SIP-Server
Dieser Konfigurationsbereich betrifft die Kommunikation zwischen IP-Telefonen
und Ihrem Cactus-Server mit dem Session Initiation Protocol, kurz SIP.
- Realm: Interne Bereichsangabe Ihres Cactus-Servers, z.B. "Cactus".
Nicht alle IP-Telefone besitzen ein Realm-Eingabefeld, deshalb lässt Cactus zur
Authentifizierung alternativ auch die interne oder (per STUN oder DFÜ-Netzwerk
ermittelte) externe IP-Adresse, die unter Netzwerk
eingetragene DynDNS-Domain sowie den Windows-Rechnernamen zu.
- Anmeldezyklus intern: Hiermit wird festgelegt, in welchem
Zeitabstand sich ein Telefon erneut beim Server anmelden muss. Wenn das nicht
erfolgt, betrachtet der Server das Telefon als nicht mehr erreichbar. Standard
ist 180 Sekunden (drei Minuten).
- Anmeldezyklus extern: Legt fest, in welchem Zeitabstand sich Cactus
bei den SIP-Providern neu registriert. Standard ist 600 Sekunden (zehn
Minuten).
- Nur lokale Anmeldungen zulassen: Diese Option ist standardmäßig
aktiviert. Sie sorgt dafür, dass externe Telefone (außerhalb des lokalen
Netzwerks, also irgendwo im Internet) sich bei Ihrem Server nicht als
Nebenstellen anmelden können. Wenn Sie diese Option abschalten, also externe
Anmeldungen zulassen möchten, dann muss Ihr Server über einen DynDNS-Dienst
unter einer Internet-Domain wie z.B. meinserver.dyndns.org erreichbar sein.
Diese Adresse muss in den externen IP-Telefonen dann als Registrar eingetragen
werden.
- Anmeldung auch im LAN nur mit Passwort: Wenn diese Option
eingeschaltet ist, wird auch von Telefonen innerhalb der als lokal definierten
Netzwerkadressen ein Passwort verlangt, bevor sie Rufe annehmen können. Wir
empfehlen, diese Option eingeschaltet zu lassen, um zu vermeiden, dass sich
Personen, die sich in Ihren Räumen aufhalten, mit einem mitgebrachten Telefon
eine beliebige Nebenstellen-Nummer zuteilen können.
- Wählen auch im LAN nur mit Passwort: Wenn diese Option eingeschaltet
ist, wird auch von Telefonen innerhalb der als lokal definierten
Netzwerkadressen für abgehende interne und externe Rufe ein Passwort verlangt.
Wir empfehlen, diese Option eingeschaltet zu lassen, um zu vermeiden, dass sich
Personen, die sich in Ihren Räumen aufhalten, mit einem mitgebrachten Telefon
beliebige (insbesondere externe) Gespräche aufbauen können.
- Automatische Amtsholung: Wenn diese Option aktiviert ist, wird keine
Amtsholungs-Ziffer vor Zielnummern benötigt. Cactus stellt dann automatisch
eine Amts-Null vor die Nummer, wenn es sich nicht um eine eingetragene
Nebenstelle handelt und die Nummer länger ist als für
ISDN-Nebenstellen konfiguriert. Es ist trotzdem noch
möglich, mit einem Stern * und einer Provider-Nummer einen bestimmten
SIP-Provider (oder ISDN mit *0) auszuwählen. Lassen Sie diese Option
ausgeschaltet, wenn Ihre internen ISDN-Nebenstellen-Nummern 4 Ziffern oder mehr
haben und eine eindeutige Unterscheidung intern/extern deshalb nicht möglich
ist, oder wenn Sie zwischen dienstlichen und privaten Amtsgesprächen
unterscheiden oder Projekt-Nummern verwenden möchten.
Die Option gilt für alle Telefone und ist standardmäßig ausgeschaltet.
- Eigene Landesvorwahl: Tragen Sie Ihre eigene Landesvorwahl mit zwei
führenden Nullen ein, z.B. 0041 für die Schweiz, 0043 für Österreich oder 0049
für Deutschland. Wenn hier 001 (Nordamerika) steht, wird bei ISDN-Gesprächen
µ-Law als Codierung benutzt, sonst A-Law.
- Bei Bedarf Ortsvorwahl einfügen: Falls an den an Cactus betriebenen
Telefonen auch lokale Nummern ohne Ortsvorwahl gewählt werden, wird die
Ortsvorwahl mit dieser Option automatisch ergänzt, wenn die Nummer nicht mit 0
beginnt und keine Sonderrufnummer ist.
- Eigene Ortsvorwahl: Tragen Sie hier Ihre lokale Ortsvorwahl ein,
z.B. 030 für Berlin oder 089 für München. Cactus benötigt diese Angabe, um
lokale Rufnummern für die SIP-Anwahl mit der Vorwahl zu ergänzen. Falls Ihre
eigene Landesvorwahl 001 = Nordamerika ist, erwartet Cactus hier einen
dreistelligen Code, z.B. 415 für San Francisco, andernfalls wie in Europa
üblich eine Ortsvorwahl mit führender Null.
- Sonderrufnummern, die nicht mit 0 beginnen: Nummern, die mit einer
hier angegebenen Ziffernfolge beginnen (z.B. 11), wird keine Ortsvorwahl
vorangestellt, da sie überregional gültig sind, z.B. 110, 112 und ähnliche. Sie
können auch mehrere Ziffernfolgen mit Kommas getrennt angeben.
- Rufumleitung bei Nichtmelden nach ... Sekunden: Hier wird
festgelegt, nach welcher Zeit eine Rufumleitung bei
Nichtmelden stattfindet. Standardwert ist 20 s. (Einmal klingeln entspricht
etwa vier Sekunden.)
STUN/Router
Ein externer STUN-Server (Simple traversal of UDP over NAT) dient dem
Cactus-PC zur Ermittlung der eigenen öffentlichen IP-Adresse, wenn Sie z.B. zur
DSL-Einwahl nicht das Windows-DFÜ-Netzwerk, sondern einen NAT-Router
verwenden (Network Address Translation):
- Server-Adresse: Domain-Name des zu benutzenden STUN-Servers, z.B.
stun.dus.net, stun.sipgate.net oder stun.t-online.de; das muss nicht unbedingt
der STUN-Server eines von Ihnen wirklich benutzten SIP-Providers sein.
- Server-Port: Portnummer des STUN-Servers, z.B. 3478 für T-Online und
Dus.net oder 10000 für SipGate.
- Überprüfung alle ... Sekunden: Standard sind 180 Sekunden (3
Minuten). Sinnvoll sind Werte zwischen 60 und 900.
- NAT-Keepalive: Wenn Sie im Router ein Port-Forwarding vom Port 5060
auf die IP-Adresse des Cactus-Servers eingerichtet haben (empfohlen, wenn
möglich!), tragen Sie hier bitte 0 ein, um unnötigen Datenverkehr zu vermeiden.
Andernfalls sollte hier ein Wert stehen, der etwas kleiner ist als das
NAT-Timeout Ihres Routers; Standard ist 50 Sekunden. Cactus wird dann leere
UDP-Datenpakete im angegebenen Abstand zu allen Providern senden, um den
Router-Port offen zu halten. Die Einstellung wird ignoriert, wenn kein
STUN-Server eingetragen ist, da dies typisch dafür ist, dass kein Router,
sondern das DFÜ-Netzwerk zur Internet-Einwahl verwendet wird.
Wenn kein Router benutzt wird, sondern die Internet-Einwahl per
DFÜ-Netzwerk erfolgt (RAS-PPPoE o.ä.), sollte das Feld für die Server-Adresse
in der STUN-Konfiguration leer bleiben, damit kein unnötiger Datenverkehr
erzeugt wird. Cactus kann die öffentliche IP-Adresse in diesem Fall direkt aus
der DFÜ-Verbindung auslesen und tut das dann einmal pro Minute.
Wenn Sie eine statische externe IP-Adesse besitzen, tragen Sie
diese statt eines STUN-Servers als "Server-Adresse" ein und lassen Sie das Feld
"Server-Port" leer.
ISDN
Die ISDN-Konfiguration ist natürlich nur sinnvoll und notwendig, wenn im
Cactus-PC eine ISDN-Karte mit CAPI-2.0-Treiber vorhanden ist.
- Amtsholung: Falls die ISDN-Karte als Nebenstelle einer ISDN-Anlage
angeschlossen ist und diese für abgehende Extern-Gespräche eine Null als
Amtsholung benötigt, tragen Sie hier 0 ein und konfigurieren Sie auch die Länge
interner Nebenstellen (siehe unten). Andernfalls lassen Sie das Feld bitte
leer.
- Aktive Controller: Falls Sie mehrere ISDN-Controller verwenden,
können Sie hier festlegen, welche Controller benutzt werden, wenn Sie in der
MSN-Liste für eine abgehende MSN als Controller "beliebig" auswählen.
- Länge interner Nebenstellen: Falls die ISDN-Karte an einem
Nebenstellen-Anschluss einer ISDN-Anlage angeschlossen ist, der für abgehende
Extern-Gespräche eine Amtsholung benötigt, tragen Sie hier die maximale Anzahl
der Ziffern der Nebenstellen-Nummern ein, andernfalls 0. Berücksichtigen Sie
dabei ggf. auch Gruppenrufnummern der ISDN-Anlage, die manchmal etwas länger
sind (z.B. 3).
- Rufnummern-Unterdrückung: Wenn Sie dieses Kästchen aktivieren, wird
Ihre eigene Rufnummer beim Angerufenen nicht angezeigt, vorausgesetzt, das
ISDN-Dienstmerkmal CLIR (Calling Line Identification Restriction) wird in der
Vermittlungsstelle unterstützt.
- Tonwahl-Timeout: Hier können Sie einstellen, nach wie vielen
Sekunden Inaktivität Cactus eine Tonwahl-Rufnummerneingabe als beendet
betrachtet, wenn die Nummer nicht mit der Raute-Taste # beendet wird. Es sind
Werte von 4 bis 99 möglich, Standard ist 5 (ähnlich wie in vielen
IP-Telefonen).
Für die einzelnen Einträge in der MSN-Liste (Multiple
Subscriber Number) stehen folgende Parameter zur Verfügung:
- ISDN-Controller: Wenn Sie eine einfache ISDN-Karte mit einem
einzigen Anschluss haben, tragen Sie hier immer 1 ein. Andernfalls können Sie
hier die einzelnen ISDN-Busse (Controller) der im Cactus-PC eingebauten
ISDN-Karte(n) angeben.
- MSN: Die "Multiple Subscriber Number" ist eine der am ISDN-Bus
(Controller) zur Verfügung stehenden lokalen Rufnummern. Innerhalb einer
ISDN-Telefonanlage ist das eine kurze Nebenstellennummer, direkt am Amt ist es
eine örtliche Rufnummer ohne Vorwahl. Ankommende ISDN-Rufe werden im
Server-Fenster angezeigt, auch wenn die MSN bisher nicht konfiguriert wurde; so
können Sie die korrekte Nummer leicht ermitteln. Die Rufnummer muss an dem oben
konfigurierten ISDN-Controller zur Verfügung stehen, die Angaben müssen also
zueinander passen. Sie können die ISDN-Karte weiterhin auch für andere Zwecke
benutzen (z.B. ein Faxprogramm), lediglich die MSNs müssen sich unterscheiden.
Falls von Ihrer ISDN-Telefonanlage überhaupt keine MSN gemeldet wird, müssen
Sie hier ein Minuszeichen eingeben.
- Abgehend verwenden: Dient IP-Telefonen zum Aufbau abgehender
ISDN-Verbindungen. (Welche Rufnummer dem Angerufenen gemeldet wird, wird für
die MSN ggf. in der Konfiguration Ihrer ISDN-Anlage unter
"Rufnummern-Übermittlung" o.ä. festgelegt.) Es stehen folgende Optionen zur
Verfügung:
- Nein: Die MSN wird nie für abgehende Rufe benutzt (kann aber für
eingehende Rufe verwendet werden).
- Geschäftliche Rufe: Die MSN wird bei Verwendung der Amtsholziffer 0
für abgehende Rufe verwendet, aber auch für die Weiterleitung ankommender
SIP-Rufe zur ISDN-Anlage.
- Private Rufe: Die MSN wird bei Verwendung der Amtsholziffer 9 für
abgehende Rufe verwendet.
- Spezielle Verwendung, z.B. GSM-Box: Diese Option ist dafür gedacht,
dass der angegebene ISDN-Anschluss in den Wahlregeln
nur für bestimmte Vorwahlbereiche abgehend verwendet wird, z.B. für
Mobil-Vorwahlen, um dafür ein ISDN-GSM-Gateway zu benutzen. Eine eventuell
konfigurierte Amtsholung wird dabei ignoriert.
- Eingehender ISDN-Ruf: Erlaubt das Weiterleiten ankommender ISDN-Rufe
je nach MSN an IP-Nummern. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Ignorieren: Rufe auf dieser MSN werden ignoriert; alternativ können
Sie die MSN auch aus der Liste löschen.
- VoIP-Ziel wird per Tonwahl (DTMF) gewählt: Cactus nimmt den Ruf an
und interpretiert Wahltöne dann als Ziel.
- Festes VoIP-Ziel: Sie können ein oder mehrere IP-Telefone, die ggf.
parallel klingeln, durch Kommas getrennt angeben. Ferner ist es auch möglich,
z.B. *212345 als Ziel eingeben, um den Ruf zur Nummer 12345 über den SIP-Provider
2 weiterzuleiten.
- Via VoIP Rufnummer extern melden (CLIR): Falls Sie hier eine Nummer
eintragen und der SIP-Provider das unterstützt,
wird diese bei abgehenden Extern-Gesprächen statt der in der
SIP-Provider-Konfiguration eingetragenen gemeldet (CLIR=Calling line
identification representation). Die meisten Provider benötigen hier eine mit
der Landesvorwahl beginnende Nummer ohne vorherige Null, z.B. 4930 für Berlin.
Andernfalls lassen Sie dieses Feld einfach leer.
Bitte beachten Sie hierbei folgendes:
- Auf die in Cactus mit "VoIP-Ziel wird per Tonwahl gewählt" konfigurierten
MSNs sollten Sie in der ISDN-Telefonanlage keine Amtsnummern routen!
Andernfalls könnten sich fremde Teilnehmer aus dem öffentlichen Netz in Ihren
Cactus-Server einwählen (womöglich sogar kostenlos per Festnetz-Flatrate!) und
VoIP-Gespräche aufbauen, die je nach Zielnummer erhebliche Kosten verursachen
können.
- Die Anzahl der MSNs hat nicht direkt mit der Anzahl gleichzeitig möglicher
Gespräche zu tun. Beispielsweise sind mit einem ISDN-Bus zwei Gespräche
möglich, unabhängig davon, auf welchen MSNs diese geführt werden. Allerdings
ist in einigen ISDN-Nebenstellenanlagen pro MSN nur ein Gespräch möglich, damit
ein Anrufer das Besetztzeichen hört, falls auf der Nebenstelle bereits
telefoniert wird. Deshalb benutzt Cactus die MSNs ggf. abwechselnd, falls eine
Amtsholung konfiguriert ist. Ohne Amtsholung wird jeweils die erste für einen
Controller konfigurierte MSN verwendet. Der zweite Controller wird benutzt,
wenn beide Kanäle des ersten bereits benutzt sind.
- Falls vorhanden, wird ein NT-ISDN-Adapter (Network Termination) angezeigt;
für ihn ist keine Konfiguration erforderlich.
SIP-Provider
Sie können bis zu neun SIP-Provider konfigurieren, über die externe
Verbindungen z.B. ins herkömmliche Festnetz möglich sind. Wenn Sie auf [Neu]
klicken, können Sie Standard-Parameter einiger Provider übernehmen. Wir
empfehlen, für die Nutzung mehrerer Rufnummern nicht mehrere Accounts zu
verwenden, sondern - soweit es der Provider unterstützt - bei ihm mehrere
Durchwahlen für einen Account anzulegen; andernfalls treten Probleme auf, wenn
Sie mehr als neun Nummern benötigen.
- Index: Sie können Nummern von 1 bis 9 vergeben. Diese können dann
auf den Telefonen mit *1 bis *9 vor der eigentlichen Zielnummer verwendet
werden, um die Verbindung über einen bestimmten SIP-Provider herzustellen. *0
ist für ISDN reserviert.
- Anzeigename (Bildschirmname): Ihre vom Provider zugewiesene
VoIP-Telefonnummer inklusive Vorwahl (z.B. 032... oder 0180... in Deutschland
bzw. 0720... oder 0780... in Österreich); diese Nummer ist zusätzlich auch in
der Rufverteilung einzutragen, um festzulegen, welche
Telefone bei kommenden Rufen klingeln sollen.
- Anzeigenamen ggf. durch Nebenstellenkonfiguration ersetzen (CLIR):
Schalten Sie diese Option nur ein, wenn der Provider für diesen Account mehrere
abgehende Rufnummern erlaubt, z.B. Sipgate und Dus.net, jedoch nicht bei
T-Online. Die gemeldete Rufnummer (CLIR = Calling line identification
representation) kann so je nach Nebenstelle gesetzt
werden.
- Benutzername: Ihr vom Provider zugewiesener Account-Name (kann auch
eine Nummer sein).
- Authentifizierungsname (optional): Wird u.a. bei T-Online verwendet.
Wenn das Feld leer ist, wird der Benutzername für die Authentifizierung
verwendet.
- Passwort: Das beim Provider konfigurierte Passwort für Ihren
SIP-Account, bei T-Online mit dem E-Mail-Passwort identisch.
- Realm: Die Bereichsangabe/Domain Ihres SIP-Providers, meist
identisch mit dem Registrar.
- Registrar: Tragen Sie hier bitte die Domain ein, unter der der
SIP-Server des Providers erreichbar ist (z.B. voip.dus.net, sipgate.de,
tel.t-online.de).
- Port: Der SIP-Port des Providers, üblicherweise 5060.
- Anzahl gleichzeitig erlaubter Gespräche: Einige SIP-Provider lassen
je Anmeldung nur eine Verbindung zu. Falls das hier zutrifft, tragen Sie 1 ein,
andernfalls einen höheren sinnvollen Wert wie etwa 2 oder 5. Um einen Account
vorübergehend zu deaktivieren, ohne die Konfiguration komplett löschen zu
müssen, kann man die Anzahl vorübergehend auf 0 stellen.
- Bei Nichtverfügbarkeit folgendes als Ersatz verwenden: Sie können
hier ISDN oder einen anderen SIP-Provider wählen, der benutzt wird, falls die
maximale Kanalzahl eines Providers aufgebraucht oder er momentan nicht
verfügbar ist.
Nebenstellen
| Beispiel eines Rufnummernplans |
0...
11...
12-29
3...
4...
5...
6-7
8...
9...
*0-*9
**... |
Dienstl. Amtsgespräche
Notruf, Auskunft
Kurzwahlnummern
Analoge Nebenstellen
ISDN-Nebenstellen
IP-Telefone
Reserviert/Erweiterungen
Projektnummer-Vorwahl
Private Amtsgespräche
Provider-Auswahl
Programmierung |
Hier werden die Nebenstellen-Nummern der IP-Telefone und die zugehörigen
Passworte definiert. Es sind keine Einträge hier nötig, wenn Sie nur
herkömmliche Telefone an einer vorhandenen ISDN-Anlage zusammen mit Cactus
verwenden möchten.
Teilnehmerdaten
- Nebenstellennummer: Die Nebenstellen-Nummer sollte mindestens zwei
und maximal vier Ziffern lang sein. Obwohl technisch auch alphanumerische
Nebenstellen-Bezeichnungen möglich sind, empfehlen wir numerische Angaben, um
eine Wahl mit der Zifferntastatur zu erleichtern. Falls eine im Cactus-PC
vorhandene ISDN-Karte mit einer ISDN-Nebenstellenanlage verbunden ist, achten
Sie bitte darauf, dass die IP-Nebenstellen mit einer anderen Ziffer beginnen
als die Nebenstellen der ISDN-Anlage. Erstellen Sie am besten einen
tabellarischen Nummernplan mit allen benutzten Nummernbereichen wie im
nebenstehenden Beispiel.
- Teilnehmername: Der Name hat keine funktionale Bedeutung, er dient
nur zur Identifikation des Teilnehmers in der Benutzerliste und im
Gesprächsprotokoll. Es sind alle Zeichen außer Kommas erlaubt.
- Anmeldepasswort: Das hier eingegebene Passwort sollte aus vier bis
acht Ziffern bestehen, aber auch Buchstaben sind möglich (bitte
Groß-/Kleinschreibung beachten). Es wird zusammen mit der Nebenstellen-Nummer
zur Authentifizierung benutzt. Hinweis: Dies ist nicht das
Konfigurations-, sondern das Registrar-Passwort des Telefons.
- Beim Wählen verwenden: Sie können hier optional abweichend von den
Wahlregeln für diese Nebenstelle einen bestimmten
vorher konfigurierten SIP-Account oder eine bestimmte ISDN-MSN
fest vorgeben. Damit wird z.B. erreicht, dass einzelne Nebenstellen bei
abgehenden Gesprächen unterschiedliche Rufnummern melden. (Ein abweichender
Provider kann ggf. trotzdem durch Vorwählen von *1 bis *9 für SIP oder von *0
für ISDN benutzt werden. Auch eine Rufverteilungs-Regel
wie z.B. von 110 nach *00110, um 110 mit Amtsholung immer via ISDN zu wählen,
wirkt trotzdem.)
- Via VoIP Rufnummer extern melden (CLIR): Falls Sie hier eine Nummer
eintragen und der Provider das unterstützt, wird
diese bei abgehenden Extern-Gesprächen statt der in der
SIP-Provider-Konfiguration eingetragenen gemeldet (CLIR=Calling line
identification representation). Die meisten Provider benötigen hier eine mit
der Landesvorwahl beginnende Nummer ohne vorherige Null, z.B. 4930 für Berlin.
Andernfalls lassen Sie dieses Feld einfach leer. - Stellen Sie bitte sicher,
dass ggf. für jede hier benutzte SIP-Nummer auch eine
Rufverteilung für ankommende Rufe konfiguriert ist.
- Nur ein Gespräch: Wenn diese Option aktiviert ist, wird dem Anrufer
ein Besetztzeichen signalisiert, falls der gerufene Benutzer gerade spricht.
Wenn die Option ausgeschaltet ist, kann man mit dem IP-Telefon zwischen
mehreren Gesprächen umschalten (makeln), falls es diese Funktion unterstützt.
Hinweis: Falls in der SIP-Server-Konfiguration
für die Anmeldung im LAN kein Passwort gefordert wird, kann sich ein IP-Telefon
mit einer beliebigen Nebenstellen-Nummer anmelden, ohne dass diese in der
Nebenstellen-Liste eingetragen ist (nicht empfohlen!).
Aktive Umleitungen
- Immer/sofort: Rufe zu diesem Telefon werden immer sofort zur
angegebenen Zielnummer (intern oder extern) umgeleitet.
- Bei Besetzt: Rufe werden zur angegebenen Zielnummer umgeleitet, wenn
der Teilnehmer besetzt ist. Dies hängt von der im Telefon nutzbaren
Leitungsanzahl sowie von der Option "Nur ein Gespräch" (siehe oben) ab.
- Bei Nichterreichbarkeit: Rufe werden umgeleitet, wenn das Telefon
derzeit nicht am Server registriert ist, z.B. weil es ausgeschaltet ist.
- Bei Nichtmelden: Wenn der Teilnehmer innerhalb einer gewissen
Zeit nicht ans Telefon geht (typisch 20 Sekunden),
klingelt zusätzlich auch die angegebene Zielnummer. Es handelt sich also
streng genommen um einen verzögerten Parallelruf, so dass der ursprüngliche
Teilnehmer den Ruf immer noch annehmen kann.
Hinweise zu Rufumleitungen:
- Die Umleitung wird nicht ausgeführt, wenn der anrufende Teilnehmer
identisch mit dem Umleitungs-Ziel ist (Sekretariats-Funktion).
- Falls die Zielnummer ein Mobiltelefon ist, stellen Sie bitte bei Ihrem
Mobil-Provider sicher, dass die Verbindung nur zustande kommt, wenn der Anruf
wirklich angenommen wird, da sonst die übrigen Telefone einer Rufgruppe nicht
mehr weiterklingeln.
- Das Deaktivieren eines Umleitungs-Typs löscht das Nummernfeld nicht, was
die spätere Reaktivierung erleichtert.
- Viele Telefone haben einen Knopf "Nicht stören" oder erlauben es, einen Ruf
abzulehnen. Meist werden dann Anrufe mit "Besetzt" beantwortet.
- Manche SIP-Telefone besitzen eingebaute Umleitungs-Optionen. Diese
funktionieren jedoch nicht bei externen Anrufern und auch nicht, wenn das
Telefon ausgeschaltet wird. Deshalb sollte die Umleitungsfunktion in Cactus
bevorzugt werden. Aus demselben Grund sollten Sie die im Telefon u.U. (z.B.
Snom) programmierbaren Sekunden für Umleitung nach Zeit auf einen höheren Wert
als in Cactus einstellen.
- Wenn Cactus einen externen Anruf zu einer externen Nummer umleitet, bezahlt
der Anrufer nur für den Ruf von ihm zu Cactus und Sie für die Verbindung von
Cactus zur Zielnummer. Deshalb werden Sie bei Umleitungen zu einer Ihnen
gehörenden 0900-Mehrwertdienst-Rufnummer nicht reich, sondern arm.
- Berücksichtigen Sie bitte, dass ein ISDN-Bus nur zwei Kanäle hat! Ein Anruf
eines lokalen ISDN-Telefons, das am gleichen Bus wie Cactus angeschlossen ist,
kann nicht zu einer externen ISDN-Nummer umgeleitet werden, da dafür drei
Kanäle nötig wären.
Berechtigungen
Die folgenden Teilnehmer-Berechtigungen können selektiv aktiviert bzw.
deaktiviert werden:
- Programmierung von Umleitungen per Telefon erlaubt: Wenn
unberechtigte bzw. nicht vertrauenswürdige Personen Zugang zum
Teilnehmer-Telefon haben, sollte die Umleitungs-Programmierung am
Telefon besser ausgeschaltet bleiben, um einen Missbrauch
zu verhindern.
- Amtsberechtigung (Externgespräche): Es sind SIP- und ISDN-Gespräche
ins Inland möglich.
- Internationale Gespräche: Es sind SIP- und ISDN-Gespräche ins In-
und Ausland möglich; die Amtsberechtigung ist damit natürlich auch aktiviert.
- Manuelle Provider-Auswahl: Der Teilnehmer darf der Zielnummer *0 bis
*9 für einen bestimmten Provider voranstellen (0=ISDN, 1-9=SIP).
- Manuelle MSN-Auswahl: Der Teilnehmer darf der Zielnummer *MSN*
zur Benutzung einer bestimmten ISDN-MSN voranstellen.
- Anmeldung läuft nicht ab: Wenn aktiviert, bleibt das Telefon
angemeldet, auch wenn es sich nicht alle paar Minuten neu registriert. Diese
Option sollte nur verwendet werden, wenn das z.B. aufgrund eines
Firmware-Problems im Telefon nötig ist und sich die IP-Adresse des Telefons nie
ändert.
Rufverteilung
Mit der Rufverteilung können Sie für ankommende und abgehende SIP-Rufe
einstellen, welche externen oder internen Telefone klingeln. Sie können auch
Gruppenrufnummern einrichten, bei denen dann mehrere interne oder externe
Telefone gleichzeitig klingeln (Parallelruf), oder Kurzwahlnummern für externe
Ziele konfigurieren. Beim Eingeben einer Rufverteilungs-Regel mit dem Knopf
"Neu" gibt es folgende Felder:
- Gerufene Nummer: Die ursprünglich gerufene bzw. gewählte
vollständige Nummer, z.B. 110, 7654321 oder 032987654321. Sie können hier auch
einfach nur einen Stern * eingeben; diese Regel wird dann für alle ankommenden
Extern-Rufe verwendet, für die keine andere Rufverteilungs-Regel gefunden wird.
- Beschreibung: Ein Anzeigetext ohne funktionale Bedeutung, z.B.
"Polizei" oder "Meine SIP-Nummer".
- Ziele: Die dafür anzuwählende(n) Nummer(n), ggf. mit Kommas
getrennt, z.B. 0110 oder 31,32,33. Die Ziele können nicht nur IP-Telefone sein,
sondern bei Vorhandensein einer ISDN-Karte auch Nebenstellen-Nummern einer
daran angeschlossenen ISDN-Telefonanlage. Auch externe Ziele (z.B.
Mobiltelefone) sind möglich. Wenn mehrere Ziele definiert sind, erhält
derjenige den Anruf, der ihn zuerst entgegennimmt.
Die Rufverteilung eignet sich auch für Kurzwahlnummern. Beispielsweise
kann man bei Dus.net den Anrufbeantworter anhören, indem man "vmail" als Nummer
anwählt. Das ist bei vielen Telefonen etwas mühsam. Also richtet man in der
Rufverteilung z.B. 22 als Kurzwahl ein, die dann auf *1vmail verweist. Dabei
dient *1 als Auswahl-Index von Dus.net als SIP-Provider.
Bitte beachten Sie:
- Die Verteilung ankommender ISDN-Rufe auf bestimmte IP-Telefone wird
nicht hier, sondern bei der ISDN-Konfiguration
definiert.
- Sie müssen hier auch die Nummer(n) eintragen, die Sie von Ihrem
SIP-Provider erhalten haben. Bei T-Online ist das nur eine Nummer, die
typischerweise mit 032 beginnt, bei SipGate aber zwei, nämlich eine netzinterne
Nummer und eine Festnetznummer; bei durchwahlfähigen Nummern u.U. sogar noch
mehr. Als Ziel werden die Nebenstellen-Nummern der Telefone angegeben, die
dabei klingeln sollen. Bei mehreren SIP-Providern muss das für jede der
zugehörigen Nummern geschehen. Falls die Angabe fehlt, ist im
Protokoll bei ankommenden Rufen das Feld "Gerufen" leer, weil kein Telefon
klingelt!
- Kurzwahl-Nummern können hier ebenfalls konfiguriert werden.
Vermeiden Sie aber Konflikte mit existierenden internen oder externen Nummern.
Am besten erstellen Sie einen tabellarischen Nummernplan, in dem Sie alle
benutzten Nummernbereiche niederlegen.
- Die Rufverteilung wird noch vor den
Wahlregeln angewendet. Wenn also per Rufverteilung z.B. 110 auf 0110
geroutet wird, ist als Wahlregel dafür z.B. 0110 und nicht etwa 110 anzuwenden.
Sie können auch z.B. *0 vor einer Zielnummer eingeben, um diese Nummer trotz
abweichender Einstellung einer Nebenstelle stets via
ISDN zu wählen; in diesem Beispiel wäre das Ziel also *00110.
- Beim Wählen von Stern und Providernummer (z.B. *1) zur Auswahl eines
bestimmten Providers wird die hier definierte Rufverteilung normalerweise
ignoriert. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, netzinterne SIP-Nummern eines
Provider zu wählen, ohne dass ein Konflikt mit Kurzwahl- oder
Nebenstellennummern auftritt. Es ist aber im Prinzip auch möglich, eine mit
einem Stern beginnende Nummer in die Rufverteilung einzutragen, um auch diese
umzuleiten.
- Es sind vollständige Rufnummern erforderlich, sowohl als Quell- als
auch als Zielnummer. Im Gegensatz zu den Wahlregeln
dürfen die Nummern hier nicht verkürzt werden.
- Mobilfunk-Nummern können hier ebenfalls als Ziel verwendet werden.
Wenn andere Telefone dabei mitklingeln sollen, funktioniert das allerdings nur,
wenn der Mobilfunk-Netzbetreiber den Ruf nur dann annimmt, wenn er wirklich auf
dem Handy angenommen wird. Wenn die Mobilbox aktiviert ist oder sonstige
Netz-Ansagen abgespielt werden, ist das oft nicht gewährleistet.
- Um mehrere Nebenstellen einer ISDN-Telefonanlage parallel klingeln zu
lassen, richten Sie in dieser eine Gruppenrufnummer ein und konfigurieren
Sie nur diese in Cactus als Ziel. Damit vermeiden Sie, dass die Kanäle der als
Gateway dienenden ISDN-Karte zu schnell aufgebraucht werden.
- Rufverteilungs-Regeln werden vor Umleitungen geprüft.
Ausnahmen nachts
Sie können hier Rufverteilungs-Ausnahmen für einen bestimmten
Tageszeitraum angeben, typischerweise nachts bzw. außerhalb Ihrer Bürozeiten.
Optional gelten diese Ausnahmen auch ganztags für Samstag und/oder Sonntag bzw.
an Feiertagen. Die hier eingegebenen Regeln sind genauso aufgebaut wie bei der
normalen Rufverteilung. Wenn bei den Ausnahmen keine
passende Regel gefunden wird, dann wird eine in der normalen Rufverteilung
gesucht.
Ein paar Tipps hierzu:
- Die hier eingegebenen Regeln werden mit höherer Priorität ausgeführt als
Rufumleitungen.
- Wenn Sie nachts nicht gestört werden möchten, lassen Sie das Ziel-Feld
einfach leer oder geben Sie die Nummer eines Anrufbeantworters an. Das kann
auch die ISDN-Nummer der Sprachmailbox-Software CapiCall von Shamrock sein.
- Während Sie in Urlaub sind, geben Sie als Nacht-Zeitraum temporär z.B.
08:00 bis 07:59 ein, bis Sie wieder zurück sind.
- Feiertage sind in der Datei FEIERTAG.INI eingetragen. Falls auf demselben
Rechner auch CapiCall von Shamrock installiert ist, können Sie dessen
Feiertags-Liste verwenden, indem Sie den Inhalt dieser Datei durch eine einzige
Zeile mit einem Verweis auf die entsprechende CapiCall-Datei ersetzen, also
z.B. c:\capicall\feiertag.ini. Dadurch brauchen Sie nur noch eine
Feiertagsliste zu pflegen.
- Die Schaltfläche [Feiertage] funktioniert auch, wenn Sie das
Konfigurations-Programm auf einer anderen Workstation über ein
Netzwerk-Laufwerk gestartet haben, aber nicht bei Benutzung eines UNC-Pfades
wie \\server1\c\...
Wahlregeln
Mit den Wahlregeln können Sie festlegen, welche Vorwahlbereiche bzw. Nummern
bei abgehenden Gesprächen über welchen Weg nach draußen geleitet werden.
Beispielsweise ist es sinnvoll, Notrufnummern wie 110 und 112 und
Mehrwertnummern wie 0700, 0800 und 0900 via ISDN zu routen, falls der jeweilige
SIP-Provider diese Nummernbereiche (noch) nicht unterstützt. Um überhaupt
Externgespräche führen zu können, müssen Sie wenigstens für die Ziffer 0
(Amtsholung) eine Wahlregel festlegen.
- Nummernanfang: Die Vorwahl inklusive Amtsholung, für die die Regel
gelten soll, z.B. 0 für dienstliches Externgespräch, 9 für privates
Externgespräch, 00 für dienstliches Ferngespräch, 0089 für München, 00033 für
Frankreich, 3 für mit 3 beginnende ISDN-Nebenstellen und so weiter.
- Beschreibung: Geben Sie einen Namen für die Vorwahl ein, z.B.
Dienstlich-extern.
- Wählen über: Hier haben Sie eine Auswahlmöglichkeit der von Ihnen
vorher definierten SIP-Provider sowie ISDN. (Sie müssen zuerst die SIP-Provider
konfigurieren. Eine Auswahlmöglichkeit "ISDN spezial" erscheint nur, wenn
mindestens eine MSN als "Spezielle Verwendung"
konfiguriert ist.)
Wenn Sie eine ISDN-Karte verwenden, die intern an einer
ISDN-Telefonanlage angeschlossen ist, erzeugen Sie für die Anfangsziffern
der ISDN- und analogen Nebenstellen sowie Gruppenrufnummern dieser Anlage in
den Wahlregeln jeweils einen Eintrag mit dem Ziel "ISDN", damit diese auch von
IP-Telefonen erreichbar sind. Wenn die Telefone der ISDN-Anlage beispielsweise
31 bis 38 und 41 bis 48 lauten und die Gruppenrufnummern 301 bis 309, erzeugen
Sie bei den Wahlregeln einen Eintrag "3" und einen Eintrag "4" jeweils mit dem
Ziel ISDN.
Bitte beachten Sie:
- Die Wahlregeln werden nicht benutzt, wenn Sie die Wahl mit einem Stern und
einer Provider-Nummer einleiten. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, netzinterne
SIP-Nummern auch unterschiedlicher Provider zu wählen. Um etwa die netzinterne
Nummer 765 4321 des SIP-Providers 1 zu wählen, geben Sie am Telefon *1 765 4321
ein.
- Die Wahlregeln werden ebenfalls nicht benutzt, wenn in der Konfiguration
der jeweiligen IP-Nebenstelle ein bestimmter
SIP-Account oder eine bestimmte ISDN-MSN fest vorgegeben ist.
Rufnummernsperre
Sie können bestimmte Nummern bzw. Vorwahlen abgehend und ankommend
sperren, um beispielsweise unerwünschte teure Gespräche zu Vorwahlen wie 0137,
0138 oder 0900 zu verhindern oder einen lästigen Anrufer abzuweisen. Klicken
Sie auf [Neu], um eine solche Nummer einzugeben.
- Nummer: Die ersten Ziffern des zu sperrenden Rufnummernblocks (ohne
Amtsvorwahl), z.B. 0900.
- Beschreibung: Ein Beschreibungstext, der zwar notwendig, aber
funktional ohne Bedeutung ist, z.B. Premium-Dienst.
Wichtige Hinweise:
- Zahlreiche SIP-Provider sperren Mehrwertdienste-Nummern wie 0137 oder 0900
aus abrechnungstechnischen Gründen ohnehin.
- Die Rufnummern-Sperre wirkt bei abgehenden Gesprächen unabhängig von der
Art der Amtsholung (0, 9 oder *0 bis *9).
- Wenn Sie nicht auch 010 sperren, ist in Deutschland die Umgebung der Sperre
bei einem abgehenden ISDN-Gespräch u.U. per Call-by-Call möglich, z.B. durch
Wahl von 01033 0900 nach der Amtsholung.
Protokolle
Diese Dialogseite erlaubt es, festzulegen, welche Gesprächsdaten
protokolliert werden. Standardmäßig sind alle Filter ausgeschaltet, es werden
also alle Daten ins Protokoll geschrieben:
- Nur externe Verbindungen: Wenn aktiviert, werden Gespräche zwischen
Nebenstellen nicht protokolliert.
- Nur abgehende Verbindungen: Wenn aktiviert, werden ankommende
Verbindungen nicht protokolliert.
- Nur erfolgreiche Verbindungen: Wenn aktiviert, werden nur zustande
gekommene Verbindungen protokolliert.
- Keine privaten Verbindungen: Wenn aktiviert, werden Verbindungen mit
der Amtsholziffer 9 nicht protokolliert.
Projektnummern werden oft benutzt, um im Protokoll den Zeitverbrauch
für bestimmte Gespräche Projekten (oder Kunden) zuzuordnen. Die dazugehörigen
Einstellungen sind nur verfügbar, wenn unter SIP-Server die automatische
Amtsholung ausgeschaltet ist:
- Vorwahlziffer: Sie können hier eine Anfangsziffer angeben, z.B. 8,
hinter der die Projektnummer am Telefon eingegeben werden kann. Achten Sie
bitte darauf, dass diese nicht mit der ersten Ziffer von Nebenstellen-Nummern
oder mit einer Amtsholung (0 oder 9) kollidiert.
- Länge: Hier stellen Sie die gewünschte Länge von Projektnummern ein,
zum Beispiel 2.
Um etwa mit der Projektnummer 12 ein dienstliches Gespräch zu 08912345
aufzubauen, geben Sie am Telefon folgendes ein (es wird angenommen, dass die
konfigurierte Projektvorwahlziffer 8 ist):
8 12 0 08912345
Beachten Sie bitte, dass die Amtsvorwahl 0 erst nach der Projektnummer
folgt. Somit sind auch projektbezogene Intern-Gespräche möglich.
Für die Diagnose möglicher Probleme, etwa bei der Kommunikation mit einem
IP-Telefon oder einem SIP-Provider, gibt es noch folgende Option:
- Trace-Datei SIP_TRACE.TXT erstellen: Standardmäßig ausgeschaltet.
Sie sollten diese Option nur vorübergehend und nur im wirklichen Bedarfsfall
aktivieren, da sie eine zusätzliche und im Normalfall unnötige Systemlast
verursacht. Die Datei enthält die gesamte SIP-Kommunikation mit Providern und
Nebenstellen. Jeweils ca. das letzte MByte ist sichtbar.
Falls das Cactus-Programm einmal nicht auf normalem Wege beendet wird (z.B.
Stromausfall, PC wird mit Cactus als Dienst heruntergefahren, oder Absturz),
dann wird eine existente Datei SIP_TRACE.TXT beim nächsten Start in
SIP_TRACE_PREV.TXT umbenannt. Wenn die Datei SIP_TRACE_PREV.TXT bereits
existiert, wird sie dabei überschrieben.
Programmstart
Cactus kann als Windows-Dienst betrieben werden und ist damit auch dann
verfügbar, wenn kein Benutzer angemeldet ist. Wir empfehlen allerdings, dies
erst dann zu tun, wenn die Konfiguration abgeschlossen ist und alles stabil
läuft, da neuere Windows-Versionen (ab Vista) bei Diensten kein Symbol im
System-Tray der Taskleiste anzeigen und den Dienst auch nicht als Fenster
öffnen können, so dass die Aktivitäten nur noch anhand der Protokolldateien
verfolgt werden können. Zudem erfordern manche Konfigurationsänderungen (z.B.
SIP-Port) einen Neustart. - Die folgenden Knöpfe erlauben das Installieren und
Deinstallieren des Dienstes:
- Cactus als Windows-Dienst installieren: Beendet den Cactus-Server,
falls er noch als normale Anwendung läuft, erzeugt einen Eintrag "Cactus-PBX"
in der Windows-Dienste-Liste und startet dann diesen Dienst.
- Windows-Dienst deaktivieren: Stoppt den Dienst und entfernt
"Cactus-PBX" aus der Windows-Dienste-Liste.
Falls Cactus von einem Netzlaufwerk geladen wird (z.B. NAS-Gerät) oder in einer
Remote-Sitzung, müssen Sie
den Dienst manuell registrieren: Öffnen Sie dazu eine Konsole (CMD) als
Administrator und gegen Sie im Cactus-Programmverzeichnis SIP_PBX.exe -i
ein. Um den Dienst später zu deinstallieren, verwenden Sie SIP_PBX -u
(wieder in einer Administrator-Konsole).
Bitte beachten Sie, dass Cactus beim Betrieb als Dienst nicht gleichzeitig
als Autostart-Verknüpfung existieren darf und auch nicht mit dem AppDog-Utility
von Shamrock überwacht werden kann.
Auf der Seite "Programmstart" befindet sich ferner auch eine Auswahlbox für
die gewünschte Sprache (deutsch oder englisch). Die gewählte Sprache
gilt außer für das Konfigurationsprogramm auch für den Cactus-Server und für
die Protokoll-Anzeige sowie ggf. für andere multilinguale Programme von
Shamrock Software auf demselben PC.
Der Cactus-Server
Den Server starten
Bitte beachten Sie, dass es nach dem Start des Server-Programms trotz
korrekter Konfiguration einige Minuten dauern kann, bis sich die IP-Telefone an
ihm registriert haben und das Telefonieren mit ihnen möglich ist.
Autostart, AppDog, Dienst
Wir empfehlen, den Cactus-Server beim Booten des PC automatisch zu starten,
indem Sie eine Verknüpfung zu SIP_PBX.exe im Windows-Autostart anlegen.
Sie können alternativ auch die von Shamrock herunterladbare Freeware AppDog
verwenden und als Autostart einbinden, um den Cactus-Server zu starten und eine
dauernde Verfügbarkeit zu gewährleisten. Wenn erst einmal alles stabil und
wunschgemäß funktioniert und Sie erste Erfahrungen mit Cactus gesammelt haben,
können Sie den Cactus-Server als Dienst
(Service) laufen lassen, damit er auch ohne Windows-Benutzer-Anmeldung
gestartet wird.
Wichtiger Hinweis: Während der anfänglichen Testphase sollte das
Programm noch nicht als Dienst betrieben werden, da einige
Konfigurations-Änderungen einen Neustart des Cactus-Servers erfordern, was bei
einem Dienst relativ umständlich ist.
Das Server-Fenster
| Cactus-PBX |
| Datei Hilfe |
SIP-Provider
Aktueller Anmelde-Status |
Vorgänge
Verbindungsrelevante
Informationen wie
Anwahl, Anrufe usw.
|
Nebenstellen
Angemeldete SIP-Telefone |
Verbindungen
Aktuelle Gespräche |
Debug-Informationen
Vorgänge an den SIP- und
CAPI-Schnittstellen (nur
im Debug-Modus sichtbar) |
SIP-Daten
Zum links selektierten
Vorgang gehörendes
SIP-Datenpaket |
In den einzelnen Teilfenstern des Server-Programms sehen Sie den Status der
Anmeldungen und aktuelle Verbindungen, ferner auch aktuell laufende Vorgänge.
(In allen aktuellen Windows-Versionen ist es nur sichtbar, wenn Cactus als
normale Anwendung und nicht als Dienst läuft!)
- Um das Cactus-Fenster anzuzeigen oder um es zu minimieren, klicken
Sie einfach mit der linken Maustaste auf das Kaktus-Symbol im System-Tray der
Taskleiste neben der Uhrzeit-Anzeige.
- Das Klicken auf [x] rechts oben in der Fenster-Titelleiste beendet
das Programm nicht, sondern minimiert es nur, um ein versehentliches Beenden zu
vermeiden, denn das würde alle laufenden Gespräche unterbrechen.
- Das Beenden (falls das Programm nicht als Dienst gestartet wurde)
erfolgt durch Klicken mit der rechten Maustaste auf das Kaktus-Symbol im
System-Tray der Taskleiste. Es öffnet sich ein Kontextmenü, das einen Menüpunkt
zum Beenden enthält. Alternativ ist das Beenden auch über das Dateimenü des
Cactus-Servers möglich. Cactus meldet sich dabei jeweils noch korrekt von den
SIP-Providern ab. Wenn der Neustart dann innerhalb des Anmeldezyklus erfolgt,
bleibt der Anmelde-Status der Telefone erhalten (er wird beim Beenden temporär
in einer Datei phone.sav gespeichert).
Die einzelnen Fensterbereiche benutzen folgende Farben als Statusinformation:
- SIP-Provider: Anmeldestatus, rot
= Registrierung fehlgeschlagen, grün =
Registrierung erfolgreich.
- Nebenstellen: SIP-Telefonstatus, schwarz = registriert,
grün = in den letzten Sekunden frisch
registriert, grau = nicht
erneut registriert, aber Anmeldung läuft nicht ab.
- Vorgänge: Zeile in schwarz = allgemeine Information,
blau = SIP-Rufe,
magenta = ISDN-Rufe, rot =
Fehler.
- Debug: Zeile in schwarz = SIP-Empfang,
blau = SIP-Senden, magenta
= ISDN, grün = allgemeine Information.
Das Datei-Menü des Server-Programms bietet u.a. folgende Möglichkeiten:
- Konfiguration: Ruft das Konfigurations-Programm
auf.
- Debug ein/aus: Erweitert das Fenster um detaillierte
Diagnose-Informationen, wie sie auch in der optional
aktivierbaren Trace-Datei SIP_TRACE.TXT erscheinen.
Im Hilfe-Menü des Cactus-Servers finden Sie neben diesem Handbuch auch die
Versionsnummer der Software.
Das Anrufe-Protokoll
| Cactus-Protokoll |
| Datei Hilfe |
Datum Zeit Dauer Ruf Anrufer Typ Ger...Verb...Info
... |
Im Windows-Startmenü des Cactus-Server-PC finden Sie unter Programme - Cactus
- Protokoll eine Möglichkeit, das Verbindungsprotokoll chronologisch
anzuzeigen. Sie können dieses Programm, entsprechende Netzwerk-Freigaben und
Zugriffsrechte vorausgesetzt, als SIP_LOG.exe auch von anderen Workstations
über die Netzwerk-Umgebung aufrufen. Die Rohdaten der
Protokolldatei werden hier passend decodiert dargestellt, z.B. mit den
Codec-Namen im Klartext. Sie können die Fenster- und Spaltenbreite durch Ziehen
mit der Maus passend verändern. Folgende Spalten werden angezeigt:
- Datum, Zeit: Die Zeit, zu der das Gespräch bzw. der Ruf beendet
wurde.
- Dauer: Die Gesprächsdauer in Minuten und Sekunden, auf
Zehntelsekunden genau.
- Ruf: Die Dauer des Klingelns in Sekunden, auf Zehntelsekunden genau.
- Anrufer: Die Anrufernummer ohne Amtsvorwahl.
- Typ: Quelle und Ziel, bei ISDN ggf. mit der Controller-Nummer (bei
mehr als einem Bus) und der MSN.
- Gerufen: Die gerufene(n) Nummer(n), bei einem Parallelruf ggf.
mehrere.
- Verbunden: Die Nummer, die den Anruf schließlich entgegennahm.
- Info: Fehlergrund, falls die Verbindung nicht zustande kam, oder die
für das Gespräch verwendeten Codecs.
- Projekt: Diese Spalte wird nur angezeigt, wenn in der Konfiguration
Projektnummern aktiviert sind.
Die Information, die in der Protokolldatei im Feld "Flags" enthalten ist,
dient hier zur farblichen Kennzeichnung der Protokolleinträge:
- Grün: Ankommendes erfolgreiches
Externgespräch
- Blau: Abgehendes erfolgreiches
Externgespräch
- Schwarz: Erfolgreiches internes Gespräch
- Rot: Die Verbindung kam nicht zustande,
der Grund steht im Info-Feld
Die Protokolldatei
Die über den Cactus-Server aufgebauten Verbindungen werden zeilenweise in
einer monatlichen Datei PBXjjmm.LOG im verbreiteten CSV-Format
aufgezeichnet (comma-separated values, jj=Jahr, mm=Monat, z.B. PBX0702.LOG).
Was dabei genau protokolliert wird, ist einstellbar. Die
Datei kann auch von anderen Programmen wie etwa Microsoft Excel ausgewertet und
damit auch in einem frei definierbaren Format gedruckt werden. Bei selbst
erstellter Software ist darauf zu achten, dass sie während des Lesens
gleichzeitige Schreibzugriffe des Servers nicht blockieren darf.
Zeilenformat
Jede Zeile besitzt folgendes Format, wobei die einzelnen Felder mit Kommas
getrennt sind:
Datum, Zeit, Dauer, Rufdauer, Flags, Anrufer, Typ, Gerufen, Verbunden,
Info, Projektnummer
Die einzelnen Parameter besitzen folgende Bedeutung:
- Datum: Das Datum des Auflegens im Format Tag.Monat.Jahr.
- Zeit: Der sekundengenaue Zeitpunkt des Auflegens im Format hh:mm:ss.
- Dauer: Die Verbindungsdauer im Format mm:ss.s (also auf 1/10 s
genau).
- Rufdauer: Die Zeit, während der das gerufene Telefon klingelte, auf
1/10 s genau.
- Flags: O=Extern gehend (outbound), I=extern kommend (inbound),
P=Privat, M=manuelle Provider-Auswahl.
- Anrufer: Die rufende Nummer (Quellnummer), wie sie vom Provider
gemeldet wird.
- Typ: Quelle>Ziel; Bus:MSN oder "NT" bei ISDN, "i" für interne
Nebenstelle oder Nummer@Registrar.
- Gerufen: Die gerufene(n) Nummer(n), bei einem Parallelruf ggf.
mehrere durch ";" getrennt.
- Verbunden: Die Nummer, die den Anruf schließlich entgegennahm.
- Info: Entweder ein dreistelliger SIP-Fehlercode, oder ein
vierstelliger ISDN-Fehlercode, oder die sendeseitig verwendeten Codecs beim
Anrufer>Gerufenen, zum Beispiel 0=G.711A, 2=G.726, 3=GSM, 8=G.711µ, 97=iLBC,
110=Speex.
- Projektnummer: Eine ggf. für dieses Gespräch am Telefon eingegebene
Projektnummer.
Bitte beachten Sie hierbei folgende Konventionen:
- Externe Nummern erscheinen in den Feldern "Anrufer" bzw. "Gerufen" stets
ohne Amtsholung. Ob es sich um eine externe Nummer handelt und ob der Anruf
dienstlich oder privat ist, geht aus den Feldern "Typ" und "Flags" eindeutig
hervor.
- Im Feld "Gerufen" erscheint eine Nebenstelle nur dann, wenn sie sich auch
erfolgreich beim Cactus-Server angemeldet hat. Es ist deshalb auch denkbar,
dass ein Anruf protokolliert wird, beim dem das Feld mit der gerufenen Nummer
leer bleibt.
- In das Typ-Feld wird vor die MSN zusätzlich die Controller-Nummer
geschrieben, beispielsweise i>2:43.
- Bei SIP-Verbindungen ist es üblich, die gerufene Nummer inklusive
Landesvorwahl zu übergeben; so erscheint sie dann auch im Protokoll.
Ein Beispiel für ein 62 Minuten und 1.7 Sekunden dauerndes abgehendes
Extern-Gespräch, bei dem die interne Nebenstelle 52 unter Verwendung von MSN 43
auf dem ISDN-Controller 1 die externe Nummer 08912345 anruft und dabei die
Projektnummer 4711 verwendet:
25.03.2007,11:59:15,62:01.7,12.8,O,52,i>1:43,08912345,08912345,8>8,4711
Die folgende Zeile zeigt ein ankommendes Gespräch von 08912345 auf dem
ISDN-Bus 3, MSN 48, bei dem die internen IP-Telefone 52 und 57 drei Sekunden
lang klingeln, bis 52 das Gespräch annimmt:
25.03.2007,11:51:02,1:12.2,3.0,I,08912345,3:48>i,52;57,52,8>8,
Fehlercodes
Im Info-Feld des Protokolls sind dreistellige SIP- oder vierstellige
ISDN-Fehlercodes möglich. Wenn mehrere Telefone parallel klingeln und diese
nacheinander unterschiedliche Fehler-Codes produzieren, wird nur der zuletzt
aufgetretene protokolliert. Die häufigsten Codes sind im folgenden aufgeführt.
SIP-Fehlercodes
400 Syntaxfehler
404 Nicht gefunden
407 Proxy-Autorisation nötig
408 Zeitüberschreitung
480 Temporarär nicht verfügbar
481 Verbindung existiert nicht
482 Endlosschleife festgestellt
484 Unvollständige Adresse
486 Besetzt
487 Abgebrochen/beendet
488 Hier nicht möglich
501 Nicht implementiert
503 Service nicht verfügbar
504 Gateway-Zeitüberschreitung |
ISDN-Fehlercodes
3301 Kabel oder Hardware-Problem
3002 Falsches B2-Protokoll, z.B. 1TR6 statt DSS1
3303 Protokollfehler Schicht 3 bzw. Timeout
3400, 3490, 3492 Es meldet sich kein Endgerät
34A2 Es ist gerade kein B-Kanal frei
3481 Eigene MSN oder Zielnummer falsch
3491 Endgerät ist besetzt
3492 Kein Endgerät antwortet
3493 Kein Endgerät nimmt den Ruf an
3495 Der Anruf wurde vom Angerufenen abgelehnt
3496 Die Rufnummer hat sich geändert
349C Rufnummernformat ungültig oder MSN falsch
34A2 Kein Kanal frei
34D8 Zielrufnummer falsch |
Das Systemprotokoll
Zusätzlich zum Anrufeprotokoll wird ein System-Log SIP_PBX.TXT geschrieben.
Es enthält alle für den Server relevanten Ereignisse wie Programmstart und
-ende, Ermittlung der öffentlichen IP-Adresse sowie Probleme beim Registrieren
von SIP-Providern oder IP-Telefonen. Die Datei wird beim Erreichen einer Größe
von 100 KB automatisch gelöscht und neu begonnen. Sie erreichen dieses Log
bequem über das Datei-Menü das Anrufe-Protokolls.
Im Systemprotokoll wird auch vermerkt, bei welchen SIP-Providern neue
Sprachnachrichten im Anrufbeantworter vorliegen, soweit das von diesen
unterstützt wird. Zum Anhören der Mailbox richtet man zweckmäßig eine
Kurzwahl in der Rufverteilung ein.
Wiederholt auftretende Fehler, neue Sprachnachrichten bei SIP-Providern und
Anrufe können auch auf anderen Netzwerk-Workstations angezeigt werden, sofern
auf diesen das Popup-Programm aus dem NetMail-Paket von Shamrock
Software läuft. Wenn Cactus auf demselben Rechner wie der NetMail-Server läuft,
wird die in der Gatetway-Konfiguration angegebene Popup-Zieladresse für
System-Meldungen berücksichtigt, andernfalls sendet Cactus die Meldungen an *
(alle). Zusätzlich zeigt das Popup-Programm auch ein Fenster mit allen derzeit
aktiven Verbindungen an.
Telefone benutzen
| 0123456789 |
| ^ |
R |
- |
| 1 |
2 |
3 |
| 4 |
5 |
6 |
| 7 |
8 |
9 |
| * |
0 |
# |
|
IP-Telefone konfigurieren
Bevor Sie den Cactus-Server mit einem IP-Telefon benutzen können, muss es
passend konfiguriert werden. Die meisten Geräte verfügen zu diesem Zweck über
ein Web-Interface. Üblicherweise gibt es dabei mindestens folgende
Einstellungen:
- Registrar: Bei Telefonen im lokalen Netzwerk tragen Sie hier
normalerweise die IP-Adresse des Cactus-Servers ein. Alternativ kann auch der
Rechnername des Cactus-Servers eingetragen werden, falls das Telefon diesen per
DNS auflösen kann. Bei externen Telefonen, die sich als Nebenstelle Ihres
Cactus-Servers anmelden sollen, wird die DynDNS-Adresse des Servers eingetragen
(z.B. meinserver.dyndns.org). Falls Ihr Server eine statische Extern-IP im
Internet besitzt, kann alternativ auch diese eingetragen werden.
- SIP-Port: Normalerweise 5060. Falls die Anmeldung eines externen
IP-Telefons nicht funktioniert, z.B. weil der Router im Cactus-LAN diesen Port
wegen eigener VoIP-Funktionen filtert, tragen Sie den in Cactus konfigurierten
Zweit-Port 5062 ein.
- Realm: Die Bezeichnung muss mit der in Cactus unter
SIP-Server konfigurierten Realm-Angabe übereinstimmen,
damit die Anmeldung funktioniert. (Nicht alle Telefone haben ein solches Feld;
sie verwenden statt dessen das Registrar-Feld.)
- DNS-Server: Wenn im Telefon die lokale IP-Adresse des Cactus-Servers
als Registrar eingetragen wird, ist eine DNS-Namensauflösung (Domain Name
Service) nicht erforderlich, und die im Telefon eingetragene DNS-Server-Adresse
ist irrelevant. Falls dagegen der Cactus-Server seine IP-Adresse von einem
DHCP-Server bezieht (nicht empfohlen!), muss dessen Adresse im Telefon als
DNS-Server eingetragen werden.
- Benutzername und Passwort: Der Benutzername entspricht der
Nebenstellen-Nummer, z.B. 57. Diese Angabe sowie das Passwort muss mit den in
Cactus unter "Nebenstellen" konfigurierten Angaben übereinstimmen.
- Codecs: Die meisten IP-Telefone bieten mehrere Codec-Varianten mit
unterschiedlicher Bitrate und Sprachqualität an. Teilweise lassen sich
bestimmte Codecs auch sperren. Sie sollten darauf achten, dass mindestens eine
der zwei Varianten G.711a und/oder G.711µ aktiviert ist (teilweise auch PCMA
und PCMU genannt), da dies für die in Cactus enthaltene ISDN-Gateway-Funktion
benötigt wird.
IP-Telefone verwenden
Vor dem Wählen muss bei einigen Telefonen (z.B. Grandstream) erst der Hörer
abgehoben und nach der Nummer die Raute-Taste # gedrückt werden. Bei anderen
Telefonen (z.B. Siemens Gigaset C450 IP) gibt man zuerst die Nummer ein und
drückt dann einfach die Abheben-Taste. Bitte konsultieren Sie hierzu die
Bedienungsanleitung Ihres IP-Telefons.
Ankommende und abgehende Rufe
- Ankommende VoIP-Rufe können an ein oder mehrere IP-Telefone geleitet
werden. Dazu müssen die Nummern dieser Telefone in der
Rufverteilung aufgeführt sein. Als Anrufernummer wird bei externen Anrufen
die vom SIP-Provider gemeldete Nummer mit einer vorangestellten Amtshol-Null
angezeigt, so dass diese Nummer gewöhnlich auch unverändert zurückgerufen
werden kann.
- Um eine andere Nebenstelle anzurufen, also ein anderes an Ihrem
Cactus-Server registriertes Telefon oder eines an einer via ISDN-Karte
angeschlossenen ISDN-Telefonanlage, geben Sie einfach die Nebenstellen-Nummer
ein. Falls für die MSN der ISDN-Karte in der ISDN-Anlage eine spontane
Amtsholung aktiviert ist, muss man gewöhnlich einen Stern vorauswählen; wenn
die folgende Nummer nicht länger als die in Cactus konfigurierte
ISDN-Nebenstellen-Länge ist, wird das deshalb nicht als Provider-Selektion
gewertet, sondern als Nebenstelle.
- Um eine externe Nummer anzurufen, wählen Sie bei dienstlichen
Gesprächen die Ziffer 0 als Amtsholung oder bei privaten Gesprächen 9 (falls
keine automatische Amtsholung unter SIP-Server
konfiguriert ist). Geben Sie dann die gewünschte Festnetz-Nummer wie gewohnt
ein. Falls das IP-Telefon ein Pluszeichen als internationale Vorwahl erlaubt,
z.B. +49..., dann macht Cactus daraus intern drei Nullen, wovon die erste der
Amtsholung dient.
- Um eine netzinterne Nummer bei einem bestimmten SIP-Provider anzurufen,
z.B. bei SipGate, drücken Sie am Telefon die Stern-Taste, dann die Indexnummer
entsprechend Ihrer Provider-Konfiguration und
anschließend die Nummer (gewöhnlich identisch mit der Kundennummer).
- Um eine Festnetz-Nummer über einen bestimmten Provider anzurufen,
drücken Sie am Telefon die Stern-Taste, dann die Indexnummer entsprechend Ihrer
Provider-Konfiguration oder 0 für ISDN und
anschließend die vollständige Nummer ohne Amtsholung, aber inklusive
Ortsvorwahl (auch bei Gesprächen innerhalb Ihres Ortes). Bei einem SIP-Provider
außerhalb Ihres Landes muss ggf. auch die eigene Landesvorwahl mitgewählt
werden. Wahlregeln und Rufverteilung werden dabei ignoriert.
- Um eine bestimmte MSN zu verwenden, wählen Sie *MSN*Zielnummer, zum
Beispiel *42*08912345678. Die MSN darf hier nicht 0 sein. Voraussetzung für
diese Funktion ist, dass die jeweilige MSN in der Cactus-Konfiguration unter
ISDN aufgeführt ist; wenn mehr als ein Controller
existiert und die MSN nicht auf allen Controllern gültig ist, muss sie dort
explizit einem bestimmten Controller zugewiesen sein.
- Das Weiterverbinden eines Gesprächs ist nicht in allen IP-Telefonen
vorgesehen. Typischerweise benötigt man dafür eine Transfer-Taste, wie z.B.
beim Grandstream BT102 oder beim ExpressTalk-Softphone. Bitte konsultieren Sie
hierzu das Handbuch Ihres Telefons. Cactus verwendet den in RFC 3515
standardisierten Refer-Mechanismus für das Weiterverbinden mit Rückfrage: A und
B sprechen miteinander. B will nun A an C weiterverbinden. Dazu drückt B die
Flash-/R-Taste und wählt die Nummer von C. Sobald C den Hörer abnimmt, spricht
B zunächst mit C. Sobald B auflegt, ist A mit C verbunden.
Umleitungen programmieren
Falls die Programmierung von Umleitungen am Telefon erlaubt
ist, können folgende Tastensequenzen dafür verwendet werden, die jenen in
GSM-Telefonen ähnlich sind:
- **21*Nummer#: Immer - Ruf immer auf die angegebene Zielnummer
umleiten.
- **62*Nummer#: Nicht erreichbar - Ruf umleiten, wenn das Telefon
derzeit nicht registriert ist.
- **61*Nummer#: Nichtmelden - Ruf umleiten, wenn er nicht innerhalb
von etwa 20 Sekunden angenommen wird.
- **67*Nummer#: Besetzt - Ruf umleiten, wenn der Teilnehmer gerade
spricht bzw. keine freie Leitung hat.
- **002*Nummer#: Alle - Setzt alle obigen Umleitungen auf die
angegebene Zielnummer.
- **004*Nummer#: Bedingt - setzt alle bedingten Umleitungen, d.h. alle
außer "immer".
Wichtige Hinweise zum Programmieren von Rufumleitungen:
- Nach der jeweiligen Eingabe müssen Sie noch den Hörer abheben oder die
Wähltaste des Telefons drücken. Die Raute # dient bei einigen SIP-Telefonen
(z.B. Grandstream BT100) zum Beenden der Eingabe und wird nicht mitübertragen;
sie ist deshalb optional, wenn das Wählen je nach Telefon anders erfolgt.
Entsprechend genügt in diesem Fall z.B. **002 zum Deaktivieren aller
Umleitungen.
- Bei erfolgreicher Programmierung erscheint im Telefon anschließend
(je nachdem, ob das Telefon nur Status-Codes oder auch Textmeldungen anzeigen
kann) entweder "487" oder "487 Umleitung OK". Andernfalls erscheint ein
anderer passender Fehlercode, typisch 403 = verboten oder
400 = falsches Format.
- Um die Umleitung zu deaktivieren, lassen Sie einfach die Zielnummer
weg (z.B. **21*# oder abgekürzt auch **21#). Der Status kann jederzeit in der
Nebenstellen-Konfiguration des Servers überprüft
werden.
- Ein Teilnehmer, auf den ein Ruf umgeleitet wird, kann den umgeleiteten
Apparat anrufen, ohne selbst wieder umgeleitet zu werden
(Sekretariats-Funktion).
ISDN-Anlage einbinden
Falls im Cactus-PC eine ISDN-Karte zur Verfügung steht, kann sie als
VoIP-/ISDN-Gateway zu einer vorhandenen ISDN-Telefonanlage verwendet werden.
Die ISDN-Karte muss dabei als Nebenstelle an die ISDN-Anlage angeschlossen
werden. Mit den analogen und ISDN-Telefonen innerhalb dieser Anlage können dann
auch kommende und gehende VoIP-Telefonate geführt werden. Um
Tonwahl-Fehlauswertungen durch Hintergrundgeräusche zu vermeiden, empfehlen
wir, nicht mit aktivierter Freisprecheinrichtung zu wählen, sondern mit
abgenommenem Hörer.
- Ankommende VoIP-Anrufe können an Telefone dieser ISDN-Anlage
geleitet werden. Dazu müssen die Nummern dieser Telefone in der
Rufverteilung aufgeführt sein, und ihren
Anfangsziffern muss bei den Wahlregeln das Ziel ISDN
zugewiesen sein. Als Rufnummer erscheint auf einem ISDN-Telefon dabei die
Nebenstellennummer (MSN) der ISDN-Karte; es ist technisch leider nicht möglich,
eine SIP-Rufnummer statt der internen MSN zu übermitteln.
- Um ein IP-Telefon anzurufen, das an der Cactus-Anlage angemeldet
ist, wählen Sie am ISDN- oder analogen Telefon zunächst eine
Nebenstellen-Nummer der ISDN-Karte, die in Cactus als MSN für Tonwahl
konfiguriert ist. Sie hören einen Wählton. Jetzt können Sie per Tonwahl (DTMF,
MFV) die gewünschte Cactus-Nebenstellennummer eingeben, gefolgt von der
Raute-Taste # als Ende-Zeichen. Es ist dann wie gewohnt ein Besetzt- oder
Freizeichen zu hören.
- Um eine externe Nummer per VoIP anzurufen, wählen Sie am ISDN- oder
analogen Telefon zunächst eine Nebenstellen-Nummer der ISDN-Karte, die in
Cactus als MSN für Tonwahl konfiguriert ist. Sie hören einen Wählton. Jetzt
müssen Sie per Tonwahl (DTMF) die Ziffer 0 als dienstliche oder 9 als private
Amtsholung eingeben (falls keine automatische Amtsholung
konfiguriert ist), dann die VoIP-Zielnummer, gefolgt von der Raute-Taste #
als Ende-Zeichen. Achten Sie darauf, während der Eingabe nicht länger als 5
Sekunden zu pausieren. Es ist dann wie gewohnt ein Besetzt- oder Freizeichen zu
hören. Falls Sie sich während der Eingabe der Zielnummer vertippen, können Sie
mit einem Stern * die Eingabe löschen und von vorn beginnen, ohne auflegen zu
müssen. (Der Stern wird nur übernommen, wenn er an erster Stelle steht, da er
dann zur Auswahl eines SIP-Providers dient, siehe die nächsten zwei Punkte.)
- Um eine netzinterne Nummer bei einem bestimmten SIP-Provider anzurufen,
wählen Sie am ISDN- oder analogen Telefon zunächst eine Nebenstellen-Nummer der
ISDN-Karte, die in Cactus als MSN für Tonwahl konfiguriert
ist. Sie hören einen Wählton. Drücken Sie die Stern-Taste *, gefolgt von der
Nummer des gewünschten SIP-Providers (1 bis 9) entsprechend Ihrer
Provider-Konfiguration, dann die netzinterne SIP-Nummer und schließlich die
Raute-Taste als Abschluss.
- Um eine Festnetz-Nummer über einen bestimmten SIP-Provider anzurufen,
wählen Sie am ISDN- oder analogen Telefon zunächst eine Nebenstellen-Nummer der
ISDN-Karte, die in Cactus als MSN für Tonwahl konfiguriert ist. Sie hören einen
Wählton. Drücken Sie am Telefon die Stern-Taste, dann die SIP-Indexnummer
entsprechend Ihrer Provider-Konfiguration,
anschließend die vollständige Nummer ohne Amtsholung, aber inklusive
Ortsvorwahl (auch bei Gesprächen innerhalb Ihres Ortes) und dann die
Raute-Taste #. Bei einem SIP-Provider außerhalb Ihres Landes muss ggf. auch die
eigene Landesvorwahl mitgewählt werden. Wahlregeln und Rufverteilung werden
dabei ignoriert.
- Das Weiterverbinden eines Gesprächs von einem ISDN- oder analogen
Telefon ist sowohl an eine andere Nebenstelle der ISDN-Anlage als auch an ein
IP-Telefon oder einen SIP-Provider wie gewohnt möglich, ggf. auch per
DTMF-Nachwahl nach Anrufen einer Cactus-MSN.
Weitere Tipps und Hinweise zur Benutzung von ISDN- und analogen
Endgeräten:
- Legen Sie die Nebenstellen-Nummer der ISDN-Karte bei den Telefonen Ihrer
ISDN-Anlage am besten auf eine Kurzwahltaste "VoIP"; wenn Sie damit
überwiegend dienstliche Externgespräche führen, am besten noch mit einer Pause
und einer Amtshol-Null dahinter.
- Das Drücken der Raute-Taste # hinter der eigentlichen Zielnummer ist
nicht unbedingt erforderlich; man kann auch einfach ein paar Sekunden warten
(siehe Tonwahl-Timeout bei den ISDN-Einstellungen).
- Wenn die Nebenstelle einer ISDN-Anlage aufgrund eines VoIP-Anrufs klingelt,
zeigt sie nicht die VoIP-Anrufernummer, sondern die interne MSN der ISDN-Karte
des Cactus-PC an, denn es ist technisch nicht möglich, eine Nummer zu
übermitteln, die nicht zum jeweiligen ISDN-Anschluss gehört.
- Die Programmierung von Rufumleitungen, z.B. bei Besetzt, erfolgt
üblicherweise in der ISDN-Telefonanlage.
Cactus-Anlagen koppeln
Standort 1
server1.dyndns.org |
|
Standort 2
server2.dyndns.org |
| Nst. 51 |
— |
Cactus
1 |
Cactus
2 |
— |
Nst. 61 |
| |
—Internet— |
|
| Nst. 52 |
— |
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Nst. 62 |
Sie können mehrere Cactus-Anlagen miteinander koppeln, so dass sich die dort
angeschlossenen Nebenstellen gegenseitig mit internen Nummern erreichen können.
Dafür sollte sich wie im nebenstehenden Beispiel die jeweils erste Ziffer der
Nebenstellen-Nummern in den Anlagen unterscheiden. Ferner benötigen Sie für die
Standorte entweder je eine statische externe IP-Adresse oder je eine
DynDNS-Domain.
Sie müssen für die unterschiedlichen Standorte getrennte Cactus-Lizenzen
erwerben, da eine Lizenz jeweils nur für einen Server gilt. - Im folgenden
Beispiel gehen wir von einer Konfiguration mit zwei Standorten aus. Gehen Sie
dafür bitte wie folgt vor (die DynDNS-Namen sind natürlich nur als Beispiel
gedacht):
Standort 1
- Stellen Sie sicher, dass alle lokalen IP-Nebenstellen mit der Ziffer 5
beginnen.
- Konfigurieren Sie eine neue Nebenstelle 50.
- Geben Sie die Daten der Cactus-2-Nst. 60 als
SIP-Index 9 ein: Benutzername = 60, Registrar = server2.dyndns.org.
- Erstellen Sie eine Wahlregel von 6 an
SIP-Index 9.
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Standort 2
- Stellen Sie sicher, dass alle lokalen IP-Nebenstellen mit der Ziffer 6
beginnen.
- Konfigurieren Sie eine neue Nebenstelle 60.
- Geben Sie die Daten der Cactus-1-Nst. 50 als SIP-Index 9 ein:
Benutzername = 50, Registrar = server1.dyndns.org.
- Erstellen Sie eine Wahlregel von 5 an SIP-Index 9.
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Jetzt kann z.B. von der Nebenstelle 51 an Cactus 1 die Nebenstelle 61 an
Cactus 2 direkt angewählt werden. - Hinweise:
- Wenn an beiden Standorten auch eine ISDN-Anlage vorhanden ist und es bei
deren ISDN- oder analogen Nebenstellen Überschneidungen gibt (z.B. 31 auf
beiden Seiten vorhanden), können Sie ergänzend zu obigem Beispiel durch eine
Rufverteilungs-Regel von 631 auf 31 an Standort 2 eine virtuelle Rufnummer 631
für Standort 1 einrichten. Umgekehrt müssen Sie am Standort 1 eine
Rufverteilungs-Regel von 531 auf 31 als virtuelle Rufnummer 531 für Standort 2
einrichten.
- Obwohl es theoretisch auch möglich wäre, an Cactus 1 externe Amtsgespräche
über Cactus 2 zu führen und umgekehrt, empfehlen wir zur Vermeidung des dadurch
entstehenden zusätzlichen unnötigen Datenverkehrs eine getrennte Anbindung von
Cactus 1 und Cactus 2 an zwei unterschiedliche SIP-Provider-Accounts.
Typische Probleme
Abgehende Extern-Gespräche funktionieren nicht.
Stellen Sie bitte sicher, dass Sie die eigene Landesvorwahl
richtig konfiguriert haben, z.B. 0043 für Österreich. Ferner müssen Sie z.B.
für ein Gespräch nach Frankreich 00033... statt 0033... wählen oder 0089...
statt 089... für München, also mit einer zusätzlichen Amts-Null, solange Sie
nicht die automatische Amtsholung in Cactus aktiviert
haben. Falls in der Nebenstellen-Konfiguration eine
CLIR-Nummer angegeben ist, muss diese vom benutzten Provider unterstützt
werden; lassen Sie das Feld ggf. versuchsweise leer.
Bei einem ankommenden SIP-Ruf klingelt kein Telefon.
Kontrollieren Sie bitte, was im Cactus-Fenster rechts oben angezeigt wird: Wenn
hinter der gerufenen Nummer "(?)" steht, wurde keine passende
Rufverteilungs-Regel dafür gefunden. Tragen Sie bitte
die angezeigte gerufene Nummer exakt so in der Rufverteilung ein und weisen Sie
ihr ein oder mehrere geeignete Ziele zu. Sie können statt einzelner
Provider-Nummern auch einfach einen Stern als Standard-Routing eintragen. Wenn
es sich bei einem Ziel um eine Nebenstelle einer angeschlossenen
ISDN-Telefonanlage handelt, stellen Sie bitte sicher, dass deren Anfangsziffer
als Wahlregel mit dem Ziel ISDN konfiguriert ist und mindestens eine ISDN-MSN
in Cactus als abgehend-geschäftlich eintragen wurde.
Es ist ein störendes Echo zu hören.
Da bei IP-Telefonie Datenpuffer verwendet werden, tritt eine etwas größere
Sprachverzögerung als bei ISDN- oder analogen Verbindungen auf. Eine
ungenügende Entkopplung zwischen Mikrofon und Hörkapsel bzw. Lautsprecher macht
sich deshalb als störendes Echo bemerkbar. Oft hilft es, einfach die
Wiedergabelautstärke und/oder Mikrofon-Empfindlichkeit zu reduzieren.
SIP-Softphones sollten Sie immer mit Headset (oder zumindest mit Kopfhörer
statt Lautsprecher) verwenden, um eine Rückkopplung vom Lautsprecher zum
Mikrofon zu vermeiden. Wenn ein ISDN- oder Analog-Telefon beteiligt ist, sollte
der Freisprech-Modus nur dann verwendet werden, wenn das Gerät über eine
halbwegs funktionierende Echo-Unterdrückung verfügt. Generell verursachen SIP-
und ISDN-Telefone weniger Echo-Probleme als analoge.
Ich kann keine Nummer wählen, die mit einem Stern beginnt.
Wenn Sie an einem IP-Telefon z.B. *31 eingeben, wird damit die Nummer 1 über
den SIP-Provider 3 gewählt. Eingaben, die mit zwei
Sternen beginnen, sind für das Programmieren von Umleitungen
reserviert. Falls Ihre ISDN-Anlage mit spontaner Amtsholung arbeitet und vor
einer Nebenstellen-Nummer deshalb einen Stern benötigt, wählen Sie z.B. statt
*31 deshalb bitte *0*31 am IP-Telefon: Mit *0 wird ISDN als abgehende Leitung
ausgewählt, das nachfolgende *31 wird unverändert der ISDN-Anlage übergeben.
Alternativ können Sie aber auch einfach die spontane Amtsholung in der
ISDN-Anlage für die von Cactus benutzten MSNs deaktivieren. - Ähnlich können
Sie eine mit * beginnende Sequenz auch bei Ihrem SIP-Provider wählen, wenn Sie
der Eingabe einen Stern und die Provider-Nummer voranstellen.
Kann ich eine GSM-Gateway-Box verwenden?
Ein GSM-ISDN-Gateway kann mit Cactus verwendet werden, so dass Gespräche von
und zu Mobiltelefonen deutlich preiswerter sind, da sie dann Mobilnetz-intern
sind. Sie benötigen dafür eine GSM-Box, die sich als ISDN-NT verhält, z.B. 2N
BRI Lite. Verbinden Sie diese mit einem allein dafür reservierten Anschluss
Ihrer ISDN-Karte und konfigurieren Sie die MSN und Controller-Nummer unter
ISDN als "Spezielle Verwendung". Dann definieren Sie
eine oder mehrere Wahlregeln für die gewünschten
Mobil-Nummernbereiche (z.B. 015, 016, 017) und weisen Sie diesen als Provider
"ISDN-spezial" zu.
Nutzungsvertrag
Dieser Nutzungsvertrag wird mit der Installation der Cactus-Software
stillschweigend anerkannt.
Der Inhaber einer Cactus-Lizenz darf das Server-Modul zu einer Zeit
auf einem PC installieren und betreiben. Der Käufer erwirbt lediglich
ein Nutzungs-, aber kein Eigentumsrecht an der Software. Das Nutzungsrecht an
der Software endet automatisch bei nicht fristgerechter Zahlung des Kaufpreises
sowie bei Verletzung dieser Lizenzregelungen.
Die Verbreitung der Demo-Version auf anderen
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CD-ROMs ist ohne schriftliche Erlaubnis nicht gestattet.
Shamrock Software als Urheber des Programms und der dazugehörigen
Dokumentation verweist anstelle weiterer eigener lizenzrechtlicher
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nicht haftet.
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