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Wenn sowohl der Server als auch die zugehörigen Workstations unter Windows 7, Vista oder 2008-R2 arbeiten, benutzen sie automatisch das neue SMB2-Protokoll. Neu daran ist insbesondere der Netzwerk-Cache, der übers Netzwerk gelesene Dateilisten und -inhalte auf dem Client bis zu zehn Sekunden lang speichert, so dass Änderungen nicht sofort sichtbar sind. Bei NetMail konnte das wegen des mailslot-basierenden Benachrichtigungs-Mechanismus bisher dazu führen, dass man per Popup-Fenster erfährt, dass eine neue Mail da ist, aber im NetMail-Client war sie nicht gleich zu sehen. Im NetMail-Gateway 2.37 ist nun ein entsprechender Workaround enthalten, der Mails wieder verzögerungsfrei erscheinen lässt.
Einige Anwender senden HTML-Mails ohne die sonst übliche Plain-Text-Alternative - teils absichtlich (häufig bei Newslettern und Spam), teils aber auch unbeabsichtigt (etwa durch Einbetten eines Bildes in die Mail). Das Problem dabei war bisher, dass man den Inhalt von solchen empfangenen HTML-Mails in der Text-Vorschau nicht sah, eine Suche in Archiven damit nicht möglich war und ihn beim Antworten auch nicht zitieren konnte. Deshalb erzeugt NetMail 2.36 aus einer reinen HTML-Mail jetzt nachträglich selbst eine Text-Alternative. In der Gateway-Konfiguration hat man die Wahl, ob man die HTML-Darstellung noch als Anhang behalten möchte oder nicht.
Einige NetMail-Anwender lassen empfangene Mails automatisch anhand von Absender- oder Betreff-Angaben in passende Archive verschieben. Man sah sie im Client dann zwar als gelb markierte Archiv-Symbole, allerdings wurden sie bisher nicht vom Popup-Programm gemeldet. Jetzt meldet das Popup-Programm außer neuen Mails im Aktuell-Ordner auch solche, die automatisch archiviert werden. - Ferner wurden im optionalen SMTP-Programm jetzt mehr Varianten der Absender-Codierung BATV berücksichtigt; wir empfehlen ggf. ein paralleles Update.
Oft werden in E-Mails Einrückungen oder Tabellen mit Leerräumen formatiert. Die Anzeige solcher Texte ist nur mit einer Schriftart fester Zeichenbreite sinnvoll möglich. Andererseits sind Mails, die solche Formatierungen nicht enthalten, mit einer proportionalen Schriftart deutlich besser lesbar. Als bisher wohl einziges Mail-Programm erkennt NetMail jetzt automatisch, welche Schriftart am besten passt. Ferner kann man auch die Schriftgröße ändern, was insbesondere bei Laptops mit kleinem Bildschirm, aber hoher Auflösung recht angenehm sein kann.
Ganz egal, welches E-Mail-Programm Sie einsetzen: Mail-Umleitungen sind oft problematisch. Beispielsweise könnten Sie auf die Idee kommen, Mails von Ihrem Provider 1 an einen anderen Provider 2 weiterzuleiten, damit Sie nur ein POP3-Konto abfragen müssen. Der Haken dabei: Wenn Ihnen jemand z.B. von seinem Hotmail-Konto eine Mail an Provider 1 schickt und diese dann zu Provider 2 umgeleitet wird, sieht es für letzteren so aus, als wäre der Absender gefälscht, da Hotmail-Mails normalerweise vom Hotmail-Server stammen sollten. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Mail vom Spam-Filter abgelehnt wird.
Eine Weiterleitung wird deshalb von einigen Providern wie z.B. T-Online gar nicht erst unterstützt. In NetMail besteht die Möglichkeit, durch mehrere Instanzen des Mailer-Programms mehrere POP3-Postfächer abzufragen, so dass eine Umleitung gewöhnlich nicht erforderlich ist.
Der NetMail-Client 5.24 erlaubt es im Netzwerk nach einer einstellbaren Anzahl von Tagen, gesendete sowie gelesene empfangene Mails aus dem Aktuell-Order (der auch über das Webmail-Interface zugänglich ist) in ein spezielles privates Archiv "Ablage" zu verschieben. Einerseits wird dadurch das Aktuell-Archiv übersichtlicher, andererseits ist der Zugriff auf seine Dateistruktur auch deutlich schneller, wenn sich weniger Mails darin befinden (Archiv-Mails werden über eine Indexdatei angesprochen und sind deshalb generell schneller geladen). Das Aufräumen erfolgt ähnlich wie beim Papierkorb jeweils beim Beenden des Clients.
Der NetMail-Client 5.21 erlaubt es, Mail-Archive auf einen anderen Pfad zu kopieren, beispielsweise um sie auf eine CD zu brennen. Im Datei-Menü kann man später den Archiv-Pfad auswählen, um solche älteren Mails lesen zu können, ohne die Archivdateien jedes Mal erst zurückkopieren zu müssen. Damit wird auch der Archivierungs-Pflicht entsprechend § 147 der Abgabenordnung (AO) Genüge getan, die das Aufbewahren von Rechnungen und anderen steuerlich relevanten Unterlagen auf einem nachträglich nicht veränderbaren Medium für 10 Jahre vorschreibt.
In
den letzten drei Monaten hat sich die Anzahl der täglichen Spam-Mails etwa
vervierfacht und übertrifft inzwischen die Zahl legaler E-Mails bei weitem. Die
hier abgebildete Grafik über 16 Stunden entstand auf einem NetMail-Server, der
mit dem optionalen SMTP-Modul Mails direkt aus
dem Internet empfängt: Die vertikale Achse sind Mails pro Minute. Rot
kennzeichnet abgelehnte Mails, gelb sind per Greylisting temporär abgewiesene,
und der schmale grüne Bodensatz sind akzeptierte. Man erkennt deutlich die
Wellenstruktur der Anlieferung durch unterschiedliche Bot-Netze. Leider hat
auch der Spam-Anteil zugenommen, der nicht von Bot-Netzen (also von mit
Trojanern befallenen PCs) kommt, sondern über nicht abgesicherte legale Server,
die als offene Mail-Relais fungieren; er macht zwar weniger als ein Prozent
aus, lässt sich aber relativ schlecht filtern. Festzustellen bleibt: An der
Problematik sind nicht allein Spammer schuld, sondern auch unbedarfte
PC-Anwender, die nichts dagegen tun, dass Trojaner auf ihrem Rechner Spam
verbreiten, und Administratoren, die ihren Mail-Server oder Proxy nicht gegen
unerwünschte Spam-Weiterleitung absichern.
NetMail
ist jetzt (wie übrigens gleichzeitig auch alle anderen Programme von Shamrock)
kompatibel mit Microsofts jüngstem Sprößling Windows Vista. Ein augenfälliger
Unterschied zu früheren Versionen ist, dass das Setup-Programm bei
Neuinstallationen jetzt nicht mehr C:\Programme als Pfad vorschlägt, sondern
C:\Shamrock\NetMail. Der Grund dafür ist, dass NetMail - wie der Name schon
sagt - ein netzwerkfähiges Programm ist. Windows Vista lässt aber einen
Schreibzugriff anderer Netzwerk-Benutzer auf das Programme-Verzeichnis nicht
mehr zu, wie er beispielsweise für das Senden von E-Mails von anderen
Workstations aus erforderlich ist, so dass ein anderer Installations-Pfad nötig
wurde. Weitere Änderungen betreffen den Fax-Druckertreiber im NetMail-Client,
der bisher temporäre Dateien nach C:\Windows\Temp speicherte, was unter Vista
so nicht mehr funktioniert - jetzt wird das Anwendungsdaten-Verzeichnis des
jeweiligen Benutzers dafür verwendet.
Bisher befanden sich in NetMail empfangene und gesendete E-Mails immer zusammen im Ordner "Aktuell". Das hat den Vorteil, dass man z.B. Fragen und Antworten im zeitlichen Zusammenhang auf einen Blick sieht. Nicht in allen Fällen ist das aber so gewünscht. Deshalb kann man ab der Client-Version 5.13 per Rechtsklick auf das Aktuell-Archiv im dann erscheinenden Kontext-Menü "Aufteilen" wählen. Gesendete und empfangene Mails werden getrennt dargestellt. Es gibt dann ferner einen Ordner "Ausgehende Mails", der diejenigen E-Mails zeigt, die noch nicht vom Server übernommen wurden. Selbstverständlich kann man diese getrennte Ansicht auch wieder rückgängig machen, um alle aktuellen Mails auf einen Blick zu sehen.
Da die meisten Anwender heute mit einer ausreichend hohen Bildschirmauflösung arbeiten, wurde im NetMail-Client 5.00 eine Baumansicht mit Archiven links neben der Mail-Liste ergänzt. Hier findet man private und gemeinsame Ordner, aber auch den Papierkorb sowie Entwürfe. Es lassen sich jetzt auch Unterordner als Archiv-Hierarchie anlegen. Die Suche nach Stichworten kann global oder gezielt in bestimmten Ordner-Zweigen stattfinden.
30.06.05
Backscatter erkennenNetMail 2.15 kann etwas, wovon die Anwender anderer Mail-Systeme nur träumen können, nämlich das Erkennen und Löschen von sogenanntem Backscatter. Dieses Problem ist mit einem herkömmlichen Spam-Filter kaum in den Griff zu bekommen. Wenn zum Beispiel ein Virus Ihre Mail-Adresse als Absender missbraucht und an einen Mailserver schickt, der den Virus ablehnt und eine Return-Mail erzeugt, dann geht diese Return-Mail an Sie, obwohl Sie gar nichts dorthin gesandt haben. NetMail prüft nun Return-Mails daraufhin, ob sie eine Adresse enthalten, an die ein Benutzer innerhalb der letzten Tage eine Mail geschickt hat. Wenn nicht, wird diese Return-Mail gelöscht und im Gateway-Protokoll als "bounced faked mail" vermerkt.
Das von einigen Providern eingeführte SPF-Verfahren (Sender Policy Framework)
soll durch spezielle DNS-Einträge gefälschte Absender-Domains erkennen. Diese
kommen insbesondere bei Spam und Viren sehr häufig vor. Bei SPF entsteht als
Kollateralschaden allerdings das Problem, dass Kunden-Domains von der des
Provider-Mailservers abweichen und somit von SPF als gefälscht angesehen
würden. Deshalb ersetzen solche Mailserver nun die Absenderadresse (Return-Path
in den Kopfdaten), z.B. info@example.com, durch eine codierte Form (SRS =
Sender Rewriting Scheme), die z.B. so aussieht:
SRS0=Qi6R=gh=example.com=info@srs.provider.de
Beispielsweise führte 1&1 diesen Mechanismus Mitte Juni 2005 ein. Wenn Sie den
optionalen SMTP-Server zu NetMail einsetzen,
sollten Sie die aktuelle Version davon einspielen, damit derart codierte
Absenderadressen korrekt decodiert werden. Für die sonstige NetMail-Software
hat das SRS-Verfahren keine Auswirkung.
Das Service-Pack 2 für Windows XP enthält eine Firewall, die bei restriktiver Einstellung die Popup-Nachrichten in NetMail blockiert und auch das automatische Neueinlesen der Mail-Liste verhindert. Es klappt wieder, wenn man in der Firewall unter "Ausnahmen" die Datei- und Druckerfreigabe im Subnetz wieder freigibt (u. a. die UDP-Ports 138 und 139). Dies ist übrigens die Voreinstellung nach der SP2-Installation. Es ist nicht erforderlich, auf dem Rechner dafür wirklich eine Dateifreigabe zu aktivieren.
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