (bei empfangenen Faxen) nicht gemeldet wurde, wird statt dessen die Faxkennung des Absenders gedruckt.
Wenn Sie die Protokollanzeige verlassen und jährliche, monatliche oder tägliche Logs aktiviert sind, wird nach dem Löschen einer Protokolldatei und darüber hinaus einmal wöchentlich geprüft, ob verwaiste gesendete oder empfangene Faxe mit einem Dateidatum existieren, zu denen keine passende Logdatei mehr existiert; diese werden dann ggf. gelöscht.
CapiFax kann zusammen mit dem Sprachmailbox-Programm CapiCall eingesetzt werden. Damit können Anrufer sprachgeführt ihre eigene Telefax-Nummer am Telefon eintippen und so ein bestimmtes Faxdokument anfordern (Fax-Callback).
Installieren Sie CapiFax dennoch bitte nicht in das vorhandene CapiCall-Verzeichnis, sondern in ein eigenes und richten Sie in der CapiFax-Serverkonfiguration einen Klienten namens CapiCall ein. Fax-Sendeaufträge, die ein CapiCall-Anrufer per Infomenü erzeugt, indem er seine eigene Faxnummer eintippt (Fax on demand bzw. Fax-Callback), übernimmt CapiFax automatisch und arbeitet sie mit ab.
Sie können SFF- oder TIF-Dateien und - bei einigen ISDN-Karten, z.B. von AVM - auch TXT-Dateien aus anderen Programmen heraus erzeugen, um sie als Fax zu senden. Zusätzlich ist noch eine Datei FAX.JOB im Klienten-Verzeichnis erforderlich, in der steht, welche Datei an wen gesendet werden soll. Falls FAX.JOB schon existiert, muss ein neuer Auftrag als neue Zeile angehängt werden. Der Aufbau der Job-Datei sieht zeilenweise so aus:
Versuche, Uhrzeit, Zielnummer, MSN,[Dateiname[?Bemerkung]]
Beispiel:
3,00:00,081379107,42,FAXOUT\OUT00001.SFF?Testfax
Die Bedeutung der einzelnen Parameter:
3,00:00,081379107,*info@example.com,c:\test\test.txtDas Format von SFF-Grafikdateien ist im CAPI-Standard festgelegt (www.capi.org). TIF-Dateien müssen Fax-CCITT3-codiert und genau 1728 Pixel breit sein. Die Höhe des Bildes darf bei normaler Auflösung maximal 1170 Pixel sein, bei hoher Auflösung bis zu 2340 Pixel. Wenn Sie Grafiken faxen möchten, ist es meist einfacher, sie aus dem Grafikprogramm zu "drucken" statt beim Speichern als TIF-Datei die obigen Formatvorschriften einhalten zu müssen.
Wenn Sie möchten, dass CapiFax von einem anderen Rechner regelmäßig ein Telefonbuch importiert und das gemeinsame Telefonbuch damit ersetzt, können Sie in der Datei CapiFax.ini im Server-Verzeichnis unter [Common] eine Zeile Autoimport=Dateiname ergänzen, wobei als Dateiname ein absoluter Pfad zu einer Textdatei angegeben wird, die nach dem Import jedesmal gelöscht wird. CapiFax sieht beim Faxserver-Start und später alle 15 Minuten nach, ob die angegebene Datei existiert. Jede Zeile der Quelldatei muss (durch Kommata getrennt) Name, Nummer und Gruppenzugehörigkeit enthalten; letztere als Zahl, die ein Bitmuster darstellt.
Jede Zeile in der Datei FAX.LOG im Klienten-Unterverzeichnis besitzt folgendes Format:
Datum,Uhrzeit,Dauer,Typ,Seiten,Baudrate,[Controller-]MSN,Telefonnummer,Kennung,Versuche,Status,Dateiname,Bemerkung
Das Feld "Typ" enthält den Buchstaben R = Empfang, T = Senden, A = gesendet
nach Poll, P = empfangen nach Poll.
Das Feld "Bemerkung" ist zunächst mit Leerzeichen gefüllt und kann später mit
Text ersetzt werden, ohne die Zeilen- und Dateilänge zu ändern.
Das Feld "Dateiname" beinhaltet einen Pfad relativ zum Klientenverzeichnis,
wenn möglich, andernfalls einen absoluten Server-Pfad.
Um das Kontextmenü zu erweitern, das mit der rechten Maustaste in der
Faxliste aufrufbar ist, können Sie im Klienten-Unterverzeichnis ein
Unterverzeichnis MENU.DIR mit Programmen oder Batch-Dateien darin erzeugen.
Beim Aufruf der Datei übergibt CapiFax den Pfadnamen der Fax-SFF- oder
TIF-Datei in DOS-kompatibler Form als Kommandozeilen-Parameter. Das
Arbeitsverzeichnis ist dasjenige, in dem sich die Faxdatei befindet. (Sie
müssen nach Änderungen in MENU.DIR das Klienten-Programm neu starten.)
Eine Datei namens START ohne Erweiterung hat in MENU.DIR eine spezielle
Bedeutung: CapiFax zeigt im Kontextmenü der rechten Maustaste die Option
"Start" an und startet damit die in Windows mit der Namenserweiterung verlinkte
Applikation.
In professionellen Anwendungen ist die Erreichbarkeit des Systems rund um die Uhr wichtig. Shamrock Software bietet mit dem kostenlosen Programm "AppDog" (Application Watchdog) eine Möglichkeit an, die Funktionsfähigkeit laufender Software zu überwachen und diese ggf. auch automatisch neu zu starten, z.B. wenn sie versehentlich beendet wurde.
Das Löschen noch zu sendender Faxe ist einzeln über ein Kontextmenü möglich, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Zeile im Faxserver klicken. Mit dem Stop-Button in der Faxserver-Symbolleiste werden dagegen alle Sendeaufträge endgültig gelöscht.
Wenn Sie aus irgendwelchen Gründen statt .TIF eine andere Dateiendung
für Fax-Dateien benutzen möchten, z.B. .FAX (immer drei Buchstaben!), tragen
Sie im Verzeichnis CLIENTS in der Datei CLIENTS.INI im Abschnitt [Common] eine
Zeile TIF_Extension=FAX ein. Diese Änderung erfordert einen Neustart der
CapiFax-Software. Im Windows-Arbeitsplatz müssen Sie entsprechend unter Ansicht
- Ordneroptionen - Dateitypen dem Vorgang "Open" für die Endung .FAX wieder das
zu benutzende Anzeigeprogramm zuweisen, z.B. Imaging:
c:\windows\kodakprv.exe "%1"
Auch den Vorgang "Print" müssen Sie für die Endung .FAX neu definieren:
c:\windows\kodakprv.exe /p "%1"
(Bei Windows 2000 lautet der Pfad c:\winnt statt c:\windows.)
Sie finden zahlreiche weitere Informationen und Tipps zur Benutzung der CapiFax-Software und über geeignete ISDN-Karten im Internet unter folgenden Adressen:
|
http://www.shamrock.de/hot_fax.htm http://www.shamrock.de/archive/ http://www.shamrock.de/dfu/ |
Hotline-Tipps - Fragen und Antworten zu CapiFax Informationen über Weiterentwicklungen Allgemeine Grundlagen der ISDN-Technik |
Wenn Ihre Fragen weder in diesem Handbuch noch in den hier genannten Web-Seiten beantwortet werden, können Sie sich auch telefonisch unter 08137 5882 an die Shamrock-Hotline wenden.
| 1TR6 | Veralteter nationaler ISDN-Standard in Deutschland, heute weitgehend durch DSS1 abgelöst. |
| B-Kanal | Bearer Channel. Ein Standard-ISDN-Anschluss stellt zwei B-Kanäle als Nutzkanäle zur Verfügung, so dass zwei Verbindungen gleichzeitig über ihn abgewickelt werden könnnen. |
| BRA | Basic Rate Access (ISDN-S0-Bus). |
| BRI | Basic Rate Interface, normaler ISDN-S0-Anschluss, 2 B-Kanäle mit je 64 kBit/s, 1 D-Kanal 16 kBit/s. |
| CAPI | Common Application Program Interface; ISDN-Treiber, derzeit aktueller Standard ist 2.0. |
| Class 1+2 | Standards für Faxmodem-Befehle; da CapiFax aber nicht mit Modems, sondern mit ISDN-Karten arbeitet, sind diese Standards hier nicht relevant. |
| CLIP | Calling Line Identification Presentation, Anzeige der Anrufernummer beim gerufenen Teilnehmer. |
| CLIR | Calling Line Identification Restriction, Unterdrückung der Anrufernummer beim gerufenen Teilnehmer. |
| D-Kanal | Der Steuerkanal eines ISDN-Anschlusses, der per Zeitmultiplex mit den beiden B-Kanälen übertragen wird. |
| DDI | Direct Dialing In, Durchwahl- bzw. Nebenstellen-Nummer bei einem ISDN-Anlagenanschluss. |
| Dienst | ISDN-Kennung, welche Art von Endgerät den Ruf entgegennehmen soll, z.B. ein Telefon, ein Faxgerät oder eine Dateitransfer-Applikation. Wegen der häufig falschen Konfiguration von Nebenstellen-Anlagen ist eine Unterscheidung zwischen Telefon und Fax allerdings problematisch. |
| DSS1 | Digital Subscriber Service Type 1, auch Euro-ISDN genannt. |
| Durchwahl | Die bei einem Anlagenanschluss (DDI) nachgewählten Ziffern für eine bestimmtes Endgerät. |
| ECM | Error Correction Mode, optionale Fehlerkorrektur bei Fax, wird jedoch bisher nur von wenigen Geräten und Treibern unterstützt. |
| Fax | Kurzform für Facsimile; grafische Übertragung von Schriftstücken über eine Telefonleitung oder ein anderes Übertragungsmedium. |
| Faxabruf | Auch Fax-Polling genannt; Abruf eines Fax-Dokuments durch Anrufen einer speziellen, nur für dieses Dokument geltenden Durchwahl-Nummer oder MSN; erfordert ein abruffähiges Faxgerät. |
| Huffman | Kompressionsart, bei der häufig vorkommende Elemente mit weniger Bits codiert werden als seltene. So werden etwa bei der Faxübertragung typische Punktgrößen mit weniger Bits gesendet als untypische. |
| Gruppe 3 | Heute standardmäßig verwendetes analoges Fax-Übertragungsverfahren bis 14400 Bit/s. |
| Gruppe 4 | Digitale Fax-Übertragung mit 64 kBit/s, nur zwischen ISDN-Gegenstellen möglich, konnte sich bisher jedoch nicht durchsetzen. |
| ISDN | Integrated Services Digital Network, Netzwerk zur Übertragung von Sprache, Fax, Video und Daten. |
| MAPI | Mail Application Program Interface, standardisierte Software-Schnittstelle zum E-Mail-Versand. |
| MHC | Modified Huffman Code, eindimensionale Fax-Kompression, Standard-Verfahren bei Fax-Gruppe 3. |
| MIME | Multipurpose Internet Mail Extensions, Standard u.a. zur Übertragung von Mails mit Datei-Attachments. |
| MMR | Modified Modified Read, zweidimensionale Fax-Kompression, wird jedoch bisher nur von wenigen Geräten bzw. Fax-Treibern unterstützt. Die Datenmenge wird reduziert, indem bei aufeinanderfolgenden ähnlichen Grafikzeilen nur deren Unterschiede übertragen werden. |
| MSN | Multiple Subscriber Number, eine der Rufnummern eines ISDN-Anschlusses. Bei der Konfiguration eines Endgeräts bzw. einer CAPI-Applikation kann man angeben, welche MSN bei abgehenden Rufen dem Angerufenen gemeldet werden soll, und auf welche MSNs bei ankommenden Rufe reagiert werden soll. |
| NTBA | Network Termination Base Access, die vom Netzbetreiber bereitgestellte ISDN-Anschlusseinheit, die hausintern einen S0-Bus zur Verfügung stellt. |
| PRI | Primary Rate Interface, ISDN-Primärmultiplex, 30 B-Kanäle à 64 kBit/s, auch S2M genannt. |
| PSTN | Public Switched Telephone Network, öffentliches Telefonnetz. |
| S0-Bus | Bezeichnung für das Vierdraht-Kabel, das alle Endgeräte mit dem NTBA verbindet. |
| S2M | Primärmultiplex-Anschluss mit 30 B-Kanälen à 64 kBit/s (ergibt 1,92 MBit/s) und einem 64-kBit/s-D-Kanal. |
| SFF | Standard Fax Format, Datei mit direkt sendefähigen Faxdaten entsprechend ISDN-CAPI 2.0. |
| SMTP | Standard Mail Transfer Protocol, Standardprotokoll zum Senden von Mails. |
| T.30 | Internationale Norm zur Fax-Übertragung gemäß Gruppe 3. |
| TIF | Tagged Image File; Dateiformat, das u.a. die Fax-Huffman-Codierung und mehrseitige Grafiken erlaubt. |
| Tk-Anlage... | Telekommunikations-Anlage, Nebenstellen-Anlage. |
| Uk0 | Zweidraht-Leitung von der Telekom-Vermittlung zum NTBA. |
| Up0 | Zweidraht-Leitung zwischen einer Tk-Anlage und Systemtelefonen (nicht für ISDN-Karten geeignet). |
| USB | Universal Serial Bus, dient zum Verbinden des PC mit externenen Peripherie-Geräten. |
© Shamrock Software GmbH