Cactus

VoIP-PBX-Software - Shamrock Software GmbH  

System-Voraussetzungen
PC und Betriebssystem
LAN und Internet
Externe Teilnehmer
Firewall-Konfiguration
Router-Konfiguration
ISDN-Adapter
IP-Telefone und ATAs


Software-Installation
Neuinstallation
Updates und Upgrades
Programm deinstallieren
Cactus-Konfiguration
Erste Schritte
Netzwerk
SIP-Server
STUN/Router
ISDN
SIP-Provider
Nebenstellen
Rufverteilung
Ausnahmen nachts
Wahlregeln
Rufnummernsperre
Protokolle
Programmstart
Der Cactus-Server
Den Server starten
Das Server-Fenster
Das Anrufe-Protokoll
Die Protokoll-Datei
Das Systemprotokoll


Telefone benutzen
IP-Telefone konfigurieren
IP-Telefone verwenden
ISDN-Anlage einbinden
Cactus-Anlagen koppeln
Typische Probleme

Version 1.33, 25.10.11 - Nutzungsvertrag - English - Internet: Shamrock - Support/FAQ
Der passende Abschnitt dieses Handbuchs wird auch mit der Hilfe-Funktion aufgerufen.
Hinweis zur Demo-Version: Die Gesprächsdauer wird auf je 5 Minuten begrenzt.


System-Voraussetzungen

Internet Cactus
PC als VoIP-
Telefonanlage
mit optionaler
ISDN-Karte
IP-Telefon   ISDN-
Telefon-
anlage
Analog-Tel.
(z.B.
DSL)
     
IP-Telefon ISDN-Telefon
   
———————— ISDN-Amt

Cactus ist eine software-basierte Voice-over-IP-Telefonanlage (VoIP PBX) gemäß dem SIP-Standard RFC 3261. Mit einer optionalen CAPI-2.0-kompatiblen ISDN-Karte lässt sich auch eine Querverbindung zu einer vorhandenen ISDN-Telefonanlage herstellen, so dass man mit deren herkömmlichen Telefonen VoIP-Gespräche führen kann.

PC und Betriebssystem

Als Betriebssystem ist im Prinzip jede 32-Bit-Windows-Version ab Windows 98 geeignet. Wir empfehlen jedoch aus Gründen der Langzeitstabilität Windows 2000, XP, 2003 oder Vista. Cactus ist auch mit 64-Bit-Windows-Versionen einsetzbar, sofern die ggf. benutzte ISDN-Karte einen dafür passenden CAPI-Treiber besitzt.

Es ist empfehlenswert, auf demselben Rechner keine Anwendungen auszuführen, die regelmäßig eine sehr hohe CPU-Last erzeugen. Der Betrieb mit anderen Shamrock-Programmen wie CapiCall, CapiFax oder NetMail ist jedoch problemlos möglich.

Für den PC, das DSL- bzw. Kabel-Modem und für eine ggf. vorhandene herkömmliche Telefonanlage empfiehlt sich die Verwendung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV).

LAN und Internet

Uplink
kbit/s
Gespräche
(G.711)
128
256
576
2000
1
3
6
24

Wir empfehlen, den Cactus-Server-PC mit einer statischen LAN-IP-Adresse zu betreiben, die in den IP-Telefonen innerhalb Ihres lokalen Netzwerks dann als Registrar eingetragen wird. Sollte das nicht möglich sein, muss der benutzte DHCP-Server auch DNS-Funktionen zur Verfügung stellen.

Als Internet-Zugang eignet sich sowohl ein handelsüblicher DSL- oder Kabel-Router als auch eine DFÜ-Verbindung (z.B. RAS-PPPoE). Die nebenstehende Tabelle zeigt die Anzahl gleichzeitig möglicher VoIP-Gespräche je nach Uplink-Bandbreite des Internet-Anschlusses. Dabei wird vom häufig verwendeten G.711-Codec ausgegangen, der der ISDN-Sprachqualität entspricht. Beispielsweise erlaubt der heute weit verbreitete Anschluss T-DSL 6000 mit 576 kbit/s Upload-Geschwindigkeit immerhin bis zu sechs gleichzeitige Gespräche, solange er nicht von anderen Transfers (z.B. FTP oder E-Mail) mitbenutzt wird. Um zu erreichen, dass die Bandbreite ggf. bevorzugt für VoIP-Verbindungen zur Verfügung steht, damit kein Stottern auftritt, gibt es auch Router mit Traffic-Shaping-Funktionen.

Da die Internet-Verbindung möglichst nur nachts getrennt werden sollte, sollte man entweder in der Router-Konfiguration oder durch ein geeignetes DFÜ-Utility-Programm (z.B. das von Shamrock auf der Support-Seite zu NetMail zur Verfügung gestellte DynDNS-Tool) sicherstellen, dass die Trennung nachts statt tagsüber erfolgt. Cactus unterstützt dies durch die Möglichkeit, für einen bestimmten Zeitraum als extern inaktiv konfiguriert werden zu können.

Externe Teilnehmer

Wenn externe Teilnehmer (im Internet, also außerhalb Ihres lokalen Netzwerks) sich sozusagen als Nebenstellen an Ihrem Cactus-Server anmelden sollen, ist für den Server entweder eine statische IP-Adresse von Ihrem Internet-Provider erforderlich, oder Sie benutzen einen DynDNS-Dienst wie etwa www.dyndns.org oder www.selfhost.de, bei dem Sie eine Subdomain wie etwa meinserver.dyndns.org anmelden, die dann auf die dynamische IP-Adresse Ihres DSL- bzw.Kabelanschlusses verweist. Die meisten Internet-Router besitzen heute die dafür erforderlichen DynDNS-Anmeldefunktionen, aber es gibt auch Software-Tools für diesen Zweck. Näheres dazu finden Sie auf den Webseiten der genannten Dienste. Falls Sie z.B. zum Betrieb eines SMTP-Servers bereits eine DynDNS-Domain haben, können Sie diese natürlich für Cactus mitverwenden.

Ihr Cactus-Server stellt sich für externe Teilnehmer, z.B. freie Mitarbeiter Ihrer Firma, wie ein normaler SIP-Provider dar. In deren IP-Telefonen oder VoIP-Routern muss also die DynDNS-Domain bzw. die statische öffentliche IP-Adresse Ihres Servers als Registrar eingetragen werden.

Selbstverständlich kann Cactus auch Verbindungen zu Teilnehmern herstellen, die bei einem anderen öffentlich verfügbaren SIP-Provider wie etwa Dus.net, Sipgate oder T-Online angemeldet sind. Sie benötigen hierzu mindestens einen Account bei einem solchen Provider. Dessen Benutzername und Passwort brauchen dabei nur in Cactus konfiguriert zu werden, nicht in den an Ihren Server angeschlossenen Telefonen.

Firewall-Konfiguration

Protokoll Port lokal Port extern Richtung Verwendung
UDP
UDP
UDP
5060
5062
6000...6239
beliebig
beliebig
beliebig
beide
beide
beide
SIP+STUN
SIP
RTP

In einer Firewall (Personal Firewall als Software auf dem Cactus-PC bzw. Router mit eingebauter Firewall) müssen für VoIP-Verbindungen die in der nebenstehenden Tabelle genannten Ports freigegeben werden. Bei einer Software-Firewall ist die Verwendung der angegebenen Ports auch explizit auf das Cactus-Programm SIP_PBX.EXE einschränkbar.

Der RTP-Portbereich für die Sprachdaten ergibt sich aus dem Basisport 6000 plus viermal der Anzahl der gleichzeitig möglichen Verbindungen minus 1. Bei Cactus-S2M mit maximal 60 Kanälen ergibt das wie in der Tabelle angegeben als letzten Port 6000+(4*60)-1 = 6239. Bei Cactus-Pro mit max. 8 Kanälen genügt als Endport im Prinzip auch 6000+(4*8)-1 = 6031.

Router-Konfiguration

Cactus ist mit jedem NAT-Router kompatibel (Network Address Translation). Ein Port-Weiterleitung der UDP-Ports 5060 und 5062 sollte in ihm zur IP-Adresse des Cactus-PC konfiguriert werden. Wie man das macht, ist in der Router-Dokumentation beschrieben. Sonstige spezielle Einstellungen sind im Router nicht erforderlich. Wir empfehlen allerdings, nicht mehrere Router hintereinander einzusetzen, da dies oft Probleme bei der Adressen-Übersetzung und bei der Port-Weiterleitung verursacht.

Wenn es auch externen Teilnehmern möglich sein soll, sich bei Ihrem Cactus-Server sozusagen als Nebenstelle anzumelden, ist diese Port-Weiterleitung zwingend erforderlich. Der Zweit-Port 5062 ist allerdings nur dann nötig, wenn ein Router eingesetzt wird, der selbst VoIP-Funktionen aufweist und Daten auf dem Standard-SIP-Port 5060 deshalb nicht ins lokale Netzwerk durchlässt.

Falls Ihr Router eine Funktion besitzt, die IP-Adressen und Ports in den Paketen auf Applikationsebene umschreibt (Application Level Gateway = ALG, z.B. bei Speedtouch-Routern), schalten Sie diese bitte aus. Cactus ist darauf angewiesen, dass die SIP-Pakete nicht verfälscht werden.

ISDN-Adapter

Ein ISDN-Adapter kann in Cactus optional benutzt werden. Er kann entweder direkt an eine ISDN-Amtsleitung angeschlossen werden, um mit IP-Telefonen ISDN-Gespräche zu führen, oder er wird als Nebenstelle an eine vorhandene ISDN-Telefonanlage angeschlossen, damit herkömmliche Telefone auch VoIP-Gespräche annehmen und aufbauen können.

Der ISDN-Adapter kann wahlweise eine interne PCI-Karte sein (empfohlen!), notfalls aber auch ein USB-ISDN-Adapter oder ein Router mit LAN-CAPI. Ein CAPI-2.0-Treiber ist in jedem Fall zwingend dafür erforderlich. Je nach Version (SoHo, Pro, S2M) unterstützt Cactus bis zu 2, 8 oder 60 ISDN-Kanäle. Für 2 Kanäle genügt eine einfache preiswerte ISDN-Karte wie etwa AVM Fritz PCI. Für 8 Kanäle kann eine 4fach-ISDN-Karte wie Primux-4S0 verwendet werden. Cactus-S2M kann auch mit einer Primärmultiplex-Karte wie Primux-1S2M oder -2S2M betrieben werden. Beachten Sie bitte, dass es bei vielen ISDN-Karten wie AVM-Fritz nicht möglich ist, mehrere davon in einen PC einzubauen, da der mitgelieferte CAPI-Treiber nur eine erkennt. Mehrere ISDN-Karten im selben PC müssen vom gleichen Hersteller sein, da ein gemeinsamer Treiber (CAPI2032.DLL) für sie verwendet wird. Es gibt aber auch Mehrfach-ISDN-Adapter mit z.B. vier ISDN-Anschlüssen auf einer Karte.

Cactus unterstützt alternativ auch spezielle ISDN-Karten, die für den sogenannten NT-Modus (Network Termination) konfiguriert werden können, z.B. Primux 4S0 NT oder Primux S2M NT. Der Anschluss der ISDN-Karte verhält sich dabei wie eine Amtsleitung und man kann daran entweder ein ISDN-Telefon oder eine externe Leitung einer ISDN-Anlage anschließen. Im Telefon bzw. in der ISDN-Anlage muss dann eine MSN eingestellt werden, für die in Cactus eine passende ISDN-NT-Wahlregel existiert.

ISDN-Adapter funktionieren typischerweise nicht in einer virtuellen Maschine, da Virtualisierungs-Software gewöhnlich nicht über den nötigen Code verfügt, um Konflikte mehrerer Betriebssystem-Instanzen beim Zugriff auf die ISDN-Hardware zu vermeiden. Ein Netzwerk-CAPI-Treiber mit Zugriff auf einen nicht-virtualisierten PC mit ISDN-Karte oder auf einen ISDN-Router könnte dabei als Notlösung dienen.

IP-Telefone und ATAs

Cactus funktioniert mit einer Vielzahl SIP-kompatibler IP-Telefone, Softphones und ATAs (Analog-Telefon-Adapter). Bitte beachten Sie, dass nicht alle diese Geräte in der Lage sind, Gespräche weiterzuverbinden. Grundlegende Konfigurations-Hinweise finden Sie in diesem Handbuch weiter hinten. Für einige IP-Telefone gibt es auch Konfigurations-Hinweise auf der Support-Seite zu Cactus im Web. Wenn Sie Probleme mit einem bestimmten Gerät haben, wenden Sie sich bitte an Shamrock.


Software-Installation

Cactus gibt es in den drei Versionen SoHo, Pro und S2M. Die Unterschiede werden auf der Shamrock-Webseite beschrieben. Ferner kann man aus dem Internet eine Demo-Version laden, die funktional der SoHo-Version entspricht, die Gesprächsdauer aber jeweils auf fünf Minuten begrenzt.

Wichtig: In Windows Vista werden Zugriffe auf das Programme-Verzeichnis sowie auf den Registry-Zweig HKLM virtualisiert, d.h. benutzerspezifischen Pseudo-Verzeichnissen und Registry-Zweigen zugewiesen. Dadurch würde aber der Cactus-Dienst, der im System-Kontext läuft, die Konfigurationsdaten nicht sehen, die vorher im Benutzer-Kontext eingegeben wurden. Ferner ist das Programme-Verzeichnis aus dem Netzwerk nur eingeschränkt erreichbar, so dass Konfigurationsänderungen von einer anderen Workstation nicht möglich wären. Deshalb schlägt das Setup-Programm von Cactus als Standard-Installationspfad C:\Shamrock\Cactus vor.

Neuinstallation

Für die Installation müssen Sie gewöhnlich als Administrator oder Hauptbenutzer angemeldet sein, damit Sie das Recht haben, ein Programm zu installieren.

Starten Sie nun zunächst das Konfigurations-Programm, um die nötigen Einstellungen vorzunehmen, bevor Sie - ebenfalls im Windows-Startmenü - den Cactus-Server starten, um Ihre VoIP-Telefonanlage in Betrieb zu nehmen.

Updates und Upgrades

Beenden Sie vor der Installation eines Updates, beim Installieren einer Vollversion über eine Demo-Version oder beim Upgrade z.B. von Cactus-SoHo auf -Pro bitte zunächst alle Cactus-Programme auf dem Server sowie ggf. auch auf anderen Workstations. Falls der Cactus-Server als Dienst läuft, beenden Sie ihn in der Systemsteuerung unter Verwaltung/Dienste (und starten Sie ihn dort nach der Update-Installation erneut).

Gehen Sie dann genauso vor wie oben unter "Neuinstallation" beschrieben und behalten Sie den vorgeschlagenen Ziel-Pfad bei, der dem der existenten Installation entspricht. Ihre Konfiguration bleibt dabei vollständig erhalten. Von einem "Downgrade" der aktuellen auf eine frühere Version raten wir unabhängig vom Grund allerdings dringend ab, da hierbei Konfigurations-Inkompatibilitäten auftreten könnten.

Hinweis: Die aus dem Internet ladbare Demo eignet sich nicht als Update für eine Vollversion; Sie hätten danach nur noch die Demo-Version auf dem PC. Ein Update Ihrer Vollversion können Sie auf der Shamrock-Bestellseite anfordern.

Programm deinstallieren

Zur Deinstallation sollten Sie als derselbe Benutzer angemeldet sein, der auch die Installation vorgenommen hat. Beenden Sie bitte zunächst alle Cactus-Programme auf dem Server sowie ggf. auch auf anderen Workstations. Falls der Cactus-Server als Dienst läuft, beenden Sie ihn in der Systemsteuerung unter Verwaltung/Dienste und entfernen Sie ihn durch Aufrufen von SIP_PBX.exe -u.

Jetzt haben Sie In der Windows-Systemsteuerung unter "Software" die Möglichkeit, Cactus zu deinstallieren. Dabei werden die Dateien im Programmverzeichnis mit allen Konfigurationsdaten sowie Registry-Einträge vollständig vom System entfernt.


Cactus-Konfiguration

Cactus-Konfiguration
Netzwerk
SIP-Server
STUN
ISDN
SIP-Provider
Nebenstellen
Rufverteilung
Wahlregeln   
Rufnr.-Sperre
Protokolle
 
Ziel Routing Name
0
9
0110
0112


...
SIP1
SIP1
ISDN
ISDN


...
Dienstlich
Privat
Polizei
Notruf


...
Neu

Bearbeiten

Löschen
Hilfe Abbruch OK

Erste Schritte

Sie finden das Konfigurations-Programm im Windows-Startmenü unter Programme/Cactus. Typischerweise sind bei der Inbetriebnahme folgende Arbeiten erforderlich:

  1. Geben Sie unter SIP-Server den Server-Namen sowie die eigene Landes- und Ortsvorwahl ein.
  2. Falls Sie einen DSL-Router o.ä. verwenden, tragen Sie den STUN-Server ihres Haupt-SIP-Providers ein.
  3. Falls eine ISDN-Karte zur Verfügung steht, tragen Sie deren Rufnummer und die Rufverteilung ein.
  4. Geben Sie die Daten eines oder mehrerer SIP-Provider ein, z.B. Dus.net, Sipgate oder T-Online.
  5. Tragen Sie die Nebenstellen ein und konfigurieren Sie die entsprechenden Telefone passend.
  6. Tragen Sie einen Stern * in der Rufverteilung ein und konfigurieren Sie als Ziel die Telefone (SIP oder ISDN bzw. analog), die bei externen Anrufen klingeln sollen.
  7. Legen Sie Wahlregeln fest, mindestens für 0 als Amtsholung, ggf. auch die Anfangsziffern der Nebenstellen und Gruppenrufnummern Ihrer ISDN-Anlage.
  8. Falls im Betrieb Probleme auftauchen, überprüfen Sie bitte das Server-Fenster und das Protokoll auf etwaige Fehlermeldungen.

Das Konfigurations-Programm lässt sich als SIP_CFG.exe auch von anderen Workstations über die Netzwerk-Umgebung aufrufen, wenn die Festplatte des Server-PC oder zumindest das Cactus-Verzeichnis im Netzwerk freigegeben ist. Sie können die NTFS-Rechte von Windows verwenden, um den Zugang nur bestimmten Benutzern zu gestatten. Falls beim Laden des Programms via Netzwerk die Warnung erscheint "Der Herausgeber konnte nicht verifiziert werden", fügen Sie im Internet Explorer unter Extras - Internetoptionen - Sicherheit - Lokales Intranet - Sites - Erweitert den Rechnernamen des PC hinzu, von dem das Programm geladen werden soll.

Sie können die folgenden Abschnitte des Handbuchs auch mit der Hilfe-Taste im jeweiligen Dialog aufrufen.

Netzwerk

Umrechnung einer CIDR-Angabe in einen IP-Bereich
CIDR:
IP-Bereich:

Eine Änderung der Netzwerk-Standardeinstellungen ist normalerweise nicht erforderlich. Änderungen erfordern einen Neustart des Cactus-Server-Programms; solange Sie mit den Einstellungen experimentieren, ist es deshalb praktischer, den Server nicht als Dienst, sondern als normales Programm zu starten.

SIP-Server

Dieser Konfigurationsbereich betrifft die Kommunikation zwischen IP-Telefonen und Ihrem Cactus-Server mit dem Session Initiation Protocol, kurz SIP.

STUN/Router

Ein externer STUN-Server (Simple traversal of UDP over NAT) dient dem Cactus-PC zur Ermittlung der eigenen öffentlichen IP-Adresse, wenn Sie z.B. zur DSL-Einwahl nicht das Windows-DFÜ-Netzwerk, sondern einen NAT-Router verwenden (Network Address Translation):

Wenn kein Router benutzt wird, sondern die Internet-Einwahl per DFÜ-Netzwerk erfolgt (RAS-PPPoE o.ä.), sollte das Feld für die Server-Adresse in der STUN-Konfiguration leer bleiben, damit kein unnötiger Datenverkehr erzeugt wird. Cactus kann die öffentliche IP-Adresse in diesem Fall direkt aus der DFÜ-Verbindung auslesen und tut das dann einmal pro Minute.

Wenn Sie eine statische externe IP-Adesse besitzen, tragen Sie diese statt eines STUN-Servers als "Server-Adresse" ein und lassen Sie das Feld "Server-Port" leer.

ISDN

Die ISDN-Konfiguration ist natürlich nur sinnvoll und notwendig, wenn im Cactus-PC eine ISDN-Karte mit CAPI-2.0-Treiber vorhanden ist.

Für die einzelnen Einträge in der MSN-Liste (Multiple Subscriber Number) stehen folgende Parameter zur Verfügung:

Bitte beachten Sie hierbei folgendes:

  1. Auf die in Cactus mit "VoIP-Ziel wird per Tonwahl gewählt" konfigurierten MSNs sollten Sie in der ISDN-Telefonanlage keine Amtsnummern routen! Andernfalls könnten sich fremde Teilnehmer aus dem öffentlichen Netz in Ihren Cactus-Server einwählen (womöglich sogar kostenlos per Festnetz-Flatrate!) und VoIP-Gespräche aufbauen, die je nach Zielnummer erhebliche Kosten verursachen können.
  2. Die Anzahl der MSNs hat nicht direkt mit der Anzahl gleichzeitig möglicher Gespräche zu tun. Beispielsweise sind mit einem ISDN-Bus zwei Gespräche möglich, unabhängig davon, auf welchen MSNs diese geführt werden. Allerdings ist in einigen ISDN-Nebenstellenanlagen pro MSN nur ein Gespräch möglich, damit ein Anrufer das Besetztzeichen hört, falls auf der Nebenstelle bereits telefoniert wird. Deshalb benutzt Cactus die MSNs ggf. abwechselnd, falls eine Amtsholung konfiguriert ist. Ohne Amtsholung wird jeweils die erste für einen Controller konfigurierte MSN verwendet. Der zweite Controller wird benutzt, wenn beide Kanäle des ersten bereits benutzt sind.
  3. Falls vorhanden, wird ein NT-ISDN-Adapter (Network Termination) angezeigt; für ihn ist keine Konfiguration erforderlich.

SIP-Provider

Sie können bis zu neun SIP-Provider konfigurieren, über die externe Verbindungen z.B. ins herkömmliche Festnetz möglich sind. Wenn Sie auf [Neu] klicken, können Sie Standard-Parameter einiger Provider übernehmen. Wir empfehlen, für die Nutzung mehrerer Rufnummern nicht mehrere Accounts zu verwenden, sondern - soweit es der Provider unterstützt - bei ihm mehrere Durchwahlen für einen Account anzulegen; andernfalls treten Probleme auf, wenn Sie mehr als neun Nummern benötigen.

Nebenstellen

Beispiel eines Rufnummernplans
0...
11...
12-29
3...
4...
5...
6-7
8...
9...
*0-*9
**...
Dienstl. Amtsgespräche
Notruf, Auskunft
Kurzwahlnummern
Analoge Nebenstellen
ISDN-Nebenstellen
IP-Telefone
Reserviert/Erweiterungen
Projektnummer-Vorwahl
Private Amtsgespräche
Provider-Auswahl
Programmierung

Hier werden die Nebenstellen-Nummern der IP-Telefone und die zugehörigen Passworte definiert. Es sind keine Einträge hier nötig, wenn Sie nur herkömmliche Telefone an einer vorhandenen ISDN-Anlage zusammen mit Cactus verwenden möchten.

Teilnehmerdaten

Hinweis: Falls in der SIP-Server-Konfiguration für die Anmeldung im LAN kein Passwort gefordert wird, kann sich ein IP-Telefon mit einer beliebigen Nebenstellen-Nummer anmelden, ohne dass diese in der Nebenstellen-Liste eingetragen ist (nicht empfohlen!).

Aktive Umleitungen

Hinweise zu Rufumleitungen:

  1. Die Umleitung wird nicht ausgeführt, wenn der anrufende Teilnehmer identisch mit dem Umleitungs-Ziel ist (Sekretariats-Funktion).
  2. Falls die Zielnummer ein Mobiltelefon ist, stellen Sie bitte bei Ihrem Mobil-Provider sicher, dass die Verbindung nur zustande kommt, wenn der Anruf wirklich angenommen wird, da sonst die übrigen Telefone einer Rufgruppe nicht mehr weiterklingeln.
  3. Das Deaktivieren eines Umleitungs-Typs löscht das Nummernfeld nicht, was die spätere Reaktivierung erleichtert.
  4. Viele Telefone haben einen Knopf "Nicht stören" oder erlauben es, einen Ruf abzulehnen. Meist werden dann Anrufe mit "Besetzt" beantwortet.
  5. Manche SIP-Telefone besitzen eingebaute Umleitungs-Optionen. Diese funktionieren jedoch nicht bei externen Anrufern und auch nicht, wenn das Telefon ausgeschaltet wird. Deshalb sollte die Umleitungsfunktion in Cactus bevorzugt werden. Aus demselben Grund sollten Sie die im Telefon u.U. (z.B. Snom) programmierbaren Sekunden für Umleitung nach Zeit auf einen höheren Wert als in Cactus einstellen.
  6. Wenn Cactus einen externen Anruf zu einer externen Nummer umleitet, bezahlt der Anrufer nur für den Ruf von ihm zu Cactus und Sie für die Verbindung von Cactus zur Zielnummer. Deshalb werden Sie bei Umleitungen zu einer Ihnen gehörenden 0900-Mehrwertdienst-Rufnummer nicht reich, sondern arm.
  7. Berücksichtigen Sie bitte, dass ein ISDN-Bus nur zwei Kanäle hat! Ein Anruf eines lokalen ISDN-Telefons, das am gleichen Bus wie Cactus angeschlossen ist, kann nicht zu einer externen ISDN-Nummer umgeleitet werden, da dafür drei Kanäle nötig wären.

Berechtigungen

Die folgenden Teilnehmer-Berechtigungen können selektiv aktiviert bzw. deaktiviert werden:

Rufverteilung

Mit der Rufverteilung können Sie für ankommende und abgehende SIP-Rufe einstellen, welche externen oder internen Telefone klingeln. Sie können auch Gruppenrufnummern einrichten, bei denen dann mehrere interne oder externe Telefone gleichzeitig klingeln (Parallelruf), oder Kurzwahlnummern für externe Ziele konfigurieren. Beim Eingeben einer Rufverteilungs-Regel mit dem Knopf "Neu" gibt es folgende Felder:

Die Rufverteilung eignet sich auch für Kurzwahlnummern. Beispielsweise kann man bei Dus.net den Anrufbeantworter anhören, indem man "vmail" als Nummer anwählt. Das ist bei vielen Telefonen etwas mühsam. Also richtet man in der Rufverteilung z.B. 22 als Kurzwahl ein, die dann auf *1vmail verweist. Dabei dient *1 als Auswahl-Index von Dus.net als SIP-Provider.

Bitte beachten Sie:

  1. Die Verteilung ankommender ISDN-Rufe auf bestimmte IP-Telefone wird nicht hier, sondern bei der ISDN-Konfiguration definiert.
  2. Sie müssen hier auch die Nummer(n) eintragen, die Sie von Ihrem SIP-Provider erhalten haben. Bei T-Online ist das nur eine Nummer, die typischerweise mit 032 beginnt, bei SipGate aber zwei, nämlich eine netzinterne Nummer und eine Festnetznummer; bei durchwahlfähigen Nummern u.U. sogar noch mehr. Als Ziel werden die Nebenstellen-Nummern der Telefone angegeben, die dabei klingeln sollen. Bei mehreren SIP-Providern muss das für jede der zugehörigen Nummern geschehen. Falls die Angabe fehlt, ist im Protokoll bei ankommenden Rufen das Feld "Gerufen" leer, weil kein Telefon klingelt!
  3. Kurzwahl-Nummern können hier ebenfalls konfiguriert werden. Vermeiden Sie aber Konflikte mit existierenden internen oder externen Nummern. Am besten erstellen Sie einen tabellarischen Nummernplan, in dem Sie alle benutzten Nummernbereiche niederlegen.
  4. Die Rufverteilung wird noch vor den Wahlregeln angewendet. Wenn also per Rufverteilung z.B. 110 auf 0110 geroutet wird, ist als Wahlregel dafür z.B. 0110 und nicht etwa 110 anzuwenden. Sie können auch z.B. *0 vor einer Zielnummer eingeben, um diese Nummer trotz abweichender Einstellung einer Nebenstelle stets via ISDN zu wählen; in diesem Beispiel wäre das Ziel also *00110.
  5. Beim Wählen von Stern und Providernummer (z.B. *1) zur Auswahl eines bestimmten Providers wird die hier definierte Rufverteilung normalerweise ignoriert. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, netzinterne SIP-Nummern eines Provider zu wählen, ohne dass ein Konflikt mit Kurzwahl- oder Nebenstellennummern auftritt. Es ist aber im Prinzip auch möglich, eine mit einem Stern beginnende Nummer in die Rufverteilung einzutragen, um auch diese umzuleiten.
  6. Es sind vollständige Rufnummern erforderlich, sowohl als Quell- als auch als Zielnummer. Im Gegensatz zu den Wahlregeln dürfen die Nummern hier nicht verkürzt werden.
  7. Mobilfunk-Nummern können hier ebenfalls als Ziel verwendet werden. Wenn andere Telefone dabei mitklingeln sollen, funktioniert das allerdings nur, wenn der Mobilfunk-Netzbetreiber den Ruf nur dann annimmt, wenn er wirklich auf dem Handy angenommen wird. Wenn die Mobilbox aktiviert ist oder sonstige Netz-Ansagen abgespielt werden, ist das oft nicht gewährleistet.
  8. Um mehrere Nebenstellen einer ISDN-Telefonanlage parallel klingeln zu lassen, richten Sie in dieser eine Gruppenrufnummer ein und konfigurieren Sie nur diese in Cactus als Ziel. Damit vermeiden Sie, dass die Kanäle der als Gateway dienenden ISDN-Karte zu schnell aufgebraucht werden.
  9. Rufverteilungs-Regeln werden vor Umleitungen geprüft.

Ausnahmen nachts

Sie können hier Rufverteilungs-Ausnahmen für einen bestimmten Tageszeitraum angeben, typischerweise nachts bzw. außerhalb Ihrer Bürozeiten. Optional gelten diese Ausnahmen auch ganztags für Samstag und/oder Sonntag bzw. an Feiertagen. Die hier eingegebenen Regeln sind genauso aufgebaut wie bei der normalen Rufverteilung. Wenn bei den Ausnahmen keine passende Regel gefunden wird, dann wird eine in der normalen Rufverteilung gesucht.

Ein paar Tipps hierzu:

  1. Die hier eingegebenen Regeln werden mit höherer Priorität ausgeführt als Rufumleitungen.
  2. Wenn Sie nachts nicht gestört werden möchten, lassen Sie das Ziel-Feld einfach leer oder geben Sie die Nummer eines Anrufbeantworters an. Das kann auch die ISDN-Nummer der Sprachmailbox-Software CapiCall von Shamrock sein.
  3. Während Sie in Urlaub sind, geben Sie als Nacht-Zeitraum temporär z.B. 08:00 bis 07:59 ein, bis Sie wieder zurück sind.
  4. Feiertage sind in der Datei FEIERTAG.INI eingetragen. Falls auf demselben Rechner auch CapiCall von Shamrock installiert ist, können Sie dessen Feiertags-Liste verwenden, indem Sie den Inhalt dieser Datei durch eine einzige Zeile mit einem Verweis auf die entsprechende CapiCall-Datei ersetzen, also z.B. c:\capicall\feiertag.ini. Dadurch brauchen Sie nur noch eine Feiertagsliste zu pflegen.
  5. Die Schaltfläche [Feiertage] funktioniert auch, wenn Sie das Konfigurations-Programm auf einer anderen Workstation über ein Netzwerk-Laufwerk gestartet haben, aber nicht bei Benutzung eines UNC-Pfades wie \\server1\c\...

Wahlregeln

Mit den Wahlregeln können Sie festlegen, welche Vorwahlbereiche bzw. Nummern bei abgehenden Gesprächen über welchen Weg nach draußen geleitet werden. Beispielsweise ist es sinnvoll, Notrufnummern wie 110 und 112 und Mehrwertnummern wie 0700, 0800 und 0900 via ISDN zu routen, falls der jeweilige SIP-Provider diese Nummernbereiche (noch) nicht unterstützt. Um überhaupt Externgespräche führen zu können, müssen Sie wenigstens für die Ziffer 0 (Amtsholung) eine Wahlregel festlegen.

Wenn Sie eine ISDN-Karte verwenden, die intern an einer ISDN-Telefonanlage angeschlossen ist, erzeugen Sie für die Anfangsziffern der ISDN- und analogen Nebenstellen sowie Gruppenrufnummern dieser Anlage in den Wahlregeln jeweils einen Eintrag mit dem Ziel "ISDN", damit diese auch von IP-Telefonen erreichbar sind. Wenn die Telefone der ISDN-Anlage beispielsweise 31 bis 38 und 41 bis 48 lauten und die Gruppenrufnummern 301 bis 309, erzeugen Sie bei den Wahlregeln einen Eintrag "3" und einen Eintrag "4" jeweils mit dem Ziel ISDN.

Bitte beachten Sie:

  1. Die Wahlregeln werden nicht benutzt, wenn Sie die Wahl mit einem Stern und einer Provider-Nummer einleiten. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, netzinterne SIP-Nummern auch unterschiedlicher Provider zu wählen. Um etwa die netzinterne Nummer 765 4321 des SIP-Providers 1 zu wählen, geben Sie am Telefon *1 765 4321 ein.
  2. Die Wahlregeln werden ebenfalls nicht benutzt, wenn in der Konfiguration der jeweiligen IP-Nebenstelle ein bestimmter SIP-Account oder eine bestimmte ISDN-MSN fest vorgegeben ist.

Rufnummernsperre

Sie können bestimmte Nummern bzw. Vorwahlen abgehend und ankommend sperren, um beispielsweise unerwünschte teure Gespräche zu Vorwahlen wie 0137, 0138 oder 0900 zu verhindern oder einen lästigen Anrufer abzuweisen. Klicken Sie auf [Neu], um eine solche Nummer einzugeben.

Wichtige Hinweise:

  1. Zahlreiche SIP-Provider sperren Mehrwertdienste-Nummern wie 0137 oder 0900 aus abrechnungstechnischen Gründen ohnehin.
  2. Die Rufnummern-Sperre wirkt bei abgehenden Gesprächen unabhängig von der Art der Amtsholung (0, 9 oder *0 bis *9).
  3. Wenn Sie nicht auch 010 sperren, ist in Deutschland die Umgebung der Sperre bei einem abgehenden ISDN-Gespräch u.U. per Call-by-Call möglich, z.B. durch Wahl von 01033 0900 nach der Amtsholung.

Protokolle

Diese Dialogseite erlaubt es, festzulegen, welche Gesprächsdaten protokolliert werden. Standardmäßig sind alle Filter ausgeschaltet, es werden also alle Daten ins Protokoll geschrieben:

Projektnummern werden oft benutzt, um im Protokoll den Zeitverbrauch für bestimmte Gespräche Projekten (oder Kunden) zuzuordnen. Die dazugehörigen Einstellungen sind nur verfügbar, wenn unter SIP-Server die automatische Amtsholung ausgeschaltet ist:

Um etwa mit der Projektnummer 12 ein dienstliches Gespräch zu 08912345 aufzubauen, geben Sie am Telefon folgendes ein (es wird angenommen, dass die konfigurierte Projektvorwahlziffer 8 ist):
8 12 0 08912345
Beachten Sie bitte, dass die Amtsvorwahl 0 erst nach der Projektnummer folgt. Somit sind auch projektbezogene Intern-Gespräche möglich.

Für die Diagnose möglicher Probleme, etwa bei der Kommunikation mit einem IP-Telefon oder einem SIP-Provider, gibt es noch folgende Option:

Falls das Cactus-Programm einmal nicht auf normalem Wege beendet wird (z.B. Stromausfall, PC wird mit Cactus als Dienst heruntergefahren, oder Absturz), dann wird eine existente Datei SIP_TRACE.TXT beim nächsten Start in SIP_TRACE_PREV.TXT umbenannt. Wenn die Datei SIP_TRACE_PREV.TXT bereits existiert, wird sie dabei überschrieben.

Programmstart

Cactus kann als Windows-Dienst betrieben werden und ist damit auch dann verfügbar, wenn kein Benutzer angemeldet ist. Wir empfehlen allerdings, dies erst dann zu tun, wenn die Konfiguration abgeschlossen ist und alles stabil läuft, da neuere Windows-Versionen (ab Vista) bei Diensten kein Symbol im System-Tray der Taskleiste anzeigen und den Dienst auch nicht als Fenster öffnen können, so dass die Aktivitäten nur noch anhand der Protokolldateien verfolgt werden können. Zudem erfordern manche Konfigurationsänderungen (z.B. SIP-Port) einen Neustart. - Die folgenden Knöpfe erlauben das Installieren und Deinstallieren des Dienstes:

Falls Cactus von einem Netzlaufwerk geladen wird (z.B. NAS-Gerät) oder in einer Remote-Sitzung, müssen Sie den Dienst manuell registrieren: Öffnen Sie dazu eine Konsole (CMD) als Administrator und gegen Sie im Cactus-Programmverzeichnis SIP_PBX.exe -i ein. Um den Dienst später zu deinstallieren, verwenden Sie SIP_PBX -u (wieder in einer Administrator-Konsole).

Bitte beachten Sie, dass Cactus beim Betrieb als Dienst nicht gleichzeitig als Autostart-Verknüpfung existieren darf und auch nicht mit dem AppDog-Utility von Shamrock überwacht werden kann.

Auf der Seite "Programmstart" befindet sich ferner auch eine Auswahlbox für die gewünschte Sprache (deutsch oder englisch). Die gewählte Sprache gilt außer für das Konfigurationsprogramm auch für den Cactus-Server und für die Protokoll-Anzeige sowie ggf. für andere multilinguale Programme von Shamrock Software auf demselben PC.


Der Cactus-Server

Den Server starten

Bitte beachten Sie, dass es nach dem Start des Server-Programms trotz korrekter Konfiguration einige Minuten dauern kann, bis sich die IP-Telefone an ihm registriert haben und das Telefonieren mit ihnen möglich ist.

Autostart, AppDog, Dienst

Wir empfehlen, den Cactus-Server beim Booten des PC automatisch zu starten, indem Sie eine Verknüpfung zu SIP_PBX.exe im Windows-Autostart anlegen. Sie können alternativ auch die von Shamrock herunterladbare Freeware AppDog verwenden und als Autostart einbinden, um den Cactus-Server zu starten und eine dauernde Verfügbarkeit zu gewährleisten. Wenn erst einmal alles stabil und wunschgemäß funktioniert und Sie erste Erfahrungen mit Cactus gesammelt haben, können Sie den Cactus-Server als Dienst (Service) laufen lassen, damit er auch ohne Windows-Benutzer-Anmeldung gestartet wird.

Wichtiger Hinweis: Während der anfänglichen Testphase sollte das Programm noch nicht als Dienst betrieben werden, da einige Konfigurations-Änderungen einen Neustart des Cactus-Servers erfordern, was bei einem Dienst relativ umständlich ist.

Das Server-Fenster

Cactus-PBX
Datei Hilfe
SIP-Provider
Aktueller Anmelde-Status
Vorgänge
Verbindungsrelevante
Informationen wie
Anwahl, Anrufe usw.
 
Nebenstellen
Angemeldete SIP-Telefone
Verbindungen
Aktuelle Gespräche
Debug-Informationen
Vorgänge an den SIP- und
CAPI-Schnittstellen (nur
im Debug-Modus sichtbar)
SIP-Daten
Zum links selektierten
Vorgang gehörendes
SIP-Datenpaket

In den einzelnen Teilfenstern des Server-Programms sehen Sie den Status der Anmeldungen und aktuelle Verbindungen, ferner auch aktuell laufende Vorgänge. (In allen aktuellen Windows-Versionen ist es nur sichtbar, wenn Cactus als normale Anwendung und nicht als Dienst läuft!)

Die einzelnen Fensterbereiche benutzen folgende Farben als Statusinformation:

Das Datei-Menü des Server-Programms bietet u.a. folgende Möglichkeiten:

Im Hilfe-Menü des Cactus-Servers finden Sie neben diesem Handbuch auch die Versionsnummer der Software.

Das Anrufe-Protokoll

Cactus-Protokoll
Datei Hilfe
Datum Zeit Dauer Ruf Anrufer Typ Ger...Verb...Info
...

Im Windows-Startmenü des Cactus-Server-PC finden Sie unter Programme - Cactus - Protokoll eine Möglichkeit, das Verbindungsprotokoll chronologisch anzuzeigen. Sie können dieses Programm, entsprechende Netzwerk-Freigaben und Zugriffsrechte vorausgesetzt, als SIP_LOG.exe auch von anderen Workstations über die Netzwerk-Umgebung aufrufen. Die Rohdaten der Protokolldatei werden hier passend decodiert dargestellt, z.B. mit den Codec-Namen im Klartext. Sie können die Fenster- und Spaltenbreite durch Ziehen mit der Maus passend verändern. Folgende Spalten werden angezeigt:

Die Information, die in der Protokolldatei im Feld "Flags" enthalten ist, dient hier zur farblichen Kennzeichnung der Protokolleinträge:

Die Protokolldatei

Die über den Cactus-Server aufgebauten Verbindungen werden zeilenweise in einer monatlichen Datei PBXjjmm.LOG im verbreiteten CSV-Format aufgezeichnet (comma-separated values, jj=Jahr, mm=Monat, z.B. PBX0702.LOG). Was dabei genau protokolliert wird, ist einstellbar. Die Datei kann auch von anderen Programmen wie etwa Microsoft Excel ausgewertet und damit auch in einem frei definierbaren Format gedruckt werden. Bei selbst erstellter Software ist darauf zu achten, dass sie während des Lesens gleichzeitige Schreibzugriffe des Servers nicht blockieren darf.

Zeilenformat

Jede Zeile besitzt folgendes Format, wobei die einzelnen Felder mit Kommas getrennt sind:
Datum, Zeit, Dauer, Rufdauer, Flags, Anrufer, Typ, Gerufen, Verbunden, Info, Projektnummer
Die einzelnen Parameter besitzen folgende Bedeutung:

  1. Datum: Das Datum des Auflegens im Format Tag.Monat.Jahr.
  2. Zeit: Der sekundengenaue Zeitpunkt des Auflegens im Format hh:mm:ss.
  3. Dauer: Die Verbindungsdauer im Format mm:ss.s (also auf 1/10 s genau).
  4. Rufdauer: Die Zeit, während der das gerufene Telefon klingelte, auf 1/10 s genau.
  5. Flags: O=Extern gehend (outbound), I=extern kommend (inbound), P=Privat, M=manuelle Provider-Auswahl.
  6. Anrufer: Die rufende Nummer (Quellnummer), wie sie vom Provider gemeldet wird.
  7. Typ: Quelle>Ziel; Bus:MSN oder "NT" bei ISDN, "i" für interne Nebenstelle oder Nummer@Registrar.
  8. Gerufen: Die gerufene(n) Nummer(n), bei einem Parallelruf ggf. mehrere durch ";" getrennt.
  9. Verbunden: Die Nummer, die den Anruf schließlich entgegennahm.
  10. Info: Entweder ein dreistelliger SIP-Fehlercode, oder ein vierstelliger ISDN-Fehlercode, oder die sendeseitig verwendeten Codecs beim Anrufer>Gerufenen, zum Beispiel 0=G.711A, 2=G.726, 3=GSM, 8=G.711µ, 97=iLBC, 110=Speex.
  11. Projektnummer: Eine ggf. für dieses Gespräch am Telefon eingegebene Projektnummer.

Bitte beachten Sie hierbei folgende Konventionen:

Ein Beispiel für ein 62 Minuten und 1.7 Sekunden dauerndes abgehendes Extern-Gespräch, bei dem die interne Nebenstelle 52 unter Verwendung von MSN 43 auf dem ISDN-Controller 1 die externe Nummer 08912345 anruft und dabei die Projektnummer 4711 verwendet:
25.03.2007,11:59:15,62:01.7,12.8,O,52,i>1:43,08912345,08912345,8>8,4711

Die folgende Zeile zeigt ein ankommendes Gespräch von 08912345 auf dem ISDN-Bus 3, MSN 48, bei dem die internen IP-Telefone 52 und 57 drei Sekunden lang klingeln, bis 52 das Gespräch annimmt:
25.03.2007,11:51:02,1:12.2,3.0,I,08912345,3:48>i,52;57,52,8>8,

Fehlercodes

Im Info-Feld des Protokolls sind dreistellige SIP- oder vierstellige ISDN-Fehlercodes möglich. Wenn mehrere Telefone parallel klingeln und diese nacheinander unterschiedliche Fehler-Codes produzieren, wird nur der zuletzt aufgetretene protokolliert. Die häufigsten Codes sind im folgenden aufgeführt.

SIP-Fehlercodes
400 Syntaxfehler
404 Nicht gefunden
407 Proxy-Autorisation nötig
408 Zeitüberschreitung
480 Temporarär nicht verfügbar
481 Verbindung existiert nicht
482 Endlosschleife festgestellt
484 Unvollständige Adresse
486 Besetzt
487 Abgebrochen/beendet
488 Hier nicht möglich
501 Nicht implementiert
503 Service nicht verfügbar
504 Gateway-Zeitüberschreitung
ISDN-Fehlercodes
3301 Kabel oder Hardware-Problem
3002 Falsches B2-Protokoll, z.B. 1TR6 statt DSS1
3303 Protokollfehler Schicht 3 bzw. Timeout
3400, 3490, 3492 Es meldet sich kein Endgerät
34A2 Es ist gerade kein B-Kanal frei
3481 Eigene MSN oder Zielnummer falsch
3491 Endgerät ist besetzt
3492 Kein Endgerät antwortet
3493 Kein Endgerät nimmt den Ruf an
3495 Der Anruf wurde vom Angerufenen abgelehnt
3496 Die Rufnummer hat sich geändert
349C Rufnummernformat ungültig oder MSN falsch
34A2 Kein Kanal frei
34D8 Zielrufnummer falsch

Das Systemprotokoll

Zusätzlich zum Anrufeprotokoll wird ein System-Log SIP_PBX.TXT geschrieben. Es enthält alle für den Server relevanten Ereignisse wie Programmstart und -ende, Ermittlung der öffentlichen IP-Adresse sowie Probleme beim Registrieren von SIP-Providern oder IP-Telefonen. Die Datei wird beim Erreichen einer Größe von 100 KB automatisch gelöscht und neu begonnen. Sie erreichen dieses Log bequem über das Datei-Menü das Anrufe-Protokolls.

Im Systemprotokoll wird auch vermerkt, bei welchen SIP-Providern neue Sprachnachrichten im Anrufbeantworter vorliegen, soweit das von diesen unterstützt wird. Zum Anhören der Mailbox richtet man zweckmäßig eine Kurzwahl in der Rufverteilung ein.

Wiederholt auftretende Fehler, neue Sprachnachrichten bei SIP-Providern und Anrufe können auch auf anderen Netzwerk-Workstations angezeigt werden, sofern auf diesen das Popup-Programm aus dem NetMail-Paket von Shamrock Software läuft. Wenn Cactus auf demselben Rechner wie der NetMail-Server läuft, wird die in der Gatetway-Konfiguration angegebene Popup-Zieladresse für System-Meldungen berücksichtigt, andernfalls sendet Cactus die Meldungen an * (alle). Zusätzlich zeigt das Popup-Programm auch ein Fenster mit allen derzeit aktiven Verbindungen an.


Telefone benutzen

0123456789
^ R -
1 2 3
4 5 6
7 8 9
* 0 #

IP-Telefone konfigurieren

Bevor Sie den Cactus-Server mit einem IP-Telefon benutzen können, muss es passend konfiguriert werden. Die meisten Geräte verfügen zu diesem Zweck über ein Web-Interface. Üblicherweise gibt es dabei mindestens folgende Einstellungen:

IP-Telefone verwenden

Vor dem Wählen muss bei einigen Telefonen (z.B. Grandstream) erst der Hörer abgehoben und nach der Nummer die Raute-Taste # gedrückt werden. Bei anderen Telefonen (z.B. Siemens Gigaset C450 IP) gibt man zuerst die Nummer ein und drückt dann einfach die Abheben-Taste. Bitte konsultieren Sie hierzu die Bedienungsanleitung Ihres IP-Telefons.

Ankommende und abgehende Rufe

Umleitungen programmieren

Falls die Programmierung von Umleitungen am Telefon erlaubt ist, können folgende Tastensequenzen dafür verwendet werden, die jenen in GSM-Telefonen ähnlich sind:

Wichtige Hinweise zum Programmieren von Rufumleitungen:

  1. Nach der jeweiligen Eingabe müssen Sie noch den Hörer abheben oder die Wähltaste des Telefons drücken. Die Raute # dient bei einigen SIP-Telefonen (z.B. Grandstream BT100) zum Beenden der Eingabe und wird nicht mitübertragen; sie ist deshalb optional, wenn das Wählen je nach Telefon anders erfolgt. Entsprechend genügt in diesem Fall z.B. **002 zum Deaktivieren aller Umleitungen.
  2. Bei erfolgreicher Programmierung erscheint im Telefon anschließend (je nachdem, ob das Telefon nur Status-Codes oder auch Textmeldungen anzeigen kann) entweder "487" oder "487 Umleitung OK". Andernfalls erscheint ein anderer passender Fehlercode, typisch 403 = verboten oder 400 = falsches Format.
  3. Um die Umleitung zu deaktivieren, lassen Sie einfach die Zielnummer weg (z.B. **21*# oder abgekürzt auch **21#). Der Status kann jederzeit in der Nebenstellen-Konfiguration des Servers überprüft werden.
  4. Ein Teilnehmer, auf den ein Ruf umgeleitet wird, kann den umgeleiteten Apparat anrufen, ohne selbst wieder umgeleitet zu werden (Sekretariats-Funktion).

ISDN-Anlage einbinden

Falls im Cactus-PC eine ISDN-Karte zur Verfügung steht, kann sie als VoIP-/ISDN-Gateway zu einer vorhandenen ISDN-Telefonanlage verwendet werden. Die ISDN-Karte muss dabei als Nebenstelle an die ISDN-Anlage angeschlossen werden. Mit den analogen und ISDN-Telefonen innerhalb dieser Anlage können dann auch kommende und gehende VoIP-Telefonate geführt werden. Um Tonwahl-Fehlauswertungen durch Hintergrundgeräusche zu vermeiden, empfehlen wir, nicht mit aktivierter Freisprecheinrichtung zu wählen, sondern mit abgenommenem Hörer.

Weitere Tipps und Hinweise zur Benutzung von ISDN- und analogen Endgeräten:

  1. Legen Sie die Nebenstellen-Nummer der ISDN-Karte bei den Telefonen Ihrer ISDN-Anlage am besten auf eine Kurzwahltaste "VoIP"; wenn Sie damit überwiegend dienstliche Externgespräche führen, am besten noch mit einer Pause und einer Amtshol-Null dahinter.
  2. Das Drücken der Raute-Taste # hinter der eigentlichen Zielnummer ist nicht unbedingt erforderlich; man kann auch einfach ein paar Sekunden warten (siehe Tonwahl-Timeout bei den ISDN-Einstellungen).
  3. Wenn die Nebenstelle einer ISDN-Anlage aufgrund eines VoIP-Anrufs klingelt, zeigt sie nicht die VoIP-Anrufernummer, sondern die interne MSN der ISDN-Karte des Cactus-PC an, denn es ist technisch nicht möglich, eine Nummer zu übermitteln, die nicht zum jeweiligen ISDN-Anschluss gehört.
  4. Die Programmierung von Rufumleitungen, z.B. bei Besetzt, erfolgt üblicherweise in der ISDN-Telefonanlage.

Cactus-Anlagen koppeln

Standort 1
server1.dyndns.org
  Standort 2
server2.dyndns.org
Nst. 51 Cactus 1 Cactus 2 Nst. 61
  —Internet—  
Nst. 52   Nst. 62

Sie können mehrere Cactus-Anlagen miteinander koppeln, so dass sich die dort angeschlossenen Nebenstellen gegenseitig mit internen Nummern erreichen können. Dafür sollte sich wie im nebenstehenden Beispiel die jeweils erste Ziffer der Nebenstellen-Nummern in den Anlagen unterscheiden. Ferner benötigen Sie für die Standorte entweder je eine statische externe IP-Adresse oder je eine DynDNS-Domain.

Sie müssen für die unterschiedlichen Standorte getrennte Cactus-Lizenzen erwerben, da eine Lizenz jeweils nur für einen Server gilt. - Im folgenden Beispiel gehen wir von einer Konfiguration mit zwei Standorten aus. Gehen Sie dafür bitte wie folgt vor (die DynDNS-Namen sind natürlich nur als Beispiel gedacht):

Standort 1
  1. Stellen Sie sicher, dass alle lokalen IP-Nebenstellen mit der Ziffer 5 beginnen.
  2. Konfigurieren Sie eine neue Nebenstelle 50.
  3. Geben Sie die Daten der Cactus-2-Nst. 60 als SIP-Index 9 ein: Benutzername = 60, Registrar = server2.dyndns.org.
  4. Erstellen Sie eine Wahlregel von 6 an SIP-Index 9.
Standort 2
  1. Stellen Sie sicher, dass alle lokalen IP-Nebenstellen mit der Ziffer 6 beginnen.
  2. Konfigurieren Sie eine neue Nebenstelle 60.
  3. Geben Sie die Daten der Cactus-1-Nst. 50 als SIP-Index 9 ein: Benutzername = 50, Registrar = server1.dyndns.org.
  4. Erstellen Sie eine Wahlregel von 5 an SIP-Index 9.

Jetzt kann z.B. von der Nebenstelle 51 an Cactus 1 die Nebenstelle 61 an Cactus 2 direkt angewählt werden. - Hinweise:

  1. Wenn an beiden Standorten auch eine ISDN-Anlage vorhanden ist und es bei deren ISDN- oder analogen Nebenstellen Überschneidungen gibt (z.B. 31 auf beiden Seiten vorhanden), können Sie ergänzend zu obigem Beispiel durch eine Rufverteilungs-Regel von 631 auf 31 an Standort 2 eine virtuelle Rufnummer 631 für Standort 1 einrichten. Umgekehrt müssen Sie am Standort 1 eine Rufverteilungs-Regel von 531 auf 31 als virtuelle Rufnummer 531 für Standort 2 einrichten.
  2. Obwohl es theoretisch auch möglich wäre, an Cactus 1 externe Amtsgespräche über Cactus 2 zu führen und umgekehrt, empfehlen wir zur Vermeidung des dadurch entstehenden zusätzlichen unnötigen Datenverkehrs eine getrennte Anbindung von Cactus 1 und Cactus 2 an zwei unterschiedliche SIP-Provider-Accounts.

Typische Probleme

Abgehende Extern-Gespräche funktionieren nicht.
Stellen Sie bitte sicher, dass Sie die eigene Landesvorwahl richtig konfiguriert haben, z.B. 0043 für Österreich. Ferner müssen Sie z.B. für ein Gespräch nach Frankreich 00033... statt 0033... wählen oder 0089... statt 089... für München, also mit einer zusätzlichen Amts-Null, solange Sie nicht die automatische Amtsholung in Cactus aktiviert haben. Falls in der Nebenstellen-Konfiguration eine CLIR-Nummer angegeben ist, muss diese vom benutzten Provider unterstützt werden; lassen Sie das Feld ggf. versuchsweise leer.

Bei einem ankommenden SIP-Ruf klingelt kein Telefon.
Kontrollieren Sie bitte, was im Cactus-Fenster rechts oben angezeigt wird: Wenn hinter der gerufenen Nummer "(?)" steht, wurde keine passende Rufverteilungs-Regel dafür gefunden. Tragen Sie bitte die angezeigte gerufene Nummer exakt so in der Rufverteilung ein und weisen Sie ihr ein oder mehrere geeignete Ziele zu. Sie können statt einzelner Provider-Nummern auch einfach einen Stern als Standard-Routing eintragen. Wenn es sich bei einem Ziel um eine Nebenstelle einer angeschlossenen ISDN-Telefonanlage handelt, stellen Sie bitte sicher, dass deren Anfangsziffer als Wahlregel mit dem Ziel ISDN konfiguriert ist und mindestens eine ISDN-MSN in Cactus als abgehend-geschäftlich eintragen wurde.

Es ist ein störendes Echo zu hören.
Da bei IP-Telefonie Datenpuffer verwendet werden, tritt eine etwas größere Sprachverzögerung als bei ISDN- oder analogen Verbindungen auf. Eine ungenügende Entkopplung zwischen Mikrofon und Hörkapsel bzw. Lautsprecher macht sich deshalb als störendes Echo bemerkbar. Oft hilft es, einfach die Wiedergabelautstärke und/oder Mikrofon-Empfindlichkeit zu reduzieren. SIP-Softphones sollten Sie immer mit Headset (oder zumindest mit Kopfhörer statt Lautsprecher) verwenden, um eine Rückkopplung vom Lautsprecher zum Mikrofon zu vermeiden. Wenn ein ISDN- oder Analog-Telefon beteiligt ist, sollte der Freisprech-Modus nur dann verwendet werden, wenn das Gerät über eine halbwegs funktionierende Echo-Unterdrückung verfügt. Generell verursachen SIP- und ISDN-Telefone weniger Echo-Probleme als analoge.

Ich kann keine Nummer wählen, die mit einem Stern beginnt.
Wenn Sie an einem IP-Telefon z.B. *31 eingeben, wird damit die Nummer 1 über den SIP-Provider 3 gewählt. Eingaben, die mit zwei Sternen beginnen, sind für das Programmieren von Umleitungen reserviert. Falls Ihre ISDN-Anlage mit spontaner Amtsholung arbeitet und vor einer Nebenstellen-Nummer deshalb einen Stern benötigt, wählen Sie z.B. statt *31 deshalb bitte *0*31 am IP-Telefon: Mit *0 wird ISDN als abgehende Leitung ausgewählt, das nachfolgende *31 wird unverändert der ISDN-Anlage übergeben. Alternativ können Sie aber auch einfach die spontane Amtsholung in der ISDN-Anlage für die von Cactus benutzten MSNs deaktivieren. - Ähnlich können Sie eine mit * beginnende Sequenz auch bei Ihrem SIP-Provider wählen, wenn Sie der Eingabe einen Stern und die Provider-Nummer voranstellen.

Kann ich eine GSM-Gateway-Box verwenden?
Ein GSM-ISDN-Gateway kann mit Cactus verwendet werden, so dass Gespräche von und zu Mobiltelefonen deutlich preiswerter sind, da sie dann Mobilnetz-intern sind. Sie benötigen dafür eine GSM-Box, die sich als ISDN-NT verhält, z.B. 2N BRI Lite. Verbinden Sie diese mit einem allein dafür reservierten Anschluss Ihrer ISDN-Karte und konfigurieren Sie die MSN und Controller-Nummer unter ISDN als "Spezielle Verwendung". Dann definieren Sie eine oder mehrere Wahlregeln für die gewünschten Mobil-Nummernbereiche (z.B. 015, 016, 017) und weisen Sie diesen als Provider "ISDN-spezial" zu.


Nutzungsvertrag

Dieser Nutzungsvertrag wird mit der Installation der Cactus-Software stillschweigend anerkannt.

Der Inhaber einer Cactus-Lizenz darf das Server-Modul zu einer Zeit auf einem PC installieren und betreiben. Der Käufer erwirbt lediglich ein Nutzungs-, aber kein Eigentumsrecht an der Software. Das Nutzungsrecht an der Software endet automatisch bei nicht fristgerechter Zahlung des Kaufpreises sowie bei Verletzung dieser Lizenzregelungen.

Die Verbreitung der Demo-Version auf anderen Internet-Web-Seiten als den von Shamrock selbst betriebenen oder auch auf CD-ROMs ist ohne schriftliche Erlaubnis nicht gestattet.

Shamrock Software als Urheber des Programms und der dazugehörigen Dokumentation verweist anstelle weiterer eigener lizenzrechtlicher Vereinbarungen auf nationale und internationale Regelungen des Urheberrechts sowie auf das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Diese Software darf unter keinen Umständen für Zwecke benutzt werden, bei denen eine Fehlfunktion zu einer Verletzungs- oder Lebensgefahr führen könnte. Sollte das dennoch erfolgen, erkennen Sie an, dass Shamrock Software hierfür nicht haftet.

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